Pirna - Das Niedrigwasser hat am Sonntag am Elbufer zwischen den Pirnaer Ortsteilen Birkwitz und Pratzschwitz eine Weltkriegsbombe zum Vorschein gebracht. Von dem Blindgänger geht mittlerweile keine Gefahr mehr aus.
Um 13.20 Uhr hatten die Spezialisten am Montagmittag den Zünder der sowjetischen Fliegerbombe entfernt und anschließend gesprengt, wie die Polizei mitteilte. Rund 40 Minuten später seien die Sperrungen aufgehoben worden.
"Die 250-Kilogramm-Bombe wird im Anschluss zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht", heißt es. Im Einsatz seien 218 Beamte der Polizeidirektion Dresden, der sächsischen Bereitschaftspolizei sowie des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gewesen.
Während der Evakuierung war der gesamte öffentliche Nahverkehr im Evakuierungsgebiet eingestellt. Dies betraf auch die Bahnstrecke zwischen Pirna und Heidenau. Es kann trotz Streckenfreigabe noch zu Verspätungen und Ausfällen im S-Bahn-Verkehr kommen.
Um den Fundort war ein Evakuierungsradius von etwa 1000 Meter gezogen worden. Rund 3800 Menschen waren beidseits der Elbe auf Pirnaer und Heidenauer Gebiet betroffen. Der Verkehr im Umfeld wurde von der Polizei abgeleitet. Autofahrer sollten den Evakuierungsbereich weiträumig zu umfahren.
Evakuierungsgebiet umfasste Pirnaer und Heidenauer Gebiete
Wie die Stadt Pirna mitteilte, mussten folgende Bereiche geräumt werden:
- gesamter Naturbadesee Birkwitz-Pratzschwitz einschließlich Liegewiese
- die Pratzschwitzer Straße ab der Einmündung Am See bis zur Einfahrt zum Sportplatz
- die Straßen Am See, Seewiese, An der Elbaue, Am Lehnfeld
Die Feuerwache Pratzschwitz (Pratzschwitzer Straße 102) diente ab 9 Uhr als Notunterkunft. "Die Stadt bittet darum, diese Unterkunft nur zu nutzen, wenn keine andere Unterbringungsmöglichkeit besteht", hieß es.
Das Evakuierungsgebiet in Heidenau umfasste:
Beethovenstr. (5, 7, 9, 11, 11A, 13, 13A, 15, 15A), Dohnaer Str. (1, 3, 3A, 5, 7, 7A, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 37, 39, 41, 43), Dürerstr. 2, Erna-Scholz-Str. (vollständig), Franz-Schubert-Str. (vollständig), Friedrich-Engels-Str. (vollständig), Fritz-Gumpert-Platz, Geschwister-Scholl-Str. (1A, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 8A, 9, 10, 10 A, 10B, 10C, 11, 12, 13, 14, 15, 17, 19, 21, 21A, 21B), Hauptstr. ab 36 bis 103, Johann-Sebastian-Bach-Str. (vollständig), Karl-Liebknecht-Platz (vollständig), Karl-Marx-Str. (vollständig), Martin-Luther-Str. (6, 6F, 7, 8, 10, 12, 14), Melanchthonstr. (vollständig), Mittelsteig (vollständig), Mozartstr. (vollständig), Naumannstr. (vollständig), Pirnaer Str. (1, 5, 10-86), Querstr. (vollständig), Richard-Strauss-Str. (vollständig), Robert-Schumann-Str. (vollständig), Rosa-Luxemburg-Str. (vollständig), Schillerstr. (1, 2, 4, 5, 6 bis 15, 17, 21, 25), Schmiedestr. (vollständig), Waldstr. (vollständig).
Als Notunterkunft fungierte die Turnhalle des Pestalozzi-Gymnasiums (Hauptstraße 37, 01809 Heidenau).
Erstmeldung vom 16. August, 19.44 Uhr. Letzte Aktualisierung am 17. August, 14.32 Uhr