Corona in Baden-Württemberg: Hoffmeister-Kraut fordert Arbeitsschutzregeln für Homeoffice

Baden-Württemberg - Die Zahl der Infizierten und Todesfälle nahm zuletzt wieder deutlicher zu, sodass die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg angespannt ist.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurden die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wieder verschärft. Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat mit den Ministerpräsidenten der Länder zahlreiche Einschränkungen beschlossen, die bundesweit seit dem 2. November gelten.

Unter anderem dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen - maximal jedoch zehn Personen. Zudem wurden Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen geschlossen. Weiteres zu den Einschränkungen erfahrt Ihr hier.

Mittlerweile gibt es 136.930 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 90.037 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 2530 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. (Stand 24. November)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 24. November, 19.07 Uhr: Hoffmeister-Kraut fordert Arbeitsschutzregeln für Homeoffice

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU) fordert für das Homeoffice konkrete Gesetzesvorschläge für den Gesundheits- und Arbeitsschutz von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD).

"Wir wollen keine Abstriche beim Gesundheits- und Arbeitsschutz. Wir müssen allen voran nun flexiblere Arbeitszeitmodelle, Fragen des Unfallversicherungsschutzes und steuerrechtliche Fragen regeln", sagte Hoffmeister-Kraut der Schwäbischen Zeitung. "Da vermisse ich bislang konkrete Vorschläge des zuständigen Bundesministers."

Hoffmeister-Kraut warnt dabei vor neuen bürokratischen Hürden. "Wir brauchen weder einen Schnellschuss bei den rechtlichen Regelungen zum Homeoffice, noch zusätzliche Bürokratie. Wir erleben in der Corona-Krise tagtäglich, dass in den Unternehmen sehr pragmatisch mit der Arbeit im Homeoffice umgegangen wird."

Diese positiven Erfahrungen würden vielfach auch nach der Krise nachwirken. Ein Rechtsanspruch auf Homeoffice, wie Heil ihn plane, würde dagegen nur zusätzliche Bürokratie verursachen.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 24. November, 18.02 Uhr: Mehr als 2100 Neu-Infektionen, 34 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 2111 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 136.930 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag (Stand 16 Uhr) mitteilte. 34 weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Montag - insgesamt sind es 2530 Menschen. Als genesen gelten 90.037 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 132,0 erneut leicht gesunken.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 136.930 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2530 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 136.930 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2530 starben.  © Oliver Berg/dpa

Update, 24. November, 14.45 Uhr: Corona-Hilfe für kirchliche Erwachsenenbildung geht in Verlängerung

Die finanzielle Soforthilfe für die kirchliche Erwachsenenbildung wegen der Corona-Pandemie wird bis Mitte 2021 verlängert. Dies teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) am Dienstag in Stuttgart mit.

"Die kirchlichen Weiterbildungsträger bieten über ganz Baden-Württemberg verteilt niedrigschwellige Angebote der Beratung und der Weiterbildung." Bisher wurden schon 2,3 Millionen Euro für die Weiterbildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Davon würden wohl etwa 1,3 Millionen Euro bis Ende des Jahres abgerufen. Die restlichen Mittel in Höhe von etwa einer Million Euro stehen nun bis Ende Juni 2021 zur Verfügung.

Update, 24. November, 11.40 Uhr: Handelsverband kritisiert Appell zur Selbstquarantäne

Der Aufruf der Ministerpräsidenten zur Selbstquarantäne vor dem Weihnachtsfest hat nach Einschätzung des baden-württembergischen Handelsverbands verheerende Folgen für die Geschäfte in den Städten.

"Die Kunden sind in diesen Tagen sowieso schon verunsichert, sie kommen kaum noch in die Innenstädte, die Frequenzen sind drastisch gesunken", sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann in Stuttgart am Dienstag der dpa.

Menschen in häuslicher Selbstquarantäne würden aber erst recht nicht in die Citys kommen und dort einkaufen. "Stattdessen werden sie ihre Weihnachtseinkäufe zuhause auf dem Sofa tätigen – im Internet", warnte Hagmann.

Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder auf ein gemeinsames Konzept für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie geeinigt.

Darin sind zwar Lockerungen der Kontaktbeschränkungen an Weihnachten und Silvester vorgesehen. Es wird aber empfohlen, sich wo immer möglich zum Schutz vor Infektionen vor und nach Weihnachten in eine mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu begeben.

Kunden kommen kaum noch in die Innenstädte, heißt es von Seiten des Einzelhandels. (Symbolbild)
Kunden kommen kaum noch in die Innenstädte, heißt es von Seiten des Einzelhandels. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Update, 24. November, 10.30 Uhr: Förderprogramm für Schulen in Millionenhöhe

Mit einem Schulbudget will das Kultusministerium alle Schulen im Land noch stärker dabei unterstützen, durch die Pandemie zu kommen.

Wie das Ministerium am Dienstag mitteilt, stelle man dafür 40 Millionen Euro zur Verfügung."Das Förderprogramm ist Teil des Nachtragshaushalts 2020/2021 und fokussiert Investitionen im Schwerpunkt Digitalisierung sowie Investitionen in raumlufthygienische Maßnahmen zur Gesunderhaltung an Schulen, insbesondere für CO2-Sensoren, mobile Luftreinigungsgeräte oder andere geeignete technische Anlagen, die das regelmäßige Lüften unterstützen oder einen ausreichenden Luftaustausch sicherstellen", heißt e sin dem Schreiben.

Das Kultusministerium stellt demnach die Mittel ab Dezember bereit, die Schulen könnten diese bis zum Ende des Förderzeitraums am 31. Juli 2021einsetzen.

Update, 24. November, 8.45 Uhr: Impf-Zentren kosten rund 60 Millionen Euro

Die Umsetzung der Corona-Impfungen kostet das Land von Mitte Dezember an rund 60 Millionen Euro. Das geht aus dem Impfkonzept des Landes hervor, das am Dienstag in der Kabinettssitzung in Stuttgart verabschiedet werden soll.

"Ziel ist, die Impflogistik und die benötigten Strukturen für eine mögliche Verimpfung zum 15. Dezember 2020 bereitzustellen", heißt es in dem Papier weiter. Für Personal- und Sachkosten allein in den Impfzentren erwartet das Land bis Mitte April rund 58,2 Millionen Euro Kosten. Die Beschaffung des Impfbestecks und die Impfstoff-Logistik ist bereits mit 15 Millionen Euro veranschlagt und genehmigt. Die Kosten trägt laut Konzept das Land zunächst vollständig selbst.

Geplant ist aber, dass sich die gesetzliche Krankenversicherung zur Hälfte daran beteiligt. Rechtlich bindend ist das allerdings nicht. Mehrere Medien hatten zuvor bereits über die Kostenplanung berichtet.

Nach den bisherigen Plänen werden in den vier Regierungsbezirken insgesamt bis zu neun zentrale Impfzentren errichtet. In einem zweiten Schritt sollen bis zum 15. Januar ein bis zwei Kreis-Impfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden.

Sobald ein Impfstoff verfügbar ist, kann nach Angaben des Sozialministeriums mit den Impfungen begonnen werden. Sozialminister Manne Lucha (59, Grüne) hatte bereits angekündigt, dass vom Impfstoff-Kandidaten von Biontech/Pfizer in einer ersten Tranche fünf Millionen Impfdosen bundesweit verfügbar sein sollen, davon in Baden-Württemberg 600.000.

Landesweit sollen bei Betrieb aller zentralen Impfzentren mindestens 1500 Menschen täglich geimpft werden können - zunächst ältere Menschen, Patienten mit Vorerkrankungen und medizinisches Personal.

In den Kreis-Impfzentren plant das Sozialministerium mit etwa 800 Impfungen pro Tag oder 60 Impfungen pro Stunde. Eine Impfung soll an sieben Tagen der Woche von 7 bis 21 Uhr möglich sein.

Nach den bisherigen Plänen werden in den vier Regierungsbezirken insgesamt bis zu neun zentrale Impfzentren errichtet. (Symbolbild)
Nach den bisherigen Plänen werden in den vier Regierungsbezirken insgesamt bis zu neun zentrale Impfzentren errichtet. (Symbolbild)  © María José López/Europa Press/dpa

Update, 23. November, 17.45 Uhr: Mehr als 1200 Neu-Infektionen, 48 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 1246 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 134.819 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Montag (Stand 16 Uhr) mitteilte. 48 weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Sonntag - insgesamt sind es 2496 Menschen. Als genesen gelten 87.910 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 137,0 leicht gesunken.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 134.819 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2496 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 134.819 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2496 starben.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 23. November, 14.28 Uhr: Wacker Chemie stellt Corona-Impfstoffkandidaten für Curevac her

Die Münchner Wacker Chemie und der Tübinger Biotechkonzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen. Der Spezialchemiekonzern werde im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion der mRNA-Wirkstoffsubstanz für den Impfstoffkandidaten beginnen, teilten beide Unternehmen am Montag gemeinsam mit. Am Wacker-Standort Amsterdam sollen pro Jahr mehr als 100 Millionen Dosen des Impfstoffes von CureVac hergestellt werden. Zudem gebe es Erweiterungsoptionen.

Die Wacker-Chemie-Aktien zogen auf die Nachricht hin an und notierten am frühen Nachmittag zwei Prozent im Plus. Jüngst veröffentlichte Zwischenergebnisse einer klinischen Phase-1-Studie von Curevac hatten gezeigt, dass der Imfstoff im Allgemeinen gut verträglich war und zusätzlich zu den ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung starke Antikörperreaktionen auslöste. Die für eine mögliche Zulassung relevante Phase-III-Studie soll noch vor Jahresende starten.

Andere Unternehmen sind schon weiter. So beantragten das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmariese Pfizer am Freitag angesichts positiver Phase-III-Studiendaten bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff. Anträge auf eine Zulassung für Europa und weitere Regionen werden vorbereitet.

Update, 23. November, 13 Uhr: Weniger Corona-Verstöße am Wochenende

Die Zahl der Verstöße gegen die Corona-Verordnung, die von der Landespolizei festgestellt wurden, war an diesem Wochenende niedriger als am vergangenen Wochenende, heißt es in einer Pressemitteilung des Innenministeriums am Montag.

Laut Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) gab es rund 4900 Verstöße gegen die Bestimmungen der Corona-Verordnung, davon rund 4000 gegen die Maskenpflicht. "Rund 750 der Verstöße betrafen die Bestimmungen bei Ansammlungen und privaten oder sonstigen Veranstaltungen", so Strobl.

Am Wochenende zuvor waren demnach rund 5640 Verstöße festgestellt worden, davon nahezu 4700 gegen die Maskenpflicht.

"Es ist klar, die Einschränkungen sind einschneidend, sie sind schmerzhaft, aber sie sind unbedingt notwendig", Strobl. Und er appellierte: "Es gilt, an einem Strang zu ziehen: Abstand halten, Hygienevorschriften beachten, Masken tragen und die Zahl der Kontakte auf ein Minimum beschränken."

Am Wochenende wurde wieder die Einhaltung der Corona-Maßnahmen kontrolliert. (Symbolbild)
Am Wochenende wurde wieder die Einhaltung der Corona-Maßnahmen kontrolliert. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 22. November, 17.32 Uhr: Über 1500 neue Corona-Fälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 1569 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 133.573 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag (Stand 16 Uhr) mitteilte. Acht weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Samstag - insgesamt sind es 2448 Menschen. Als genesen gelten 86.477 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 139,3 erneut leicht gestiegen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

407 schwer Covid-19-Erkrankte mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 237 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet.

Insgesamt sind in Baden-Württemberg mehr als 133.500 Infektionen gemeldet worden. (Symbolbild)
Insgesamt sind in Baden-Württemberg mehr als 133.500 Infektionen gemeldet worden. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. November, 17.48 Uhr: Mehr als 2100 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Samstag 2112 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 132.004, wovon 84.722 genesen sind. Insgesamt starben im Zusammenhang mit Covid-19 2440, also fünf mehr als am Vortag.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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