Gießen gibt nach Bombenverdacht Entwarnung: Keine Kampfmittel gefunden
Von Nicole Schippers
Gießen - In Gießen ist nach einer Weltkriegsbombe gesucht worden - die Stadt gab mittlerweile Entwarnung und fährt nun ihre Vorbereitungsmaßnahmen für den Fall einer Evakuierung zurück.
So werde etwa die Halle der Brüder-Grimm-Schule geräumt, erklärte eine Sprecherin der Stadt am Morgen. Dort seien vorsorglich Betten vor allem für pflegebedürftige Menschen aufgebaut worden.
Seit dem Donnerstagmorgen war in Gießen nach einer Bombe gesucht worden. Anlass war der Verdacht gewesen, dass sich an einer Fernwärmebaustelle noch Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg befinden.
Bei ersten Grabungen waren aber nur Metallreste gefunden worden.
Am Donnerstagnachmittag hatte es dann Entwarnung gegeben. An keiner der getesteten Stellen sei eine Bombe oder ein Hinweis darauf gefunden worden, teilte die Stadt mit.
6000 Menschen wären von einer Evakuierung betroffen gewesen
Der Kampfmittelräumdienst musste deshalb nicht anrücken, eine Entschärfung mit Evakuierung entfiel. Die Sondierungsarbeiten seien abgeschlossen, hieß es.
Für den Fall eines Bombenfunds hatte die Stadt einen Evakuierungsradius von bis zu 1000 Metern genannt. Davon wären rund 6000 Menschen betroffen gewesen.
Erstmeldung vom 15. Oktober um 7.21 Uhr, Update vom 16. Oktober um 10.21 Uhr.
Titelfoto: Boris Rössler/dpa
