Coronavirus im Norden: MV-Polizei registriert mehr gefälschte Impfpässe

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als anderthalb Jahren fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Coronavirus in Hamburg: Krankenhäuser sollen planbare Operationen absagen

In Hamburg sind mittlerweile 116.142 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 98.842 Fälle bekannt, in Bremen 40.104 in Mecklenburg-Vorpommern 75.327 und in Niedersachsen 381.715 Covid-19-Fälle (Stand 2. Dezember, 21.37 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 3. Dezember, 9.45 Uhr: MV-Polizei registriert mehr gefälschte Impfpässe

Zahlreiche Impfpässe liegen in einer Apotheke auf einem Tisch. Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden immer mehr Fälle bekannt.
Zahlreiche Impfpässe liegen in einer Apotheke auf einem Tisch. Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden immer mehr Fälle bekannt.  © Sven Hoppe/dpa

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern ermittelt die Polizei immer häufiger wegen gefälschter Impfpässe.

Wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe bei Schwerin am Freitag sagte, wurden im Monat November 48 solcher Fälle bekannt. Das seien viermal mehr als im Oktober.

Im gesamten Jahr 2021 wurden den Angaben zufolge bisher 68 solcher Fake-Impfpässe vom LKA im Nordosten registriert, die entweder zum Kauf angeboten oder auch bereits benutzt wurden.

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Diese Fälle seien unter anderem nach Hinweisen von Stempel- oder Druckerfirmen bekannt geworden. Außerdem seien solche falschen Impfdokumente von Impfstationen und -zentren oder von Privatpersonen sowie anonym angezeigt worden.

Es bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung.

Update, 3. Dezember, 9.43 Uhr: Vier Lokale in Hamburg wegen Corona-Verstößen geschlossen

Hamburg – Mit einem Großaufgebot der Polizei sind am Donnerstagabend mehrere Lokale in Hamburg-Harburg kontrolliert worden.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sei vor allem die Einhaltung der nach der Corona-Verordnung vorgeschriebenen 2G-Regeln überprüft worden. Vier Betriebe seien wegen verschiedener Verstöße geschlossen worden.

Mehr Informationen dazu im Artikel "Großeinsatz: Mehrere Lokale in Hamburg wegen Corona-Verstößen geschlossen"

Update, 3. Dezember, 9.40 Uhr: Niedersachsen bereitet sich "massiv" auf Kinderimpfungen vor

Hannover – Im Kampf gegen die Pandemie rücken auch Impfungen für Kinder von fünf bis elf Jahren immer mehr in den Fokus.

"Wir bereiten uns massiv auf das Kinderimpfen vor", sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Das Land sei darüber im Gespräch mit Kinder- und Jugendärzten.

17 von 31 Kinderkliniken oder Krankenhäusern mit großen Kinderstationen hätten bereits erklärt, dass sie sich beteiligen würden.

Update, 3. Dezember, 7.07 Uhr: Niedersachsens Friseure fürchten Umsatzrückgänge durch 2G-plus

Wegen fehlender Testkapazitäten gingen bei den Betrieben im Land bereits zahlreiche Termin-Absagen ein. (Symbolbild)
Wegen fehlender Testkapazitäten gingen bei den Betrieben im Land bereits zahlreiche Termin-Absagen ein. (Symbolbild)  © Ole Spata/dpa

Göttingen - Angesichts drohender Umsatzrückgänge durch die schärfere 2G-plus-Regel wächst bei den niedersächsischen Friseuren der Unmut über die Corona-Politik.

"Es ist alles nicht ausgereift und leider trifft es wieder eine Branche, die schon gebeutelt ist durch die beiden Lockdowns, die wir hatten", sagte die Landesinnungsmeisterin des niedersächsischen Friseurhandwerks, Manuela Härtelt-Dören, der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen fehlender Testkapazitäten gingen bei den Betrieben im Land bereits zahlreiche Termin-Absagen ein. Für den Dezember, laut Verband einer der umsatzstärksten Monate im Jahr, erwartet die Innungsmeisterin aus Göttingen einen Umsatzrückgang von 30 bis 40 Prozent.

Die Friseure fordern daher die Landesregierung auf, wieder nach 3G oder zumindest nach 2G arbeiten zu dürfen.

Update, 2. Dezember, 21.38 Uhr: Schweriner Weihnachtsmarkt von Freitag an geschlossen

Schwerin/Rostock – Der Schweriner Weihnachtsmarkt bleibt wegen verschärften Corona-Maßnahmen des Landes von Freitag an geschlossen.

Wegen der zurzeit geltenden 2G-Plus-Regelungen und eventuell noch zu erwartender weiterer Verschärfungen sehe der Veranstalter keine Möglichkeit, die Veranstaltung coronakonform fortzuführen, teilten die Organisatoren am Donnerstagabend mit.

"Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass sich der Markt, der sich durch die Schweriner Innenstadt zieht, nicht so realisieren lässt, dass jederzeit eine Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet bleiben kann."

Update, 2. Dezember, 21.36 Uhr: 700 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein sind am Donnerstag 700 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das waren etwas mehr als eine Woche zuvor (684), aber weniger als am Vortag (857).

Wie aus den Daten der Landesmeldestelle weiter hervorgeht (Stand Donnerstagabend), sanken die maßgeblichen Inzidenzwerte erneut leicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel von 152,2 auf 151,0. Mit Blick auf die zurückliegenden Tage lässt sich eine Stagnation des Wertes feststellen. Er steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz.

Update, 2. Dezember, 18.25 Uhr: Weil will Ausnahmen für "geboosterte" Menschen bei 2G-plus prüfen

Hannover – Wer in Niedersachsen eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten hat, könnte von der geltenden 2G-plus-Regel künftig ausgenommen werden.

Dies werde innerhalb der Regierungskoalition geprüft, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag. Man wolle den Menschen nicht mehr abverlangen, als notwendig sei.

Für Menschen mit einer sogenannten Booster-Impfung könnte dann der unter 2G-plus-Bedingungen notwendige zusätzliche Test entfallen.

Update, 2. Dezember, 18.20 Uhr: Corona-Neuinfektionszahl in MV klettert weiter

Rostock – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern liegt nochmals deutlich über dem Vortag.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am Donnerstag 1639 neue Ansteckungen nach korrigierten 1537 am Mittwoch. Der letzte Höchstwert - 1576 am Dienstag - ist damit gerissen. Zum Vergleich: Vor sieben Tagen lag die Zahl der registrierten Neuinfektionen bei 1289.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Donnerstag ebenfalls weiter. Sie liegt nun bei 429,1 und damit so hoch wie noch nie in der Pandemie.

Passanten sind auf dem Weihnachtsmarkt in Rostock unterwegs. Die Zahl der Neuinfektionen ist weiter gestiegen.
Passanten sind auf dem Weihnachtsmarkt in Rostock unterwegs. Die Zahl der Neuinfektionen ist weiter gestiegen.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Dezember, 18.16 Uhr: Landtag befasst sich mit Corona-Lage in MV

Schwerin – Wegen des unverändert hohen Infektionsgeschehens in Mecklenburg-Vorpommern kommt der Landtag am Freitag (12 Uhr) in Schwerin erneut zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.

Den Antrag dazu hatte die Landesregierung kurzfristig gestellt.

Sie will mit den Abgeordneten über die aktuelle Corona-Lage im Land und mögliche Zusatzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten.

Update, 2. Dezember, 18.13 Uhr: 2G-Regel in Niedersachsens Einzelhandel

Hannover – Ungeimpfte Menschen werden voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche in vielen Geschäften in Niedersachsen keinen Zutritt mehr erhalten.

Das sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag. Bund und Länder hatten zuvor beschlossen, dass der Einzelhandel künftig bundesweit unter die 2G-Regel fallen wird.

Somit haben dort nur noch vollständig gegen das Coronavirus geimpfte oder von einer Covid-Infekion genesene Menschen Zutritt. Geschäfte des täglichen Bedarfs, also etwa Lebensmittelgeschäfte oder Apotheken, sind davon nicht betroffen.

Weil sagte, dass dieser Beschluss in der kommenden Woche in die Landes-Coronaverordnung eingearbeitet werden soll. Dann soll feststehen, von welchem Tag an dies genau gelten soll - in rund einer Woche sei ein möglicher Zeitrahmen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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