Coronavirus in Hamburg: Inzidenz sinkt trotz 583 neuer Fälle

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als anderthalb Jahren fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Coronavirus in Hamburg: Krankenhäuser sollen planbare Operationen absagen

In Hamburg sind mittlerweile 119.745 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 101.670 Fälle bekannt, in Bremen 41.299 in Mecklenburg-Vorpommern 79.728 und in Niedersachsen 395.949 Covid-19-Fälle (Stand 8. Dezember, 12.20 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

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Coronavirus Coronavirus in NRW: Inzidenz im Land bleibt unter 300er Marke, in Köln fällt sie unter 400

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 8. Dezember, 14.40 Uhr: Innenministerium: Corona-Proteste werden instrumentalisiert

Schwerin - Das Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern sieht eine wiederholte Instrumentalisierung der Corona-Proteste. Extremisten würden dabei Eskalationen provozieren, hieß es am Mittwoch in Schwerin.

Am Montag hatte ein nicht angemeldeter Demonstrationszug in Schwerin versucht, das Wohnhaus von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zu erreichen - die Polizei musste die Protestierenden umleiten. Insgesamt waren im Land mehr als 2700 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen.

"Kritisches Hinterfragen von Regierungshandeln ist legitim", stellte das Innenministerium fest. Gleiches gelte für die Proteste und Demonstrationen. Jedoch werden den Angaben zufolge Verbindungen in die sogenannte Reichsbürger-Szene teilweise in Kauf genommen, "das Ignorieren behördlicher Anordnungen propagiert und letztlich das staatliche Gewaltmonopol negiert."

Rechtsextreme versuchen demnach immer häufiger durch die Anmeldung eigener Demonstrationen das Vertrauen in den Staat und seine Institutionen zu erschüttern. In der Szene seien die Corona-Maßnahmen weiter ein bestimmendes Thema.

Update, 8. Dezember, 14.34 Uhr: Impfung von Kindern in Schleswig-Holstein soll Fahrt aufnehmen

Kiel - Die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegen das Corona-Virus soll in Schleswig-Holstein jetzt schnell Fahrt aufnehmen.

Vom 14. bis zum 18. Dezember werde es an jeweils zwei Standorten im Land offene Impfangebote auch für Kinder geben, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (55, FDP) am Mittwoch.

Die Termine werden im Internet (impfen-sh.de) veröffentlicht. Außerdem könnten Eltern vom 16. Dezember an Terminbuchungen für Kinderimpfungen vornehmen. Für die Impfungen gebe es besondere Zeitfenster. Eltern können sich nach Gargs Angaben ohne Termin ebenfalls impfen lassen, wenn sie ihre Kinder begleiten.

An den Sonntagen am 19. Dezember und am 9. Januar gibt es in fast allen Impfstellen im Land gesonderte Kinderimpftage von 10 bis 16 Uhr. Vom 23. Dezember an gibt es reguläre Kinderimpftermine an allen Dienstagen und Donnerstagen zwischen 17.30 und 19.30 Uhr.

Rund 350.000 Menschen in Schleswig-Holstein im impffähigen Alter seien noch nicht geimpft. "An die wende ich mich heute noch mal mit der ganz besonderen Bitte, dass sie sich vielleicht noch mal informieren", sagte Garg.

Update, 8. Dezember, 12.20 Uhr: Hamburger Corona-Inzidenz sinkt auf 236,0 - 583 neue Fälle

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist erneut gesunken. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche am Mittwoch mit 236,0 an. Am Dienstag hatte der Wert 244,2 betragen, vor einer Woche 248,3. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank laut Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch von 432,2 auf 427,0.

Die Gesundheitsbehörde meldete für Hamburg 583 neue Fälle. Das sind 31 Fälle weniger als am Dienstag und 157 Fälle weniger als vor einer Woche. Seit Februar 2020 haben sich in der Hansestadt damit mindestens 119.745 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 104.100 davon gelten nach RKI-Schätzungen als genesen. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, erhöhte sich den Angaben zufolge um 4 auf 1907.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Mittwochvormittag (Stand 11.55 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 70 Covid-19-Patienten behandelt, von denen 48 invasiv beatmet werden mussten - 3 beziehungsweise 6 weniger als am Vortag. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt Stand Dienstag mit 259 an, davon 73 Intensivpatienten.

Aktuelle Angaben des RKI zur Hospitalisierungsrate lagen am Mittwoch zunächst noch nicht vor. Zuletzt war die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche für Hamburg mit 2,75 angegeben worden.

Die Hospitalisierungsinzidenz spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

77,5 Prozent aller Hamburgerinnen und Hamburger sind nach Angaben des RKI Stand Dienstag mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft - als vollständig geimpft gelten 75,2 Prozent. 291.282 Hamburger haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten, was einer Quote von 15,7 Prozent entspricht.

Bei den Quoten der erst- und vollständig Geimpften belegt Hamburg unter den Bundesländern Platz drei hinter Bremen und dem Saarland. Bei den Booster-Impfungen liegt die Hansestadt dagegen unter dem Bundesdurchschnitt von 18,7 Prozent.

Update, 8. Dezember, 10.40 Uhr: Kaum Veränderungen beim Infektionsgeschehen in Niedersachsen

Hannover - Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich am Mittwoch im Vergleich zum Vortag kaum verändert. Die Sieben-Tages-Inzidenz sank nach Angaben des Landes leicht von 206,3 auf 201,3.

Die regional höchste Inzidenz hatte die Stadt Salzgitter mit 369,7. Landesweit kamen binnen eines Tages 3907 Neuinfektionen hinzu, die Zahl der Covid-Todesfälle stieg um 44.

Der Hospitalisierungsindex in Niedersachsen lag bei 5,7 nach 5,8 am Dienstag. So viele Menschen pro 100 000 Einwohner kamen mit einer Covid-19-Erkrankung neu in eine Klinik.

Die Hospitalisierungsrate ist der maßgebliche Wert, was die Warnstufen in Niedersachsen anbelangt. Aktuell gilt die zweite Warnstufe. Die Auslastung der Intensivbetten veränderte sich nicht. Sie lag am Mittwoch wie schon am Vortag bei 10,6 Prozent.

Im Nachbarland Bremen wurde am Mittwoch eine Sieben-Tages-Inzidenz von 217,2 verzeichnet. Es wurden 255 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall registriert.

Update, 8. Dezember, 10.05 Uhr: Wegen Corona - Fachmesse Nortec auf das Frühjahr verschoben

Hamburg - Die Fachmesse für Produktion Nortec ist von Januar auf den Zeitraum vom 31. Mai bis 3. Juni 2022 verschoben worden.

Grund dafür sei die anhaltende pandemische Lage mit ihren Auswirkungen auf Veranstaltungen, teilte die Hamburg Messe und Congress GmbH am Mittwoch mit.

Die Fachmesse Nortec wird verschoben. (Archivbild)
Die Fachmesse Nortec wird verschoben. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 8. Dezember, 6.42 Uhr: Corona-Schnelltests in Apotheken weiter knapp

Ein Mann hält einen Corona-Schnelltest in der Hand. Die Apotheker in Hamburg und Schleswig-Holstein klagen weiterhin über Lieferengpässe bei den Schnelltests.
Ein Mann hält einen Corona-Schnelltest in der Hand. Die Apotheker in Hamburg und Schleswig-Holstein klagen weiterhin über Lieferengpässe bei den Schnelltests.  © Fabian Strauch/dpa

Hamburg/Kiel - Die Apotheker in Hamburg und Schleswig-Holstein klagen weiterhin über Lieferengpässe bei Corona-Schnelltests. Es gebe aktuell kaum Nachschub und vor allem auch keine festen Liefertermine, sagte Thomas Friedrich, Geschäftsführer der Apotheker-Vertretungen in Hamburg und Schleswig-Holstein, der Deutschen Presse-Agentur.

Man warte jeden Tag auf Lieferungen. Von den Schwierigkeiten sind demnach sowohl Selbsttests für einzelne Kunden als auch Großpackungen für Testzentren betroffen.

Hintergrund des Engpasses: Nach Ende der kostenlosen Bürgertests und der kurzzeitigen Normalisierung der Corona-Zahlen war die Nachfrage nach Tests deutlich gesunken. Nun steigt sie wieder. Viele Hersteller können laut den Apothekern aber wegen Herstellungs- und Logistikproblemen nicht liefern.

Coronavirus: Booster womöglich nötig für Schutz vor Omikron
Coronavirus Coronavirus: Booster womöglich nötig für Schutz vor Omikron

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen spielen Corona-Tests eine zunehmend wichtige Rolle in vielen Lebensbereichen. So dürfen etwa nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Corona-Test an ihren Arbeitsplatz oder mit Bahn und Bus fahren.

Zudem müssen auch Geimpfte und Genesene immer häufiger einen negativen Test vorzeigen, etwa wenn sie Diskotheken oder Clubs besuchen wollen.

In Hamburg lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 244,2. In Schleswig-Holstein waren zuletzt 146,7 Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche gemeldet worden.

Update, 8. Dezember, 6.34 Uhr: Landesweiter Aktionstag in Schleswig-Holstein zu 3G-Regeln in Bussen und Bahnen

Lübeck - Mit einem landesweiten Aktionstag wollen Schleswig-Holsteins Bahn- und Busunternehmen am Mittwoch überprüfen, ob die 3G-Regeln im Nahverkehr eingehalten werden.

Mehr dazu lest ihr im Artikel "3G-Regeln werden bei Aktionstag in Bussen und Bahnen kontrolliert".

Update, 7. Dezember, 21.29 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter - auf 148,6

Kiel - Die Corona-Wochen-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein am Dienstag leicht weiter gestiegen. Sie lag bei 148,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche.

Am Montag hatte der Wert 146,7 betragen; am Dienstag vergangener Woche 152,7. Es wurden 916 Neuinfektionen im Land gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht (Stand: 18.42 Uhr). Am Dienstag vor einer Woche waren es 907 Neuansteckungen gewesen, an allen Tagen danach weniger.

Es wurden zwei weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Die Zahl der registrierten Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1821. 200 Corona-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt - also 4 mehr als am Montag. 56 (-4) lagen auf Intensivstationen; 36 (-2) dieser Schwerkranken mussten beatmet werden.

Die Hospitalisierungsinzidenz betrug am Dienstag weiterhin 3,09. Der Wert besagt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken kamen.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat erneut der Kreis Herzogtum Lauenburg (197,8), danach folgen Lübeck (191,3) und der Kreis Stormarn (176,7). Im Kreis Nordfriesland liegt der Wert nun mit 87,9 am niedrigsten. Danach folgt der Kreis Dithmarschen mit 99,8, der lange den kleinsten Inzidenzwert im Land hatte.

Update, 7. Dezember, 18 Uhr: 1440 neue Corona-Infektionen - Tendenz in MV leicht sinkend

Rostock - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstag erwartungsgemäß zum Vortag wieder nach oben geschnellt, erneut aber unter dem Wert der Vorwoche geblieben. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock meldete 1440 neue Ansteckungen und damit 132 weniger als vor Wochenfrist.

Am Montag waren 639 Neuinfektionen gemeldet worden. An Wochenenden wird weniger getestet, so dass die Zahlen erfahrungsgemäß ab Dienstag wieder deutlich ansteigen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag - auf 434,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Vor einer Woche hatte sie im Nordosten bei 393,1 gelegen.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen - also die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die in eine Klinik gebracht werden mussten - stieg wieder an, von 7,8 am Montag auf nunmehr 8,1. Da der Schwellenwert von 9,0 nicht überschritten wird, steht die landeseigene Corona-Ampel weiter auf Orange.

In fünf der acht Landkreise und kreisfreien Städte gilt inzwischen aber Warnstufe Rot: Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald sowie Landkreis und Hansestadt Rostock.

In den Regionen, die schon länger im roten Bereich verharren, gelten weitergehende Beschränkungen. Dort bleiben Museen, Theater und Kinos geschlossen. Fitnessstudios dürfen ab Donnerstag aber auch dort wieder öffnen, nachdem die Corona-Landesverordnung geändert wurde.

Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorbenen Menschen erhöhte sich im Land um 4 auf 1362. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten stieg ebenfalls um 4 auf 93. Insgesamt befanden sich den Lagus-Angaben zufolge 388 Covid-Patienten in den Krankenhäusern des Landes, 15 mehr als am Montag.

Gegen das Coronavirus vollständig geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 67,4 Prozent der Bevölkerung im Nordosten. Den Anteil der mindestens einmal Geimpften gab das Institut mit 70,3 Prozent an. 16,2 Prozent der Menschen im Bundesland haben inzwischen auch eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Update, 7. Dezember, 17.15 Uhr: Erster bestätigter Omikron-Fall in Hamburg

Hamburg - Erstmals ist auch in Hamburg die neue Omikron-Variante des Coronavirus entdeckt worden.

Die als besorgniserregend eingestufte Variante sei durch Genomsequenzierung bei einer Person aus dem Stadtteil Eimsbüttel nachgewiesen worden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Es handele sich nicht um einen Reiserückkehrer. Die Person sei nicht gegen Corona geimpft.

Derzeit werde versucht, Umfeld und Infektionsweg aufzuklären.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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