Coronavirus in Berlin: Lockerungen für Kontakt- und Mannschaftssport!

Berlin - Die Corona-Krise hat Berlin trotz Lockerungen weiterhin fest im Griff! Vier Monate nach der ersten registrierten Coronavirus-Infektion sind schon 8655 Fälle bestätigt worden. Derweil sind 219 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben (Stand 14. Juli). Hier bekommt Ihr aktuelle News zur Lage in der Hauptstadt.

Eine Frau mit Mundschutz läuft über den Berliner Ku'damm.
Eine Frau mit Mundschutz läuft über den Berliner Ku'damm.  © Kay Nietfeld/dpa

Langsame Rückkehr zu etwas mehr Normalität in der Corona-Krise: Der Berliner Senat verständigte sich auf etliche Lockerungen.

Warmes Wetter, die Sonne lacht. Bei solchen Bedingungen zieht es viele Berliner in die Bäder. Das soll auch in Corona-Zeiten seit dem 25. Mai wieder möglich sein - jedoch mit Einschränkungen.

Kneipen und Bars können wieder öffnen, Gäste müssen aber an Tischen Platz nehmen. Restaurants und Gaststätten sind ebenfalls geöffnet. Auch hier gelten Abstands- und Hygieneregeln.

Künftig können sich neben Angehörigen zweier Haushalte auch wieder bis zu fünf Menschen zu Hause oder im Freien treffen. 

Das gilt unabhängig von der Frage, ob sie zusammen wohnen oder nicht. Für Demonstrationen gilt keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr.

In Kindertagesstätten soll ab dem 22. Juni voller Regelbetrieb herrschen, für Schulen gilt dies nach den Sommerferien. "Das ist nur möglich, wenn wir die 1,5-Meter-Regel fallen lassen", sagte Bildungssenatorin Scheeres (50, SPD).

Davon abgesehen bleiben die Kontaktbeschränkungen aber bestehen. Also gilt weiterhin: 1,50 Meter Abstand voneinander halten.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Berlin und Brandenburg gibt es hier bei uns im Ticker.

Alle weiteren Infos findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 13. Juli, 14.15 Uhr: Berliner Gesundheitssenatorin offen für neue Ideen zu Corona-Hotspots

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zeigt sich offen für eine Diskussion über ein zielgenaueres Vorgehen bei regionalen Corona-Ausbrüchen in Deutschland. "Wir freuen uns über einen Vorschlag dazu aus dem Kanzleramt", sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Darüber werden wir dann in der Gesundheitsministerkonferenz beraten." Die nächste Schalte dieser Fachministerrunde sei am kommenden Montag (20. Juli) geplant.

Anfang Mai hatten Bund und Länder vereinbart, dass Beschränkungen erlassen werden, wenn in einem Kreis binnen sieben Tagen die Zahl der Corona-Neuinfektionen den Grenzwert von 50 pro 100.000 Einwohner übersteigt. Dazu zählen Beherbergungsverbote und Quarantäneregeln für Menschen aus betroffenen Regionen. Jetzt regt die Bundesregierung ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Corona-Ausbrüchen an. In einer Video-Schalte mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer regte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Montag mehr Tests und Ausreisebeschränkungen an. Beschlüsse dazu wurden noch nicht gefasst.

Update, 13. Juli, 10.30 Uhr: Wieder mehr bestätigte Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Brandenburg ist wieder etwas gestiegen. Von Montag auf Dienstag seien fünf neue Fälle hinzugekommen, berichtete das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam. Jeweils zwei Infektionen meldeten die Landkreise Barnim und Oberspreewald-Lausitz, einen neuen Fall registrierte der Kreis Potsdam-Mittelmark. Am Tag zuvor war ein neuer Fall gemeldet worden, einer wurde wegen einer Korrektur abgezogen. Seit Anfang März haben sich 3487 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Bisher starben 173 Corona-Patienten, diese Zahl blieb unverändert. Rund 3230 Patienten gelten derzeit als genesen, so viele wie am Tag zuvor. Die Zahl der Erkrankten wird auf rund 80 geschätzt.

Update, 13. Juli, 14.45 Uhr: Bericht: Kontakt- und Mannschaftssport in Berlin wieder möglich

Berlin macht den Weg für Kontakt- und Mannschaftssport während der Coronavirus-Pandemie frei, aber noch immer gibt es viele Fragezeichen. "Aufgrund des sehr niedrigen Infektionsgeschehens lassen wir Kontaktsport und Mannschaftssport wie zum Beispiel Rudern ausnahmsweise zu", sagte Sportsenator Andreas Geisel (SPD) dem "Tagesspiegel" am Montag. Demnach müsse der Mindestabstand von 1,5 Metern während sportlicher Aktivitäten wie Judo, Rudern oder Hockey ab sofort nicht mehr eingehalten werden. Sehr wohl gelten Hygieneregeln aber beispielsweise in Sporthallen oder auf dem Vereinsgelände, wenn nicht gerade Sport getrieben wird.

Ob auch andere Sportarten wie Fußball, Handball, Hockey, Judo und anderer Kampfsport nun auch ohne Abstandsregel möglich sind, blieb offen. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Einschränkungen gibt es auch weiterhin - zum Beispiel beim Rudern. Dort soll der Steuermann beziehungsweise die Steuerfrau weiterhin Maske tragen, sagte Geisel, "da diese mit dem Gesicht zu den Ruderern sitzen".

Der Berliner Senat will am Dienstag nächster Woche (21. Juli) weitere Lockerungen diskutieren, es könnte eine Anpassung der Infektionsschutzverordnung folgen. Bis dahin würden Vergehen gegen das dort festgeschriebene Kontaktsportverbot nicht mehr geahndet, sagte Geisel dem "Tagesspiegel".

In den vergangenen Tagen hatte es teils heftige Proteste gegen die Corona-Regeln gegeben, die den Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen Sportarten in der Hauptstadt stark einschränken. Der Berliner Sport hatte sich am Montag in einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller gewandt. 

Am Vortag hatten Sportlerinnen und Sportler vor dem Roten Rathaus bereits dafür demonstriert, dass der Senat die Abstandsregeln bei Kontaktsportarten abschafft. Berlin war das einzige Bundesland mit so strikten Verboten bei Kontaktsportarten.

Sportsenator Andreas Geisel (SPD) kündigt Lockerungen bei Kontaktsportarten an.
Sportsenator Andreas Geisel (SPD) kündigt Lockerungen bei Kontaktsportarten an.  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Update, 13. Juli, 8.30 Uhr: Corona-App noch nicht mit Gesundheitsämtern und Laboren verbunden

Die mangelnde Digitalisierung im Berliner Gesundheitswesen wirkt sich auf die seit Mitte Juni verfügbare Corona- Warn-App aus. Nach wie vor funktioniert die digitale Verbindung zwischen der App sowie den Gesundheitsämtern und Laboren via QR-Code nicht. Das geht aus einer Antwort der Senatsgesundheitsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Abgeordneten Bernd Schlömer hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Folge: Wer der App einen positiven Corona-Test melden möchte, um andere zu warnen, muss eine Hotline anrufen. Dann wird mittels bestimmter Fragen verifiziert, ob die Person wirklich erkrankt ist. Ist das der Fall, erhält sie eine Bestätigung auf ihr Smartphone, mittels der dann die Kontaktpersonen über die App informiert werden können. Die können sich dann zum Beispiel selbst testen lassen.

Eigentlich soll dieses anonymisierte Verfahren automatisiert über QR-Codes funktionieren, die Gesundheitsämter und Labore erzeugen, in denen die Corona-Tests ausgewertet werden. Doch das wird in Berlin noch dauern. "Es ist geplant, die derzeit noch erforderliche telefonische Verifikation im Zuge der zunehmenden digitalen Anbindung schrittweise abzubauen", erklärte die Gesundheitsverwaltung.

Bisher seien die Berliner Gesundheitsämter noch nicht an den Server zur Erzeugung der QR-Codes angeschlossen. "Dies wird voraussichtlich noch einige Wochen in Anspruch nehmen." Gleiches Bild bei den Laboren: "Die technischen Möglichkeiten werden erst in den nächsten Wochen entstehen", hieß es in der Antwort.

Update, 13. Juli, 7 Uhr: Jugendherbergen öffnen schrittweise – "verhältnismäßig gut gebucht"

Die Jugendherbergen in Berlin und Brandenburg erleben derzeit einen durchwachsenen Corona-Sommer. Elf der insgesamt 19 Einrichtungen in den beiden Ländern sind bereits wieder geöffnet, zum Teil mit Einschränkungen, wie der Jugendherbergsverband Berlin-Brandenburg mitteilte. Weitere sollen schrittweise öffnen. "Wir sind verhältnismäßig gut gebucht", sagte Verbandssprecher Marcus Hirschberg. Statt Schulklassen und Sportvereinen buchten vor allem Familien und Einzelgäste.

Zwar können die Herbergen in Berlin und Brandenburg seit Pfingsten nach rund zweieinhalb monatiger Pause wieder öffnen. Mit dem einzuhaltenden Mindestabstand von 1,50 Meter bei Menschen aus verschiedenen Haushalten und den Hygieneregeln seien viele Häuser jedoch nur zu 60 Prozent buchbar, sagte Hirschberg. Manche könnten wegen dem Mehraufwand noch gar nicht wieder öffnen.

"Es ist eine bessere Nebensaison", sagte Marcel Sämann, stellvertretender Leiter der Jugendherberge Potsdam. Für den Juli habe das Haus 2328 Übernachtungen. Über 2400 werden es nicht werden, so Sämanns Prognose. Normalerweise habe die Herberge am S-Bahnhof Babelsberg im Juli bis zu 3450 Übernachtungen. Die Jugendherberge Berlin-Ostkreuz hat aufgrund von Stornierungen nach eigenen Angaben mehr als 50 Prozent der Übernachtungen verloren.

Update, 12. Juli, 12.33 Uhr: Berliner Clubs bekommen im Schnitt 81.000 Euro vom Senat

Berliner Clubs erhalten im Durchschnitt 81.000 Euro Corona-Hilfen. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage des Grünen-Abgeordneten Georg Kössler hervor, über die "Der Tagesspiegel" (Sonntag) berichtet. Insgesamt unterstütze der Senat 38 Veranstalter. Manche der Unternehmen betrieben mehrere Orte, so dass das Geld insgesamt 46 Clubs, Festivals und Konzertorten zugute komme. Seit dem 14. März sind die Clubs wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Unter den Clubs, die von dem Soforthilfeprogramm profitieren, sind unter anderen das About Blank, Cassiopeia, Sage, Tresor, Kater Club, Schwuz, Rummelsbucht und Lido.

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hatte den Kulturbetrieben der Stadt weitere Millionenhilfen in Aussicht gestellt. Das im Mai aufgelegte Soforthilfeprogramm im Umfang von 30 Millionen Euro solle noch mal um jeweils zweimal drei Monate im gleichen Volumen, also mit insgesamt 60 Millionen Euro verlängert werden, hatte Lederer gesagt.

"Wir sind systemrelevant!" steht auf einem Plakat, das einer von rund hundert Menschen auf einer Demonstration der Veranstaltungsbranche zeigt.
"Wir sind systemrelevant!" steht auf einem Plakat, das einer von rund hundert Menschen auf einer Demonstration der Veranstaltungsbranche zeigt.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 11. Juli, 19.45 Uhr: 20 weitere bestätigte Corona-Infektionen in Berlin

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Berlin um 20 auf 8636 gestiegen. Im Krankenhaus werden derzeit 53 Patienten behandelt, 17 von ihnen auf der Intensivstation, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Samstagabend mitteilte.

Im Zusammenhang mit Covid-19 starben den Angaben zufolge seit März 217 Menschen - das ist ein Todesfall mehr als am Freitag. 7967 Infizierte sind inzwischen genesen. Die Corona-Ampel steht laut Gesundheitsverwaltung weiterhin bei allen drei Indikatoren auf Grün.

Bei den Indikatoren geht es um die Reproduktionszahl - sie zeigt die Dynamik des Infektionsgeschehens - sowie Neuinfektionen und die benötigten Plätze für Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Der sogenannte R-Wert 0,. Er liegt also deutlich unterhalb der Schwelle von 1,1, ab der bei dreimaligem Erreichen oder Überschreiten hintereinander die Ampel auf Gelb springen würde.

Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche pro 100 000 Einwohner beträgt 7,1. Sie ist damit ebenfalls weit von der kritischen Menge von 20 und mehr auf 100 000 Einwohner pro Woche entfernt. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen erreicht gegenwärtig 1,3 Prozent; hier begänne der gelbe Bereich bei 15 Prozent aufwärts.

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen.

Unter den Bezirken verzeichnet unverändert Mitte mit 1267 die meisten bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2, es folgen Neukölln (1064) und Charlottenburg-Wilmersdorf (865).

Update, 10. Juli, 19.33 Uhr: Zahl bestätigter Corona-Infektionen in Berlin wächst auf 8616

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Berlin um 31 auf 8616 gestiegen. Im Krankenhaus werden derzeit unverändert 69 Patienten behandelt, 28 von ihnen auf der Intensivstation, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitagabend mitteilte.

Im Zusammenhang mit Covid-19 starben den Angaben zufolge seit März 216 Menschen, womit sich auch diese Zahl nicht änderte. Seit Mittwoch gibt es keinen weiteren bestätigten Todesfall. 7938 Infizierte sind inzwischen genesen. Die Corona-Ampel steht laut Gesundheitsverwaltung weiterhin bei allen drei Indikatoren auf Grün.

Bei den Indikatoren geht es um die Reproduktionszahl - sie zeigt die Dynamik des Infektionsgeschehens - sowie Neuinfektionen und die benötigten Plätze für Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Der sogenannte R-Wert sank auf 0,52. Er liegt also deutlich unterhalb der Schwelle von 1,1, ab der bei dreimaligem Erreichen oder Überschreiten hintereinander die Ampel auf Gelb springen würde.

Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner beträgt weiterhin 7. Sie ist damit ebenfalls weit von der kritischen Menge von 20 und mehr auf 100.000 Einwohner pro Woche entfernt. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen erreicht gegenwärtig 1,5 Prozent; hier begänne der gelbe Bereich bei 15 Prozent aufwärts.

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen.

Unter den Bezirken verzeichnet unverändert Mitte mit 1263 die meisten bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2, es folgen Neukölln (1058) und Charlottenburg-Wilmersdorf (863).

Update, 10. Juli, 13.30 Uhr: Vier neue Corona-Infektionen in Brandenburg - Zahlen neu bewertet

Die ermittelte Zahl Corona-Infektionen in Brandenburg ist nach einer Neubewertung der Angaben zurückgegangen. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, kam es im Landkreis Potsdam-Mittelmark zu einer Datenrevision: 33 falsch klassifizierte Fälle aus den Monaten April und Mai wurden danach rückwirkend neu bewertet und korrigiert. Damit gibt es im Land 3475 Menschen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 Fälle infiziert haben; am Donnerstag waren noch 3504 gemeldet worden.

Durch die Datenregulierung gelten nun 3220 Patienten als genesen, am Vortag waren es noch 3250. Derzeit werden den Angaben zufolge acht Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Todesfälle beträgt 173.

Ein Kunde kauft in einem Supermarkt mit einem Mund-Nasen-Schutz ein. (Archivbild)
Ein Kunde kauft in einem Supermarkt mit einem Mund-Nasen-Schutz ein. (Archivbild)  © Christoph Soeder/dpa

Update, 10. Juli, 9.07 Uhr: Klagen wegen Trainings- und Spielverboten in Berlin drohen

Der Landesruderverband Berlin droht dem Senat aufgrund der weiter geltenden Trainings- und Spielverbote in der Corona-Krise mit juristischen Mitteln. "Wir fordern den Senat auf, kurzfristig klarzustellen, dass die Ausübung des Rudersports in Mannschaftsbooten auch unter der bestehenden Infektionsschutzverordnung zulässig ist", sagte Karsten Finger, erster Vorsitzender der Landesruderverbands, der "Berliner Morgenpost" (Freitag-Ausgabe). 

Die Anträge wurden an Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci und den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) gesandt. "Sollten wir bis Montag keine Antwort erhalten, werden wir mit der vollen Rückendeckung unserer Vereinsmitglieder Klage vor dem Verwaltungsgericht einreichen."

Viele Kontakt-Sportgemeinschaften fürchten aufgrund der strengen Regelungen in Berlin längst Wettbewerbsnachteile gegenüber der Konkurrenz in anderen Bundesländern. Die Furcht vor Austrittswellen aus Frust über die schwierige Situation und dadurch entstehende finanzielle Einbußen sei groß. "Wir haben unsere Vereine und Verbände ermuntert, Anträge auf Ausnahmeregelungen und auf Zulassung des Trainingsbetriebs zu stellen", sagte Thomas Härtel, der Präsident des Berliner Landessportbunds: "Das sei laut Senatsverwaltung für Inneres und Sport zurzeit die einzige Lösung."

Thomas Ludewig, Präsident des Berliner Handball-Verbandes, hofft noch auf eine einvernehmliche Lösung. "Ich bin optimistisch, dass es unter dem politischen Druck schon in den nächsten Wochen zu Lockerungen kommt. Krasse juristische Schritte wollen wir vermeiden", sagte Ludewig der "Berliner Morgenpost".

Auch im Berliner Jugend- und Amateurfußball wächst der Ärger über das weitere Verbot für den Trainings- und Wettkampfbetrieb. Ein Antrag des Verbandes an den zuständigen Innen- und Sportsenat, wie inzwischen in allen anderen Bundesländern Kontaktsport mit einem entsprechenden Hygiene- und Sicherheitskonzept wieder zuzulassen, führte bislang zu keinen Veränderungen.

Titelfoto: dpa/Bernd von Jutrczenka

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