Coronavirus in Baden-Württemberg: So kreativ kämpft Meersburg gegen das Virus

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus entspannt sich. Die Zahl der Infizierten und Todesfälle stieg in Baden-Württemberg längst nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Wochen.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus zeigen also ihre Wirkung. Doch noch ist die Zeit für eine endgültige Entwarnung nicht gekommen.

Das öffentliche Leben wurde und wird nach wie vor in stückweisen Lockerungsschritten langsam wieder hochgefahren. 

Nach der letzten Anpassung der Corona-Verordnung (gültig zum 15. Juni) sind Feiern mit maximal 99 Teilnehmenden wieder möglich. Im öffentlichen Raum darf man sich in einer Gruppe mit Angehörigen von bis zu zwei Haushalten oder bis zu zehn Personen aufhalten.

Bei Veranstaltungen und sonstigen Ansammlungen außerhalb des öffentlichen Raums dürfen sich jetzt bis zu 20 statt bisher nur zehn Personen aus mehreren Haushalten treffen oder ohne zahlenmäßige Beschränkung, wenn Personen miteinander verwandt sind sowie deren Partnerinnen und Partner.

1858 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Mittlerweile gibt es 37.752 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg (Stand 7. August).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 8. August, 12.25 Uhr: Polizei löst Corona-Party mit 200 Jugendlichen auf

Rund 200 Jugendliche haben in der Nacht auf Samstag in Ulm eine Corona-Party gefeiert, dann rückten die Ordnungshüter an. 

Eine Polizeistreife entdeckte gegen 23.30 Uhr in der Friedrichsau eine feiernde Gruppe, so die Polizei. Dort hatten sich etwa 200 Jugendliche versammelt. Einige davon verließen bereits beim Erblicken des Streifenwagens den Ort. 

"Andere blieben sitzen und zeigten sich unkooperativ, provokant und respektlos gegenüber den Beamten", heißt es in einer Pressenotiz weiter. Daraufhin wurden starke Polizeikräfte, darunter auch Hundeführer, zusammengezogen. Die Party wurde beendet und aufgelöst.

Update, 8. August, 8.45 Uhr: Meersburg markiert Liegewiese in Corona-Zeiten

Damit in Corona-Zeiten auch beim Baden und Sonnen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können, hat sich die Stadt Meersburg etwas Ungewöhnliches einfallen lassen: Mit weißer Kalk-Farbe hat die Kommune eine öffentliche Liegewiese am Bodenseeufer in vier mal vier Meter große Quadrate eingeteilt. 

Die Idee sei entstanden, um eine Sperrung der Badefläche zu verhindern, sagte der Meersburger Bürgermeister Robert Scherer.

Bis zur Umsetzung habe es dann nur anderthalb Tage gedauert. Mithilfe eines Streuwagens vom Fußballverein wurden die Liege-Quadrate sowie schmale Wege dazwischen mit Kalk-Farbe aufgetragen. Bislang müssten die Linien noch alle paar Tage nachgezogen werden, sagte Scherer. Künftig solle aber eine länger haltende, umweltfreundliche Farbe verwendet werden.

Aber halten sich die Menschen an die vorgegebenen Wege und Quadrate? "Ja, es hilft wirklich", sagte Scherer. "Selbst bei leerer Liegewiese laufen die Leute an den Linien entlang." Er habe viele positive Rückmeldungen bekommen. "Die Menschen finden es gut." 

Geplant sei, die Markierungen im Sommer weiterzuführen und eventuell sogar im nächsten Jahr noch zu nutzen. "Solange es aus unserer Sicht hilfreich ist, werden wir es anwenden."

Auch andere Gemeinden beschäftigt der große Andrang am Bodenseeufer zu Corona-Zeiten. So hatte Sipplingen seine Uferanlagen teilweise geschlossen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Das Landratsamt Bodenseekreis hielt die Maßnahme allerdings für nicht verhältnismäßig und drängte die Gemeinde, sie zurückzunehmen. 

Sipplingen kündigte daraufhin an, einen Teil der Parkplätze am Wochenende zu sperren, um den Andrang zu verringern.

Die Uferpromenade von Meersburg.
Die Uferpromenade von Meersburg.  © Felix Kästle/dpa

Update, 7. August, 22.15 Uhr: Große Mehrheit besorgt über Umgang mit Corona

Eine große Mehrheit der Menschen über 18 Jahren in Baden-Württemberg macht sich nach einer Umfrage Sorgen um einen zu leichtfertigen Umgang mit der Corona-Pandemie. 

85,6 Prozent der Befragten im Südwesten gaben an, besorgt zu sein, dass einige Menschen durch Missachtung der Corona-Regeln die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden. Das Ergebnis der Umfrage von "Schwäbischer Zeitung" und dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey für Bayern fällt mit 83,2 Prozent etwas geringer aus. Bundesweit äußerten sich 84,1 Prozent besorgt. 

 Gefragt wurde: "Sind Sie aktuell besorgt, dass einige Menschen durch die Missachtung der Corona-Maßnahmen die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden?" 

 Bei den Befragten über 65 Jahren liegt der Anteil derer, die angesichts des Verhaltens der Corona-Verweigerer besorgt sind, bei knapp 92 Prozent - so hoch wie in keiner anderen Altersgruppe.

Alles dazu könnt Ihr HIER nachlesen.

Update, 7. August, 17.16 Uhr: Sechs weitere Tote und 105 Infektionen

Am Freitag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium insgesamt weitere 105 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 

"Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 37.752 an", so das Ministerium am Freitagabend. "Davon sind ungefähr 34.844 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 1050 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert."

Dem Landesgesundheitsamt wurden heute sechs weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus dem Ostalbkreis (fünf Fälle) und von der Stadt Stuttgart (ein Fall) gemeldet. Demnach beträgt die Zahl der Todesfälle insgesamt 1858. 

"Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,89 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden", heißt es weiter.

Am Freitag wurden 105 neu eInfektionsfälle bekannt. (Symbolbild)
Am Freitag wurden 105 neu eInfektionsfälle bekannt. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Update, 7. August, 17 Uhr: In Ausnahmefällen dürfen Ermittler Kontaktdaten nutzen

Die Polizei in Baden-Württemberg darf keine Corona-Kontaktdaten von Restaurantbesuchern zur Strafverfolgung verwenden, aber die Staatsanwaltschaft kann dies im Ausnahmefall anordnen. 

"Ob die Voraussetzungen der Strafprozessordnung ausnahmsweise vorliegen, muss jeweils im Einzelfall geprüft werden", erklärte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Stuttgart. Eine Beschlagnahme und Auswertung wäre aber nicht bei jedem Anfangsverdacht erlaubt. 

Die Polizisten fungierten dabei als Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft, deren Anordnung sie Folge zu leisten hätten. Zunächst hatte die "Rhein-Neckar-Zeitung" darüber berichtet.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte zuletzt Ende Juli den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt: "Eine Verwendung etwa von der Polizei, um Straftaten zu verfolgen, ist unzulässig." Eine entsprechende Praxis in mehreren Bundesländern hatte für Kritik gesorgt. 

Die Gaststätten sind verpflichtet, persönliche Daten ihrer Gäste zu sammeln, damit die Gesundheitsämter mit deren Hilfe im Fall einer Covid-19-Erkrankung weitere potenziell infizierte Personen finden können.

Strobls Sprecher sagte, daraus ergebe sich in Baden-Württemberg eine strenge Zweckbindung der Daten. Auch in der Begründung zu dem einschlägigen Paragrafen in der Verordnung heiße es, dass weder der zur Erhebung der Daten Verpflichtete noch die Gesundheitsbehörden die Daten zu anderen Zwecken verwenden dürfen. 

"Eine Verarbeitung oder Übermittlung der Daten von Gaststättenbesuchern zu anderen Zwecken als der Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen durch die Gaststättenbetreiber oder die Gesundheitsbehörden würde folglich gegen die Regelungen der Corona-Verordnung verstoßen." Auch eine Verwendung etwa von der Polizei sei unzulässig.

In Ausnahmefällen dürfen Ermittler auf Corona-Daten von Restaurantbesuchern zugreifen. (Symbolbild)
In Ausnahmefällen dürfen Ermittler auf Corona-Daten von Restaurantbesuchern zugreifen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 7. August, 14.20 Uhr: Zehnter Corona-Befund nach Abi-Party-Urlaub in Kroatien

Nach einer Abifahrt nach Kroatien sind inzwischen zehn Corona-Infektionen bei einer Gruppe aus dem Raum Donzdorf (Kreis Göppingen) bestätigt. Nach Angaben einer Sprecherin des Göppinger Landratsamtes vom Freitag kam nach zunächst neun Fällen nun ein weiterer Befund dazu. Die meisten hätten grippeähnliche Symptome, respiratorische Symptome wie Atemnot und Geschmacksstörungen. "Alle befinden sich aktuell in häuslicher Isolation", teilte die Behördensprecherin mit.

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Update, 7. August, 13.23 Uhr: Corona-Krise bringt ZF Verluste: Hoffnung auf zweites Halbjahr

Die Auswirkungen der Corona-Krise haben für deutliche Verluste beim Autozulieferer ZF gesorgt. Das bereinigte operative Minus (Ebit) belief sich auf 177 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Friedrichshafen am Bodensee mitteilte. Im Vorjahreszeitraum lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern noch bei rund 650 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von 911 Millionen Euro. Auch beim Umsatz musste der Konzern Einbußen hinnehmen: Im ersten Halbjahr lagen die Erlöse bei 13,5 Milliarden Euro - rund 27 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019.

Beim Ausblick bleibt der Autozulieferer verhalten. Die Lage der Weltwirtschaft bleibe angespannt, sagte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider. "Wir erwarten keine Erholung des Marktes auf das Niveau von 2019 in den nächsten drei Jahren." Für das zweite Halbjahr gebe es zwar Erholungstendenzen. Sehr unsicher sei aufgrund der momentan sehr hohen Covid-19-Infektionszahlen aber die weitere Entwicklung auf dem amerikanischen Kontinent. "China und Asien entwickeln sich aktuell am vielversprechendsten."

Trotz des negativen Ergebnisses in den ersten sechs Monaten hofft ZF im Gesamtjahr auf ein Plus vor Steuern und Zinsen. Allerdings sei dieses Ziel sehr ambitioniert und mit erheblichen Risiken behaftet, sagte Finanzvorstand Konstantin Sauer. Der erwartete Jahresüberschuss von ZF werde jedoch negativ sein.

Um Kosten zu senken, hatte ZF vor einigen Wochen angekündigt, in den nächsten Jahren bis zu 15.000 Stellen weltweit streichen zu wollen. Die rund 50.000 Tarifbeschäftigten seien bis Ende 2022 jedoch vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Zudem treibt das Unternehmen die Transformation hin zur E-Mobilität voran. Erst kürzlich gab ZF bekannt, künftig keine Antriebskomponenten mehr zu entwickeln, die nur für Fahrzeuge mit reinen Verbrennungsmotoren geeignet sind.

Aus den bisherigen zwei Divisionen Pkw-Antriebstechnik und E-Mobility soll ein einziger Bereich werden, in dem für die Elektrifizierung von Auto-Antrieben alle Kompetenzen gebündelt werden. Man wolle mit dieser Änderung der Konzernstruktur den Wandel hin zum Plug-in-Hybrid und zu elektrischen Antrieben vorantreiben.

Update, 7. August, 8 Uhr: Stuttgart rechnet wegen Corona mit mehr Briefwählern bei OB-Wahl

Die Stadt Stuttgart rechnet wegen der Corona-Pandemie mit deutlich mehr Briefwählern bei der Oberbürgermeister-Wahl im November. Sie ändert deshalb nach Angaben der «Stuttgarter Zeitung» ihre Wahlbezirke und reduziert die Zahl der Wahllokale. Das aufwendige Verfahren gelte als Pilotprojekt für die Landtags- und Bundestagswahlen im kommenden Jahr, berichtet die Zeitung am Freitag und zitiert Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) sowie den Leiter des Statistischen Amts, Thomas Schwarz. Beide gingen davon aus, dass sich bei der OB-Abstimmung die Zahl der Briefwähler im Vergleich zur letzten Kommunalwahl von einem Drittel auf 50 Prozent erhöhen könnte.

Dann allerdings würden viele der bislang etablierten Säle für die Auszählung zu klein sein, weil die Corona-Verordnung Abstandsregeln vorgibt. Deshalb werde dezentralisiert und komprimiert, berichtet die Zeitung. Jedem Wahllokal werde ein Briefwahlbezirk zugeordnet, in den bei der Wahl am 8. November die vorsortierten Briefwahlunterlagen gebracht und separat ausgezählt würden. Die Zahl der Wahllokale werde von 350 auf 261 verringert.

Bislang treten zwölf Kandidaten an, um die Nachfolge von OB Fritz Kuhn (Grüne) zu übernehmen. Das amtierende Stadtoberhaupt hatte im Januar überraschend erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit antreten zu wollen.

Update, 7. August, 7.53 Uhr: Daimlers Mercedes-Absatz auch im Juli noch knapp im Minus

Der Autobauer Daimler ist im Juli knapp an einem Pkw-Absatzplus bei der Stammmarke Mercedes-Benz vorbeigeschrammt. Die Stuttgarter verkauften 185.836 Autos an Händler und direkt an Endkunden, das waren noch 2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie am Freitag einer Webseite des Dax-Konzerns zu entnehmen war. Daimler hat dennoch in jedem Jahresmonat weniger Mercedes-Benz Pkw abgesetzt, in den ersten sieben Monaten beläuft sich der Rückgang nun auf 16,2 Prozent. Den Tiefpunkt hatte Mercedes-Benz in der Corona-Krise im April mit einem Absatzminus von fast der Hälfte Prozent markiert, danach besserte sich der Trend kontinuierlich.

Bei der Kleinwagenserie Smart stehen schon das ganze Jahr hohe prozentual zweistellige Rückgänge zu Buche, im Juli waren es minus 61 Prozent auf 3539 Stück. Die Marke wird komplett auf Elektroantriebe umgestellt, künftig wird mit Großaktionär Geely in China produziert, die alten Modelle laufen aus. Bei den Vans konnte sich Daimler im Juli deutlicher ins Plus vorkämpfen als im Vormonat, hier wurde das Unternehmen mit 38.970 Transportern 8,5 Prozent mehr los.

Update, 7. August, 6.18 Uhr: Antiquariatsmessen in Stuttgart und Ludwigsburg fallen aus

Die Corona-Krise zwingt auch die Veranstalter der für Januar geplanten Antiquariatsmessen in Stuttgart und Ludwigburg zur Absage. Während die Ausstellung in Ludwigsburg komplett ausfällt, soll es in Stuttgart zumindest ein virtuelles Ersatzangebot geben, teilten die Veranstalter gemeinsam mit.

Die Messe zu antiquarischen Büchern und Graphiken in der Landeshauptstadt, die vom 29. bis 31. Januar im Württembergischen Kunstverein am Schloßplatz stattfinden sollte, sei mit den derzeitigen Abstands- und Hygieneanforderungen des Staates nicht umsetzbar, sagte Sibylle Wieduwilt, Vorstandsvorsitzende des Verbands Deutscher Antiquare (VDA), in einer Mitteilung. Der VDA ist Veranstalter der Antiquariatsmesse, die im vergangenen Jahr bei etwa 75 Ausstellern gut 2500 Besucher hatte.

Petra Bewer, Organisatorin der Antiquaria in der Musikhalle Ludwigsburg (28. bis 30. Januar), sieht "keine für uns realistisch umsetzbaren Möglichkeiten einer Durchführung", die annähernd den Vorstellungen für die Messe entspräche. Denn die sehe neben dem Verkauf auch Kommunikation und Austausch vor. Die Antiquaria hatte zuletzt etwa 60 Aussteller und 2000 Besucher angezogen. Wie in Stuttgart soll es in Ludwigsburg zumindest einen gedruckten Katalog geben. 

Besucher gehen in der Musikhalle bei der Antiquariatsmesse an den Messeständen vorbei.
Besucher gehen in der Musikhalle bei der Antiquariatsmesse an den Messeständen vorbei.  © picture alliance / dpa

Update, 6. August, 18.15 Uhr: 68 weitere Infektionsfälle gemeldet

Am Donnerstag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium insgesamt weitere 68 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 

"Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 37.647 an", so das Ministerium. "Davon sind ungefähr 34.767 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 1028 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert."   

Dem Landesgesundheitsamt wurde heute aus dem Landkreisen Biberach ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach steigt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 1852. 

"Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,89 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden", heißt es weiter.

Am Donnerstag wurden 68 weitere Infektionen bekannt. (Symbolbild)
Am Donnerstag wurden 68 weitere Infektionen bekannt. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. August, 14.09 Uhr: Gewerkschaft warnt vor nachlassender Masken-Disziplin auf dem Bau

Zu wenig Händewaschen, keine Masken, kein Abstand: Nach Beobachtung der IG Bauen-Agrar-Umwelt sinkt die "Corona-Disziplin" auf dem Bau. "Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus auf die leichte Schulter. Das ist fatal", kritisierte der Vorsitzende der IG Bau Nordbaden, Wolfgang Kreis, am Donnerstag in einer Mitteilung. Bei ihren Baustellen-Visiten stößt die Gewerkschaft demnach auf grobe Corona-Fehltritte: "Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser - Fehlanzeige. Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen." 

Sammeltransporte seien längst wieder an der Tagesordnung, genauso wie Frühstücks- und Mittagspausen "dicht an dicht im Bauwagen".

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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