Corona in Baden-Württemberg: 1486 Neuinfektionen, 32 weitere Tote

Baden-Württemberg - Die Lage rund um das Coronavirus bleibt in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland angespannt.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurden die Mitte Dezember beschlossenen Lockdown-Maßnahmen bis mindestens zum 14. Februar verlängert.

Grundsätzlich bleiben die bisherigen Regeln bestehen. Allerdings darf sich ab dem 11. Januar nur noch im Kreis des eigenen Hausstands sowie mit einer Person aus einem fremden Hausstand getroffen werden.

Bei den Bund-Länder-Gesprächen am 19. Januar wurden einige Regeln verschärft. So müssen in Bus und Bahn sowie beim Einkaufen die besser schützenden FFP2-Masken oder OP-Masken getragen werden - Alltagsmasken aus Stoff reichen nicht mehr aus. Arbeitgeber müssen Homeoffice bis zum 15. März ermöglichen, wo es möglich ist.

Ab wann die neuen Regeln gelten, entscheiden die Bundesländer selbst. In Baden-Württemberg sollen die Schulen schrittweise ab 1. Februar wieder geöffnet werden.

Details zu den bundesweiten Corona-Maßnahmen erfahrt Ihr hier.

Außerdem könnt Ihr in diesem Bericht lesen, was diese für Baden-Württemberg bedeuten.

Mittlerweile gibt es 284.375 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 245.376 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 6617 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 23. Januar)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 23. Januar, 19.27 Uhr: 1486 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg, 32 weitere Tote

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 1486 Fälle gestiegen. Außerdem wurden 32 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag (Stand: 16 Uhr) mitteilte. Damit sind im Südwesten seit Beginn der Pandemie insgesamt 284.375 Ansteckungen und 6617 Todesfälle unter Infizierten registriert worden. Als genesen gelten 245.376 Menschen.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner beträgt landesweit demnach 90,3. Wie am Vortag liegen 43 Stadt- und Landkreise über dem Grenzwert von 50 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Ab einem Inzidenzwert von 50 können die Gesundheitsämter die Infektionsketten wieder verfolgen und Lockerungen sind möglich.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 473 Covid-19-Patienten im Südwesten derzeit in intensivmedizinischer Behandlung, wie die Behörde weiter mitteilte. 279 von ihnen würden künstlich beatmet. Rund 88 Prozent der 2454 betreibbaren Intensivbetten seien belegt.

Update, 22. Januar, 18.31 Uhr: Mehr als 1500 neue Infektionen, 72 Todesfälle

Wie das baden-württembergische Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden am Freitag weitere 1523 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 282.889, wovon schätzungsweise 243.309 genesen sind. Zudem starben bisher 6585 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, das waren 72 mehr Todesfälle als zum Vortag.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 282.889 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 6585 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 282.889 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 6585 starben.  © DPA/ Georg Wendt

Update, 22. Januar, 16.56 Uhr: Pauschale Schließung von Hundesalons aufgehoben

Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof hat die pauschale Schließung von Hundesalons im Zuge der Corona-Pandemie gekippt. Demnach dürfen solche Salons ab sofort wieder öffnen, bei denen das Tier innerhalb eines bestimmten Zeitfensters abgegeben und dann wieder abgeholt werden kann, wie das Gericht am Freitag in Mannheim mitteilte.

Gegen die Corona-Verordnung des Landes hatte in einem Eilverfahren die Betreiberin eines Hundesalon geklagt. In ihrem Salon fänden keine einen Infektionsweg begründenden Kontakte zwischen Menschen statt, argumentierte sie dem Gericht zufolge. Sie habe bereits im März 2020 einen Art Schleusenbetrieb zur Übergabe der Tiere eingerichtet, der einen direkten Kontakt zwischen ihr und den Kunden verhindere. Die Bezahlung erfolge auf Rechnung oder über andere Wege des kontaktlosen Zahlens. Termine würden mit Pufferzeit so vergeben, dass es keine Kontakte zwischen Kunden gebe.

Der Verwaltungsgerichthof folgte der Argumentation der Frau. Denn inzwischen seien für den geschlossenen Einzelhandel Abholangebote zugelassen. Vergleichbares Hundesalons nicht zu gestatten, verstoße gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz, urteilte der Senat.

Bei der Übertragung vom Coronavirus sei der Kontakt von Mensch zu Mensch ausschlaggebend. Das unterscheide Hundefrisiersalons auch von Friseurbetrieben für Menschen, die weiterhin ausnahmslos geschlossen seien. Gegen die Entscheidung sind keine Rechtsmittel möglich.

Update, 22. Januar, 14.57 Uhr: Länder fordern stärkere Finanzhilfen für Skilift-Betreiber

Die Betreiber von Skiliften können auf mehr Staatshilfen hoffen als bisher vorgesehen. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich die Wirtschaftsminister der Bundesländer dafür aus, als Bezugsgröße für staatliche Finanzspritzen nicht den Vorjahreszeitraum zu nehmen, sondern die vergangenen drei Jahre. Im vergangenen Winter gab es relativ wenig Schnee, entsprechend gering waren die Einnahmen der Skilift-Betreiber. In den Jahren davor war es besser. In diesem Jahr gibt es viel Schnee, die Lifte müssen aber pandemiebedingt geschlossen bleiben.

Die Bitte der Länderminister richtet sich an die Bundesregierung, die entscheiden soll. Die Hilfen würden im Rahmen der Überbrückungshilfe III erfolgen.

Am späten Donnerstagnachmittag hatten sich in der Wirtschaftsministerkonferenz die Ressortchefs der Bundesländer und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) per Videoschalte ausgetauscht. Das Schreiben, in dem unter anderem die Skilift-Bitte steht, ist gewissermaßen das Ergebnis dieser Beratungen.

Auch der Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, NRW-Ressortchef Andreas Pinkwart (FDP), ist offen für stärkere Hilfen für die Skiliftbetreiber. Die Betreiber trügen zwar ein "meteorologisches Risiko". Dieses kalkulierten sie für ihre Geschäfte aber ein - in Jahren mit viel Schnee müssten sie so viel Geld auf die hohe Kante legen können, dass sie Jahre mit wenig Schnee wirtschaftlich überstehen könnten. Daher sei es für die Betreiber besonders bitter, dass es ausgerechnet im jetzigen Coronawinter viel geschneit habe, sagte Pinkwart der dpa.

Würde man den Umsatzrückgang nur im Vergleich zum schneearmen Winter 2019 betrachten, bekämen sie kaum Geld aus der Überbrückungshilfe III, gab der Minister zu bedenken. Dann wären die Betreiber doppelt hart getroffen - ihnen entgehe ein gutes aktuelles Geschäft und sie bekämen weniger Hilfsgelder als andere Branchen. "Das Anliegen ist sachgerecht begründet, ich hoffe nun auf die Zustimmung des Bundes", sagte der Liberale.

Skilifte sind in Deutschland unter anderem im Schwarzwald und am bayerischen Alpenrand vorhanden. Auch in der Eifel, im Sauerland, im Harz und im Thüringer Wald gibt es die Abfahrten samt Lift.

Update, 22. Januar, 14.41 Uhr: Kita-Gebühren erlassen: Städtetag sieht Land in der Pflicht

Eltern im Südwesten sollen im Januar keine Kita-Gebühren zahlen, wenn sie ihr Kind wegen des Corona-Lockdowns nicht in die Betreuung schicken konnten. Bei der Erstattung der Gebühren sieht der Städtetag die Landesregierung in der Pflicht, wie eine Sprecherin am Freitag erklärte. Wie bereits bei den Schließungen im vergangenen Frühjahr soll sich auch diesmal das Land an den Ausfallkosten der Kommunen und Kindertageseinrichtungen beteiligen.

Seit rund einem Monat sind die Kitas wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU) hatte angekündigt, dass sie über die Erstattung der Kita-Gebühren innerhalb der Landesregierung beraten wolle. Dabei geht es um Millionen-Summen.

Bisher verfahren die Kommunen beim Gebührenerlass noch unterschiedlich. Die Stadt Freiburg etwa hat sich dafür ausgesprochen, keine Elternbeiträge zu erheben. Der Gemeinderat muss Anfang Februar noch darüber entscheiden. In Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sowie in Konstanz am Bodensee wartet man dagegen noch auf die Entscheidung der Landesregierung.

In Stuttgart müssen Eltern für den Januar erstmal keine Gebühren bezahlen. Die Stadt will aber noch prüfen, ob es dabei bleibt. Bei Eltern, die ihre Kinder in die Notbetreuung schicken, sind die Gebühren grundsätzlich weiterhin fällig.

Die Landesregierung hatte eine Öffnung von Kitas und Grundschulen für Anfang Februar in Aussicht gestellt. In der kommenden Woche soll darüber mit Blick auf das Infektionsgeschehen entschieden werden.

Jacken und Turnbeutel sind in einer Kindertagesstätte an einer Garderobe zu sehen.
Jacken und Turnbeutel sind in einer Kindertagesstätte an einer Garderobe zu sehen.  © Daniel Naupold/dpa

Update, 22. Januar, 14.02 Uhr: Fördermittel für die Dorfgastronomie im Südwesten

Das baden-württembergische Agrarministerium setzt bei der finanziellen Förderung 2021 einen Schwerpunkt bei der Gastronomie auf dem Land. Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte am Freitag in Stuttgart, gerade im Lockdown sei die enorme Bedeutung der Gastronomie für alle spürbar. "Fehlt die Gastronomie, zeigt sich ein vielfältiger Mangel: Verluste beim Zusammenkommen der Menschen, Einschnitte im Bereich der Grundversorgung – aber auch am vitalen Ortsbild gibt es Abstriche." Von insgesamt 100,2 Millionen Euro an Mitteln für das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum fließen im laufenden Jahr rund neun Millionen Euro an Dorfgaststätten, Restaurants und Cafés.

Das Programm leiste keine klassische Soforthilfe, aber es helfe der Gastronomie im ländlichen Raum, ihren Gästen durch Investitionen mittel- und langfristig ein attraktives Angebot zu bieten. Insgesamt werden 96 Dorfgaststätten, Restaurants und Cafés unterstützt. Die Investitionsbereitschaft der Dorfgastronomie sei auch in Zeiten der Pandemie hoch. Es sei schwierig, Nachwuchs oder Nachfolger für Gaststätten auf dem Land zu finden. "Dort wo es Nachwuchs und Perspektiven gibt wollen wir unterstützen."

Nach Abgaben des Hotel- und Gaststättenverbands stehen in den nächsten fünf Jahren im Land rund 4000 gastgewerbliche Betriebe vor dem Generationenwechsel – viele von ihnen sind im ländlichen Raum angesiedelt. Landesvorsitzender Fritz Engelhardt sagte, der Rückgang der Betriebe, den man in den letzten Jahren vor allem in ländlich strukturierten Kreisen verzeichnen musste, sei häufig darauf zurückzuführen, dass Nachfolgeregelungen am Investitionstau der Betriebe scheiterten. "Die großen Belastungen durch die Corona-Krise verschärfen das Problem zusätzlich." Zukunftsfähige, marktgerecht aufgestellte Gasthäuser und Gasthöfe seien Grundvoraussetzung für eine positive touristische Entwicklung und außerdem natürlich auch ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität im ländlichen Gebiet.

Update, 22. Januar, 14.00 Uhr: Weniger ausländische Studierende im Südwesten wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie sind vergangenes Sommersemester deutlich weniger Studierende aus dem Ausland in den Südwesten gekommen. Im Frühjahr 2020 waren für das Sommersemester rund 3800 ausländische Studierende weniger an baden-württembergischen Hochschulen eingeschrieben als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilte. Das sei eine Folge der Einschränkungen durch das Coronavirus.

Nach Angaben der Landesrektorenkonferenz (LRK) stellt der Rückgang ein gravierendes Problem dar. "Nicht nur ausländische, sondern auch sehr viele einheimische Studierenden bevorzugen ein internationales Umfeld bei der Wahl der Universität", teilte der LRK-Vorsitzende Stephan Dabbert mit. "Wenn die Schwierigkeiten bei der Einreise nach Deutschland oder der Ausreise aus den Heimatländern über das Jahr 2021 hinaus bestehen bleiben, befürchten wir bei den internationalen Studierenden einen Gewöhnungseffekt, so dass das Interesse an einem Studium im Ausland dauerhaft sinken und auch die nachfolgenden Jahrgänge eine Universität im Heimatland bevorzugen könnten."

Aus den USA kamen laut Statistischem Landesamt vergangenes Frühjahr 32 Prozent weniger Studierende, die Zahl der Studenten aus China sank um zwölf Prozent, aus Tunesien um 23 Prozent und aus Südkorea um 20 Prozent. Hingegen habe sich die Zahl der Studierenden aus der Schweiz kaum verändert und aus Österreich, Indien und Kroatien stieg die Zahl leicht. Aus Syrien schrieben sich sogar 25 Prozent mehr Menschen an baden-württembergischen Hochschulen ein als im Vorjahr.

Einen noch stärkeren Rückgang gab es bei den Austauschstudierenden, die nur für ein oder zwei Semester nach Baden-Württemberg kommen. Aus Finnland, Kanada und den USA verzichtete der Statistik zufolge etwa die Hälfte der Studierenden auf die Austauschsemester im Südwesten.

Update, 22. Januar, 6.30 Uhr: Ärzte kritisieren Wegfall der Testpflicht an Kliniken

Ärztevertreter haben die Streichung der Corona-Testpflicht für Besucher an Krankenhäusern vehement kritisiert.

Es könne nicht sein, dass man über allgemeine Verschärfungen der Corona-Maßnahmen diskutiere und bei den Kliniken in der gleichen Zeit lockere, kritisierte die 2. Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Sylvia Ottmüller. "Wir fordern das Land auf, hier umgehend nachzusteuern und die ursprüngliche Regelung wieder in Kraft zu setzen", teilte sie mit.

Mit der jüngsten Änderungen der Corona-Verordnung des Landes wurde die Pflicht für Besucher zur Vorlage eines aktuellen PCR-Tests oder eines Antigen-Schnelltests gelockert. Die neue Regelung sieht nur noch einen Schnelltest oder das Tragen einer FFP2-Maske vor.

Ein Gynäkologe an einer Klinik in Baden-Württemberg berichtete gegenüber der dpa, warum er die Testpflicht für so wichtig hält. Der Arzt, der anonym bleiben möchte, sagt, die von der Politik ausgegebenen Kontaktbeschränkungen für den privaten Bereich könne er im Klinikalltag so schließlich nicht umsetzen.

Er komme vielmehr auf mehr als 100 Kontakte am Tag, auch ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern sei nicht immer einzuhalten. "Ich war deshalb froh, über die Entscheidung der Landesregierung, Antigen-Schnelltests für Besucher in Krankenhäusern einzuführen. Das sorgte für Sicherheit - dort, wo sie benötigt wird."

Der Arzt berichtet, dass Männer, die ihre schwangeren Frauen auf der Station besuchten, zahlreiche Kontakte hätten. Zum Teil auch mit Hebammen, Pflegenden und Ärzten aus mehreren Schichten.

Warum dennoch die Testpflicht auf Corona nun abgeschafft wurde, kann er sich nicht erklären. "Ich halte sie weiter für dringend notwendig", sagt der Arzt. "Sollten es finanzielle Gründe sein, wäre das sehr verstörend."

Während seiner täglichen Arbeit verdränge er Gedanken an das Risiko, sich mit Corona zu infizieren. Doch wenn er nach der Arbeit daran denken müsse, sei es ein unangenehmes Gefühl.

Der Marburger Bund weist insbesondere auch darauf hin, dass sich in Kliniken viele Risikogruppen wie Krebspatienten aufhielten. Auch sie würden durch verpflichtende Tests besser geschützt.

Die Streichung der Testpflicht für Besucher sorgt für Kritik. (Symbolbild)
Die Streichung der Testpflicht für Besucher sorgt für Kritik. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. Januar, 20.41 Uhr: Immer mehr Kommunen nähern sich der Inzidenz-Marke von 50

Immer mehr Kommunen im Südwesten nähern sich dem Inzidenz-Wert von 50 an. Unter den 44 Stadt und Landkreisen sind derzeit vier, die nahe an die Schwelle heranrücken, ab der Gesundheitsämter wieder Infektionsketten verfolgen können und Lockerungen möglich sind.

Mit dem Landkreis Tübingen hat nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Donnerstag bereits eine Kommune die Hürde gerissen. Der Inzidenz-Wert von 50 besagt, dass die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei 50 liegt.

Am Mittwoch hatte Tübingen diese Marke mit einem Wert von 49,4 unterschritten; drei weitere Kommunen lagen bei unter 60. Deren Zahl war am Donnerstag auf vier gestiegen: Außer Primus Tübingen rückte der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 52,4 an den Wert von 50 heran.

Der Hohenlohekreis wies einen Wert von 55, 9 auf, gefolgt von Rastatt mit 59,2 und Baden-Baden mit 59,8. Die rote Laterne trug Pforzheim mit 181. Die-7-Tage-Inzidenz betrug am Donnerstag landesweit 96,2. Am Vortag war sie erstmals seit Ende Oktober auf unter 100 gerutscht.

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg stieg im Vergleich zum Mittwoch um 1916 auf 281 366. Außerdem wurden wie am Vortag 95 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der an und mit Corona Verstorbenen erreicht damit 6513. Als genesen gelten 240.832 Menschen.

Update, 21. Januar, 18.04 Uhr: Mehr als 1900 Neu-Infektionen, 95 Todesfälle

Wie das baden-württembergische Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden am Donnerstag weitere 1916 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 281.366, wovon 240.832 genesen sind. Zudem starben bisher 6513 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, das waren 95 mehr Todesfälle als zum Vortag.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 281.366 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 6513 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 281.366 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 6513 starben.  © Fabian Strauch/dpa

Update, 21. Januar, 14.57 Uhr: 2,6 Milliarden Euro an Corona-Hilfen ausbezahlt

Die Bearbeitung der November- und Dezemberhilfen läuft in Baden-Württemberg nur langsam an. Es wurden insgesamt bisher etwas mehr 50.000 Anträge gestellt, wie der Wirtschaftsausschuss des Landtags unter Berufung auf einem Bericht von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Erst seit 12. Januar sei eine Bearbeitung, die in Baden-Württemberg über die L-Bank sowie externe Dienstleister erfolge, möglich. Die Hilfen des Bundes fließen nur langsam, weil es ein Problem mit der Software des Bundes gab.

Mit der November- und Dezemberhilfe sollen Firmen, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen entschädigt werden, die von Schließungen betroffen sind. Der Zuschuss beträgt 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November beziehungsweise Dezember 2019 - anteilig für die jeweilige Dauer der Schließungen. Mit den Überbrückungshilfen werden betriebliche Fixkosten wie Mieten und Pachten erstattet.

An Unternehmen in Baden-Württemberg sind laut Mitteilung aus den verschiedenen Corona-Hilfstöpfen bisher gut 2,6 Milliarden Euro geflossen. Allein im Zuge der Corona-Soforthilfe seien im Land rund 278.000 Anträge eingegangen. Bisher seien 240.000 Anträge ausgezahlt worden, die Gesamtsumme betrage 2,2 Milliarden Euro. Aus weiteren Hilfstöpfen seien bisher knapp 432 Millionen Euro geflossen. Die Töpfe werden aus Bundes- und Landesmitteln finanziert.

Die überwiesene Novemberhilfe als außerordentliche Wirtschaftshilfe der Bundesregierung in der Corona-Krise ist auf einem Kontoauszug eines Restaurants zu lesen.
Die überwiesene Novemberhilfe als außerordentliche Wirtschaftshilfe der Bundesregierung in der Corona-Krise ist auf einem Kontoauszug eines Restaurants zu lesen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Januar, 14.41 Uhr: Kretschmann: Aus Homeoffice-Regeln entsteht kein Klagerecht

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hält die neuen Homeoffice-Regeln für eine moderate Erweiterung der Anti-Corona-Maßnahmen.

Aus der Verordnung des Bundesarbeitsministeriums entstehe kein Klagerecht oder gar ein Anrecht auf Homeoffice für den Arbeitnehmer, sagte Kretschmann am Donnerstag im Stuttgarter Landtag. Die Unternehmen müssten sich lediglich gegenüber den Behörden erklären. "Das ist nicht mehr als ein gewisses Druckmittel, damit die Wirtschaft das auch macht."

Hintergrund sei, dass im ersten Lockdown doppelt so viele Beschäftigte von zuhause gearbeitet hätten als zurzeit. Wegen der Gefahr durch die neuen Virusvarianten müssten aber die Kontakte weiter reduziert werden. "Da werden ein bisschen die Instrumente gezeigt", betonte der Grünen-Politiker. "Das ist in keiner Weise ein bürokratisches Monster oder sowas."

AfD und FDP hatten die Verordnung zuvor unisono als "Bürokratiemonster" kritisiert.

Titelfoto: DPA/ Georg Wendt

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0