Corona in Baden-Württemberg: Land unterstützt Unikliniken mit 100 Millionen Euro

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland entspannt sich wieder etwas, die Inzidenzzahlen sinken.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb greift seit dem 14. Mai ein Stufenplan für Öffnungsschritte, mit dem die Einschränkungen der Bundesnotbremse sukzessive gelockert werden sollen.

Liegt der 7-Tage-Inzidenzwert von Stadt- oder Landkreisen an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 greift die 1. Stufe, die unter anderem Kulturveranstaltungen im Freien mit bis zu 100 Besuchern oder die Öffnung von Betriebskantinen wieder erlaubt.

Sinkt die Inzidenz in den folgenden 14 Tagen weiter, gelten in der zweiten Stufe weitere Lockerungen. So darf unter anderem die Gastronomie wieder öffnen und Gäste in Innenräumen empfangen. Messen, Ausstellungen und Kongresse können genau wie kontaktarmer Freizeit- und Amateursport wieder stattfinden.

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Die dritte Öffnungsstufe macht Präsenzveranstaltungen an Hochschulen und Akademien wieder möglich, außerdem ist der Betrieb von Bädern wieder generell erlaubt.

Mittlerweile gibt es 499.749 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 484.848 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 10.170 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 21. Juni)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 22. Juni, 12.14 Uhr: Land unterstützt Unikliniken mit 100 Millionen Euro

Das Land unterstützt die vier Universitätskliniken des Landes in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm wegen der Corona-Krise mit einer weiteren Finanzspritze. Für das Jahr 2020 werde ein Zuschuss in Höhe von rund 100 Millionen Euro gewährt, wie das Wissenschaftsministerium am Dienstag mitteilte.

Damit sollen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gemindert sowie der Betrieb der vier Häuser sichergestellt werden. Im April und Juni 2020 hatten die Kliniken bereits einen Zuschuss zur Pandemiebewältigung in Höhe von 77 Millionen Euro erhalten.

"Wir wollen sicherstellen, dass die Universitätskliniken weiterhin ihren grundlegenden Beitrag zur Gesundheitsversorgung und aktuell in der Pandemiebewältigung leisten können", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (56, Grüne) in Stuttgart. Mit über 26.000 Vollzeitbeschäftigten gehörten die Unikliniken zu den wichtigsten Arbeitgebern im Land.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (56, Grüne).
Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (56, Grüne).  © Uwe Anspach/dpa

Update, 21. Juni, 20.37 Uhr: Indische Variante breitet sich rasant aus

Die indische Variante des Coronavirus breitet sich im Südwesten rasant aus - allerdings auf geringem Niveau.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Montag lag die Zahl dieser Variante (Stand 21. Juni, 16 Uhr) bei 368. In den vergangenen zwei Wochen belief sich ihr Anteil an allen gefährlichen Varianten auf 6,73 Prozent. In der ersten und zweiten Juni-Woche hatte sich der Prozentsatz noch auf 2,74 Prozent belaufen.

Die Steigerung fiel - auch wegen des Basiseffektes - mit 146 Prozent sehr deutlich aus. Darin sind noch nicht einmal Zahlen enthalten, die nicht ganz sicher der Delta-Variante zugeordnet werden können.

Auch die in Brasilien entdeckte Gamma-Variante steigt, aber langsamer als die Delta-Version. Rückläufig sind die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Varianten; die britische Variante des Virus ist mit 133.033 seit Dezember 2020 aber unter den besorgniserregenden Mutationen mit weitem Abstand vorherrschend.

Update, 21. Juni, 18.10 Uhr: Inzidenz sinkt auf 12,0

In Baden-Württemberg ist die 7-Tage-Inzidenz auf 12,0 gesunken.

Dem Amt wurden demnach 64 neue Infektionen gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 499.749. Davon sind 484.848 bereits wieder genesen.

Auch wurden am Montag neun weitere Todesfälle gemeldet, Damit sind bislang 10.170 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Am Montag wurden 64 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden 64 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. Juni, 20.47 Uhr: Rückgang der Corona-Neuinfektionen hat sich verlangsamt

Der Rückgang der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg hat sich verlangsamt. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb am Sonntag im Südwesten fast unverändert. Sie lag bei 12,6 nach 12,7 am Samstag, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Die Tage zuvor war die Inzidenz stärker gefallen, am Freitag lag der Wert noch bei 14, am Donnerstag bei 15,6.

Alle 44 baden-württembergischen Stadt- und Landkreise liegen seit Samstag unter der politisch relevanten Inzidenz-Marke von 35. Gleichzeitig steigt der Behörde zufolge der Anteil der Infektionen mit der besonders ansteckenden Deltavariante. In den vergangenen zwei Wochen habe ihr Anteil an den besorgniserregenden Varianten bei 6,41 Prozent gelegen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Pandemie-Beginn stieg um 70 auf 499.685. Zwei weitere Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit; die Zahl der Toten stieg damit auf 10.161. Als genesen gelten 484.482 Menschen (plus 467).

Update, 19. Juni, 17.40 Uhr: Inzidenz sinkt auf 12,7, kein Kreis mehr über 35

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter rückläufig. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Samstag (16 Uhr) noch 12,7 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Freitag hatte der Wert noch bei 14 gelegen, am Donnerstag bei 15,6. Alle 44 baden-württembergischen Stadt- und Landkreise liegen nun unter der politisch relevanten Inzidenz-Marke von 35.

Gleichzeitig steigt der Behörde zufolge der Anteil der Infektionen mit der besonders ansteckenden Deltavariante: In den vergangenen zwei Wochen habe ihr Anteil an den besorgniserregenden Varianten bereits bei 6,51 Prozent gelegen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Pandemie-Beginn stieg um 153 auf 499.615. Zwei weitere Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit; die Zahl der Toten stieg damit auf 10.159. Als genesen gelten 484.015 Menschen (plus 500).

Update, 18. Juni, 17.37 Uhr: Inzidenz im Land sinkt auf 14

In Baden-Württemberg ist die 7-Tage-Inzidenz erneut gesunken. Laut Landesgesundheitsamt beträgt sie am Freitag 14,0 (Stand: 16 Uhr). Am Tag zuvor lag der Wert noch bei 15,6.

Dem Amt wurden demnach 146 neue Infektionen gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 499.462. Davon sind 483.515 bereits wieder genesen.

Auch wurden am Freitag 12 weitere Todesfälle gemeldet, Damit sind bislang 10.157 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

In Baden-Württemberg ist die 7-Tage-Inzidenz am Freitag auf 14,0 gesunken. (Symbolbild)
In Baden-Württemberg ist die 7-Tage-Inzidenz am Freitag auf 14,0 gesunken. (Symbolbild)  © boumenjapet/123rf

Update, 18. Juni, 10.53 Uhr: Land stellt 900.000 Euro für Schwimmkurse zur Verfügung

Nach Schätzungen der baden-württembergischen Schwimmverbände haben etwa 100.000 Kinder seit Beginn der Corona-Pandemie nicht oder nicht sicher schwimmen gelernt. Mit Zuschüssen für Schwimmkurse will das Sportministerium nun gegensteuern: Das neu aufgelegte "Corona bedingte Sofortprogramm zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit" habe ein Volumen von 900.000 Euro, teilte Sportministerin Theresa Schopper (Grüne) am Freitag mit.

Partner seien die Schwimmverbände und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). "Auch unsere Kleinsten durften aufgrund der Pandemie lange nicht in die Bäder. Deshalb war es für viele schlicht nicht möglich, sicher Schwimmen zu lernen oder sich gut ans Wasser zu gewöhnen", sagt Schopper laut Mitteilung.

Anträge für das Förderprogramm können dem Ministerium zufolge Schwimmvereine, DLRG-Ortsgruppen sowie private Anbieter mit Sitz in Baden-Württemberg von 21. Juni an stellen. Das Programm ist demnach befristet und endet am 30. November.

Gefördert würden Anfängerkurse mit einer Gruppengröße von mindestens sechs bis maximal elf Kindern bis zu einem Alter von einschließlich 13 Jahren, hieß es.

Rund 100.00 Kinder haben während der Pandemie nicht schwimmen gelernt.
Rund 100.00 Kinder haben während der Pandemie nicht schwimmen gelernt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 17. Juni, 18.45 Uhr: Inzidenz fällt auf 15,6

In Baden-Württemberg ist die 7-Tage-Inzidenz erneut gesunken. Laut Landesgesundheitsamt beträgt sie 15,6. Am Tag zuvor lag der Wert noch bei 16,8.

Dem Amt wurden demnach 181 neue Infektionen gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 499.316. Davon sind 482.964 bereits wieder genesen.

Auch wurden am Donnerstag 9 weitere Todesfälle gemeldet, Damit sind bislang 10.145 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Am Donnerstag wurden 181 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Donnerstag wurden 181 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. Juni, 6.03 Uhr: Alle Kreise im Südwesten unter 50er-Inzidenz

Erstmals seit Monaten liegt die Corona-Inzidenz in allen 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg wieder unter der Marke von 50. Im landesweiten Schnitt ist rechnerisch sogar nur bei 16,8 Menschen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (Stand: 16 Uhr) mitteilte. Am Tag vorher hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 18,8 gelegen.

Zuletzt hatten alle Stadt- und Landkreise im Südwesten am 6. Oktober unter der 50er-Marke gelegen. Einen Tag später wurde der Wert im Landkreis Esslingen überschritten. In den Wochen danach über Herbst und Winter stiegen die Zahlen Schritt für Schritt überall an.

Am niedrigsten war der Wert nach den Daten vom Mittwoch in der Stadt Karlsruhe mit 4,5, am höchsten in der Stadt Heilbronn mit 45,0. Ansonsten liegt nur noch der Landkreis Tuttlingen (43,3) über der Grenze von 35, die für Öffnungsschritte wichtig ist.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Südwesten seit Beginn der Pandemie stieg den Angaben zufolge auf 499.135 (plus 288). 10.136 Menschen sind inzwischen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren 23 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 482.228 Infizierte (plus 704).

5.353.731 Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sind den Daten zufolge 48,2 Prozent der Bevölkerung. Der Bundesschnitt liegt mit 48,9 Prozent etwas höher. Als vollständig geimpft gelten 3.000.609 Menschen oder 27,0 Prozent im Südwesten (bundesweit: 27,6). Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 138.794 Fälle mit Hinweisen auf "besorgniserregende Varianten" übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7/Alpha) und Südafrika (B.1.351/Beta) entdeckt worden waren. Mit einem Anteil von 94 Prozent in den vergangenen zwei Wochen dominiert der Typ Alpha zwar. Die als hoch ansteckend geltende Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde, breitet sich hierzulande aber aus.

12,8 Prozent der 2375 betreibbaren Intensivbetten sind der Mitteilung nach im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für Menschen mit anderen gravierenden Erkrankungen.

Update, 16. Juni, 15.58 Uhr: Baden-Württemberg-Tag steigt mit Maskenpflicht und Besucherlimit

Wer zum diesjährigen Baden-Württemberg-Tag an den Bodensee fahren will, muss sich vorab anmelden und beim Besuch eine Maske tragen. Wie die Stadt Radolfzell am Mittwoch mitteilte, dürfen bei der Auftaktveranstaltung der Heimattage Baden-Württemberg am 3. und 4. Juli nach derzeitigem Stand insgesamt höchstens etwa 8500 Besucher auf das Gelände. Gäste müssen deshalb vorab online eine kostenlose Zeitkarte buchen.

Gemäß der aktuellen Corona-Regeln gelte vor Ort zudem eine Maskenpflicht, sagte eine Sprecherin. "Das kann sich bis Juli aber noch ändern." Besucher sollten sich deshalb im Internet über die geltenden Regeln informieren.

Der Baden-Württemberg-Tag war coronabedingt von Anfang Mai auf das erste Juli-Wochenende verschoben worden. Jeweils von 11 bis 18 Uhr stellen sich dort in mehr als 40 Zelten Firmen, Verbände und Vereine aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Umwelt vor. Zudem sind Konzerte und ein verkaufsoffener Sonntag geplant.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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