Coronavirus in Hamburg: Maskenpflicht in Clubs und Bars fällt!

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 90.541 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 75.156 Fälle bekannt, in Bremen 31.832 in Mecklenburg-Vorpommern 47.993 und in Niedersachsen 295.363 Covid-19-Fälle (Stand 24. September, 13.17 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

Vierte Corona-Welle überstanden? Mediziner teilt besorgniserregende Prognose
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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 24. September, 21.52 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter rückläufig

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut gesunken.

Am Freitag betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 30,6 - nach 31,3 am Donnerstag. Innerhalb eines Tages wurden 139 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Donnerstagabend (Stand: 19.07 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 146.

In den Krankenhäusern lagen 68 Covid-19-Patienten, davon 17 auf der Intensivstation. Es wurden dort wie schon zuvor 10 Patienten beatmet. Rund 71.900 Menschen gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit dem Beginn der Pandemie stieg erneut um einen auf jetzt 1683.

Negativer Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist weiterhin in Neumünster mit einem Wert von 65,1 (Donnerstag: 68,8). Den niedrigsten Wert verzeichnete Nordfriesland mit 11,4.

Update, 24. September, 18.14 Uhr: 2G in Hamburg jetzt ohne Maskenpflicht

In Lokalitäten, wo das 2G-Modell genutzt wird, kann wieder uneingeschränkt gefeiert werden.
In Lokalitäten, wo das 2G-Modell genutzt wird, kann wieder uneingeschränkt gefeiert werden.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – In vielen Hamburger Clubs, Bars, Restaurants, Kultur- und Sporteinrichtungen fällt am Samstag (0 Uhr) die Maskenpflicht.

Für Teilnehmer am sogenannten 2G-Modell gibt es auch keine Beschränkungen mehr bei der Zahl der Besucher oder Teilnehmer einer Veranstaltung.

Wo also nur Geimpfte und Genesene hinein dürfen, kann abstandslos und ohne Maske bis auf den letzten Platz gefeiert, getanzt, Filme und Theater geschaut oder bei sportlichen Wettkämpfen mitgefiebert werden.

Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz sinkt weiter
Coronavirus Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz sinkt weiter

Eine entsprechende Eindämmungsverordnung des Senats war am Freitag erlassen worden.

Auf Wochenmärkten entfällt zudem die Maskenpflicht für Verkäufer. Für Kunden gilt sie aber wie in Supermärkten weiter.

Außerdem können negative Corona-Test-Bescheinigungen vom Arbeitgeber von Ungeimpften nur noch für berufliche Zwecke verwendet werden, also beispielsweise nicht mehr für einen Besuch im Kino.

Hamburg hatte das 2G-Optionsmodell als erstes Bundesland Ende August eingeführt. Die neue Verordnung soll bis zum 23. Oktober gelten.

Für Betriebe oder Veranstaltungen, an denen nach dem 3G-Modell neben Geimpften und Genesenen weiterhin auch ungeimpfte negativ Getestete teilnehmen dürfen, bleibt bis auf Weiteres alles beim Alten.

Update, 24. September, 13.17 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz sinkt leicht auf 59,4

Hamburg - Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am Freitag leicht gesunken. Die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verringerte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 59,4 auf 59,0. Vor einer Woche hatte der Wert noch 68,9 betragen.

Am Freitag kamen 157 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind 60 weniger als am Donnerstag und 8 weniger als vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 90.541 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert, 84.400 von ihnen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Donnerstag 113 Covid-19-Patienten behandelt, vier weniger als am Mittwoch. 46 von ihnen lagen auf Intensivstationen, drei mehr als am Vortag. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich laut RKI um 2 auf 1715.

Bis einschließlich Donnerstag wurden 1.316.241 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 71,1 Prozent der Bevölkerung. 1.248.355 Menschen oder 67,4 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft. Bundesweit sind 67,6 Prozent der Bevölkerung wenigstens einmal und 63,7 Prozent vollständig geimpft.

Update, 23. September, 21.27 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ist weiter zurückgegangen. Am Donnerstag betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 31,3 - nach 32,8 am Mittwoch.

Innerhalb eines Tages wurden 146 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Donnerstagabend (Stand: 19.13 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 182.

In den Krankenhäusern wurden 61 Covid-19-Patienten behandelt, von denen 16 auf der Intensivstation lagen. Es wurden dort 10 Patienten beatmet (Mittwoch: 11). Rund 71.700 Menschen gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit dem Beginn der Pandemie stieg um einen auf 1682.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster mit 68,8 (Mittwoch: 77,6). Den niedrigsten Wert verzeichnete weiterhin Schleswig-Flensburg mit unverändert 11,3.

Update, 23. September, 18.57 Uhr: Corona-Neuinfektionen im Nordosten gehen weiter zurück

Rostock – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag im Vergleich zur Vorwoche weiter gesunken.

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, kamen 75 Neuinfektionen hinzu, laut Lagus 4 weniger als am vorherigen Donnerstag. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stagnierte demnach im Vergleich zum Vortag bei 27,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vor einer Woche hatte das Lagus einen Wert von 33,6 vermeldet.

Die Corona-Ampel-Karte des Landes weist weiterhin alle Landkreise und kreisfreien Städte mit Grün aus. In Vorpommern-Greifwald lag die Sieben-Tage-Inzidenz am höchsten und mit 50 genau auf dem Schwellenwert. In Nordwestmecklenburg ist nach eigenen Angaben wegen gesunkener Werte ab Donnerstag die Maskenpflicht an Schulen entfallen. Von diesem Freitag an fällt die erweiterte Testpflicht für Ungeimpfte.

In den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns liegen nach Angaben des Lagus 30 Covid-Patienten, einer mehr als am Mittwoch. Die Hospitalisierungs-Inzidenz, maßgebliches Kriterium der Corona-Ampel, wurde gleichbleibend mit 0,6 Neueinlieferungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen angegeben. 13 Erkrankte wurden auf einer Intensivstation behandelt, genauso wie am Vortag. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb bei 1198.

Mindestens einmal geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 65,2 Prozent der Einwohner des Landes. 62 Prozent besitzen demnach einen vollständigen Corona-Impfschutz. Mecklenburg-Vorpommern rangiert damit im Mittelfeld aller Bundesländer.

Update, 23. September, 14.04 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg stagniert - elf Tote

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg stagniert. Wie schon am Mittwoch lag die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Donnerstag bei 59,4. Vor einer Woche betrug der Wert noch 74,4.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich dagegen deutlich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg deren Zahl um elf auf 1713.

Am Donnerstag kamen 217 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind zehn mehr als am Mittwoch und einer mehr als vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 90.384 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert, 84.200 von ihnen gelten dem RKI zufolge als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Mittwoch 117 Covid-19-Patienten behandelt, davon 43 auf Intensivstationen. Das waren vier beziehungsweise zwei weniger als am Dienstag gemeldet.

Bis einschließlich Mittwoch wurden 1.314.245 Hamburgerinnen und Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 70,9 Prozent der Bevölkerung. 1.245.281 Menschen oder 67,2 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft. Bundesweit sind 67,5 der Bevölkerung wenigstens einmal und 63,6 Prozent vollständig geimpft.

Update, 23. September, 10.48 Uhr: Regierung will Maskenpflicht an Schulen Ende Oktober enden lassen

Schülerinnen und Schüler sitzen mit Mund- und Nasenschutz im Unterricht. Die Regierung von Schleswig-Holstein hat nun ein Ende der Maskenpflicht in Aussicht gestellt. (Symbolfoto)
Schülerinnen und Schüler sitzen mit Mund- und Nasenschutz im Unterricht. Die Regierung von Schleswig-Holstein hat nun ein Ende der Maskenpflicht in Aussicht gestellt. (Symbolfoto)  © Matthias Balk/dpa

Kiel - Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat den Schülerinnen und Schüler im Norden ein Ende der Maskenpflicht für einen Zeitpunkt nach den Herbstferien in Aussicht gestellt.

"Unser gemeinsames Ziel ist Stand heute, dass wir diese Pflicht Ende Oktober auslaufen lassen werden", sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Donnerstag im Landtag.

An den Schulen gebe es trotz zunächst weiter bestehender Maskenpflicht bereits mehr Pragmatismus. Tritt ein positiver Fall auf, brauche nicht mehr die gesamte Klasse zuhause zu bleiben. Dann müssen nur die Sitznachbarn in Quarantäne und könnten sich nach fünf Tagen freitesten.

In weiten Teilen des gesellschaftlichen Lebens gilt in Schleswig-Holstein bereits seit Montag die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Beispielsweise im Theater, bei Veranstaltungen und Fußballspielen gelten dabei keine Beschränkungen mehr.

Es gibt dort dann auch keine Pflicht mehr zum Tragen einer Maske. Sie ist einer Empfehlung gewichen.

Update, 23. September, 8.52 Uhr: Bremens Gesundheitssenatorin spricht sich für kostenlose Tests aus

Bremen - Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard hat sich dafür ausgesprochen, in der Corona-Pandemie weiterhin kostenlose Bürgertests anzubieten.

Ohne die kostenlosen Tests fehle der "realistische Überblick über die Corona-Lage", sagte die Linken-Politikerin der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Ohne die Tests haben wir deutlich weniger Daten über die Inzidenz", warnte sie.

Daher sehe sie auch eine prinzipielle Abkehr von der 3G-Regel für Geimpfte, Genesene und Geteste kritisch: "Viele Menschen werden sich einfach nicht mehr testen lassen, die es besser tun sollten."

Zu Rufen nach einem sogenannten "Freedom Day", nach dem alle Beschränkungen fallen sollen, sagte sie: "So weit sind wir noch nicht. Niemand kann derzeit seriös garantieren, dass wir die Situation dauerhaft im Griff haben." Es bestehe die Gefahr weiterer Mutationen, auch sei nicht klar, wie lange die Immunität durch die Impfstoffe anhalte.

Sie kritisierte Forderungen nach Sanktionen für Impfskeptiker: "Ich warne vor einer Spaltung der Gesellschaft. Wir können Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer nicht impfen lassen wollen, nicht als wandelndes Gesundheitsrisiko brandmarken und sanktionieren, um so Druck aufzubauen", betonte Bernhard.

Update, 22. September, 21.04 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt leicht

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein sinkt leicht. Am Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 32,8 - nach 34,5 am Dienstag. Innerhalb eines Tages wurden 182 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Mittwochabend (Stand: 20.44 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 206.

In den Krankenhäusern wurden 58 Covid-19-Patienten behandelt, von denen wie am Vortag 18 auf der Intensivstation lagen. Es wurden dort 11 Patienten beatmet (Dienstag: 9). Rund 71.400 Menschen gelten als genesen.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster mit 77,6 (Montag: 90,1). Den niedrigsten Wert verzeichnete weiterhin Schleswig-Flensburg mit 11,3.

Update, 22. September, 20.24 Uhr: 2G-Regel: Werder Bremen kann wieder vor vollen Rängen spielen

Rund 42.000 Fans können normalerweise ins Weserstadion.
Rund 42.000 Fans können normalerweise ins Weserstadion.  © Sina Schuldt/dpa

Bremen - Fußball-Zweitligist Werder Bremen darf demnächst im heimischen Stadion wieder vor vollen Zuschauerrängen spielen. Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald (60) und Vereinschef Klaus Filbry (54) führten am Mittwoch die entscheidenden Gespräche im Bremer Rathaus, unter anderem mit Innensenator Ulrich Mäurer (70, SPD).

"Wenn wir die 2G-Option anwenden, können wir wieder die volle Zuschauerkapazität nutzen. Das ist für uns eine gute Nachricht und Herausforderung, die wir auf jeden Fall angehen wollen. Unser Ziel ist es, schon gegen Heidenheim das 2G-Konzept zur Anwendung zu bringen", sagte Hess-Grunewald der Bild.

Nur noch letzte Details seien zu klären, hieß es. Am Dienstag hatte der Bremer Senat die Corona-Verordnung angepasst. Lässt der Verein nur noch Geimpfte und Genesene ins Stadion, entfallen die Beschränkungen.

Die Neuerungen treten zum 1. Oktober in Kraft, da steigt auch das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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