Fliegerbombe in Karlsruhe gefunden: Evakuierung geplant

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Von Marco Krefting

Karlsruhe - Wegen einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen Teile der Karlsruher Südstadt geräumt werden.

In Karlsruhe wurde eine Weltkriegsbombe gefunden.
In Karlsruhe wurde eine Weltkriegsbombe gefunden.  © Thomas Riedel/dpa

Die 250-Kilogramm-Bombe amerikanischer Bauart solle noch im Tagesverlauf entschärft werden, teilte die Stadt mit. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sei vor Ort. Zuerst hatte die "Pforzheimer Zeitung" darüber berichtet.

Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind und wie groß der Radius rund um den Blindgänger ist, der geräumt wird, war zunächst unklar.

Auch die Bahnstrecke, auf der unter anderem ICE fahren, dürfte im Berufsverkehr betroffen sein. Das Weltkriegsrelikt war den Angaben zufolge bei Bauarbeiten in einer Kleingartenanlage entdeckt worden. 

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Auch mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Baden-Württemberg immer wieder Fliegerbomben entdeckt.

Am Bahnhof in Bruchsal (Landkreis Karlsruhe) beispielsweise war erst vor wenigen Wochen eine Fliegerbombe entschärft worden, im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt Anfang Juli. In Pforzheim hatte eine 1,8 Tonnen schwere Weltkriegsbombe Mitte Mai für größere Räumungen gesorgt, bis zu 30.000 Menschen waren betroffen.

Immer wieder Bombenfunde in Baden-Württemberg

Die Polizei und der Kampfmittelbeseitigungsdienst haben nun alle Hände voll zu tun. (Symbolfoto)
Die Polizei und der Kampfmittelbeseitigungsdienst haben nun alle Hände voll zu tun. (Symbolfoto)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Im vergangenen Jahr hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg 19 Bombenblindgänger (2024: 13) mit einem Gewicht von je mindestens 50 Kilogramm unschädlich gemacht.

17 seien entschärft worden, zwei kontrolliert gesprengt, heißt es in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart. Bei 930 Einsätzen (2024: 811) hätten die Fachleute rund 18,8 Tonnen Kampfmittel und Munition (2024: 16,6 Tonnen) eingesammelt, die auf Baustellen, Privatgrundstücken oder in freier Natur entdeckt worden waren.

Je nach Fundort und Zustand der Weltkriegsrelikte handeln die Behörden sofort. In anderen Fällen vergehen einige Tage zwischen Fund und Evakuierung. In dieser Zeit werden die Räumungsmaßnahmen dann vorbereitet.

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Im Zweiten Weltkrieg wurden laut dem Stuttgarter Regierungspräsidium etwa 1,35 Millionen Tonnen Munition auf das Gebiet des damaligen Deutschen Reichs abgeworfen. Alleine auf das Land Baden-Württemberg entfielen rund 100.000 Tonnen Abwurfmunition.

Titelfoto: Thomas Riedel/dpa

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