Corona in Baden-Württemberg: Fast 3900 Neu-Infektionen, Inzidenz steigt weiter an

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland ist angespannt, die Infektionszahlen steigen exponentiell.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurde die Notbremse gezogen und die Corona-Maßnahmen verschärft.

Am 13. April hat die Bundesregierung daher strengere Regelungen beschlossen, die Einzelheiten werden noch geklärt.

Die Corona-Verordnung des Landes zwingt Kreise mit hohen Infektionszahlen, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung zu verhängen.

Sobald ein Stadt- oder Landkreis an 3 Tagen in Folge den Wert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet und zugleich ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt, muss der Kreis handeln.

An Schulen soll der Präsenzunterricht nur mit zwei Coronatests pro Woche gestattet werden. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden.

Mittlerweile gibt es 396.557 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 350.557 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 9007 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 14. April)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 14. April, 18.18 Uhr: Fast 3900 Neu-Infektionen, Inzidenz steigt weiter an

Wie das baden-württembergische Landesgesundheitsamt am Mittwoch mitteilte, wurden weitere 3880 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 396.557. Davon waren bereits 350.557 genesen. Im Zusammenhang mit Covid-19 waren bisher 9007 Menschen gestorben, das waren 26 Todesfälle mehr als zum Vortag. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg von 160,9 (Dienstag) auf 165,3.

Update, 14. April, 13.29 Uhr: Sozialverbände und Senioren nehmen ebenfalls am Impfgipfel teil

Vor Beginn des baden-württembergischen Impfgipfels hat das Gesundheitsministerium des Landes den Kreis der Teilnehmer erweitert und so auf die Kritik von Sozialverbänden und Patientenvertretungen reagiert.

Es seien zunächst vor allem Akteure eingeladen worden, die mit der praktischen Umsetzung des Impfens befasst seien, teilte das Ministerium auf Anfrage am Mittwoch mit.

"Doch das Anliegen, dass auch die Verbände eingeladen werden, die die Interessen der impfberechtigten Menschen vertreten, ist verständlich", hieß es weiter. Deshalb seien nun auch der Paritätische und der Sozialverband VdK aus Baden-Württemberg sowie der Landesseniorenrat und die Landesbehindertenbeauftragte mit dabei.

Update, 14. April, 12 Uhr: Corona hinterlässt tiefe Spuren in der Südwest-Industrie

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr tiefe Spuren in der Industrie im Südwesten hinterlassen. Das Statistische Landesamt sprach in einer Mitteilung am Mittwoch von einer der stärksten Rezessionen der jüngeren Geschichte.

Mit Beginn der Anti-Corona-Maßnahmen im Frühjahr 2020 sei die Nachfrage nach Industrieprodukten eingebrochen, Produktion und Umsatz seien erheblich zurückgegangen, hieß es. Gegen Jahresende hätten sich dann allerdings auch schon wieder deutliche Erholungstendenzen gezeigt.

Mit insgesamt 346,6 Milliarden Euro lag der Umsatz der Industriebetriebe am Ende aber trotzdem deutlich unter dem Vorjahresniveau - um 23,2 Milliarden Euro oder 6,3 Prozent. Etwa die Hälfte des gesamten Industrieumsatzes in Baden-Württemberg kommt allein aus der Automobilbranche und dem Maschinenbau.

Update, 14. April, 11.55 Uhr: Kritik an Gästeliste für Impfgipfel - Sozialverbände nicht dabei

Vor Beginn des baden-württembergischen Impfgipfels üben Sozialverbände und Patientenvertretungen Kritik, weil sie nicht mit am Tisch sitzen können.

"Wir vertreten die Menschen, für die eine Corona-Impfung besonders wichtig ist, und wir wissen um die erheblichen Probleme, die die Betroffenen beim Organisieren und Realisieren von Impfterminen haben", kritisierten der Paritätische Baden-Württemberg und der Sozialverband VdK am Mittwoch in Stuttgart. Diese Erfahrung dürfe beim Gipfel nicht außen vor bleiben, sagte der VdK-Landesvorsitzende Hans-Josef Hotz.

Gerade bei den sozialen Dienstleistern gebe es Personengruppen, die dringend in der Impfstrategie des Landes berücksichtigt werden müssten, beklagte auch Ursel Wolfgramm vom Paritätischen. Mitarbeitende der Haushaltshilfe und Familienpflege seien bisher völlig vergessen worden. "Sie betreuen Familien, in denen meist die Mutter aufgrund einer schweren Erkrankung zur Risikogruppe gehört", sagte Wolfgramm.

Um die Corona-Impfkampagne im Südwesten voranzutreiben, will Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) an diesem Freitag mit Kommunalpolitikern sowie Vertretern etwa von Landesärztekammer, Landesapothekerverband und Krankenhausgesellschaft sprechen. Es geht um einen Plan für den Moment, ab dem deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht.

Aus der Opposition kam bereits Kritik, Lucha wolle von Versäumnissen zum Beispiel bei Senioren ablenken. Hausärzte wiederum fürchten, dass Impfchaos in ihre Praxen verlagert wird.

Sozialverbände sind beim Impfgipfel nicht dabei. Das Stößt auf Kritik.
Sozialverbände sind beim Impfgipfel nicht dabei. Das Stößt auf Kritik.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 14. April, 10.42 Uhr: Kreis Heidenheim schließt Kitas wegen starken Anstiegs der Fallzahlen

Im Kreis Heidenheim müssen ab Donnerstag wegen des hohen Corona-Infektionsgeschehens alle Kitas schließen. Aufgrund der nach wie vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen sehe sich das Gesundheitsamt veranlasst, diese weitere Maßnahme zu ergreifen, teilte eine Sprecherin des Landkreises mit.

Der Landkreis hatte bereits am Samstag den Wert von 200 bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz überschritten. Zuletzt lag die Region sogar deutlich über dem Wert von 250. Der Regelbetrieb in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen werde deshalb eingestellt, hieß es. Es soll eine Notbetreuung geben.

Ihm sei durchaus bewusst, dass diese Maßnahme vor allem für die Familien und Kinder sehr belastend sei und weitere Einschränkungen mit sich bringe, teilte Landrat Peter Polta mit. Die aktuelle Lage sei jedoch sehr ernst und man müsse einen weiteren exponentiellen Anstieg der Corona-Zahlen stoppen, so der parteilose Politiker.

Update, 14. April, 9.33 Uhr: Land plant Lockerungen für Pflegeheimbesucher

Nachdem viele Pflegeheimbewohner gegen das Coronavirus geimpft sind, plant die baden-württembergische Landesregierung einem Bericht zufolge Lockerungen für Besucher. "Wer geimpfte Pflegeheimbewohner in deren Zimmer besucht, soll künftig auf Mindestabstand und Schutzmaske verzichten können", schrieben die Stuttgarter Nachrichten am Mittwoch auf ihrer Internetseite unter Berufung auf das Sozialministerium.

"Hierdurch soll wieder mehr Nähe zwischen Bewohnern und Besuchern ermöglicht werden und insbesondere an Demenz erkrankten Bewohnern das erkennen der Besucher erleichtert werden", sagte ein Ministeriumssprecher demnach.

Ab einer Impfquote von 90 Prozent der Bewohner in einer Einrichtung soll auch die Beschränkung der Besucher auf zwei pro Tag aufgehoben werden. Die Bewohner dürften dann Besuche unter den allgemein geltenden Regelungen empfangen. Besuche in den Gemeinschaftsräumen sollten bei entsprechender Impfrate ebenfalls "regelhaft zugelassen werden".

Anpassungen etwa bei der Testpflicht für Beschäftigte und hinsichtlich genesener Personen seien noch in der Diskussion, sagte der Sprecher. Die Regelungen sollen ab Montag gelten. Aus dem Ministerium gab es dazu zunächst keine weiteren Angaben.

Zwei Frauen sitzen in einem Pflegeheim in ihren Rollstühlen nebeneinander. Nachdem viele Pflegeheimbewohner gegen das Coronavirus geimpft sind, plant die baden-württembergische Landesregierung einem Bericht zufolge Lockerungen für Besucher. (Symbolbild)
Zwei Frauen sitzen in einem Pflegeheim in ihren Rollstühlen nebeneinander. Nachdem viele Pflegeheimbewohner gegen das Coronavirus geimpft sind, plant die baden-württembergische Landesregierung einem Bericht zufolge Lockerungen für Besucher. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. April, 20.47 Uhr: Mehr als 3200 neue Infektionen, sieben Kreise über 200er-Inzidenz

Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Dienstag stieg die Sieben-Tages-Inzidenz im Land binnen eines Tages von 143,7 auf 160,9 (Stand 16 Uhr). Die Schwelle der 200er-Inzidenz überschreiten 7 von 44 Stadt- und Landkreisen. Den höchsten Wert hat der Stadtkreis Heilbronn (304,9), die niedrigste Inzidenz hat Heidelberg mit 63,8.

Die Zahl der bestätigten Fälle stieg landesweit innerhalb eines Tages um 3244 auf 392.677. An oder mit dem Coronavirus starben 35 weitere Menschen, insgesamt sind es 8981 Tote. Als genesen gelten 348.504 Menschen (plus 1649).

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 392.677 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 8981 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 392.677 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 8981 starben.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. April, 13.28 Uhr: Bundes-Notbremse wird von Kretschmann begrüßt - "Finde das gut"

Die Bundes-Notbremse mit Verschärfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) begrüßt. "Ich finde das gut, es ist richtig", sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart.

"Wir sind in der Pandemie und jetzt wird's so gemacht." Das Bundeskabinett hatte zuvor in Berlin eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen.

Die steigende Zahl der Neuinfektionen bereite ihm zunehmend schwere Sorgen, sagte Kretschmann. "Mir brennt der Kittel aufgrund der Zahlen, die wir da haben, aber wirklich volle Kanne." Er gehe davon aus, dass das geänderte Infektionsschutzgesetz vom kommenden Montag in Kraft trete. Für Baden-Württemberg würden die neuen Auflagen des Bundes allerdings keine wesentlichen Änderungen notwendig machen.

"Es wird an wenigen Stellen verschärft", sagte Kretschmann. Die Zahl der erlaubten Kontakte müsse eingeschränkt werden. Bei Friseurbesuchen sei nun etwa generell ein Test vorgeschrieben. Baumärkte sollen wieder schließen.

Nach dem Willen des Bundeskabinetts sollen die Beschränkungen gelten, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt. Das bedeutet, dass binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner kommen.

Die schärferen Lockdown- und Testregeln sollen die Zahl der Infizierten, Covid-19-Kranken und Todesfälle drücken, bis auch durch fortschreitende Impfungen das Infektionsgeschehen im Griff gehalten werden kann.

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, antwortet im Rahmen einer Regierungs-Pressekonferenz im Landtag von Baden-Württemberg auf Fragen von Journalisten.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, antwortet im Rahmen einer Regierungs-Pressekonferenz im Landtag von Baden-Württemberg auf Fragen von Journalisten.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 12. April, 17.26 Uhr: Mehr als 1100 neue Infektionen, 19 Todesfälle

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden am Montag 1125 weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 389.433. Davon sind inzwischen 346.855 genesen. Bisher starben in Baden-Württemberg 8946 Menschen, das waren 19 mehr als zum Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 143,7.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 389.433 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 8946 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 389.433 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 8946 starben.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 12. April, 13 Uhr: Frist für die letzten Maskengutscheine läuft ab

Die Gutscheine für Corona-Schutzmasken können nur noch bis einschließlich Donnerstag eingelöst werden. Mit einer Verlängerung dieser Frist sei nicht zu rechnen, teilte der Landesapothekerverband Baden-Württemberg am Montag mit. Ab Mitte April dürfen die Apotheken die Berechtigungsscheine nicht mehr annehmen.

"Wir empfehlen allen bezugsberechtigten Bürgerinnen und Bürger, diesen Schein bis zum 15. April in ihrer Apotheke vor Ort einzureichen", erklärte Verbandspräsident Fritz Becker.

Die Bundesregierung hatte im Dezember die kostenlose Abgabe von FFP2-Masken für Risikogruppen beschlossen. Seit Januar gibt es dafür spezielle Coupons von den Krankenkassen. Für die je sechs Masken muss ein Eigenanteil von insgesamt 2 Euro bezahlt werden. Bezugsberechtigt waren etwa 34 Millionen Bürger.

FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten allerdings keinen 100-prozentigen Schutz.

Nur noch bis Donnerstag können die Gutscheine eingelöst werden.
Nur noch bis Donnerstag können die Gutscheine eingelöst werden.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 12. April, 6.16 Uhr: Nach Ferienende nur Fernunterricht für die meisten Schüler

Wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen beginnt die Schule für viele Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg am Montag nach den Osterferien zunächst wieder nur im Fernunterricht. Geplant war das anders, aber das Land hat Öffnungsschritte an den Schulen zurückgenommen.

In der ersten Woche wird es bis auf wenige Ausnahmen keinen Präsenz-, sondern nur Unterricht auf die analoge oder digitale Weise geben. Für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich Klasse 7 soll eine Notbetreuung für die Kinder angeboten werden, deren Eltern dringend darauf angewiesen sind. Hintergrund ist die Sorge, dass sich die Corona-Mutante verstärkt über Kinder und Jugendliche verbreitet.

Geöffnet bleiben Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren. Auch die Abschlussklassen sollen teilweise in Präsenz unterrichtet werden.

Mit dem Schulstart nach den Ferien ändert sich auch die Teststrategie des Landes. In der ersten Woche müssen sich Schüler noch nicht testen lassen, es bleibt auf freiwilliger Basis. In der Woche ab dem 19. April dürfen Lehrer, Schüler und auch Hausmeister ohne negativen Corona-Test nicht mehr am Unterricht teilnehmen oder das Gelände betreten - das schreibt die Landesregierung den Stadt- und Landkreisen mit mehr als 100 Corona-Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen vor und bezeichnet es auch als "indirekte Testpflicht".

Viele Schüler werden erstmal nicht in die Schule gehen.
Viele Schüler werden erstmal nicht in die Schule gehen.  © Dirk Waem/BELGA/dpa

Update, 12. April, 6.02 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt auf fast 140

In Baden-Württemberg hat das Corona-Infektionsgeschehen weiter angezogen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 139,5, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Am Samstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen 134 betragen. Am Vortag war er bei 120,2, am Donnerstag bei 109,3.

Die Zahl der bestätigten Fälle stieg um 1549 auf jetzt 388 308. An oder mit Corona starben 15 weitere Menschen, insgesamt sind es 8927. Als genesen gelten 345 476 Menschen (plus 1702) .

Laut Daten des Divi-Intensivregisters (Stand Sonntag 16.00 Uhr) sind 479 an Covid-19 erkrankte Menschen in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 272 invasiv beatmet. Von 2418 Intensivbetten seien derzeit 2124 belegt (87,8 Prozent).

Die Schwelle der 100er-Inzidenz überschreiten 39 der 44 Stadt- und Landkreise. Die höchsten Werte haben der Landkreis Schwäbisch Hall (264,8) und der Stadtkreis Heilbronn (281,2). Am niedrigsten ist er in Heidelberg mit 68,1.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf fast 100.
Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf fast 100.  © dpa/Kira Hofmann

Update, 11. April, 15.38 Uhr: Minister mahnt vor Ramadan Hygieneregeln an

Kurz vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (60, Grüne) das Einhalten der Hygieneregeln in der Corona-Pandemie angemahnt.

"In diesem Jahr gilt während des Fastenmonats wieder der eindringliche Appell, Kontakte auf das absolut notwendigste zu reduzieren und die Hygieneregeln weiter konsequent einzuhalten", erklärte Lucha am Sonntag in Stuttgart. "Es ist leider nach wie vor nicht die Zeit für größere Feiern und geselliges Beisammensein."

Der Ramadan beginnt am Dienstag (13. April). Das Fasten ist für viele Muslime wichtig, sie essen von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nichts. Für Kranke, Alte, Schwangere oder Stillende, Kinder und körperlich schwer Arbeitende gibt es Ausnahmeregelungen.

Im Südwesten bekennen sich rund 600.000 Menschen zum Islam.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

Update, 11. April, 8.11 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt auf über 130

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle binnen sieben Tagen hat nach Angaben des Landesgesundheitsamts weiter deutlich zugelegt. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag (Stand: 16 Uhr) bei 134,0 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Vortag war sie bei 120,2, am Donnerstag bei 109,3.

Die Zahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2673 auf 386.759. Es starben 8912 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit. Das waren 12 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 343.774 Infizierte (plus 1808).

Die Schwelle von 100 Neuinfektionen überschreiten mittlerweile 38 der 44 Stadt- und Landkreise. Am höchsten bleibt der Wert im Landkreis Schwäbisch Hall und im Stadtkreis Heilbronn (jeweils 283,6), am niedrigsten in der Stadt Heidelberg mit 68,7.

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 47.053 Fälle mit Hinweisen auf "besorgniserregende Varianten" übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B1.351) entdeckt worden waren.

Auf den Intensivstationen werden derzeit 469 Menschen mit Covid-19 behandelt - von ihnen werden 257 invasiv beatmet. Insgesamt sind demnach 88 Prozent der Intensivbetten belegt.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 386.759 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 8912 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 386.759 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 8912 starben.  © Oliver Berg/dpa

Update, 9. April, 19.20 Uhr: Mehr als 3300 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden am Freitag 3314 weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 384.086. Davon sind inzwischen 341.966 genesen. Bisher starben in Baden-Württemberg 8900 Menschen, das waren 32 mehr als zum Vortag. Die Inzidenz stieg von 109,3 (Donnerstag) auf 120,2.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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