Coronavirus in Baden-Württemberg: Maskenpflicht an weiterführenden Schulen kommt

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus entspannt sich zunehmend. Die Zahl der Infizierten und Todesfälle stieg in Baden-Württemberg längst nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Wochen.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus zeigen also ihre Wirkung. Doch noch ist die Zeit für eine endgültige Entwarnung nicht gekommen.

Das öffentliche Leben wurde und wird nach wie vor in stückweisen Lockerungsschritten langsam wieder hochgefahren. 

Nach der letzten Anpassung der Corona-Verordnung (gültig zum 15. Juni) sind Feiern mit maximal 99 Teilnehmenden wieder möglich. Im öffentlichen Raum darf man sich in einer Gruppe mit Angehörigen von bis zu zwei Haushalten oder bis zu zehn Personen aufhalten.

Bei Veranstaltungen und sonstigen Ansammlungen außerhalb des öffentlichen Raums dürfen sich jetzt bis zu 20 statt bisher nur zehn Personen aus mehreren Haushalten treffen oder ohne zahlenmäßige Beschränkung, wenn Personen miteinander verwandt sind sowie deren Partnerinnen und Partner.

1837 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Mittlerweile gibt es 36.121 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg (Stand 13. Juli).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 14. Juli, 13.15 Uhr: Eisenmann zur Einigung über die Teststrategie an Schulen und Kitas

Die baden-württembergische Landesregierung hat sich über die Teststrategie an Schulen und Kitas geeinigt. In einer Mitteilung des Kultusministeriums sagte Ministerin Susanne Eisenmann (55, CDU): 

"Wir haben uns auf eine Teststrategie geeinigt, die dem wichtigen Anliegen des Gesundheits- und Infektionsschutzes an Schulen und Kindertageseinrichtungen Rechnung trägt. Erstens ermöglichen wir, dass sich das Personal an Schulen und Kitas im Zeitraum von Mitte August bis Ende September zweimal freiwillig testen lassen kann. Dies gilt also nicht nur für die Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte, sondern auch für den Hausmeister, die Schulsekretärin sowie alle weiteren Beschäftigten. 

Dieser Einstieg in freiwillige Testmöglichkeiten für die Beschäftigten in Kitas und Schulen ist mir im Zuge der Öffnung der Schulen und Kitas ein sehr wichtiges Anliegen gewesen. Wir sind zufrieden, dass wir das Sozialministerium hiervon überzeugen konnten. Zweitens bieten wir im Fall einer Corona-Infektion in einer Einrichtung an, dass sich alle dort anwesenden Personen freiwillig testen lassen können, unabhängig davon, ob sie zuvor unmittelbar in Kontakt mit der infizierten Person standen oder nicht. 

Und drittens gilt nach den Sommerferien an den weiterführenden Schulen ab Klasse fünf die Pflicht, außerhalb des Unterrichts eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen - auf dem Schulgelände und im Schulgebäude, etwa auf den Fluren, auf dem Schulhof und auf Toiletten. Damit kommen wir einer berechtigten Forderung der Lehrerverbände nach. 

Für mich sind dies drei wichtige Bausteine, um den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen gerade auch an den weiterführenden Schulen möglichst sorgenfrei wiederaufnehmen zu können. Klar ist aber: Solange es kein Impfstoff gibt, bleibt leider ein Restrisiko, sich anzustecken - in Schulen wie in anderen Lebensbereichen auch. Wir werden das Infektionsgeschehen weiter ganz genau beobachten und über das Vorgehen zum Schutz des Personals an Schulen und Kindertageseinrichtungen im Herbst erneut entscheiden."

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU).
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU).  © Marijan Murat/dpa

Update, 14. Juli, 12.24 Uhr: Maskenpflicht an weiterführenden Schulen kommt

Nach den Sommerferien gilt an allen weiterführenden Schulen im Land eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus. Das bestätigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) am Dienstag. 

Jeder, der dann auf dem Schulgelände und in den Gebäuden unterwegs ist, muss demnach eine Alltagsmaske tragen. Während des Unterrichts soll die Maskenpflicht nicht gelten. Die "Schwäbische Zeitung" hatte zuvor darüber berichtet.

Die Landesregierung einigte sich nach langen Diskussionen auch auf eine Teststrategie für das Personal an Schulen und Kitas. Alle Mitarbeiter an Kitas und Schulen sollen sich von Mitte August bis Ende September zwei Mal kostenfrei und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. 

In dem Zeitraum könnten sich Reise-Rückkehrer testen lassen, bevor sie wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 14. Juli, 12.19 Uhr: Neuzulassungen von Wohnmobilen legen stark zu

Corona hat positive Auswirkungen auf die Wohn- und Reisemobilbranche - laut Kraftfahrt-Bundesamt haben die Neuzulassungen bei Wohnmobilen im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 65 Prozent zugelegt. 

Beim Hersteller Hymer aus Bad Waldsee in Oberschwaben erwartet man, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie den Markt weiter antreiben. "Die gegenwärtige Krise wird den Trend zum Slow Travel, dem bewussten und entschleunigten Reisen, weiter verstärken", sagte Vorstandschef Martin Brandt am Dienstag.

Weil die Urlauber im Wohnmobil mit Toilette, Dusche und Frischwasser autark seien, müssten sie nicht so viele Corona-Einschränkungen hinnehmen, hieß es bei Hymer. Auch sei es einfacher, Distanz zu Dritten zu halten; zudem seien die Menschen flexibler bei der Wahl der Urlaubsdestination. Viele interessierten sich auf Grund der Reisebeschränkungen durch Corona erstmals überhaupt für Camping - auch Mietmobile würden deshalb stark nachgefragt.

Laut Brandt sind die Zulassungszahlen im Juni nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern stark gestiegen. Nach Zahlen des Verbands der Caravaning-Industrie (CIVD) legte Frankreich im Vergleich zum Vorjahresmonat bei Reisemobilen um 58 Prozent zu, die Zulassungen in Italien stiegen um 50 Prozent, in Belgien und den Niederlanden haben sie sich mit 84 Prozent sogar fast verdoppelt.

Corona hat positive Auswirkungen auf die Wohn- und Reisemobilbranche.
Corona hat positive Auswirkungen auf die Wohn- und Reisemobilbranche.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 13. Juli, 20 Uhr: Corona-Tests an Stuttgarter Schulen

In der Landeshauptstadt Stuttgart haben nach Corona-Verdacht Tests von Lehrern und Schülern an fünf Schulen begonnen. 

Pädagogen und Schüler einzelner Klassen seien betroffen, weil einzelne Kinder Kontakt zu einem infizierten Menschen hatten, teilte die Stadt mit. Die Tests am Stuttgarter Klinikum sollten bis Dienstag andauern. Das Gesundheitsamt hatte 140 Abstriche empfohlen, 98 waren am Montag genommen worden. Die Ergebnisse werden für Mittwochabend erwartet. Die Konsequenzen für den Schulbetrieb macht das Gesundheitsamt davon abhängig, wie die Test-Ergebnisse ausfallen, aber auch davon, ob die Kinder Symptome gezeigt haben.

Nach der Erkrankung zweier Kitakinder werden auch bei Personal und Kindern in zwei Stuttgarter Einrichtungen Abstriche genommen, wie die Stadt weiter mitteilte.

In Göppingen wird in zwei Schulen und einem Kindergarten getestet. Dort hatte eine Ende der Woche als infiziert diagnostizierte Mutter zuvor Krankheitssymptome an ihren drei Kindern festgestellt. Zunächst hatten sie sie zu Hause gelassen und nach Besserung ihres Zustands am Dienstag und Mittwoch wieder in Schule und Kindergarten geschickt. Wie der Landkreis Göppingen mitteilte, ist nicht auszuschließen, dass die Kinder ansteckend sind.

In Stuttgart sollen die betroffenen Klassen und Gruppen nach den Worten von Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, vorsorglich zu Hause bleiben. Dieses Vorgehen trage wesentlich dazu bei, Infektionsketten zu durchbrechen und das Coronavirus einzudämmen.

In Göppingen gingen am Montag die Klassen- und Spielkameraden der drei möglicherweise mit dem Virus infizierten Kinder nicht in die Schule und den Kindergarten. Für sie ist erst nach einem Abstrich mit einem negativen Ergebnis der Schul- und Kindergartenbesuch wieder möglich. Gleiches gilt für die betroffenen Lehrer und Erzieherinnen.

Jüngst waren an fünf Schulen im Landkreis Göppingen Schüler und Lehrer getestet worden, nachdem bei fünf Schülern das Virus festgestellt worden war. Anfang Juli waren alle betroffenen Schulen wieder virusfrei.

Update, 13. Juli, 18.45 Uhr: 70 weitere Infektionen

Am Montag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium insgesamt weitere 70 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 

Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 36.121 an, heißt es am Montagabend aus dem Ministerium. "Davon sind ungefähr 33.732 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 552 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert."   

Dem Landesgesundheitsamt wurde heute kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach beträgt die Zahl der Todesfälle weiterhin insgesamt 1837.

Auch am Montag wurden weitere Infektionsfälle bekannt. (Symbolbild)
Auch am Montag wurden weitere Infektionsfälle bekannt. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. Juli, 15.40 Uhr: Handwerk kritisiert Corona-Modus der Behörden

Der Sachbearbeiter vom Amt sitzt wegen der Corona-Pandemie im Homeoffice, hat von dort aus aber keinen Zugriff auf die Bauunterlagen - das erleben Handwerker im Südwesten nach Angaben des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) immer wieder. 

Die Folge: Bauabnahmen und Ausschreibungen kommen nicht voran. "Kommunale Behörden müssen wieder auf Normalbetrieb hochfahren", fordert deshalb BWHT-Präsident Rainer Reichhold. Es sei nicht akzeptabel, dass manche Baubehörde wochenlang abtauche - schließlich setze das Handwerk nicht nur auf private, sondern auch auf öffentliche Aufträge.

Das Handwerk habe gearbeitet, Geschäfte seien wieder offen - das müsse auch für Ämter gelten, forderte Reichhold. Er und der Geschäftsführer des Handwerkstags, Oskar Vogel, sagten, dass der Grund für die Problematik unter anderem massive Defizite bei der Digitalisierung seien. 

Oft könnten Behördenmitarbeiter gerade einmal E-Mails senden und empfangen, hätten aber keinen Zugriff auf die Akten. Für das Handwerk sei dieser Zustand besorgniserregend. Wenn es keine Baugenehmigungen gebe, gebe es auch weniger Aufträge, und es sei damit für das Handwerk im Land umso schwerer, die Corona-Krise zu überstehen, sagte Vogel.

Insgesamt hat sich die Stimmung im Handwerk laut Umfrage des BWHT wegen Corona verschlechtert. "Nur noch 43 Prozent der Betriebe beurteilen die Lage als gut, jeder dritte empfindet sie als schlecht2, sagte Reichhold zur Situation im zweiten Quartal 2020. Im Vorjahr hatten demnach noch drei von vier Betrieben die Lage als gut bewertet.

Auch die Zahlen passten zum trüben Stimmungsbild, so Reichhold: "Die Auftragseingänge und Umsätze sind bei rund jedem zweiten Betrieb gesunken, und jeder vierte Betrieb ist nur maximal zur Hälfte ausgelastet." 

Allerdings gebe es große Unterschiede zwischen den Handwerksgruppen: "Im Bauhaupt- und im Ausbaugewerbe bewertet eine überwiegende Mehrheit ihre Lage noch als gut." Im Kfz-Gewerbe und im Nahrungsmittelhandwerk sehe es schon deutlich schlechter aus - hier beklagten drei von fünf Betrieben gesunkene Umsätze."

Mit Blick auf das laufende dritte Quartal kehre jedoch etwas Zuversicht zurück. Hier erwarte ein Drittel der Betriebe eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sowie Steigerungen bei Aufträgen und Umsätzen.

Update, 13. Juli, 13.46 Uhr: Corona-Tests an fünf Stuttgarter Schulen und in Göppingen

In der Landeshauptstadt Stuttgart werden nach Corona-Verdacht Schüler und Lehrer an fünf Schulen auf das Coronavirus getestet. Pädagogen und Schüler einzelner Klassen seien betroffen, weil einzelne Kinder Kontakt zu einem infizierten Menschen hatten. Nach der Erkrankung zweier Kitakinder werden auch bei Personal und Kindern in zwei Stuttgarter Einrichtungen Abstriche genommen, wie die Stadt mitteilte.

In Göppingen wird in zwei Schulen und einem Kindergarten getestet. Dort hatte eine Ende der Woche als infiziert diagnostizierte Mutter zuvor Krankheitssymptome an ihren drei Kindern festgestellt. Zunächst hatten sie sie zu Hause gelassen und nach Besserung ihres Zustands am Dienstag und Mittwoch wieder in Schule und Kindergarten geschickt. Wie der Landkreis Göppingen mitteilte, ist nicht auszuschließen, dass die Kinder ansteckend sind.

In Stuttgart sollen die betroffenen Klassen und Gruppen nach den Worten von Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, vorsorglich zu Hause bleiben. Dieses Vorgehen trage wesentlich dazu bei, Infektionsketten zu durchbrechen und das Coronavirus einzudämmen.

In Göppingen gingen am Montag die Klassen- und Spielkameraden der drei möglicherweise mit dem Virus infizierten Kinder nicht in die Schule und den Kindergarten. Für sie ist erst nach einem Abstrich mit einem negativen Ergebnis der Schul- und Kindergartenbesuch wieder möglich. Gleiches gilt für die betroffenen Lehrer und Erzieherinnen.

Jüngst waren an fünf Schulen im Landkreis Göppingen Schüler und Lehrer getestet worden, nachdem bei fünf Schülern das Virus festgestellt worden war. Anfang Juli waren alle betroffenen Schulen wieder virusfrei.

Ein medizinischer Mitarbeiter in Schutzkleidung hält eine Probe für einen Covid-19-Test in der Hand.
Ein medizinischer Mitarbeiter in Schutzkleidung hält eine Probe für einen Covid-19-Test in der Hand.  © Gil Cohen Magen/XinHua/dpa

Update, 13. Juli, 6.18 Uhr: Handwerk in Baden-Württemberg zieht Corona-Zwischenbilanz

Das Südwest-Handwerk ist von der Corona-Krise unterschiedlich stark betroffen - manche arbeiten womöglich sogar besser als zuvor, andere mussten wegen der strengen Corona-Maßnahmen wochenlange Schließungen hinnehmen. Gleichzeitig gebe es mit zunehmenden Lockerungen auch etwas Entspannung, heißt es beim Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT).

Um 10 Uhr informiert die Organisation über die aktuellen Zahlen zur konjunkturellen Entwicklung im Südwesthandwerk und nimmt eine erste Bewertung des Konjunkturpakets des Bundes vor.

Insbesondere die Mehrwertsteuersenkung werde zwar begrüßt, stelle manche Betriebe aber auch vor Herausforderungen, hieß es beim BWHT im Vorfeld. Dazu will der Verband Ergebnisse einer Mitgliederbefragung vorlegen. Ein weiteres Thema dürfte die Ausbildung sein - hier wird seit Corona befürchtet, dass viele Betriebe Stellen einsparen könnten und in der Folge Fachleute fehlen.

Der Bund will dem mit einer Ausbildungsprämie entgegensteuern, auch das Land beschäftigt sich mit dem Thema. Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold hatte dazu mehrfach einen zusätzlich Bonus als Entlastung und Anreiz für jene Betriebe gefordert, die trotz Corona weiter oder sogar verstärkt ausbilden wollen.

Das Handwerk in Baden-Württemberg ist von der Corona-Krise unterschiedlich stark betroffen.
Das Handwerk in Baden-Württemberg ist von der Corona-Krise unterschiedlich stark betroffen.  © Felix Kästle/dpa

Update, 12. Juli, 17.56 Uhr: Gesundheitsamt testet fünf Stuttgarter Schulen

Kinder und das pädagogische Personal mehrerer Stuttgarter Bildungseinrichtungen lässt das Gesundheitsamt auf das Coronavirus testen. 

Es gehe um einzelne Klassen folgender Schulen: 

  • Bismarckschule
  • Helene-Fernau-Horn-Schule
  • Robert-Mayer-Schule
  • Marienschule
  • Lehenschule 
  • Gustav-Werner-Kindergarten 
  • Tageseinrichtung für Kinder Kafkaweg / Adalbert-Stifter-Straße

Einzelne Schüler aus zwei Flüchtlingsunterkünften hatten Kontakt zu zwei Kindern, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Daher erfolgen die Tests vorsorglich.  

Die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, erklärt: "Wir informieren derzeit die Leitungen der Schulen und Kitas, um welche Klassen beziehungsweise um welche Gruppen es sich handelt. Die Jugendlichen und Kinder sollen vorsorglich zu Hause bleiben, bis das Gesundheitsamt sich meldet, um das weitere Vorgehen festzulegen. Dieses Vorgehen trägt wesentlich dazu bei, Infektionsketten zu durchbrechen und das Coronavirus nach Möglichkeit einzudämmen." Der Betrieb an den Einrichtungen sei bewusst stark reguliert, um die Kontakte möglichst minimal zu halten. Fezer weiter: "Wir leben in einer Pandemie. Gleichzeitig wollen wir Kinder das Lernen und Spielen ermöglichen. Deswegen gibt es strenge Vorschriften: Klassen und Gruppen sind getrennt, Hygieneregeln werden besprochen und auf deren Einhaltung geachtet. So können wir es bei Auftreten von Erkrankungen bei punktuellen Eingriffen belassen."

Die Tests sollen bereits Anfang der Woche durchgeführt werden. 

Das Gesundheitsamt testet die Klassen. (Symbolbild)
Das Gesundheitsamt testet die Klassen. (Symbolbild)  © Bodo Schackow/dpa

Update, 12. Juli, 7.10 Uhr: Fluss-Kreuzfahrtschiffe fahren wieder

Während Ozean-Kreuzfahrtschiffe coronabedingt weltweit noch in Häfen feststecken, wagen ihre kleineren Geschwister auf Deutschlands Flüssen einen Neustart. 

Seit Juni seien sie mit weniger Gästen, Mindestabständen und Maskenpflicht in bestimmten Schiffsbereichen etwa wieder auf Rhein, Main, Mosel und Donau unterwegs, teilten die Anbieter Phoenix Reisen in Bonn und Nicko Cruises in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Manche der überwiegend älteren Stammgäste hätten allerdings zu viel Angst davor. Dafür kämen neue Gästegruppen an Bord - womöglich teils aus Furcht vor Flügen in andere Länder oder mangels Ozean-Kreuzfahrt-Angeboten. Der Trend geht im Corona-Jahr 2020 zum Deutschland-Urlaub.

"Die Mehrzahl der Gäste freut sich, dass wir überlegt haben, wie sie hier zu einer sicheren Reise kommen", sagte Nicko-Cruises-Sprecherin Sandra Huck. An Bord gebe es ein ausgeklügeltes Hygienekonzept. Dazu gehöre auch tägliches Fiebermessen mit einem kontaktlosen Gerät. 

Phoenix-Reisen-Chef Benjamin Krumpen erklärte angesichts der um rund 30 Prozent gesenkten Auslastung der Schiffe seines Unternehmens: "Wir wollen unbedingt vermeiden, dass die Gäste wegen der Mindestabstände in zwei Schichten essen müssen. Sie haben jetzt alle feste Sitzplätze im Restaurant an Bord und können dahin kommen, wann sie wollen."

Die Fluss-Kreuzfahrtschiffe fahren wieder. (Archiv)
Die Fluss-Kreuzfahrtschiffe fahren wieder. (Archiv)  © David Ebener dpa/lby

Update, 11. Juli, 07.17 Uhr: Ansturm von Freiwilligen bei Corona-Impfstudie

Auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus warten viele sehnlich - und viele Menschen wollen bei der Suche danach helfen. Die Tübinger Uniklinik erlebt einen Ansturm von Freiwilligen wie noch nie.

Etwa 4000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für die Studie zum Corona-Impfstoff der Firma Curevac gemeldet. "Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen", sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur.

An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Zuletzt impfte Kremsner täglich zwischen sechs und zehn Probanden. Laut dem Mediziner sind noch keine überraschenden Nebenwirkungen aufgetreten. "Bisher ist alles im grünen Bereich", sagte er. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde.

Die zahlreichen Freiwilligen können aber nicht alle zum Zug kommen. In der ersten Phase sollen 168 Probanden geimpft werden - außer in Tübingen auch in Testzentren im belgischen Gent, in Hannover und München. Jeweils einen Monat nach der ersten Impfung bekommen die Probanden die Ausgangsdosis erneut verabreicht.

Curevac hatte im Kampf gegen das Virus nach der Mainzer Firma Biontech als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie erhalten.

Es meldeten sich viele Freiwillige für die Studie. (Symbolbild)
Es meldeten sich viele Freiwillige für die Studie. (Symbolbild)  © dpa/ Ole Spata

Update, 10. Juli, 18.25 Uhr: 51 Neu-Infektionen, kein weiterer Todesfall

Am Freitag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium weitere 51 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 36.051 an.

"Davon sind ungefähr 33.643 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 571 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert", heißt es in der Mitteilung vom Freitagabend.

Zudem wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Erreger gemeldet. Demnach beträgt die Zahl der Todesfälle nach wie vor 1837. "Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 1,02 angegeben."

In Baden-Württemberg haben sich mindestens 36.051 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 1837 starben.
In Baden-Württemberg haben sich mindestens 36.051 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 1837 starben.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 10. Juli, 15.39 Uhr: Stadt Stuttgart appelliert an Clubbetreiber, Corona-Verordnung einzuhalten

Die Landeshauptstadt Stuttgart appelliert an Club- und Diskothekenbetreiber, die Beschränkungen der Corona-Verordnung weiterhin zu beachten und kündigte für die kommenden Wochenenden punktuelle Kontrollen an.

"Die Corona-Verordnung schreibt vor, dass Clubs und Discotheken den Betrieb auf eine reine Schank- und Speisewirtschaft beschränken und auf den sonst üblichen Tanzbetrieb verzichten müssen. Viele Betreiber halten sich vorbildlich an die Vorgaben, obwohl sie dadurch finanzielle Einbußen haben", sagte der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (67).

Leider habe man bei einer Kontrolle am vergangenen Wochenende feststellen müssen, dass es auch unter den Club- und Discothekenbetreibern schwarze Schafe gebe. Schairer: "Ich habe Verständnis für die angespannte wirtschaftliche Situation der Betreiber. Aber wir befinden uns noch mitten in der Pandemie. Deshalb müssen die gesetzlichen Vorgaben weiter eingehalten werden. Bei Verstößen gegen die Corona- Verordnung droht den Betreibern ein Bußgeld, bei Wiederholungstätern auch der Verlust der Konzession."

Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (67, 2. v. l.).
Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (67, 2. v. l.).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 10. Juli, 13.11 Uhr: Weinköniginnen dürfen länger im Amt bleiben

Corona hat den Weinköniginnen in Baden und Württemberg eine ereignisarme und langweilige Amtszeit beschert. Deshalb haben die Weinbauverbände in beiden Landesteilen beschlossen, dass sich deren Amtszeit um jeweils ein Jahr verlängert. Nach einer entsprechenden Entscheidung der Badener Anfang Mai haben jetzt auch die Württemberger die reguläre Wahl Anfang Dezember 2020 abgesagt. «Wir geben den Hoheiten durch die Verlängerung der Amtszeit die Möglichkeit, im kommenden Jahr das Weinbaugebiet Württemberg in gewohnter Weise zu repräsentieren», betonte der Geschäftsführer des Verbandes, Hermann Morast, am Freitag in Weinsberg (Kreis Heilbronn). Weinkönigin in Württemberg ist derzeit Tamara Elbl; die Prinzessinnen Henrike Heinicke und Franziska Pfizenmeyer unterstützen sie.

In Baden sieht man das ähnlich. «Für die Hoheiten wäre das ein verlorenes Jahr gewesen», erläutert Vizegeschäftsführer Holger Klein vom Verband in Freiburg. Termine und sonst im Frühjahr anlaufende Weinfeste habe die amtierende Weinkönigin Sina Erdrich wegen der Pandemie gar nicht wahrnehmen und genießen können.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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