Corona in Baden-Württemberg: Heute fast 27.900 neue Infektionen!

Baden-Württemberg - Die Zügel werden für Ungeimpfte in Baden-Württemberg heftig angezogen! Doch auch für die Geimpften und Genesenen werden die Maßnahmen spürbar.

Für Ungeimpfte gelten erhebliche Kontaktbeschränkungen, ihnen wird im Weihnachtsgeschäft auch der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt. (Symbolbild)
Für Ungeimpfte gelten erhebliche Kontaktbeschränkungen, ihnen wird im Weihnachtsgeschäft auch der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt. (Symbolbild)  © Georg Wendt/dpa

Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich mit empfindliche Beeinträchtigungen arrangieren.

Landesweit gilt ein Verbot für große öffentlicher Veranstaltungen.

Clubs und Diskotheken wurden geschlossen, Tanzveranstaltungen verboten. Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen sollen ohne Zuschauer stattfinden.

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Bereits unmittelbar nach den Feiertagen wurden Zusammenkünfte nur noch mit höchstens zehn Personen über 14 Jahre erlaubt.

Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn ihre Impfung länger als sechs Monate zurückliegt und sie keine Booster-Impfung erhalten haben.

Für Ungeimpfte gelten erhebliche Kontaktbeschränkungen, ihnen wurde im Weihnachtsgeschäft auch der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt.

Mittlerweile gibt es 1.278.159 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 13.601 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. (Stand: 26. Januar)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 26. Januar, 18.35 Uhr: Fast 27.900 neue Infektionen am Mittwoch

Das Landesgesundheitsamt meldet für Mittwoch 27.881 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 1.278.159 Menschen angesteckt.

Auch wurden 14 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 13.601.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 969,3. Am Dienstag lag der Wert bei 869,6. Derzeit werden 278 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, acht weniger als am Vortag.

Am Mittwoch wurden fast 27.900 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden fast 27.900 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Update, 26. Januar, 16.25 Uhr: Baden-Württemberg steigt bei Luca-App aus

Das Land Baden-Württemberg will künftig nicht mehr auf die Luca-App zur Kontaktverfolgung zurückgreifen. Der Vertrag mit dem privaten Betreiber der Software werde nicht über Ende März hinaus verlängert, bestätigte eine Sprecherin des Sozialministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Stuttgart.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) wollte am Mittwochnachmittag den Sozialausschuss über die schon erwartete Entscheidung der Regierung informieren.

Viele Restaurantbesitzer und Veranstalter hatten im vergangenen Jahr mit Hilfe der Luca-App die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte ihrer Besucher ohne Zettelwirtschaft erledigt. Nun sollen die Menschen die staatliche und kostenlose Corona-Warn-App nutzen.

Die Luca-App soll aber übergangsweise noch bis Ende März weiterverwendet werden können. Zuletzt war bei einer Anhörung im Südwesten herausgekommen, dass viele Gesundheitsämter die Luca-App für überflüssig und zu ungenau halten.

Die Luca-App war vor gut einem Jahr mit großen Erwartungen gestartet worden. An dem System entzündete sich aber immer wieder heftige Kritik. Luca-Skeptiker stören sich vor allem am Konzept einer zentralen Datenspeicherung. Außerdem bezweifeln sie, dass das Luca-System die Gesundheitsämter tatsächlich wirkungsvoll unterstützen kann.

Die Verträge mit 13 Bundesländern (alle außer Sachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen) hatten bislang ein Jahresvolumen von 20 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer. Schleswig-Holstein hat schon gekündigt.

Der Vertrag mit dem privaten Betreiber der Software werde nicht über Ende März hinaus verlängert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen in Stuttgart.
Der Vertrag mit dem privaten Betreiber der Software werde nicht über Ende März hinaus verlängert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen in Stuttgart.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 26. Januar, 13.56 Uhr: Bildungsgewerkschaft will mehr Transparenz bei PCR-Testkapazitäten

Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert von der grün-schwarzen Landesregierung mehr Transparenz bei den PCR-Testkapazitäten. Beschäftigte an Bildungseinrichtungen, die täglich mit mehrheitlich ungeimpften Kindern und Jugendlichen in den Kitas und Klassenzimmern säßen, empfänden es als Hohn, wenn Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) mitteile, es würden jetzt verlässliche Selbsttests zur Verfügung gestellt, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Monika Stein, am Mittwoch in Freiburg. "Gleichzeitig macht er nicht transparent, wie lange zum Beispiel PCR-Testkapazitäten für Bildungseinrichtungen ausreichen würden."

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) monierte zudem, dass künftig immer mehr Gesundheitsämter die Zusammenarbeit mit den Schulen stark einschränken wollten.

"Wir testen fast täglich, kontrollieren Impfpässe und Atteste. Ständig, zum Teil mehrfach täglich, werden Verordnungen verändert. Und nun erklären die ersten Gesundheitsämter, dass sie die Schulen nur noch bedingt beziehungsweise gar nicht mehr unterstützen können", sagte der stellvertretende VBE-Landesvorsitzende Oliver Hintzen.

Update, 26. Januar, 13.50 Uhr: Clubs bleiben zu: Betreiber fordern mehr Wirtschaftshilfen

Clubbetreiber haben Verständnis für die Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung, dass Clubs und Discos weiter geschlossen bleiben.

Es gebe gute Gründe, die gegen ein Öffnen sprechen, sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg, Simon Waldenspuhl, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Öffnung sei ohnehin nur sinnvoll, wenn die Maskenpflicht und die Kapazitätsgrenzen gekippt würden. Nach zwei Jahren Pandemie bräuchten die Clubs eine Anschubfinanzierung. "Für eine zukünftige Öffnung sind weitere Wirtschaftshilfen unabdingbar."

Update, 26. Januar, 12.48 Uhr: VfB-Vorstandschef Hitzlsperger kritisiert Zuschauereinschränkungen

Vorstandschef Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart kann den Umgang der Politik mit der Zulassung von Zuschauern zu Großveranstaltungen nicht nachvollziehen. "Wir sind über das Signal, dass wieder Zuschauer zugelassen werden, natürlich erstmal froh", sagte der 39-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Im kommenden Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am 5. Februar könne der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist "jede Unterstützung gut gebrauchen", so der frühere Nationalspieler.

"Was die starke Einschränkung der Kapazitäten betrifft, schließen wir uns den Statements der DFL und der Kollegen aus der Liga aus den letzten Tagen an", sagte Hitzlsperger aber auch. Die Deutsche Fußball Liga und mehrere Bundesliga-Clubs haben die Politik für den Verzicht auf eine weitere Öffnung der Fußballstadien für Besucher kritisiert.

"Alle vorliegenden Daten zeigen, dass Fußballstadien unter 2G-Bedingungen und unter Beachtung der mit den zuständigen Behörden ausgearbeiteten Auflagen und Konzepte keine Infektionsherde sind", so Hitzlsperger. "Die aktuellen Verordnungen ignorieren dies und stellen den gesamten organisierten Sport vor fast unlösbare Herausforderungen, sowohl finanziell und organisatorisch als auch emotional." Veranstaltungen in Sport und Kultur sollten "nicht mehr vorrangig als Gefahrenquelle hingestellt werden", so der Ex-Profi, "sondern geimpften Bürgern wieder Perspektiven eröffnen".

In Baden-Württemberg sind in der normalen Alarmstufe künftig wieder bis zu 6000 Zuschauer in Stadien zugelassen, wenn der Veranstalter die 2G-plus-Regel anwendet. Das erklärte Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) am Mittwoch im Landtag in Stuttgart. Wenn mit der 2G-Regel gearbeitet wird, gilt eine Obergrenze von 3000 Zuschauern. In Nordrhein-Westfalen sind derzeit nur 750 Zuschauer in Stadien erlaubt, in Bayern dürfen nun wieder 10.000 Besucher in die Arenen.

Die Daten würden zeigen, dass Fußballstadien unter 2G-Bedingungen und unter Beachtung der mit den zuständigen Behörden ausgearbeiteten Auflagen und Konzepte keine Infektionsherde sein, meint Hitzlsperger.
Die Daten würden zeigen, dass Fußballstadien unter 2G-Bedingungen und unter Beachtung der mit den zuständigen Behörden ausgearbeiteten Auflagen und Konzepte keine Infektionsherde sein, meint Hitzlsperger.  © Tom Weller/dpa

Update, 26. Januar, 12.30 Uhr: Kretschmann lockert Corona-Regeln etwas - Clubs und Discos bleiben zu

Baden-Württemberg lockert trotz Omikron-Welle seine Corona-Regeln für Geschäfte, Gastronomie und Großveranstaltungen leicht. Die neue Corona-Verordnung solle Freitag in Kraft treten, kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) am Mittwoch im Landtag an.

Allerdings bleiben Clubs und Diskotheken wegen erhöhter Ansteckungsgefahr auch nach einer Rückkehr in die normale Alarmstufe geschlossen. Zugleich soll es künftig länger dauern, bis das Land die Alarmstufe II mit härteren Einschränkungen ausrufen kann. Außer bei der AfD gab es von der Opposition kaum Kritik an den geplanten neuen Regeln.

Von diesem Freitag an gilt im Einzelhandel die 3G-Regel, Ungeimpfte können dann mit einem aktuellen Test wieder einkaufen. Auch in der Gastronomie komme eine leichte Öffnung, kündigte Kretschmann an. Mit der von der Justiz angemahnten Rückkehr in die normale Alarmstufe gilt in Innenräumen von Restaurants wieder 2G. Bisher mussten Geimpfte und Genesene noch einen Test vorweisen (2G plus). Die Sperrstunde ab 22.30 Uhr entfällt in der zweithöchsten Stufe. Bei Großveranstaltungen in Sport und Kultur werden wieder mehr Zuschauer zugelassen.

Wegen der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante will Kretschmann aber keine Entwarnung geben. Es sei deshalb nicht verantwortbar, Clubs und Diskotheken wieder zu öffnen. "Wir gehen an dieser Stelle auf Nummer sicher", sagte er. Eigentlich hätte bei einer Rückkehr in die Alarmstufe die 2G-Regel gegolten. Das heißt, Geimpfte und Genesene hätten dann in Clubs und Discos gehen können. Mit der neuen Corona-Verordnung, die Donnerstag verkündet werden soll, bleiben auch Messe-Veranstaltungen untersagt. Auch hier verschärfte die Regierung die Regeln in der normalen Alarmstufe.

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Der Ministerpräsident Kretschmann will wegen der Omikron-Variante keine Entwarnung geben.
Der Ministerpräsident Kretschmann will wegen der Omikron-Variante keine Entwarnung geben.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 26. Januar, 10.02 Uhr: Lockerung bei Großveranstaltungen, Fasnachts-Umzüge verboten

Baden-Württemberg lockert seine Corona-Regeln für Großveranstaltungen. Im Fußballstadion sind in der normalen Alarmstufe wieder bis zu 6000 Zuschauer zugelassen, wenn der Veranstalter die 2G-plus-Regel anwendet, erklärte Regierungschef Winfried Kretschmann (73, Grüne) am Mittwoch im Landtag in Stuttgart.

Das heißt, die Besucherinnen und Besucher müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein. Wenn die Veranstalter mit der 2G-Regel arbeiten wollen, gilt eine Obergrenze von 3000 Zuschauern.

Bei Kulturveranstaltungen wie Konzerten sind in geschlossenen Räumen 3000 Besucher zugelassen - unter der Bedingung, dass 2G plus am Eingang angewendet wird. Bei 2G ist die Obergrenze 1500. Für alle Veranstaltungen gelte, dass höchstens die Hälfte der Kapazitäten ausgeschöpft werden dürfe. Das gilt auch für Fastnachtsfeste. "Umzüge im Freien müssen wir leider untersagen", sagte Kretschmann.

Update, 26. Januar, 6 Uhr: Bühnenverein: Digitales Theater kann klassisches Theater ergänzen

An Deutschlands Theatern entstehen immer mehr Produktionen eigens für den digitalen Raum. Das Inszenieren mit digitalen Mitteln habe einen unglaublichen Schub bekommen, sagte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Carsten Brosda, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Corona-Pandemie habe hier wie ein Katalysator gewirkt. Die Digitalisierung schaffe neue Möglichkeiten, das Publikum zu erreichen und anzusprechen. "Zum anderen entstehen auch neue künstlerische Ausdrucksformen." Digitales Theater könne klassisches Theater ergänzen, aber auch ein ganz neues Theatererlebnis schaffen.

Der Bühnenverein mit Sitz in Köln will diese Entwicklung künftig mit einer eigenen Arbeitsgruppe «Digitales» begleiten, die Ende Februar ihre Arbeit aufnehmen soll. "Sie soll Erfahrungen in allen Bereichen, in denen sich Theaterschaffende mit Digitalität auseinandersetzen, bündeln und den Austausch zwischen den Häusern voranbringen", erklärte Brosda, der auch Kultursenator in Hamburg ist. Seiner Einschätzung nach sind die Theater und Orchester in dieser Entwicklung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs.

Neben größeren Bühnen, die schon etwas länger in diesem Bereich aktiv sind wie das Staatstheater Augsburg, wagen inzwischen auch kleine Häuser den großen personellen und finanziellen Aufwand etwa für Inszenierungen in Virtueller Realität (VR). So präsentiert das Puppentheater Zwickau am Samstag seine erste VR-Produktion: Goethes "Erlkönig".

Update, 25. Januar, 20.03 Uhr: Nach Corona-Ausbruch: KSC-Profis peilen Rückkehr ins Training an

Nach dem Corona-Ausbruch in der Vorwoche sollen die ersten betroffenen Spieler des Karlsruher SC am Freitag möglichst wieder das Training aufnehmen.

Das teilte der Fußball-Zweitligist am Dienstag mit. Für einen Teil der positiv getesteten Profis stehen am Mittwoch PCR-Tests an. Sollten diese negativ ausfallen, sollen sich die Spieler am Donnerstag noch medizinischen Tests unterziehen und tags darauf dann auf den Trainingsplatz zurückkehren. Gleiches gilt für den ebenfalls positiv getesteten Chefcoach Christian Eichner.

Die Zahl der Corona-Fälle innerhalb der Mannschaft war am Wochenende auf 19 gestiegen. Außerdem hatte es acht positive Befunde im Trainer- und Funktionsteam gegeben. Das für vergangenen Sonntag geplante Liga-Spiel gegen den SV Sandhausen war auf Antrag des KSC von der Deutschen Fußball Liga (DFL) abgesetzt und auf den 8. Februar verlegt worden.

Sicherheitshalber hatte sich der komplette Profi-Kader der Karlsruher in Quarantäne begeben. Die Spieler, die durchgehend negativ getestet worden waren, trainierten schon am Dienstag wieder.

Update, 25. Januar, 18.01 Uhr: Inzidenz sinkt, über 16.000 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet für Dienstag 16.076 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 1.250.278 Menschen angesteckt.

Auch wurden 14 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 13.587.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 869,6. Am Montag lag der Wert bei 877,3. Derzeit werden 286 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, sieben weniger als am Vortag.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt am Dienstag 869,6. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt am Dienstag 869,6. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 25. Januar, 17.31 Uhr: Einzelhändler begrüßen Gerichtsentscheidung zu 2G-Regel

Der Handelsverband Baden-Württemberg hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) begrüßt, die 2G-Regel in Geschäften zu kippen.

"Dieses Urteil darf für die Landesregierung nun jedoch nicht bedeuten, dass sie die Regeln für den Einzelhandel in der Warnstufe I im Rahmen der neuen Corona-Verordnung verschärft", erklärte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann am Dienstag in Stuttgart. Der Verband fordere, 2G und 3G im Einzelhandel wie in Bayern gänzlich abzuschaffen.

Der VGH in Mannheim hatte das Einfrieren der Alarmstufe II durch die Corona-Verordnung der Landesregierung als voraussichtlich rechtswidrig eingestuft.

Die darin vorgesehene 2G-Regel werde mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt, teilte der VGH mit. Damit gilt für den Einzelhandel vorläufig, dass neben Geimpften und Genesenen auch wieder Menschen mit einem aktuellen Corona-Test (3G) in Läden einkaufen dürfen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der VGH erklärt, dass ein Einfrieren der Alarmstufe II mit strikten Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte teilweise rechtswidrig sei. Das Land hätte demnach längst in die normale Alarmstufe zurückgehen müssen.

Im Einzelhandel wäre dann zum Beispiel statt 2G wieder 3G möglich. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) hatte aber angekündigt, die Regeln in der Alarmstufe anpassen oder sogar verschärfen zu wollen.

Titelfoto: Pedro Rances Mattey/dpa

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