Coronavirus im Norden: MV-Polizei registriert mehr gefälschte Impfpässe

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als anderthalb Jahren fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Coronavirus in Hamburg: Krankenhäuser sollen planbare Operationen absagen

In Hamburg sind mittlerweile 116.749 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 98.842 Fälle bekannt, in Bremen 40.104 in Mecklenburg-Vorpommern 75.327 und in Niedersachsen 381.715 Covid-19-Fälle (Stand 2. Dezember, 12.36 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

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Coronavirus Da platzt ihm die Hutschnur: Söder teilt gegen Stiko-Chef Mertens aus

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 3. Dezember, 14.11 Uhr: Landtag stimmt für schärfere Corona-Schutzvorschriften in MV

Schwerin - Mit deutlicher Mehrheit hat der Landtag in Schwerin am Freitag den Fortbestand der epidemiologischen Lage festgestellt und schärfere Schutzvorkehrungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. So soll das öffentliche Leben in weiten Teilen zusätzlich eingeschränkt werden, sollte sich das Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern weiter rasant ausbreiten.

So sollen etwa Kinos, Theater, Museen, Weihnachtsmärkte, Tourismusbüros, Schwimmbäder oder Tanzschulen geschlossen werden, sobald die landeseigene Corona-Ampel für sieben aufeinanderfolgende Tage die Warnstufe Rot anzeigt. Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich sollen generell untersagt werden.

Kindertagesstätten und Schulen sollen aber weiterhin offen, Vereinssport möglich bleiben. Der betroffenen Wirtschaft werden weitere Hilfen in Aussicht gestellt.

Den acht Punkte umfassenden Antrag hatten die Regierungsparteien SPD und Linke gemeinsam mit den Oppositionsfraktionen CDU und Grüne eingebracht. Die FDP stimmte in großen Teilen zu, die AfD lediglich im Punkt der Wirtschaftshilfen. Der Antrag der AfD gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht fand keine Mehrheit im Parlament.

Update, 3. Dezember, 13.53 Uhr: Im Norden gelten von Sonnabend an strengere Corona-Regeln

Kiel - Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist, steht von Sonnabend an bei vielen Geschäften vor verschlossenen Türen.

Einkaufen ist für diese Gruppe dann nur noch in Geschäften des täglichen Bedarfs möglich, wie Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. Die Verschärfung hatten Bund und Länder nach Beratungen am Donnerstag angekündigt. In Schleswig-Holstein sind noch rund 380.000 Menschen ungeimpft.

Um die 2G-Regel im Einzelhandel handhabbar zu machen, plant die Stadt Kiel im Fall von verbindlichen Einlasskontrollen, an Stationen gegen Nachweis blaue Bändchen auszugeben. Wer ein solches Bändchen habe, könne dann ohne weitere Kontrolle in die Geschäfte. "Ein Blick aufs blaue Band würde dann genügen", hatte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) dazu gesagt.

Alle weiteren Infos zu dem Thema findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 3. Dezember, 13.48 Uhr: Einschränkungen für Ungeimpfte: Zahl der Erstimpfungen steigt

Hamburg - In Anbetracht der Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte nimmt in Hamburg die Zahl der Erstimpfungen zu. "Bei uns ist die Zahl der Erstimpfungen sehr gewachsen in den letzten zwei Tagen", sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag.

Auch ohne Einberechnung einer vermuteten Unterdokumentierung durch niedergelassene Ärzte liege man jetzt bei einer Quote von 77 Prozent zumindest Erstgeimpfter in Hamburg.

Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Quote deutlich höher liege, da in der Vergangenheit mehr Impfungen von der Ärzteschaft abgerechnet als den Behörden nachgemeldet wurden.

"Wenn man davon ausgeht, dass da viele Erstimpfungen dabei waren, dann könnte das tatsächlich gegen 90 Prozent gehen", sagte Leonhard.

Update, 3. Dezember, 12.33 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz sinkt auf 238,5

Hamburg – Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist weiter gesunken.

Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche am Freitag mit 238,5 an. Am Donnerstag hatte der Wert 245,0 betragen, vor einer Woche 252,1. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz betrug laut Robert Koch-Institut (RKI) 442,1.

Die Behörde meldete am Freitag für Hamburg 707 neue Ansteckungen. Das sind 184 weniger als am Donnerstag und 123 weniger als vor einer Woche.

Update, 3. Dezember, 9.45 Uhr: MV-Polizei registriert mehr gefälschte Impfpässe

Zahlreiche Impfpässe liegen in einer Apotheke auf einem Tisch. Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden immer mehr Fälle bekannt.
Zahlreiche Impfpässe liegen in einer Apotheke auf einem Tisch. Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden immer mehr Fälle bekannt.  © Sven Hoppe/dpa

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern ermittelt die Polizei immer häufiger wegen gefälschter Impfpässe.

Wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe bei Schwerin am Freitag sagte, wurden im Monat November 48 solcher Fälle bekannt. Das seien viermal mehr als im Oktober.

Im gesamten Jahr 2021 wurden den Angaben zufolge bisher 68 solcher Fake-Impfpässe vom LKA im Nordosten registriert, die entweder zum Kauf angeboten oder auch bereits benutzt wurden.

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Coronavirus Coronavirus: Polen und Schweiz werden Corona-Hochrisikogebiete

Diese Fälle seien unter anderem nach Hinweisen von Stempel- oder Druckerfirmen bekannt geworden. Außerdem seien solche falschen Impfdokumente von Impfstationen und -zentren oder von Privatpersonen sowie anonym angezeigt worden.

Es bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung.

Update, 3. Dezember, 9.43 Uhr: Vier Lokale in Hamburg wegen Corona-Verstößen geschlossen

Hamburg – Mit einem Großaufgebot der Polizei sind am Donnerstagabend mehrere Lokale in Hamburg-Harburg kontrolliert worden.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sei vor allem die Einhaltung der nach der Corona-Verordnung vorgeschriebenen 2G-Regeln überprüft worden. Vier Betriebe seien wegen verschiedener Verstöße geschlossen worden.

Mehr Informationen dazu im Artikel "Großeinsatz: Mehrere Lokale in Hamburg wegen Corona-Verstößen geschlossen"

Update, 3. Dezember, 9.40 Uhr: Niedersachsen bereitet sich "massiv" auf Kinderimpfungen vor

Hannover – Im Kampf gegen die Pandemie rücken auch Impfungen für Kinder von fünf bis elf Jahren immer mehr in den Fokus.

"Wir bereiten uns massiv auf das Kinderimpfen vor", sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Das Land sei darüber im Gespräch mit Kinder- und Jugendärzten.

17 von 31 Kinderkliniken oder Krankenhäusern mit großen Kinderstationen hätten bereits erklärt, dass sie sich beteiligen würden.

Update, 3. Dezember, 7.07 Uhr: Niedersachsens Friseure fürchten Umsatzrückgänge durch 2G-plus

Wegen fehlender Testkapazitäten gingen bei den Betrieben im Land bereits zahlreiche Termin-Absagen ein. (Symbolbild)
Wegen fehlender Testkapazitäten gingen bei den Betrieben im Land bereits zahlreiche Termin-Absagen ein. (Symbolbild)  © Ole Spata/dpa

Göttingen - Angesichts drohender Umsatzrückgänge durch die schärfere 2G-plus-Regel wächst bei den niedersächsischen Friseuren der Unmut über die Corona-Politik.

"Es ist alles nicht ausgereift und leider trifft es wieder eine Branche, die schon gebeutelt ist durch die beiden Lockdowns, die wir hatten", sagte die Landesinnungsmeisterin des niedersächsischen Friseurhandwerks, Manuela Härtelt-Dören, der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen fehlender Testkapazitäten gingen bei den Betrieben im Land bereits zahlreiche Termin-Absagen ein. Für den Dezember, laut Verband einer der umsatzstärksten Monate im Jahr, erwartet die Innungsmeisterin aus Göttingen einen Umsatzrückgang von 30 bis 40 Prozent.

Die Friseure fordern daher die Landesregierung auf, wieder nach 3G oder zumindest nach 2G arbeiten zu dürfen.

Update, 2. Dezember, 21.38 Uhr: Schweriner Weihnachtsmarkt von Freitag an geschlossen

Schwerin/Rostock – Der Schweriner Weihnachtsmarkt bleibt wegen verschärften Corona-Maßnahmen des Landes von Freitag an geschlossen.

Wegen der zurzeit geltenden 2G-Plus-Regelungen und eventuell noch zu erwartender weiterer Verschärfungen sehe der Veranstalter keine Möglichkeit, die Veranstaltung coronakonform fortzuführen, teilten die Organisatoren am Donnerstagabend mit.

"Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass sich der Markt, der sich durch die Schweriner Innenstadt zieht, nicht so realisieren lässt, dass jederzeit eine Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet bleiben kann."

Update, 2. Dezember, 21.36 Uhr: 700 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein sind am Donnerstag 700 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das waren etwas mehr als eine Woche zuvor (684), aber weniger als am Vortag (857).

Wie aus den Daten der Landesmeldestelle weiter hervorgeht (Stand Donnerstagabend), sanken die maßgeblichen Inzidenzwerte erneut leicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel von 152,2 auf 151,0. Mit Blick auf die zurückliegenden Tage lässt sich eine Stagnation des Wertes feststellen. Er steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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