Corona in Baden-Württemberg: Gesundheits-Minister Manne Lucha bittet um mehr Impfstoff

Baden-Württemberg - Die Zügel werden für Ungeimpfte in Baden-Württemberg heftig angezogen! Doch auch für die Geimpften und Genesenen werden die Maßnahmen spürbar.

Für viele Veranstaltungen müssen sich aktuell auch Geimpfte testen lassen. (Symbolbild)
Für viele Veranstaltungen müssen sich aktuell auch Geimpfte testen lassen. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich vom 4. Dezember an auf empfindliche Beeinträchtigungen einstellen.

Landesweit gilt ein Verbot für große öffentlicher Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte. Für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kultur- und Freizeitveranstaltungen gilt künftig eine "harte Obergrenze" von 750 Personen.

Alle Veranstaltungen jeglicher Art sollen künftig nur noch maximal 50 Prozent der möglichen Besucher zulassen dürfen.

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Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen.

Für Ungeimpfte gelten erhebliche Kontaktbeschränkungen, ihnen wird im Weihnachtsgeschäft auch der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt. Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird bundesweit verboten.

Mittlerweile gibt es 885.088 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 694.478 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 12.021 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 6. Dezember)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 7. Dezember, 11.19 Uhr: Kretschmann: Schließung der Impfzentren im Sommer war damals richtig

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) hat das Schließen der Impfzentren im vergangenen Sommer verteidigt. "Da sind ja nur noch eine Handvoll Leute eigentlich hingegangen. Da kann man doch nicht solch eine gigantische Infrastruktur machen", sagte er in der am Dienstag ausgestrahlten SWR-Sendung "Leute". Das Angebot sei heute mit mobilen Impfteams und kleineren Impfstützpunkten in den Kommunen viel flexibler. Mehr dazu erfahrt Ihr hier.

Update, 7. Dezember, 8.46 Uhr: Gesundheitsminister Manne Lucha bittet um mehr Corona-Impfstoff bis Weihnachten

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne) hat den Bund in einem Brief um mehr Corona-Impfstoff gebeten. Nachrichten über Impfstoffkürzungen beider mRNA-Impfstoffe erreichten sein Ministerium jeden Tag, schreibt der Grünen-Politiker an den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU), den designierten Kanzler Olaf Scholz (63, SPD) und den Leiter des künftigen Corona-Krisenstabs des Bundes, General Carsten Breuer (57).

Lucha forderte in seinem Schreiben deshalb vom Bund bis Weihnachten wöchentlich zusätzlich eine Million Impfdosen. Wesentlich dabei sei, dass hier auch ein erheblicher Anteil des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer enthalten sei, schrieb Lucha. Denn dies sei aktuell der einzige Impfstoff, der für unter 30-Jährige empfohlen sei. "Gerade in dieser Altersgruppe besteht aber noch Aufholbedarf", so der Minister.

Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne) bittet Bund um mehr Impfstoff.
Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne) bittet Bund um mehr Impfstoff.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 6. Dezember, 19.07 Uhr: Zwei Landkreise nähern sich 1000er-Inzidenz

Die Landkreise Tuttlingen und Schwarzwald-Baar hatten auch am Montag die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten.

Im Landkreis Tuttlingen gab es 989,5 gemeldete Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sonntag: 959,9), im Schwarzwald-Baar-Kreis 933,9 (Sonntag: 1030,2), wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Landesweit lag diese Inzidenz am Montag bei 516,7.

Update, 6. Dezember, 17.35 Uhr: 4533 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet am Montag 4533 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 885.088 Menschen angesteckt.

Auch wurden 60 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 12.021.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 516,7. Derzeit werden 658 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 516,7. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 516,7. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 6. Dezember, 15.55 Uhr: Gesundheitsministerium zu Regel-Wirrwarr: "Nicht optimal gelaufen"

Nach dem jüngsten Hin und Her bei den neuen Corona-Regeln im Land hat das Gesundheitsministerium Fehler eingeräumt und um Verständnis für die drängenden Abläufe des Verfahrens geworben.

"Ja, das ist nicht optimal gelaufen", sagte ein Sprecher am Montag der dpa. Allerdings gelte eine Verordnung auch erst zum Zeitpunkt ihrer Notverkündung. "Also dann, wenn alle Änderungen der beteiligten Ressorts eingearbeitet sind", sagte er weiter.

Es sei sehr schwer gewesen, nach dem Bund-Länder-Gespräch und den dortigen Beschlüssen vom Donnerstag innerhalb von 24 Stunden eine rechtssichere Verordnung abzustimmen.

Die Landesregierung hatte die Verordnung am späten Freitagabend veröffentlicht. Bereits am Sonntag hatte sie nachgelegt und die Einschränkungen präzisiert. Demnach werden bei der 2G-plus-Regel (Genesene und Geimpfte) nicht nur wie bereits bekannt Menschen mit einer Auffrischungsimpfung von der Testung ausgenommen, sondern auch frisch Geimpfte und Genesene.

Letztere müssen nachweisen, dass die Infektion maximal sechs Monate zurückliegt. Wirtschaftsverbände warfen der Regierung am Montag vor, wirtschaftlichen Schaden angerichtet und unnötig für Verwirrung gesorgt zu haben.

Demnach werden bei der 2G-plus-Regel (Genesene und Geimpfte) nicht nur wie bereits bekannt Menschen mit einer Auffrischungsimpfung von der Testung ausgenommen, sondern auch frisch Geimpfte und Genesene. (Symbolbild)
Demnach werden bei der 2G-plus-Regel (Genesene und Geimpfte) nicht nur wie bereits bekannt Menschen mit einer Auffrischungsimpfung von der Testung ausgenommen, sondern auch frisch Geimpfte und Genesene. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Update, 6. Dezember, 11.14 Uhr: FDP kritisiert Hin und Her bei Corona-Regeln als "Salamitaktik"

Für die späten Lockerungen bei den Ausnahmeregelungen von der Corona-Testpflicht muss die Landesregierung, vor allem Gesundheitsminister Manne Lucha, harsche Kritik einstecken.

Die oppositionelle FDP stellte die Amtsfähigkeit des Grünen-Ministers in Frage. Lucha sei vollkommen überfordert, sagte FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke. "Es bleibt abzuwarten, wie lange der Ministerpräsident noch dem Treiben des Dilettanten Lucha zuschaut", sagte er weiter. Das Hin und Her rund um die Corona-Verordnung habe die Gastronomie und die Kultur verunsichert.

"Der Eindruck, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere macht, wäre noch geschmeichelt", kritisierte Rülke die grün-schwarze Landesregierung. Er warf ihr "eine Salamitaktik übelster Sorte" vor, weil sie die Corona-Verordnung zunächst erst am späten Freitagabend veröffentlicht und die Ausnahmen von der Testpflicht am Sonntag - einen Tag nach Inkrafttreten der Regelungen - erweitert hatte.

Update, 6. Dezember, 11.11 Uhr: Gastgewerbe äußert Unverständnis über Corona-Politik

Das Hin- und Her von Grün-Schwarz bei der coronabedingten Zutrittsregelung hat nach Auffassung des Hotel- und Gaststättenverbands in der Branche für finanzielle Einbußen gesorgt. Wirtschaftlichen Schaden habe die Politik mit ihrem Vorgehen dennoch angerichtet, denn aufgrund der kurzfristig verkündeten 2G-plus-Regel und der so ausgelösten Unruhe sei es am Wochenende zu zahlreichen Absagen von Gästen und zu erheblicher Verwirrung darüber gekommen, was eigentlich gelte, teilte der Verband am Montag in Stuttgart mit.

Die Landesregierung nahm am Sonntag bei der 2G-plus-Regel nicht nur wie bereits bekannt Menschen mit Booster-Impfung von der Testung aus, sondern auch Genesene. Letztere müssen nachweisen, dass die Infektion maximal sechs Monate zurückliegt.

Der Branchenverband Dehoga machte indirekt die Grünen für die Verwirrung rund um die aktuelle Verordnung verantwortlich. Er begrüße die erfolgten Korrekturen und danke den Mitgliedern der Landesregierung, die sich dafür eingesetzt hätten, schreibt der Verband auf seiner Internetseite. "Dies war nach Informationen des Dehoga vor allem der CDU-geführte Teil der Regierungskoalition."

Die jetzt vorgenommen Korrekturen ermöglichten es mehr gastgewerblichen Betrieben, trotz der aktuellen Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebs geöffnet zu bleiben. "Das ist eine gute Nachricht vor allem für die Beschäftigten, denen Kurzarbeit dadurch erspart bleibt", heißt es auf der Internetseite weiter.

Update, 6. Dezember, 10.51 Uhr: Liftverbund Feldberg entschuldigt sich für Wartezeiten beim Check-in

Der Liftverbund Feldberg hat sich für lange Wartezeiten beim Corona-Check-in am ersten Wochenende der Saison entschuldigt. "Die mehrfachen Anpassungen der Corona-Verordnung der letzten Tage konnten in der Kürze der Zeit noch nicht technisch reibungslos umgesetzt werden", sagte der Liftverbundvorsitzende Adrian Probst am Montag einer Mitteilung zufolge.

Die Landesregierung hatte erst am Freitagabend die neue Verordnung verkündet, die zunächst vorsehen sollte, dass alle Geimpften und Genesenen einen aktuellen Test brauchen (2G plus). Noch Freitagabend wurde die Pflicht für Menschen mit Auffrischungsimpfung gekippt, im Laufe des Wochenendes dann für Menschen, deren Grundimmunisierung oder Corona-Infektion nicht länger als sechs Monate her sind.

Um Schlangen an den Kassen am Feldberg zu vermeiden, müssen Tickets vorab im Internet gekauft werden. Die Dienstleister hätten erst kurzfristig grünes Licht für den Online-Check-in und die Zutrittskontrolle ins Skigebiet gegeben, hieß es in der Mitteilung.

Wegen technischer Probleme der Systeme seien die Kassen kurzfristig und vorübergehend reaktiviert worden. Dort hätten sich Warteschlangen gebildet. Zusätzliches Personal habe die Testnachweise kontrolliert. Bis zum kommenden Wochenende soll das Prozedere verbessert werden.

Um Schlangen an den Kassen am Feldberg zu vermeiden, müssen Tickets vorab im Internet gekauft werden.
Um Schlangen an den Kassen am Feldberg zu vermeiden, müssen Tickets vorab im Internet gekauft werden.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 6. Dezember, 9.30 Uhr: Ringen um weitere Corona-Maßnahmen - Bundestag soll beraten

Das Ringen um zusätzliche Corona-Krisenmaßnahmen geht in dieser Woche rund um die geplante Wahl des künftigen Kanzlers Olaf Scholz (63, SPD) im Bundestag weiter.

Die Ampel-Partner SPD, Grüne und FDP wollen die vorgesehene Impfpflicht für Personal in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken durchs Parlament bringen, die voraussichtlich ab Mitte März 2022 greifen soll.

Ein der Deutschen Presse-Agentur vorliegender Entwurf sieht unter anderem auch Impfberechtigungen für Apotheker und Zahnärzte sowie Präzisierungen möglicher härterer Beschränkungen in regionalen Corona-Brennpunkten vor. Auch aus den Ländern kommen Vorschläge.

Update, 5. Dezember, 10.13 Uhr: Nikolaus kommt trotz Corona, aber mit Vorsichtsmaßnahmen

Nach einer Zwangspause im vergangenen Jahr haben sich am Wochenende wieder Nikoläuse auf den Weg zu Familien in ihrer Region gemacht - allerdings oft nur, wenn diese geimpft oder genesen sind.

"Es war von Anfang an klar, dass wir als ältere Herren kein Risiko eingehen", sagt der Organisator eines jährlichen internationalen Nikolaustreffens im Allgäu, Franz Horn. "Aber es ist wichtig, dass man auch als Geimpfter noch einen Schnelltest macht."

Auch der Vorsitzende der Friedrichshafener Nikolausgilde, Berthold Erich Schwarz, sagt: "Wir gehören fast alle zur Risikogruppe, wir machen das nur unter 2G." Auftritte in Kindergärten, wo die Kinder bisher nicht gegen Corona geimpft werden konnten, fänden im Freien statt.

Auch sonst wollten die Darsteller von Nikolaus und Knecht Ruprecht darauf achten, Abstände einzuhalten. Größere Proteste gegen die 2G-Regel habe es nicht gegeben, sagt Schwarz. "Es gab nur bei einer Anfrage einen Elternteil, der nicht geimpft oder genesen war - aber da wollten wir das Risiko nicht eingehen."

Im Oberallgäu gebe es sogar einige Nikolaus-Darsteller, die unter ihrem Bart zum Schutz noch eine Maske tragen würden, sagt Franz Horn, der in Missen-Wilhams und Umgebung seit fast 50 Jahren mit Bart und Bischofsgewand unterwegs ist. "Dann ist man allerdings oft auch schwerer zu verstehen." 85 Adressen stünden in der Region dieses Jahr auf dem Zettel, sagt er.

In Friedrichshafen sind es laut Schwarz nur etwa 50, vor Corona hätten die Nikoläuse rund 140 Auftritte gehabt. "Das wird ein ganz abgespecktes Nikolausfest", sagt Schwarz.

Aber ein weiteres Jahr ohne Besuche des berühmten Bischofs sei auch keine Option gewesen: "Die Eltern und die Kindergärten haben uns darum gebeten." Auch im Allgäu sei die Sehnsucht nach dem Nikolaus groß gewesen, sagt Horn. "Es gibt zu viele Kinder, die sich so darauf freuen, dass der Nikolaus kommt."

Als Nikolaus und sein Knecht Ruprecht verkleidet besuchen Erich Schwarz (in rot und mit Mitra) und Michael Huber (Ruprecht) die Familie Herold aus Ailingen bei Friedrichshafen. Die beiden Darsteller gehören der Nikolausgilde Friedrichshafen an.
Als Nikolaus und sein Knecht Ruprecht verkleidet besuchen Erich Schwarz (in rot und mit Mitra) und Michael Huber (Ruprecht) die Familie Herold aus Ailingen bei Friedrichshafen. Die beiden Darsteller gehören der Nikolausgilde Friedrichshafen an.  © Felix Kästle/dpa

Update, 5. Dezember, 7 Uhr: Wohnungslos in Kälte und Pandemie

Weniger Platz, weniger Tests und Masken und noch dazu die drohende Kälte: auf wohnungslose Menschen kommen zum nahenden Wintereinbruch unter Pandemiebedingungen weitere Probleme hinzu.

"Die Menschen kommen jetzt wieder zu uns", sagte Gabriele Kraft vom Diakonischen Werk Württemberg. Der AGJ Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg sagt eine "herausfordernde Zeit" voraus. Denn die Nachfrage nach warmen Schlafplätzen oder einem warmen Essen könnten einige Einrichtungen in der Pandemie nicht bedienen. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, müssten zum Beispiel viele Betten leer bleiben, heißt es aus mehreren Unterkünften.

Nicht nur räumlich, auch finanziell könnte es nach Einschätzung der Betreuer in diesem Winter eng werden: In den Unterbringungen gebe es oft nicht genügend Geld, um Masken, PCR-Tests und Handschuhe zu kaufen, sagte Kraft der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei seien Masken und sichere Tests für vorerkrankte und geschwächte Menschen auf der Straße besonders wichtig. "Wir kämpfen immer um die Finanzierung. Jetzt können wir nur wenige Euro für einen Schnelltest ausgeben", sagte Kraft.

Die Wohnungslosenhilfen treibt auch die Sorge um, dass Menschen auf der Straße Probleme mit den Corona-Verordnungen bekommen könnten.

Schon im vergangenen Winter hatten viele Obdachlose und Hilfseinrichtungen mit den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in der Pandemie zu kämpfen. "Die sind ja schon für den normalen Bürger nicht so einfach", sagte Thomas Rutschmann vom AGJ-Fachverband.

Die besonderen Probleme der Obdachlosen würden in der Pandemie oft vergessen, sagte Frisch von der Caritas Baden-Baden. Besonders schwierig sei beispielsweise, dass nur noch digitale Impfausweise akzeptiert werden. "Viele Wohnungslose haben diese technischen Möglichkeiten ja gar nicht", sagte er.

Nach Zahlen aus dem Jahr 2014 haben etwa 22.000 Menschen im Südwesten keinen festen Wohnsitz. Neuere Zahlen gibt es bisher nicht.

Laut Zahlen aus dem Jahr 2014 haben 22.000 Menschen im Südwesten keinen festen Wohnsitz.
Laut Zahlen aus dem Jahr 2014 haben 22.000 Menschen im Südwesten keinen festen Wohnsitz.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 4. Dezember, 19.53 Uhr: Erster Landkreis bei Corona-Inzidenz über der 1000er Marke

Erstmals hat ein baden-württembergischer Landkreis in der vierten Corona-Welle die Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 übersprungen. Für den Schwarzwald-Baar-Kreis gab das Landesgesundheitsamt (LGA) den Wert am Samstag mit 1010,5 an, dicht gefolgt vom Landkreis Tuttlingen (983,9) und - mit größerem Abstand - dem Stadtkreis Pforzheim (750,7). Landesweit betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche 523,4 und sank damit im Vergleich zum Vortag geringfügig (525,3).

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg seit Freitag um 9 auf 11.947. Insgesamt wurden 875.960 bestätigte Corona-Fälle registriert, was einer Zunahme um 6968 entspricht.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen stieg am Samstag im Vergleich zum Vortag um 5 auf 641. Wegen der regionalen Überlastung wurde schon mit der Verlegung baden-württembergischer Intensivpatienten innerhalb Deutschlands begonnen.

Die Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Menschen und Woche) lag am Samstag bei 6,18 (Vortag: 6,6).