Coronavirus in Baden-Württemberg: Covid-19 schließt Körperspende aus

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus entspannt sich. Die Zahl der Infizierten und Todesfälle stieg in Baden-Württemberg längst nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Wochen.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus zeigen also ihre Wirkung. Doch noch ist die Zeit für eine endgültige Entwarnung nicht gekommen.

Das öffentliche Leben wurde und wird nach wie vor in stückweisen Lockerungsschritten langsam wieder hochgefahren. 

Nach der letzten Anpassung der Corona-Verordnung (gültig zum 15. Juni) sind Feiern mit maximal 99 Teilnehmenden wieder möglich. Im öffentlichen Raum darf man sich in einer Gruppe mit Angehörigen von bis zu zwei Haushalten oder bis zu zehn Personen aufhalten.

Bei Veranstaltungen und sonstigen Ansammlungen außerhalb des öffentlichen Raums dürfen sich jetzt bis zu 20 statt bisher nur zehn Personen aus mehreren Haushalten treffen oder ohne zahlenmäßige Beschränkung, wenn Personen miteinander verwandt sind sowie deren Partnerinnen und Partner.

1847 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Mittlerweile gibt es 37.317 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg (Stand 31. Juli).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 2. August, 7.19 Uhr: Covid-19 schließt eine Körperspende aus

Wer an einer Coronavirus-Infektion stirbt, kann seinen Leichnam nicht mehr als Körperspender zur Verfügung stellen. Bei meldepflichtigen Infektionskrankheiten lehnt das Institut für Klinische Anatomie der Universität Tübingen Körperspenden ab, teilte Direktor Bernhard Hirt mit. Auch bei extremer Dickleibigkeit oder einer Tumorerkrankung mit vielen Metastasen kommt eine Spende nicht infrage.

4000 Menschen sind derzeit an der Tübinger Anatomie als Körperspender eingetragen. Das bedeutet, sie stellen ihren Körper nach ihrem Tod der Ausbildung von Medizinstudenten und Chirurgen zur Verfügung. Laut Hirt werden rund 80 Leichname pro Jahr für die sogenannten Präparationskurse benötigt.

In den Kursen nehmen Medizinstudenten eine Zergliederung des Körpers vor - bis sie jedes Organ, jeden Muskel und jede Arterie einmal in den Händen gehalten haben. Ziel ist laut Hirt, realitätsnahe Bedingungen wie in einer Operation zu schaffen. Körperspenden sind an vielen Universitäten mit Medizinischer Fakultät möglich - in Baden-Württemberg auch in Freiburg und Ulm. Die Universität Heidelberg schließt nach eigenen Angaben wohl erst wieder ab 2021 neue Körpervermächtnisse ab.

Der Körperspendeausweis: Nach dem Tod wird der Körper der Anatomie zur Verfügung gestellt.
Der Körperspendeausweis: Nach dem Tod wird der Körper der Anatomie zur Verfügung gestellt.  © Marijan Murat/dpa

Update, 1. August, 17.56 Uhr: Lucha: Demo gegen Corona-Auflagen ist "zynisch und verantwortungslos"

Der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha ist mit den demonstrierenden Gegnern staatlicher Corona-Auflagen in Berlin am Samstag hart ins Gericht gegangen. "Ich halte das in der derzeitigen Phase für zynisch und verantwortungslos", sagte der Grünen-Politiker der dpa. Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut unserer Verfassung. "Aber es ist schon schwer vermittelbar, dass wir Badeseen sperren und den Menschen hohe Auflagen in ihrem Alltag zumuten, während Tausende von Menschen ohne Abstand gegen Regeln demonstrieren, die sie und uns alle vor einer zweiten Infektionswelle schützen sollen."

In Berlin hatten am Samstag nach Polizeiangaben etwa 20.000 Menschen auf der Straße des 17. Juni nahe des Brandenburger Tores trotz steigender Infektionszahlen gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Sie forderten ein Ende aller Auflagen. Nach Polizeiangaben und laut Beobachtern wurden dabei die Hygienevorgaben wie Abstand und Mund-Nasen-Schutz nicht eingehalten.

Zu den Demonstranten gehörten auch Anhänger der Initiative "Querdenken 711", die in Stuttgart bereits wiederholt demonstriert hatte. Michael Ballweg, Gründer der Stuttgarter Initiative, sagte zum Auftakt der später abgebrochenen Kundgebung in Berlin unter dem Jubel der Teilnehmer in der Hauptstadt: "Das Freiheitsvirus hat Berlin erreicht."

Unverständnis für die Demo gab es von politischer Seite. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken schrieb auf Twitter: "Tausende #Covidioten feiern sich in #Berlin als "die zweite Welle", ohne Abstand, ohne Maske. Sie gefährden damit nicht nur unsere Gesundheit, sie gefährden unsere Erfolge gegen die Pandemie und für die Belebung von Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft. Unverantwortlich!" Brandenburgs CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann schrieb auf Twitter: "Wieder 1000 Neuinfektionen/Tag und in Berlin wird gegen Coronaauflagen demonstriert? Diesen gefährlichen Blödsinn können wir uns nicht mehr leisten."

Baden-württembergischer Sozialminister Manne Lucha.
Baden-württembergischer Sozialminister Manne Lucha.  © Uli Deck/dpa

Update, 1. August, 8.03 Uhr: Sechs Prozent der Lehrer zählen sich zur Risikogruppe

Rund sechs Prozent der Lehrer bleiben angesichts der Coronakrise mit einem Attest dem Klassenzimmer fern. Das ergab eine Umfrage des Kultusministeriums im Juli unter öffentlichen Schulen im Land, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. 

Diese Lehrer zählen sich zum Beispiel wegen Vorerkrankungen zur Corona-Risikogruppe. Weniger als ein Prozent der Schüler seien auf Wunsch der Eltern zudem in den Wochen vor den Sommerferien nicht in die Schule gekommen. Beide Werte seien erfreulich gering, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Fast alle der knapp 4000 öffentlichen Schulen hätten an der Umfrage teilgenommen.

Eisenmann hatte vor drei Wochen gesagt, dass seit Einführung der Attestpflicht Ende Juni wieder mehr Lehrer am Präsenzunterricht teilnähmen. Vorher hätten sich 20 Prozent zur Risikogruppe gezählt und waren der Schule ferngeblieben. 

Sie haben allerdings nicht frei, sondern müssen im Fernunterricht lehren. Eltern, die nicht wollen, dass ihr Kind am Präsenzunterricht teilnimmt, können dies der Schule formlos melden. Dann müssen die Kinder aus der Ferne mitlernen. Eine Attestpflicht für Schüler besteht nicht.

Update, 1. August, 7.10 Uhr: Mikromotoren helfen im Kampf gegen Corona

Seit Beginn der Corona-Pandemie läuft die Arbeit beim Familienunternehmen Faulhaber auf Hochtouren. Die Kleinstmotoren und -antriebe aus Schönaich in der Nähe von Stuttgart kommen unter anderem bei Beatmungsmaschinen, in Atemmasken, in Labors und beim Fiebermessen zum Einsatz. 

Faulhaber hat dafür Wochenendschichten gefahren und außerdem 60 neue Mitarbeiter eingestellt, heißt es bei dem Unternehmen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Dafür gelangten Dankesschreiben aus der ganzen Welt nach Schönaich.

"Im ersten Halbjahr 2020 haben wir 16 Prozent Umsatzplus verzeichnet, der Auftragseingang stieg um 29 Prozent", sagen die Unternehmenschefs Gert Frech-Walter und Thomas Bertolini. Der weltweite Umsatzanteil mit neuen Kunden sei dabei während Corona um 22 Prozent gestiegen. 

Faulhaber profitiere jedoch nicht nur: So sei beispielsweise das Geschäft mit der Luft- und Raumfahrtindustrie komplett eingebrochen. Selbst die geschlossenen Tattoo-Studios schmerzen - in den Tätowiermaschinen werden die hochpräzisen Antriebe ebenfalls verbaut.

Doch Tätowiermaschinen sind im Moment auch nicht das Wichtigste. Die Mitarbeiter waren und sind vor allem hoch motiviert, die Sonderschichten gegen Corona zu fahren, sagt Frech-Walter. Trotz großer Nachfrage wolle man aber nicht über jedes Stöckchen springen. "Alle wollten plötzlich Corona-Testgeräte bauen, aber das geht nicht holterdipolter", sagt Thomas Bertolini. 

Man müsse gemeinsam mit den Kunden herausarbeiten, was erfolgversprechend sei. "Kostengünstige Motoren gibt es auch aus Asien. Das allein hilft aber nicht - wir geben bei der Gesamtkonstruktion Input, damit die Lösungen perfekt, zuverlässig und in Summe auch günstiger funktionieren."

Dabei kommt Faulhaber die Expertise im Bereich Medizin zugute. Vor 70 Jahren entwickelte das Unternehmen zunächst den ersten automatischen Filmtransport für Kameras. Herausforderung: Dass ein möglichst kleiner Antrieb das Bild nicht verwackeln möge. 

Später kamen Antriebe für die Medizin hinzu, etwa für gezieltes Röntgen mit mehreren Bleiplatten. Heute werden mit den winzigen Motoren sogar Röntgenkapseln angetrieben, die der Patient schluckt. "Wir haben eine ganze Reihe sehr innovativer, manchmal auch exotischer Anwendungen", sagt dazu Gert Frech-Walter.

Wie es angesichts Corona weitergeht? "Wir hoffen natürlich nicht auf eine zweite Pandemie. Aber weltweit ist der Präventionsbedarf sehr hoch, gerade in Asien und gerade im Bereich Lungenkrankheiten", sagt Frech-Walter. Der Bedarf sei riesig und noch längst nicht gedeckt.

Umsatz- und Ergebniszahlen nennt das Familienunternehmen traditionell nicht; mit rund 1900 Mitarbeitern weltweit, davon 600 am Standort Schönaich, gehört Faulhaber jedoch zu den größeren schwäbischen Mittelständlern. Und weltweit zu den sogenannten "Hidden Champions", wie nur auf wiederholte Nachfrage bescheiden eingestanden wird.

Schönaich: Blick auf die Firmenzentrale der Firma Faulhaber.
Schönaich: Blick auf die Firmenzentrale der Firma Faulhaber.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 31. Juli, 18.15 Uhr: 84 weitere Infektionen gemeldet

Am Freitag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium insgesamt weitere 84 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 

"Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 37.317 an", schreibt das Ministerium am Abend. "Davon sind ungefähr 34.448 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 1022 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert."

Dem Landesgesundheitsamt wurden heute keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach beträgt die Zahl der Todesfälle insgesamt 1847. 

"Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 1,04 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden", heißt es weiter.  

Am Freitag wurden 84 weitere Infektionen bekannt. (Symbolbild)
Am Freitag wurden 84 weitere Infektionen bekannt. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 31. Juli, 17.25 Uhr: Kinder mit Rotznase dürfen in Kita und Schule

Kinder mit laufender Nase sollen auch in Zeiten der Corona-Pandemie aus Sicht von Experten weiter in die Kita oder zur Schule gehen dürfen. 

"Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist, genauso wie leichter oder gelegentlicher Husten beziehungsweise Halskratzen, kein Ausschlussgrund", heißt es in einer Empfehlung des Landesgesundheitsamts, die das Gesundheitsministerium am Freitag veröffentlichte. 

Zu Hause bleiben müssen hingegen Kinder bei Fieber ab 38 Grad, trockenem Husten oder einer Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns. Erst nach einem ganzen Tag ohne solche akuten Symptome darf das Kind zurück in Kita und Schule.

Wird ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet, darf es erst nach 48 symptomfreien Stunden zurückkehren - aber frühestens 10 Tage nach Beginn der Symptome. Gesunde Geschwister dürfen weiter in die Kita oder die Schule gehen, solange keine Quarantäne verordnet wurde. 

Wie auch schon vor der Corona-Pandemie gilt, dass Kinder, die eindeutig krank sind, nicht in die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Schule gebracht werden.

"Ohne panisch zu sein, müssen wir trotz dem alle ganz genau hinschauen, wenn bei Kindern und Jugendlichen im Herbst Erkältungssymptome auftreten", betonte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Trotz leichter Erkältungssymptome dürfen Kinder weiterhin in Kita und Schule. (Symbolbild)
Trotz leichter Erkältungssymptome dürfen Kinder weiterhin in Kita und Schule. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 31. Juli, 13.15 Uhr: Stuttgarter Landgericht erwartet Berg an Corona-Klagen

Das Landgericht Stuttgart stellt sich auf einen Berg zusätzlicher Corona-Klagen ein - viele davon auf weitgehend unbekanntem Terrain. Erste Verfahren, die sich um sogenannte Betriebsunterbrechungsversicherungen drehten, gebe es schon, sagte Gerichtspräsident Andreas Singer am Freitag. Darin klagen vor allem Gastronomen und Hoteliers, die vorübergehend schließen mussten, gegen ihre Versicherungen, die ihnen die Einbußen nicht ersetzen wollen.

"Dies dürfte erst der Anfang einer Klagewelle sein", sagte Singer. Die Fälle seien komplex, und Entscheidungen höherer Instanzen, an denen man sich orientieren könne, gebe es nicht. "Das sind auch für unsere spezialisierten Versicherungskammern ganz neuartige rechtliche Fragestellungen", sagte Singer.

Auch eine erste Amtshaftungsklage gegen das Land sei schon anhängig. Die Betreiberin eines Yoga-Studios verlangt eine Entschädigung, weil sie wegen der Corona-Verordnung ihren Betrieb hatte schließen müssen. Hinzu kämen Zivilklagen wegen Zahlungsschwierigkeiten, Stornierungen und Insolvenzen sowie voraussichtlich auch Strafverfahren wegen unrechtmäßig beantragter Soforthilfen.

Das Landgericht rechnet mit KLagen.
Das Landgericht rechnet mit KLagen.  © Daniel Naupold/dpa

Update, 30. Juli, 20.05 Uhr: Zwei weitere Menschen sterben am Coronavirus

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden weitere 109 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Gesamtanzahl der seit Pandemie Infizierten im Land auf 37.233 an. Davon sind zirka 34.401 Menschen genesen. Zwei weitere Menschen starben an den Folgen des Virus, sodass die Zahl der Todesfälle auf 1847 anstieg. Die Reproduktionszahl in Baden-Württemberg beträgt aktuell 1,04. Sie stellt dar, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden. 

Update, 30. Juli, 17 Uhr: 84 Corona-Infizierte nach Trauerfeier im Ostalbkreis

Nach einer Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) ist die Zahl der Corona-Infizierten erneut gestiegen. Mittlerweile wurden 84 Menschen positiv auf das Virus getestet, wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte. 24 Erkrankte seien inzwischen wieder gesund, es gebe noch 69 aktive Fälle.

Zur Ermittlungen der Erkrankten nach der Trauerfeier habe es bislang rund 500 Tests gegeben. Einige Besucher der Feier stammten auch aus den Nachbarlandkreisen Rems-Murr-Kreis, Göppingen und Reutlingen.

Um eine weitere Ausbreitung zu unterbinden, sollen künftig Verstöße gegen die häusliche Quarantäne mit "deutlichen Bußgeldern" geahndet werden, wie Landrat Klaus Pavel (CDU) sagte. Zudem sollen bei Trauerfeiern künftig in Abhängigkeit von der Teilnehmerzahl Maßnahmen wie eine Maskenpflicht oder Teilnehmerlisten verbindlich festlegt werden. Die Stadt Schwäbisch Gmünd werde dazu eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Update, 30. Juli, 15.42 Uhr: Weltcup-Reitturnier in Stuttgart wegen Corona abgesagt

Das Weltcup-Reitturnier in Stuttgart fällt wegen der Folgen der Corona-Pandemie aus. Das gaben die Veranstalter am Donnerstag bekannt. Erstmals nach 35 Jahren gibt es damit kein internationales Turnier in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Stuttgart war für Spring- und Dressurreiter als Weltcup-Etappe eingeplant.

Das Turnier hätte vom 11. bis 15. November stattfinden sollen. Es ist nach Oslo, Helsinki und Madrid das vierte Springreit-Turnier des Weltcups in der Saison 2020/2021, das abgesagt wurde. Ob die Serie stattfindet, ist derzeit offen.

"Das Hallen-Reitturnier kann unter den aktuellen Corona-Bedingungen so nicht durchgeführt werden", sagte der Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft, Andreas Knoll, in einer Mitteilung. "Wir haben lange darauf gehofft, dass sich die Entwicklung der Corona-Pandemie abschwächt und wir mit Lockerungen bei den Besucherzahlen rechnen dürfen, doch davon sind wir, nach den neuesten Meldungen, weit entfernt."

Stuttgart: Marcus Ehning aus Deutschland springt mit seinem Pferd Comme Il Faut über ein Hindernis. (Archivbild)
Stuttgart: Marcus Ehning aus Deutschland springt mit seinem Pferd Comme Il Faut über ein Hindernis. (Archivbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 30. Juli, 13.49 Uhr: Umweltschützer werben in Corona-Krise für vegetarische Ernährung

Die Corona-Pandemie könnte nach Ansicht von Umweltschützern im Südwesten zu einem Umdenken beim Fleischkonsum führen. Die Krise habe ein Schlaglicht auf die Probleme in der Fleischindustrie geworfen, sagte Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Donnerstag: "Immer mehr Menschen kommt ins Bewusstsein, wie Tiere gehalten und unter welchen (...) Bedingungen Fleisch und Wurst erzeugt werden."

Die Naturschützer fordern die Stärkung dezentraler Schlachtbetriebe im Südwesten. Sie werben für einen häufigeren Fleischverzicht der Verbraucher aus Tier- und Klimaschutzgründen. Eine Rückkehr zum nur wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Sonntagsbraten sei angebracht, sagte Gottfried May-Stürmer vom BUND.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0