Corona in Baden-Württemberg: Rund 1000 neue Infektionen

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland ist angespannt, die Infektionszahlen steigen exponentiell.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurde die Notbremse gezogen und die Corona-Maßnahmen verschärft.

Am 13. April hat die Bundesregierung daher strengere Regelungen beschlossen.

Die Corona-Verordnung des Landes zwingt Kreise mit hohen Infektionszahlen, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung zu verhängen.

Sobald ein Stadt- oder Landkreis an 3 Tagen in Folge den Wert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet und zugleich ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt, muss der Kreis handeln.

An Schulen soll der Präsenzunterricht nur mit zwei Coronatests pro Woche gestattet werden. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden.

Mittlerweile gibt es 467.965 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 414.936 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 9565 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 10. Mai)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 10. Mai, 17.39 Uhr: Knapp 1000 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 996 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 467.965. Davon sind 414.936 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 28 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9565 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 140,6.

Am Montag wurden 996 Neu-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden 996 Neu-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. Mai, 15.30 Uhr: Lucha und Impfzentren einig über Verteilung der Impfdosen

Sozialminister Manne Lucha (60, Grüne) und die Chefs der Zentralen Impfzentren haben sich über die Verteilung des vom Bund gelieferten Corona-Impfstoffs geeinigt. Die Impfzentren seien untereinander solidarisch und es sei für die Zentralen Impfzentren selbstverständlich, die Kreisimpfzentren in den nächsten Wochen zu unterstützen, teilte der Grünen-Politiker am Montag in Stuttgart mit. "Es soll mehr Impfstoff in bevölkerungsreiche Landkreise gehen und dorthin, wo die Impfquoten noch vergleichsweise niedrig sind."

Lucha sagte, gemeinsames Ziel sei es, den Impfstoff in die Fläche zu bringen. Auslöser des Gesprächs war, dass der Bund auch im Mai nicht genügend Impfstoff liefert, um die Impfzentren unter Volllast laufen zu lassen. Für Baden-Württemberg liegen die kommenden Lieferungen bei durchschnittlich etwa 330.000 Impfdosen pro Woche.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).  © Stefan Puchner/dpa

Update, 10. Mai, 12.07 Uhr: Bildungsmesse didacta erstmals digital, 200 Veranstaltungen geplant

Lehrkräfte, Erzieher und Ausbilder können sich von Montag an bei der Bildungsmesse didacta über unterschiedlichste Themen rund um Kita, Schule und Ausbildung informieren. Das nach Veranstalterangaben größte "Bildungsevent" Europas findet wegen der Corona-Pandemie erstmals digital statt. Es soll Fachbesucher zumindest virtuell mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammenbringen. Im vergangenen Jahr war die Messe ausgefallen.

Bis Mittwoch waren rund 200 Veranstaltungen geplant. IT-Unternehmen wollten für ihre Software- und Hardwarelösungen in der digitalisierten Schule werben, Gewerkschaften ihre Ansichten zum Gute-Kita-Gesetz der Bundesregierung vorstellen und Pädagogik-Experten über Bildung zu Corona-Zeiten referieren.

Das Themenspektrum in Vorträgen und Diskussionsrunden ist groß: So sollte es etwa um mögliche Alternativen zu ausgefallenen Praktika gehen, um Erkenntnisse aus der Corona-Kita-Studie, um neue Software-Lösungen für Schulen, um Rassismus in Schule und Gesellschaft und um Cybermobbing. Auch das Stuttgarter Kultusministerium beteiligt sich mit knapp drei Dutzend Beiträgen.

Bei der dreitägigen Messe solle der Blick nach vorne gerichtet werden, erklärte Reinhard Koslitz, Hauptgeschäftsführer des Didacta Verbandes: "Wie können wir Kompetenzen von morgen heute vermitteln? Wie können wir die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen stärken? Wie gelingt der Brückenschlag zwischen Realität und Zukunft?"

Ein Mann stellt auf der Sonderschau "Digitale Innovationen" verschiedener Universitäten auf der didacta mit Hilfe einer HoloLens den Zusammenbau des Lern- und Geduldsspiels "Soma-Würfel" vor. (Archivbild)
Ein Mann stellt auf der Sonderschau "Digitale Innovationen" verschiedener Universitäten auf der didacta mit Hilfe einer HoloLens den Zusammenbau des Lern- und Geduldsspiels "Soma-Würfel" vor. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Update, 9. Mai, 17 Uhr: Knapp 1000 neue Infektionen

Am Sonntag wurden dem Landesgesundheitsamt 986 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 466.969. Davon sind 412.769 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 11 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9537 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 145,2.

Am Sonntag wurden rund 1000 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden rund 1000 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 9. Mai, 7.03 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg wieder gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter. Im landesweiten Schnitt wurde innerhalb der vergangenen sieben Tage bei 145,4 pro 100.000 Einwohnern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag in Stuttgart mitteilte (Stand 16 Uhr). Am Vortag hatte der Wert bei 148,8 gelegen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie ist um 2120 auf 465.983 gestiegen. Inzwischen sind 9526 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren 11 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 410.178 Infizierte (plus 3217).

21 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen bei den Corona-Zahlen über der 150er-Inzidenz. Am höchsten ist der Wert im Zollernalbkreis mit 250,8 und am niedrigsten mit 52,9 im Main-Tauber-Kreis.

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 110 261 Fälle mit Hinweisen auf "besorgniserregende Varianten" übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B1.351) entdeckt worden waren.

In Baden-Württemberg sind 3.493.821 Menschen nach Daten des Robert Koch-Instituts bisher ein erstes Mal gegen das Virus geimpft worden. Das seien 31,5 Prozent der Bevölkerung. Eine zweite Schutzimpfung, die bei manchen Impfstoffen nötig ist, haben 954.327 Personen erhalten (8,6 Prozent); sie gelten damit als vollständig geimpft.

11,7 Prozent der 2431 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter.
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter.  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Mai, 17.24 Uhr: Immer noch mehr als 2500 Neu-Infektionen

Das baden-württembergische Landesgesundheitsamt teilte mit, dass am Freitag weitere 2558 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet wurden. Damit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 463.863. Davon sind 406.961 genesen. Es gab weitere 27 Todesfälle, somit verstarben bisher 9515 Menschen insgesamt im Zusammenhang mit Covid-19. Die 7-Tagesinzidenz sank von 155,3 (Donnerstag) auf 148,8.

Update, 7. Mai, 8.55 Uhr: Theorie-Fahrunterricht in Präsenz wieder erlaubt

Ungeachtet weiter hoher Corona-Inzidenzzahlen ist der theoretische Fahrschulunterricht in Baden-Württemberg ab sofort wieder in Präsenz möglich.

Der Verwaltungsgerichtshof mit Sitz in Mannheim teilte am Freitag mit, er habe einem Eilantrag gegen eine bisher geltende Beschränkung der theoretischen Fahrschulausbildung auf Online-Angebote in der Corona-Verordnung des Landes stattgegeben. Dem unanfechtbaren Gerichtsbeschluss (1 S 1228/21) zufolge können landesweit alle Fahrschulen ihren Theorieunterricht nun wieder in Form von Präsenzveranstaltungen anbieten.

Das Gericht begründete seine Entscheidung, die den Angaben zufolge bereits am Dienstag getroffen wurde, auch mit einer anderslautenden Absprache zwischen den Regierungschef der Bundesländer Anfang März.

Damals sei ausdrücklich nicht vereinbart worden, dass der Theorieunterricht von Fahr- oder auch Flugschulen als Präsenzveranstaltung selbst bei Einhaltung von Hygienevorgaben weiter bundesweit untersagt werden solle.

Die weit überwiegende Zahl der Bundesländer habe sich auch an die Absprache gehalten - anders als Baden-Württemberg. Allerdings habe die grün-schwarze Landesregierung nicht ausreichend dargelegt, aus welchen landesspezifischen Gründen sie von der bundesweiten Abstimmung abgewichen sei und weshalb sie gerade im Fahrschulbereich eine generelle, auch regional nicht differenzierende Regelung geschaffen habe, die Präsenzunterricht ausnahmslos ausschließe.

Gegen die entsprechende Corona-Vorschrift hatte nach Gerichtsangaben der Inhaber einer Fahrschule aus dem Landkreis Biberach geklagt.

Geklagt hatte der Inhaber einer Fahrschule aus dem Kreis Biberach. (Symbolbild)
Geklagt hatte der Inhaber einer Fahrschule aus dem Kreis Biberach. (Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa

Update, 6. Mai, 18.55 Uhr: Baden-Württemberg fordert mehr Impfstoff

Bund und Länder haben den Astrazeneca-Impfstoff für alle Menschen in Deutschland freigegeben. Auch Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt, die Priorisierung für dieses Vakzin aufzuheben.

Er forderte vom Bund allerdings mehr Impfstoffe für die Impfzentren, während die Betriebsärzte im Südwesten vor dem geplanten Impfstart in den Unternehmen ihrerseits das Land zur Eile antreiben.

Der Hausärzteverband Baden-Württemberg begrüßte die Aufhebung der Priorisierung im Fall von Astrazeneca. Das sei "ein erster Schritt der nun auch für die anderen Impfstoffe erfolgen muss", hieß es in einer Mitteilung am Donnerstagabend.

Gegen das Präparat des britisch-schwedischen Pharmakonzerns gibt es teils erhebliche Vorbehalte. Es wird nach dem Auftreten von Blutgerinnseln im Gehirn bei jüngeren Geimpften nur noch für über 60-Jährige empfohlen. Andererseits gibt es viele Jüngere, die sich gern damit impfen lassen würden, aber in der Impf-Reihenfolge bisher noch nicht dran waren.

In Baden-Württemberg berichteten viele Arztpraxen von Diskussionen mit den Patienten über den Impfstoff, erklärte Lucha. In den Impfzentren hingegen gebe es keine Hinweise auf ungewöhnlich viele Absagen von Astrazeneca-Terminen.

Er forderte den Bund generell auf, mehr Impfdosen zur Verfügung zu stellen. Die Impfzentren im Südwesten liefen noch nicht unter Volllast. "Jede Impfdosis, die zu uns ins Land kommt, wird rasch verimpft", sicherte Lucha zu.

Update, 6. Mai, 18.25 Uhr: Über 3000 neue Infektionen

Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 3070 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 461.305. Davon sind 403.762 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 23 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9488 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 155,3.

Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt insgesamt 3070 Neuinfektionen gemeldet.
Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt insgesamt 3070 Neuinfektionen gemeldet.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Mai, 15.24 Uhr: Bodensee-Schifffahrt startet am 13. Mai in die neue Saison

Nach mehrmaliger Verschiebung plant die deutsche Bodensee-Schifffahrt ihren Saisonstart am 13. Mai.

Wegen der aktuellen Corona-Inzidenzen warte man zwar noch ein paar Tage ab, sagte der Geschäftsführer der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB), Frank Weber, am Donnerstag. "Aber da die Zahlen weiter sinken, sind wir sehr optimistisch, dass es an Christi Himmelfahrt losgeht."

Da die BSB mit vorerst geringem Interesse rechne, sei zunächst ein reduzierter Notfahrplan geplant, sagte ein Sprecher. Aber die Schiffe sollen die Insel Mainau und die Landesgartenschau in Überlingen ansteuern.

Sofern es die Corona-Lage erlaubt, wolle man noch vor Pfingsten mit dem regulären Frühjahrsfahrplan starten, teilte die BSB mit. Dann sei auch wieder mit mehr Passagieren zu rechnen.

Ursprünglich hatten die deutschen Schiffe zusammen mit jenen aus Österreich und der Schweiz zu Ostern ihre Fahrten aufnehmen wollen. Danach war der 19. April für den Start anvisiert worden. Auf schweizerischer und österreichischer Seite gibt es schon Rundfahrten innerhalb der Landesgrenzen, aber keinen Linienbetrieb.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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