Corona in Baden-Württemberg: Hausärzte dürfen ab Montag ohne Priorisierung impfen

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland ist angespannt, die Infektionszahlen steigen exponentiell.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurde die Notbremse gezogen und die Corona-Maßnahmen verschärft.

Am 13. April hat die Bundesregierung daher strengere Regelungen beschlossen.

Die Corona-Verordnung des Landes zwingt Kreise mit hohen Infektionszahlen, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung zu verhängen.

Sobald ein Stadt- oder Landkreis an 3 Tagen in Folge den Wert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet und zugleich ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt, muss der Kreis handeln.

An Schulen soll der Präsenzunterricht nur mit zwei Coronatests pro Woche gestattet werden. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden.

Mittlerweile gibt es 470.522 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 417.749 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 9608 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 11. Mai)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 12. Mai, 15.23 Uhr: Zahlreiche Corona-Infektionen in Karlsruher Flüchtlingsunterkunft

In einer Karlsruher Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge haben sich zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Bei einer Testaktion am Dienstag seien 23 positive Fälle unter den Bewohnern und 17 bei Mitarbeitern entdeckt worden, bestätigte das Regierungspräsidium Karlsruhe am Mittwoch.

Zuvor hatte der SWR berichtet. Die infizierten Bewohner seien in die eigens dafür eingerichtete Isolierunterkunft nach Stuttgart gebracht worden, die übrigen 53 konnten bleiben. Für die betroffenen Mitarbeiter sei Quarantäne angeordnet worden.

Update, 12. Mai, 15 Uhr: Baukonzern Züblin spürt nach Rückgang wieder anziehende Auftragslage

Die abwartende Haltung vieler Unternehmen im Corona-Jahr 2020 macht sich auch in der Bilanz des Stuttgarter Baukonzerns Züblin bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr ging das Volumen neuer Aufträge um rund 900 Millionen Euro auf 3,7 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Vor allem im Industrie- und Hotelbau seien Projekte zurückgestellt worden. Allerdings sei 2019 auch ein Rekordjahr gewesen, hieß es. Großaufträge ließen sich nicht jedes Jahr gleichermaßen hereinholen, insofern unterliege das Baugeschäft in gewissem Maße immer Zyklen.

Die erwirtschaftete Bauleistung, die anstelle des Umsatzes als Kennzahl herangezogen wird, sank von rund 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf etwa 4,0 Milliarden Euro im Jahr 2020. Das Ergebnis sei positiv, Details dazu wurden nicht genannt. Für 2021 rechnet Züblin mit leicht steigender Leistung. In den ersten vier Monaten habe man ein "sattes Plus" bei den Auftragseingängen verbuchen können.

Züblin gehört zum Strabag-Konzern und beschäftigte zum Stichtag Ende 2020 weltweit gut 13.100 Mitarbeiter - etwa 1600 weniger als ein Jahr zuvor.

Update, 12. Mai, 12.51 Uhr: Hausärzte dürfen ohne Priorisierung impfen - Berufsgruppen vorgezogen

Zwei wichtige Änderungen in der Corona-Impfkampagne in Baden-Württemberg sind nun amtlich: Ab Montag müssen sich niedergelassene Ärztinnen und Ärzte nicht mehr an die staatlich vorgegebene Priorisierung halten - sondern können selbst entscheiden, wer die Impfung zuerst braucht.

Das gelte für sämtliche Impfstoffe und nicht wie bisher nur in Bezug auf das Vakzin von Astrazeneca, teilte das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch mit. Zudem können ab Montag Verkäuferinnen, Busfahrer und andere Berufsgruppen aus der dritten Prioritätsgruppe in den Impfzentren Termine vereinbaren. Zuerst hatten Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten über die Pläne berichtet (Mittwoch).

In den Impfzentren bleibt die Priorisierung den Angaben nach erhalten, damit dort Menschen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder mit hohem Ansteckungsrisiko auf jeden Fall zuerst geimpft werden. "Trotz einzelner Drängler impfen wir weiter erfolgreich die Schutzbedürftigen zuerst", erklärte Minister Manne Lucha (Grüne). Ab Montag zusätzlich impfberechtigt sind Menschen, die im Arbeitsalltag einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Dazu zählen Mitarbeiter des Lebensmitteleinzelhandels, in Apotheken und Beratungsstellen, in der Wasser- und Energieversorgung, in Tafelläden, bei körpernahen Dienstleistungen, in Fahrschulen sowie Personen in besonders relevanter Position in Verwaltungen oder Justiz, bei der Bundeswehr, Polizei oder Feuerwehr, beim Zoll und Katastrophenschutz. "Dabei geht es allerdings nicht um die hierarchische Stellung, sondern um die Funktion im Unternehmen und die Ansteckungsgefahr", erläuterte das Ministerium.

Auch wer regelmäßig ehren- und nebenamtlich im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe oder in Schulen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen hat oder an Hochschulen tätig ist, kann sich nun impfen lassen. Gleiches gilt zum Beispiel für Saisonarbeiter, Pflegeeltern und Journalisten.

Rund ein Drittel der Menschen in Baden-Württemberg hat schon mindestens eine erste Impfung erhalten. "Bei den über 60-Jährigen geht die Impfquote bereits auf die 70 Prozent zu, das ist ein großer Erfolg für die Pandemiebekämpfung", sagte Lucha. Nach wie vor übersteige die Nachfrage nach Impfterminen allerdings das Angebot an Impfstoffen deutlich.

Ab Juni sollten die Impfstoffmengen an die niedergelassenen Ärzte steigen, dann würden auch Betriebsärzte nach und nach in das Impfen einbezogen, hieß es. Beim Bund setze sich das Land zudem für mehr Impfstoff für die Impfzentren ein.

Ab Montag dürfen Hausärzte ohne Priorisierung impfen.
Ab Montag dürfen Hausärzte ohne Priorisierung impfen.  © Christian Charisius/dpa

Update, 12. Mai, 10.38 Uhr: Tourismus bricht weiter massiv ein

Der Tourismus in Baden-Württemberg ist vor allem angesichts strikter Corona-Beschränkungen im ersten Quartal nochmals massiv eingebrochen. Die Zahl der ankommenden Gäste in Hotels, Pensionen und anderen Unterkünften schrumpfte zwischen Januar und Ende März im Vorjahresvergleich um 78,6 Prozent auf nur noch 0,7 Millionen, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart mitteilte. Auch die Zahl der Übernachtungen ging den Angaben vom Mittwoch zufolge drastisch zurück - um 63,1 Prozent auf nur noch 3,2 Millionen.

Die Zahlen kommen nicht überraschend, zumal Hotels und Pensionen in Baden-Württemberg im ersten Quartal pandemiebedingt weitgehend nur Besucher zu geschäftlichen und dienstlichen Zwecken empfangen durften. In die Statistik fließen Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Schlafplätzen ein.

Im Vorjahr hatte der Tourismus bis zum Einsetzen der Pandemie Mitte März noch auf einem normalen Niveau gelegen, war dann aber eingebrochen. Die Zahl der Gäste sank im Vergleich zu 2019 um fast die Hälfte auf 11,9 Millionen - weniger Touristen waren zuletzt im Jahr 1997 gezählt worden. Auch die Zahl der Übernachtungen ging stark zurück - um 40 Prozent auf nur noch 34,2 Millionen. Weniger Übernachtungen hatte es zuletzt 1985 gegeben.

Bis zur Corona-Krise hatte die Südwest-Tourismusindustrie mehrere Rekordjahre hintereinander verbucht. In Baden-Württemberg hängen nach Angaben des Tourismusministeriums etwa 390 000 Arbeitsplätze von dieser Branche ab, der Tourismus erwirtschaftete demnach bis zur Pandemie einen jährlichen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro.

Update, 12. Mai, 9.55 Uhr: Neue Kultusministerin Schopper ist gegen kürzere Sommerferien

Auch die neue baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (60, Grüne) ist gegen kürzere Sommerferien, um pandemiebedingte Wissenslücken im Unterricht aufzuholen. "Die Schulzeit war jetzt nicht so, dass man digital zu Hause war und hat da entspannt die Füße aufs Sofa gelegt", sagte sie am Mittwoch dem Südwestrundfunk (SWR).

Die Zeit des Online- und Wechselunterrichts sei sogar sehr anstrengend für alle Beteiligten gewesen. Deshalb bräuchten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und Eltern eine Zeit der Erholung.

Auch Unterricht an Samstagen erteilte sie eine Absage: "Es ist so, dass die Leute mehr oder weniger am Rande ihrer Kräfte sind", sagte Schopper, die zuletzt Staatsministerin und zuvor bayerische Grünen-Chefin war.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatten den Vorschlag ebenfalls kritisiert. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hatte eine Verkürzung dagegen Anfang März für durchaus denkbar gehalten. "Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen", hatte der Grünen-Regierungschef dem Mannheimer Morgen gesagt.

Theresa Schopper (60, Grüne), designierte Kultusministerin in Baden-Württemberg, steht vor dem Landtag.
Theresa Schopper (60, Grüne), designierte Kultusministerin in Baden-Württemberg, steht vor dem Landtag.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 11. Mai, 22.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten auf 131,8 gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist am Dienstag weiter gesunken: Im landesweiten Schnitt wurde innerhalb der vergangenen Woche bei 131,8 von 100.000 Einwohnern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Vortag hatte der Wert bei 140,6 gelegen, vor einer Woche bei 161,3.

33 der 44 Regionen lagen noch über dem Wert von 100 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - zwei weniger als am Vortag. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin im Zollernalbkreis mit 236,1 und am niedrigsten mit 49,8 im Main-Tauber-Kreis.

Das Land will den Betrieb von Biergärten und Außengastronomie sowie Hotels in weniger pandemiebelasteten Stadt- und Landkreisen erlauben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in diesen Regionen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen stabil unter 100 Fällen pro 100.000 Einwohner und binnen einer Woche liegt. Beschlossene Sache ist das aber noch nicht.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 2557 auf 470.522 Fälle. Inzwischen sind 9608 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben - 43 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 417.749 Menschen (plus 2831).

In Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts bisher 32,6 Prozent der Bevölkerung einmal gegen das Virus geimpft worden. Eine zweite Schutzimpfung, die bei manchen Wirkstoffen nötig ist, haben 9,2 Prozent erhalten; sie gelten damit als vollständig geimpft. (Stand 11. Mai, 11 Uhr)

88,9 Prozent der nutzbaren 2434 Intensivbetten im Land sind laut Landesgesundheitsamt und nach Daten des Divi-Intensivregisters derzeit belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

Update, 11. Mai, 13.08 Uhr: Robert Koch-Institut forscht in Kupferzell zu Corona-Langzeitfolgen

Forscher des Robert Koch-Instituts (RKI) kommen im Juni erneut ins hohenlohische Kupferzell. Bei einer Folgeuntersuchung wollen sie herausfinden, welche Langzeitfolgen eine Sars-CoV-2-Infektion haben kann und wie lange sich Antikörper nachweisen lassen. Das RKI rechnet mit 400 bis 600 Teilnehmern, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Kuperzell war zu Beginn der Pandemie einer der Corona-Hotspots in Baden-Württemberg. Nach einem Konzert am 1. März 2020 war es zu mehr als 100 bekannten Infektionsfällen gekommen. Bei der anschließenden Studie "Corona Monitoring lokal" hatte das Team des RKI bei mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) der Testpersonen in Kupferzell mit einem vorherigen positiven Corona-Befund keine Antikörper finden können.

Mehr als 2200 Einwohner wurden von Mai bis Juni 2020 untersucht und befragt. Nach Angaben des Hohenlohekreises hatten sich fast vier Mal mehr Kupferzeller mit dem Coronavirus infiziert als zuvor bekannt. Im Herbst setzte das RKI seine Studie in Kupferzell fort.

Teilnehmer der vorhergehenden Untersuchungen werden nun erneut eingeladen. Sie können sich freiwillig befragen lassen und eine Blutprobe abgeben.

Journalisten verfolgen im August 2020 in Kupferzell eine Pressekonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse einer Studie des Robert Koch-Instituts.
Journalisten verfolgen im August 2020 in Kupferzell eine Pressekonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse einer Studie des Robert Koch-Instituts.  © Marijan Murat/dpa

Update, 10. Mai, 17.39 Uhr: Knapp 1000 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 996 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 467.965. Davon sind 414.936 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 28 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9565 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 140,6.

Am Montag wurden 996 Neu-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden 996 Neu-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. Mai, 15.30 Uhr: Lucha und Impfzentren einig über Verteilung der Impfdosen

Sozialminister Manne Lucha (60, Grüne) und die Chefs der Zentralen Impfzentren haben sich über die Verteilung des vom Bund gelieferten Corona-Impfstoffs geeinigt. Die Impfzentren seien untereinander solidarisch und es sei für die Zentralen Impfzentren selbstverständlich, die Kreisimpfzentren in den nächsten Wochen zu unterstützen, teilte der Grünen-Politiker am Montag in Stuttgart mit. "Es soll mehr Impfstoff in bevölkerungsreiche Landkreise gehen und dorthin, wo die Impfquoten noch vergleichsweise niedrig sind."

Lucha sagte, gemeinsames Ziel sei es, den Impfstoff in die Fläche zu bringen. Auslöser des Gesprächs war, dass der Bund auch im Mai nicht genügend Impfstoff liefert, um die Impfzentren unter Volllast laufen zu lassen. Für Baden-Württemberg liegen die kommenden Lieferungen bei durchschnittlich etwa 330.000 Impfdosen pro Woche.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).  © Stefan Puchner/dpa

Update, 10. Mai, 12.07 Uhr: Bildungsmesse didacta erstmals digital, 200 Veranstaltungen geplant

Lehrkräfte, Erzieher und Ausbilder können sich von Montag an bei der Bildungsmesse didacta über unterschiedlichste Themen rund um Kita, Schule und Ausbildung informieren. Das nach Veranstalterangaben größte "Bildungsevent" Europas findet wegen der Corona-Pandemie erstmals digital statt. Es soll Fachbesucher zumindest virtuell mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammenbringen. Im vergangenen Jahr war die Messe ausgefallen.

Bis Mittwoch waren rund 200 Veranstaltungen geplant. IT-Unternehmen wollten für ihre Software- und Hardwarelösungen in der digitalisierten Schule werben, Gewerkschaften ihre Ansichten zum Gute-Kita-Gesetz der Bundesregierung vorstellen und Pädagogik-Experten über Bildung zu Corona-Zeiten referieren.

Das Themenspektrum in Vorträgen und Diskussionsrunden ist groß: So sollte es etwa um mögliche Alternativen zu ausgefallenen Praktika gehen, um Erkenntnisse aus der Corona-Kita-Studie, um neue Software-Lösungen für Schulen, um Rassismus in Schule und Gesellschaft und um Cybermobbing. Auch das Stuttgarter Kultusministerium beteiligt sich mit knapp drei Dutzend Beiträgen.

Bei der dreitägigen Messe solle der Blick nach vorne gerichtet werden, erklärte Reinhard Koslitz, Hauptgeschäftsführer des Didacta Verbandes: "Wie können wir Kompetenzen von morgen heute vermitteln? Wie können wir die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen stärken? Wie gelingt der Brückenschlag zwischen Realität und Zukunft?"

Ein Mann stellt auf der Sonderschau "Digitale Innovationen" verschiedener Universitäten auf der didacta mit Hilfe einer HoloLens den Zusammenbau des Lern- und Geduldsspiels "Soma-Würfel" vor. (Archivbild)
Ein Mann stellt auf der Sonderschau "Digitale Innovationen" verschiedener Universitäten auf der didacta mit Hilfe einer HoloLens den Zusammenbau des Lern- und Geduldsspiels "Soma-Würfel" vor. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Update, 9. Mai, 17 Uhr: Knapp 1000 neue Infektionen

Am Sonntag wurden dem Landesgesundheitsamt 986 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 466.969. Davon sind 412.769 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 11 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9537 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 145,2.

Am Sonntag wurden rund 1000 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden rund 1000 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 9. Mai, 7.03 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg wieder gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter. Im landesweiten Schnitt wurde innerhalb der vergangenen sieben Tage bei 145,4 pro 100.000 Einwohnern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag in Stuttgart mitteilte (Stand 16 Uhr). Am Vortag hatte der Wert bei 148,8 gelegen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie ist um 2120 auf 465.983 gestiegen. Inzwischen sind 9526 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren 11 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 410.178 Infizierte (plus 3217).

21 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen bei den Corona-Zahlen über der 150er-Inzidenz. Am höchsten ist der Wert im Zollernalbkreis mit 250,8 und am niedrigsten mit 52,9 im Main-Tauber-Kreis.

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 110 261 Fälle mit Hinweisen auf "besorgniserregende Varianten" übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B1.351) entdeckt worden waren.

In Baden-Württemberg sind 3.493.821 Menschen nach Daten des Robert Koch-Instituts bisher ein erstes Mal gegen das Virus geimpft worden. Das seien 31,5 Prozent der Bevölkerung. Eine zweite Schutzimpfung, die bei manchen Impfstoffen nötig ist, haben 954.327 Personen erhalten (8,6 Prozent); sie gelten damit als vollständig geimpft.

11,7 Prozent der 2431 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter.
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter.  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Mai, 17.24 Uhr: Immer noch mehr als 2500 Neu-Infektionen

Das baden-württembergische Landesgesundheitsamt teilte mit, dass am Freitag weitere 2558 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet wurden. Damit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 463.863. Davon sind 406.961 genesen. Es gab weitere 27 Todesfälle, somit verstarben bisher 9515 Menschen insgesamt im Zusammenhang mit Covid-19. Die 7-Tagesinzidenz sank von 155,3 (Donnerstag) auf 148,8.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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