Corona in Baden-Württemberg: Mehr als 275.000 Infektionen

Baden-Württemberg - Die Lage rund um das Coronavirus bleibt in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland angespannt.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurden die Mitte Dezember beschlossenen Lockdown-Maßnahmen bis mindestens zum 31. Januar verlängert.

Grundsätzlich bleiben die bisherigen Regeln bestehen. Allerdings darf sich ab dem 11. Januar nur noch im Kreis des eigenen Hausstands sowie mit einer Person aus einem fremden Hausstand getroffen werden.

Details zu den bundesweiten Corona-Maßnahmen erfahrt Ihr hier.

Außerdem könnt Ihr in diesem Bericht lesen, was diese für Baden-Württemberg bedeuten.

Mittlerweile gibt es 275.414 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 232.902 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 6218 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 18. Januar)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 18. Januar, 18.05 Uhr: Über 600 Neuinfektionen, mehr als 100 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 608 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 275.414. Davon sind 232.902 Personen wieder genesen.

Auch wurden 108 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 6218 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 112,4.

Mittlerweile haben sich über 275.000 Personen in Baden-Württemberg mit dem Erreger infiziert. (Symbolbild)
Mittlerweile haben sich über 275.000 Personen in Baden-Württemberg mit dem Erreger infiziert. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Januar, 10.15 Uhr: Eisenmann gegen weitere Verschärfung des Lockdowns

Kurz vor dem Treffen von Bund und Ländern warnt Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU) vor weiteren Verschärfungen des Lockdowns. "Die Frage ist für mich tatsächlich: Wo will man weiter verschärfen?", sagte sie am Sonntagabend im Bild-Politiktalk "Die richtigen Fragen".

Sie halte es zwar für richtig, über eine Verlängerung des Lockdowns nachzudenken. Aber zu einer möglichen Verschärfung sagte sie: "Man muss den Maßnahmen ja auch die Chance geben, zu wirken."

Sie halte es für schwierig, jetzt schon davon zu sprechen, wie es Ostern oder gar bis Pfingsten ist. Es brauche verlässliche Zahlen. "Wir rennen immer noch Zahlen hinterher, es wird immer noch nicht so viel getestet wie vor Weihnachten", sagte Eisenmann, die auch Spitzenkandidatin der Landtagswahl am 14. März ist. Das sei den Bürgern schwierig zu vermitteln.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU).
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 17. Januar, 17.26 Uhr: 972 Neu-Infektionen, 22 weitere Todesfälle

Wie das baden-württembergische Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden am Sonntag weitere 972 Corona-Infektionen gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 274.806, wovon inzwischen 230.948 genesen sind. Im Zusammenhang mit Covid-19 starben insgesamt 6110, das waren 22 mehr Todesfälle als zum Vortag.

Update, 17. Januar, 11.59 Uhr: Heimattage in Radolfzell starten mit digitalem Empfang

Die Heimattage Baden-Württemberg in Radolfzell haben am Sonntag mit einem vorab aufgezeichneten digitalen Empfang begonnen. Nach mehr als 40 Jahren veranstaltet erstmals wieder eine Stadt am Bodensee das Landesfest.

Alle Veranstaltungen werden je nach Corona-Lage flexibel angepasst, sagte Oberbürgermeister Martin Staab. Man habe keine verlässliche Situation, auf die man sich einstellen könne. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) sagte in seiner Videobotschaft: "Wenn alle Stricke reißen, hat Radolfzell auch einen Plan B."

Zeitgleich fand der digitale Neujahrsempfang von Staab statt und zeigte die Übergabe der Heimattage-Fahne von Sinsheim an Radolfzell. Sinsheim als Gastgeber der Heimattage 2020 konnte coronabedingt die Fahne nicht wie geplant am Landesfestumzug 2020 in der eigenen Stadt übergeben. So wurde dieser feierliche Akt mit Kretschmann und Staab sowie dem Oberbürgermeister von Sinsheim, Jörg Albrecht, nachgeholt. Die Veranstaltung wurde von Regio TV übertragen und online als Streaming angeboten.

Brauchtum mit Fasnacht und Trachten, Naturschätze und Naturschutz sowie Radolfzell als Musikstadt - das sind die Schwerpunkte der Heimattage in der drittgrößten Stadt am Bodensee. Es wirkten Narren- und Trachtenvereine, Naturschutzorganisationen und viele Musikensembles der Stadt mit. Im Laufe des Jahres soll es Ausstellungen und Konzerte geben.

Höhepunkte sind der Baden-Württemberg-Tag im Mai und die Landesfesttage, die nach derzeitiger Planung im September stattfinden sollen. Dabei gibt es traditionell einen großen Umzug von Trachtengruppen, Musikvereinen und Bürgergarden aus ganz Baden-Württemberg.

Die Heimattage finden seit 1978 jedes Jahr in einem anderen Ort im Südwesten statt. 2020 sollten sie in Sinsheim stattfinden, mussten aber aufgrund der Corona-Maßnahmen im April abgesagt werden. 1978 machte Konstanz den Anfang als Ausrichterstadt der Heimattage, 2021 kehren sie erstmals wieder an den Bodensee zurück. Das Motto lautet deswegen: "Heimattage are coming home".

Die prächtigen Kopfbedeckungen der Radolfzeller Trachtenträgerinen sind in Radolfzell nach der Mooser Wasserprozession im Gegenlicht zu sehen. (Archivbild)
Die prächtigen Kopfbedeckungen der Radolfzeller Trachtenträgerinen sind in Radolfzell nach der Mooser Wasserprozession im Gegenlicht zu sehen. (Archivbild)  © picture alliance / Patrick Seeger/dpa

Update, 17. Januar, 7.18 Uhr: Mehr als 1800 Neu-Infektionen, 39 Tote

Binnen eines Tages ist die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg um weitere 1873 Fälle gestiegen. Damit sind im Südwesten seit Beginn der Pandemie insgesamt 273.834 Ansteckungen registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag mitteilte.

Die Fallzahlen bleiben demnach auf erhöhtem Niveau. Die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen stieg um 39 auf insgesamt 6088. Als genesen gelten 228.775 ehemals Infizierte.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tages-Inzidenz) sank leicht auf 120,4. Der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert beträgt 0,97. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Weiterhin liegen alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten über dem Sieben-Tages-Inzidenzwert von 50 - ab jenem Wert gilt eine Kommune als Risikogebiet.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 273.834 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 6088 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 273.834 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 6088 starben.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Januar, 7.20 Uhr: Landesregierung erwartet mehr Kinder in Notbetreuung

Trotz Corona-Lockdowns rechnet die Landesregierung mit weiter steigenden Schülerzahlen an den eigentlich geschlossenen Grundschulen. Es sei davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Notbetreuungsangeboten in den kommenden Tagen kontinuierlich zunehmen werde, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur.

In der Woche nach den Weihnachtsferien seien je nach Grundschule zwischen 10 und 25 Prozent der regulär unterrichteten Schüler notbetreut worden. Das habe eine Abfrage an den Schulämtern ergeben.

Bund und Länder hatten Anfang des Jahres den Lockdown auch an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Einer zunächst angedachten vorzeitigen Öffnung von Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg schon am 18. Januar erteilte die Landesregierung am Donnerstag eine Absage - wegen der weiter hohen Corona-Infektionszahlen. Für Kita-Kinder und Schüler der Klassen 1 bis 7 soll es aber weiter die Möglichkeit einer Notbetreuung geben.

Schon jetzt nutzen laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg deutlich mehr Kinder die Notbetreuungsangebote der Grundschulen und Kitas als in den Tagen vor Weihnachten. Vereinzelt erreiche ihn aus den Kitas auch Kritik daran, dass Eltern für ihre Kinder die Notbetreuung nutzten, obwohl diese scheinbar keinen Anspruch darauf hätten, erklärte GEW-Landesgeschäftsführer Matthias Schneider.

Jacken und Turnbeutel sind in einer Kindertagesstätte an einer Garderobe zu sehen.
Jacken und Turnbeutel sind in einer Kindertagesstätte an einer Garderobe zu sehen.  © Daniel Naupold/dpa

Update, 15. Januar,17.52 Uhr: Schweizer sorgen sich wegen neuer Einreiseregeln

Regionen in der Nordwestschweiz sorgen sich wegen geplanter deutscher Corona-Einreiseregelungen ins Ausland. In einem am Freitag veröffentlichten Brief der Kantone der Nordwestschweizer Regierungskonferenz (Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Jura) an Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verweisen die Schweizer darauf, dass täglich am Oberrhein rund 70.000 Grenzgänger aus Frankreich und Deutschland die Grenzen in die Nordwestschweiz überqueren.

Viele davon würden im Gesundheitswesen in Berufen arbeiten, die nicht im Homeoffice ausgeführt werden könnten, wie in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. "Sie tragen maßgeblich zur funktionierenden Gesundheitsversorgung in der Nordwestschweiz und einer effizienten Pandemiebekämpfung bei."

"Ein regelmäßiges Testen der Grenzpendler alle 48 Stunden und die entsprechenden Kontrollen scheinen kaum praktikabel zu sein", warnten die Schweizer. Nach Ansicht der Kantone würden die vorgeschlagenen Maßnahmen zu einer "faktischen Grenzschließung" führen. Sie appellieren daher an Kretschmann, seinen Ermessensspielraum zu nutzen, um im kleinen Grenzverkehr für Grenzpendler "weiterhin möglichst flexible und pragmatische Lösungen zu finden".

Update, 15. Januar,17.46 Uhr: Knapp 2000 Neuinfektionen, 72 Tote

Wie das Landesgesundheitsministerium am Freitag mitteilt, haben sich weitere 1938 Menschen und damit insgesamt 271.961 mit dem Coronavirus infiziert. Von ihrer Erkrankung sind inzwischen 226.102 wieder genesen.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind weitere 72 und damit insgesamt 6049 Menschen in Baden-Württemberg gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 123,1 in Baden-Württemberg.

Ein Test wird in einem Labor durchgeführt.
Ein Test wird in einem Labor durchgeführt.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 15. Januar,17.40 Uhr: Gesundheitsministerium sieht sich für Impf-Lieferengpässe gewappnet

Angesichts der Lieferschwierigkeiten des Corona-Impfstoffs sieht sich das baden-württembergische Gesundheitsministerium in seinem viel kritisierten Impfmanagement bestätigt. Das Land hält im Gegensatz zu anderen Ländern die Hälfte der Impfdosen zurück, um die zweite Impfung auch bei Lieferschwierigkeiten der Hersteller garantieren zu können. Kritiker hatten sich deshalb beschwert, dass es zu langsam vorangehe im Südwesten. "Wir haben viel Prügel eingesteckt", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag. Jetzt fühle man sich bestätigt. "Wir wollen die zweite Impfdosis vorhalten." Bislang seien rund 100.000 Menschen im Südwesten geimpft worden.

Der Pharmakonzern Pfizer rechnet mit einer Einschränkung der Corona-Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen. Unklar ist noch, wie groß die Mengen an Impfstoff sind, die nun vorerst nicht zur Verfügung stehen. Grund für die Lieferprobleme sind demnach Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Diese dienten nach Angaben des Unternehmens dazu, die Kapazitäten ab Mitte Februar zu erhöhen. Aus Puurs würden alle Länder der Welt, außer den USA beliefert.

Update, 15. Januar,17.26 Uhr: Landtag kommt erneut zur Corona-Sondersitzung zusammen

Der Landtag von Baden-Württemberg kommt nächste Woche ein weiteres Mal zu einer Sondersitzung zusammen, um nach den Beratungen von Bund und Ländern über die Corona-Maßnahmen zu debattieren. Anberaumt ist die Sitzung am Donnerstag um 10.00 Uhr, wie die Pressestelle des Landtags der dpa am Freitag bestätigte. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will die Maßnahmen in einer Regierungserklärung erläutern.

Aus Sorge wegen der kritischen Corona-Lage ziehen Bund und Länder ihre Beratungen über mögliche schärfere Beschränkungen auf nächste Woche vor. Bereits an diesem Dienstag ist dazu eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten geplant, wie die Bundesregierung am Freitag in Berlin bestätigte. Ursprünglich war die nächste Beratung erst für den 25. Januar vorgesehen. Auch angesichts einer neuen, wohl ansteckenderen Virus-Variante mehren sich nun aber Forderungen nach zusätzlichen Maßnahmen - ein bereits verschärfter Lockdown ist vorerst bis 31. Januar vorgesehen.

Der Landtag von Baden-Württemberg.
Der Landtag von Baden-Württemberg.  © Tom Weller/dpa

Update, 14. Januar, 22.11 Uhr: Sieben Fälle mit neuen Virus-Varianten in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind bislang sechs Fälle der in Großbritannien beobachteten Coronavirus-Variante aufgetreten. Zudem gebe es einen Fall mit der Virusmutation aus Südafrika, teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mit. Allerdings wurden hier sechs Kontaktpersonen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Wegen der aufwendigen Diagnostik der Virusmutanten ist das jedoch der Stand vom vergangenen Samstag. Die neuen Varianten sollen sich deutlich schneller verbreiten als das herkömmliche Coronavirus. Die Virus-Mutation aus Großbritannien war kurz vor Weihnachten erstmals im Südwesten nachgewiesen worden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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