Coronavirus im Norden: Kreuzfahrt-Branche startet in neue Saison

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 74.828 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 60.903 Fälle bekannt, in Bremen 26.135 in Mecklenburg-Vorpommern 42.794 und in Niedersachsen 247.300 Covid-19-Fälle (Stand 14. Mai, 21.46 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 15. Mai, 7.25 Uhr: Beginn der Badesaison an den Küsten - Sorge vor Coronafolgen

Warnemünde/Bad Nenndorf/Kiel - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) blickt nicht ohne Sorge auf die beginnende Badesaison an den Küsten und Binnengewässern.

"Wir befürchten für die Sommersaison 2021 deutlich mehr Probleme und Zwischenfälle am und im Wasser als bereits in der Saison 2020", sagte DLRG-Pressesprecher Achim Wiese.

"Viele unterschätzen, wie viel Fitness verloren gegangen ist, wenn sie lange zu Hause sind und sich über einen langen Zeitraum nicht regelmäßig und ausreichend bewegen."

Als Folge der Schwimmbadschließungen und fehlenden Ausbildungsmöglichkeiten rechnet die DLRG sowohl mit einem weiteren Anstieg von Kinder, die nicht schwimmen können, als auch mit erhöhten Ertrinkungszahlen speziell in den Sommermonaten.

Update, 15. Mai, 7.20 Uhr: SPD will mobile Impfteams in Problemstadtteile schicken

Kiel - Die SPD im Kieler Landtag will mithilfe mobiler Teams das Impfen gegen das Coronavirus in Wohngebieten mit geringer Ärzte-Dichte vorantreiben.

Dazu hat die Fraktion einen Antrag an den von Mittwoch bis Freitag tagenden Landtag eingebracht. Aufgrund der niedrigen Dichte an Haus- und Fachärzten gebe es in einigen Stadtteilen, Quartieren und Regionen längere Wartezeiten für eine Impfung als anderswo, erklärte SPD-Fraktionsvize Birte Pauls (55).

Um die dortigen Ärzte zu unterstützen, müssten mobile Impfteams oder mobile Impfstationen eingesetzt werden. Auch Quartierstreffs könnten als Räumlichkeiten genutzt werden.

"Damit würde auch ein niedrigschwelliges Impfangebot in sozial benachteiligten Quartieren entstehen, wo viele Personen kaum an einen Hausarzt angebunden sind und aktuell die Inzidenz aufgrund der Lebens- und Arbeitsbedingungen wesentlich höher liegt", erläuterte der SPD-Gesundheitspolitiker Bernd Heinemann (69).

Die Impfverordnung nenne für die Prioritätsgruppe 3, die demnächst geimpft werden dürfe, ausdrücklich "Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht".

Nun würden auch die Strukturen benötigt, damit die Impfungen so schnell wie möglich vorankommen. Eine Impfung dürfe keine soziale Frage sein.

Update, 14. Mai, 21.46 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter - acht Tote neu gemeldet

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Freitag weiter gesunken. Zugleich wurden acht weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 39,1, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging.

Am Donnerstag hatte die Inzidenz bei 42,8 gelegen, vor einer Woche bei 52,1. Innerhalb eines Tages kamen 119 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Am Donnerstag vergangener Woche waren es 219 gewesen.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 157 Covid-19-Kranke, zwei weniger als am Vortag. 55 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandelt, also genauso viele wie am Donnerstag.

36 Corona-Patienten wurden beatmet, zwei weniger als am Vortag. Sechs Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt nun bei 1545.

Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind weiterhin der Kreis Herzogtum Lauenburg (79,3) und Kiel (66,5). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (10,0) und im Kreis Schleswig-Flensburg (22,4).

Update, 14. Mai, 17.35 Uhr: Alle Landkreise bei Sieben-Tage-Inzidenz unter 100

Rostock - Erstmals seit vielen Wochen sind am Freitag alle Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter die wichtige Marke von 100 gefallen. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) hervor. Unter dem Wert von 100 gilt die Bundesnotbremse nicht mehr, die unter anderem nächtliche Ausgangsbeschränkungen vorsieht.

Am niedrigsten war die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag in Vorpommern-Rügen mit 26,7, gefolgt von Schwerin mit 30,3, dem Landkreis Nordwestmecklenburg mit 36,2 und der Hansestadt Rostock mit 49,7. Am höchsten war der Wert im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 82,9.

Das Amt meldete am Freitag 59 neue Infektionen und damit 201 weniger als vor einer Woche. Sechs weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1075.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 42.794. Als genesen gelten rund 39.066 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Covid-19-Patienten beträgt unverändert 268; 75 von ihnen befanden sich auf Intensivstationen - ebenfalls genauso viele wie am Donnerstag.

Nach Lagus-Angaben erhielten bis Freitag 614.887 Menschen eine erste Impfung; das entspricht 38,2 Prozent der Bevölkerung. 163.076 Menschen haben bereits beide Impfungen, was einem Anteil von 10,1 Prozent entspricht.

Update, 14. Mai, 17.24 Uhr: Mehr als 100.000 Spritzen am Tag - Arztpraxen melden Impfrekord

Hannover - Mehr als 100.000 Impfungen gegen das Coronavirus haben Ärzte in Niedersachsen am Mittwoch vorgenommen - soviel wie noch nie seit dem Start der Kampagne Anfang April.

"Wir haben allein an einem Tag eine Kleinstadt geimpft", sagte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Mark Barjenbruch, am Freitag. Seitdem das Impfen auch in den Praxen möglich sei, hätten rund 4000 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte etwa 928.000 Spritzen verabreicht.

Der KVN zufolge bleibt es aber bei der großen Kluft zwischen Impfstoffbedarf und Liefermengen. Nicht jeder Impfwunsch - auch wenn er auf dem Papier berechtigt sei - könne ad hoc erfüllt werden, teilte die Vereinigung mit.

Die Arztpraxen sollen immer mehr die kommunalen Impfzentren im Land ablösen. "Der Bund hat, als er die Impfzentren im letzten Jahr eingerichtet hat, ganz klar kommuniziert, dass das eine Einrichtung im Rahmen der Krisenbewältigung ist und die Impfzentren befristet tätig sein werden", erklärte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Update, 14. Mai, 12.28 Uhr: 155 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg im Wochenvergleich noch einmal deutlich gesunken.

Am Freitag kamen 155 hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das sind 19 Fälle weniger als am Donnerstag und 137 weniger als am Freitag vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 70,3 auf 63,1. Es war der zehnte Rückgang in Folge. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 92,3 gelegen.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorbenen Menschen blieb nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) unverändert bei 1530. Insgesamt haben sich in der Corona-Pandemie der Gesundheitsbehörde zufolge bisher nachweislich 74.828 Hamburgerinnen und Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert. 67.900 von ihnen gelten laut RKI als genesen.

Nach dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin wurden in den Hamburger Kliniken am Freitagvormittag 84 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl aller Patienten in den Krankenhäusern mit 197 an, allerdings mit Stand Mittwoch.

Update, 14. Mai, 11.22 Uhr: Hamburger Außengastronomie darf auf frühe Öffnung hoffen

Hamburg - Die Hamburger Gastronomen dürfen auf eine Öffnung ihrer Außenbereiche schon zu Pfingsten hoffen.

Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts am Freitag will Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bezahltes Essen und Trinken im Freien statt frühestens in einem Monat nun doch bereits im zweiten Lockerungsschritt ermöglichen, über den der Senat am kommenden Dienstag beraten wird. Auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es Überlegungen im rot-grünen Senat, die Außengastronomie bereits zu Pfingsten freizugeben.

Innensenator Andy Grote (SPD) hatte bereits nach der letzten Senatssitzung klargestellt, dass der rot-grüne Lockerungsplan "nicht in Stein gemeißelt" sei und bei entsprechend positiver Entwicklung des Infektionsgeschehens angepasst werden könne.

Im zweiten Öffnungsschritt sind unter anderem eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen, die Aufhebung der generellen Maskenpflicht in Parks und Grünanlagen sowie die Öffnung des Einzelhandels geplant.

Die Öffnung der Außengastronomie sollte ursprünglich erst als dritte Stufe erfolgen. Zwischen den Schritten sollen laut Senatsplan jeweils 10 bis 14 Tage liegen.

Im ersten Schritt war am Mittwoch unter anderem die seit Karfreitag geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung aufgehoben worden.

Update, 14. Mai, 7.30 Uhr: Kreuzfahrt-Branche startet Saison in Deutschland

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff" startet zunächst mit "Blauen Reisen".
Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff" startet zunächst mit "Blauen Reisen".  © Socrates Baltagiannis/dpa

Hamburg/Kiel - Kreuzfahrtfans können die Koffer packen: Am Pfingstwochenende startet die krisengeschüttelte Kreuzfahrtbranche in Kiel die Saison in Deutschland.

Nach dem ersten Coronaschock und dem sommerlichem Neustart 2020 sowie dem erneutem Lockdown im Herbst ist dies der zweite Anlauf, mit dem die Reedereien an den jäh unterbrochenen langjährigen Kreuzfahrtboom anknüpfen wollen.

Den Anfang macht die "Aidasol" der Carnival-Tochter Aida Cruises; das Schiff wird von der schleswig-holsteinischen Hauptstadt zu Kurztouren in die Ostsee aufbrechen. Einen Tag später folgt Tui Cruises mit "Mein Schiff 1" ebenfalls mit "Blauen Reisen", bei denen die Urlauber zunächst ohne Landgang die ganze Zeit auf der Ostsee bleiben.

Auch die Tui-Tochter Hapag-Lloyd Cruises startet wenig später von Kiel aus mit dem kleineren Neubau "Hanseatic inspiration" in die deutsche Saison.

Den "Neustart 2.0" in Kiel verdankt die Kreuzfahrtindustrie den sinkenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein. Das Land zwischen Nord- und Ostsee hat seit längerem mit Abstand die niedrigsten Werte in Deutschland.

Update, 14. Mai, 6.34 Uhr: Schleswig-Holstein geht großen Corona-Öffnungsschritt

Kiel - Kurz vor Pfingsten fährt Schleswig-Holstein das öffentliche Leben in weiten Teilen weiter hoch.

Ab Montag wird im nördlichsten Bundesland unter Corona-Bedingungen in diversen Bereichen mehr möglich - für Einheimische und für Besucher aus ganz Deutschland. Geknüpft ist alles an strenge Vorschriften wie Tests in dichter Folge und das Tragen von Schutzmasken.

Die Landesregierung hat die Neuerungen beschlossen, nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen seit längerem stabil unter 100 lag. Zuletzt schwankte die Inzidenz um den Wert 50.

Update, 13. Mai, 21.31 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 42,8

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Donnerstag weiter gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 42,8, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging.

Am Mittwoch hatte sie bei 45,9 gelegen, vor einer Woche bei 53,8. Innerhalb eines Tages kamen 139 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Am Donnerstag vergangener Woche waren es 247 gewesen.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 159 Covid-19-Kranke - 14 weniger als am Vortag. 55 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandelt, das ist einer mehr als am Mittwoch.

38 Corona-Patienten wurden beatmet - ebenfalls einer mehr als am Vortag, 6 Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt nun bei 1545.

Die Regionen mit den höchsten Inzidenzwerten sind der Kreis Herzogtum Lauenburg (77,3) und Kiel (77,0). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (11,1) und dem Kreis Nordfriesland (28,3).

Titelfoto: Socrates Baltagiannis/dpa

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