Corona in Baden-Württemberg: Sieben-Tage-Inzidenz bleibt auf hohem Niveau

Baden-Württemberg - Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Regierung auf Lockerungen für Geimpfte - trotz steigender Inzidenzzahlen.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

So sieht die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg beispielsweise vor, dass Kontaktbeschränkungen und Obergrenzen für Privatfeiern entfallen.

Personen, die nicht gegen den Erreger geimpft sind, müssen etwa für Restaurantbesuche oder den Gang zum Friseur negative Corona-Tests vorweisen.

Die bisher geltenden Inzidenzstufen entfallen, somit rückt die 7-Tage-Inzidenz in den Hintergrund. Obwohl sie zuletzt im Südwesten deutlich anstieg.

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Mittlerweile gibt es 558.038 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 519.933 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 10.557 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 19. September)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 19. September, 19.28 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten bleibt auf hohem Niveau

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bleibt mit 93,2 weiter auf hohem Niveau. Am Vortag hatte der Wert noch bei 94,0 gelegen. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung stieg am Sonntag (Stand: 16 Uhr) um 6 auf 208, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte.

Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, beträgt derzeit 1,83. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte.

Die Behörde verzeichnete im Vergleich zum Vortag 344 neue Ansteckungen und 3 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Südwesten auf 558.038 und die der Todesfälle auf 10.557.

Laut der derzeit geltenden Corona-Verordnung des Landes wird eine erste sogenannte Warnstufe erreicht, wenn mindestens 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Update, 19. September, 8.07 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten wieder etwas höher

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist wieder leicht gestiegen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug am Samstag (Stand: 16 Uhr) 94,0, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte der Wert noch bei 92,4 gelegen.

Die Behörde verzeichnete im Vergleich zum Vortag 1539 neue Ansteckungen und 5 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Südwesten auf 557.694 und die der Todesfälle auf 10.554.

202 Covid-Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt - das sind 2 weniger als am Tag zuvor. Die Zahl der Corona-Inifizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, beträgt 1,9. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte.

Laut der derzeit geltenden Corona-Verordnung des Landes wird eine erste sogenannte Warnstufe erreicht, wenn mindestens 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Update, 18. September, 8.02 Uhr: Mehr als 1500 gemeldete Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 1587 gestiegen. Das geht aus Daten des Landesgesundheitsamts von Freitag hervor. Zudem wurden 14 weitere Todesfälle gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 92,4 (Vortag: 94,4).

204 Covid-Patienten werden demnach auf Intensivstationen behandelt - das sind fünf mehr als am Donnerstag. 113 von ihnen werden beatmet. Die sogenannte 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz sank leicht auf 2,13 (Vortag: 2,3). Der Wert gibt die Zahl der Corona-Infizierten an, die innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht wurden.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-Patienten liegt in der Regel höher als von der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Wegen eines Meldeverzugs liegen die vollständigen Werte oft erst ein bis zwei Wochen später vor.

Diese Zahlen sind inzwischen entscheidend für Einschränkungen im Alltag in Baden-Württemberg. Statt der Sieben-Tage-Inzidenz zählt die Auslastung der Krankenhäuser.

Eine erste Warnstufe gilt, sobald landesweit 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann benötigen Ungeimpfte etwa einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen.

Update, 17. September, 14.27 Uhr: Land lockert Quarantänevorschriften für enge Kontaktpersonen

Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen künftig nicht mehr so lange in Quarantäne wie bisher. Die Absonderungsdauer für enge Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige verkürze sich von 14 auf 10 Tage, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit Verweis auf eine neue Verordnung mit, die bereits in Kraft getreten ist.

Ab Tag fünf können sich die Kontaktpersonen mit einem negativen PCR-Test vorzeitig aus der Quarantäne befreien, ab Tag sieben reicht ein Antigen-Schnelltest.

Schüler, die regelmäßig getestet werden, dürfen sich als Kontaktpersonen bereits ab Tag fünf mit einem Schnelltest freitesten. Tritt ein Corona-Fall an einer Schule auf, werden grundsätzlich alle Mitschülerinnen und Mitschüler an fünf folgenden Schultagen getestet – auch an Grundschulen.

Die Gesundheitsämter im Südwesten sollen künftig zudem auf die massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen verzichten. "Wir fokussieren uns jetzt gezielt auf Ausbruchsgeschehen, den Schutz gefährdeter Personengruppen und Orte mit hoher Übertragungswahrscheinlichkeit", sagte Amtschef Uwe Lahl. Zur Verfolgung von Kontaktpersonen will das Land den Gesundheitsämtern der Stadt- und Landkreise bis März 2022 weitere rund 27 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Update, 16. September, 20.43 Uhr: Fast 200 Covid-Patienten auf Intensivstationen

Laut Landesgesundheitsamt werden derzeit 199 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Das sind sechs mehr als am Vortag.

Update, 16. September, 19.35 Uhr: Knapp 2000 neue Infektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist binnen eines Tages um 1968 gestiegen. Das teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mit. Es wurden 37 weitere Todesfälle gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg etwas an auf 94,4 (Vortag 92,9).

Weitere Angaben wie etwa zur Anzahl der auf Intensivstationen behandelten Covid-Patienten wurden zunächst nicht gemacht. Am Mittwoch waren es 193. Auch die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb von einer Woche pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht wurden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Am Vortag hatte die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 2,25 gelegen.

Diese Zahlen sind inzwischen entscheidend für Einschränkungen im Alltag in Baden-Württemberg. Statt der Sieben-Tage-Inzidenz zählt die Auslastung der Krankenhäuser.

Eine erste Warnstufe soll landesweit gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht worden sind.

Angaben zu Covi-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, machte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag nicht. (Symbolbild)
Angaben zu Covi-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, machte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag nicht. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 16. September, 16.26 Uhr: Corona-Verordnung für Sport angepasst

Im Zuge der am Mittwoch beschlossenen neuen Corona-Verordnung sind in Baden-Württemberg auch die Regeln für den Sport angepasst worden.

Das System der Basisstufe, Warnstufe und Alarmstufe gilt demnach auch für die Sportausübung. Über die ab sofort geltenden Änderungen informierte das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in einer Mitteilung am Donnerstag in Stuttgart.

In der Basisstufe ist Sport im Freien demnach unbeschränkt möglich, in geschlossenen Räumen gilt für alle Beteiligten die 3G-Regelung. In der Warnstufe ist auch Sport im Freien nur für negativ Getestete, für Genesene oder für Geimpfte möglich.

Der Zutritt zu Sportanlagen in geschlossenen Räumen ist nicht-immunisierten Personen dann nur nach Vorlage eines PCR-Tests gestattet. In der Alarmstufe ist Sport sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen nur noch für geimpfte oder genesene Personen erlaubt. Kinder und Jugendliche sind von dieser 2G-Regelung ausgenommen.

Für die Zuschauer bei Wettkämpfen gelten die Regelungen in den jeweiligen Stufen ähnlich. Lediglich im Freien ist hier bereits in der Basisstufe ab 5000 Zuschauerinnen und Zuschauern oder bei der Nichteinhaltung des Mindestabstandes die 3G-Regelung vorgesehen.

Update, 16. September, 16.03 Uhr: Tourismusverband findet neue Corona-Regeln zu streng

Handel und Touristikgewerbe haben die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg als teilweise zu streng und nicht praxistauglich kritisiert.

In der sogenannten Alarmstufe mit der 2G-Regel, in der Ungeimpfte keinen Zutritt mehr haben, seien die Vorgaben ein schwerer Schlag für die ohnehin schon gebeutelten Händlerinnen und Händler im Land, teilte ein Sprecher des Handelsverbands am Donnerstag in Stuttgart mit. Man begrüße es aber, dass es in der Warnstufe keine Einschränkungen für den Handel gibt.

Die Kontrollpflicht für den Einzelhandel sei dagegen weder finanziell noch personell zu stemmen, hieß es. Der Verband verweist auf den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), der davon gesprochen habe, dass die 3G-Regel im Einzelhandel oder auch im Öffentlichen Nahverkehr nicht praktikabel sei.

Es sei unverständlich, dass die baden-württembergische Landesregierung hier eine andere Auffassung vertrete, teilte die Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann mit. Die Kontrollpflicht müsse in öffentlicher Hand bleiben.

Auch der Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) äußerte Unmut. Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, bemängelte, dass es schon in der Warnstufe große Ungleichbehandlungen der einzelnen Branchen gebe. "Wie sollen wir diesen Flickenteppich unseren Mitgliedern aus Handel, Gastronomie, Dienstleistung oder Freizeitwirtschaft nachvollziehbar verdeutlichen?"

Update, 16. September, 10.20 Uhr: Baden-Württemberg will Testpflicht für Beschäftigte mit Außenkontakt

Baden-Württemberg macht sich für eine bundesweite Testpflicht von Beschäftigten und Selbstständigen ohne Impf- oder Genesenennachweis stark, wenn sie im Publikumsverkehr tätig sind. Kundinnen und Kunden sowie Besucherinnen und Besucher müssten in fast allen Innenräumen etwa der Gastronomie, in Kultureinrichtungen oder Fitnessstudios einen Nachweis über Impfung, Test oder Genesenenstatus vorlegen, heißt es in einem Antrag Baden-Württembergs für die Gesundheitsministerkonferenz, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Für Beschäftigte der jeweiligen Branchen gelten jedoch weiterhin keine 3G-Pflichten", so der Antrag.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber hätten Beschäftigten jenseits vom Homeoffice zwar mindestens zweimal pro Woche Tests anzubieten. Die Mitarbeitenden müssten das Angebot aber nicht annehmen. Gerade bei beruflichen Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten mit von der 3G-Pflicht Betroffenen Kontakt hätten, gebe es "ein Ungleichgewicht der Schutzmaßnahmen". Der Antrag soll zunächst auf einer Amtschefkonferenz an diesem Donnerstag und Freitag in Würzburg beraten werden. Eine entsprechende Regelung wurde für das Land bereits beschlossen.

Update, 15. September, 18.08 Uhr: Über 2300 neue Infektionen

2320 neue Infektionsfälle sind dem Landesgesundheitsamt am Mittwoch gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 552.600. Davon sind 517.165 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwölf auf 10.572. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 91,4 auf 92,9 gestiegen.

Derzeit werden 193 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind 13 weniger als am Vortag.

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwoch 2320 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)
Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwoch 2320 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 15. September, 17.15 Uhr: Land vergibt Corona-Stipendien für Künstler

In Baden Württemberg können Frauen und Männer aus allen künstlerischen Disziplinen Bewerbungen für sogenannte Projektstipendien bis 13. Oktober einreichen.

Das hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst am Mittwoch mitgeteilt. Demnach sind die Stipendien mit einer einmaligen Zahlung von je 3500 Euro dotiert.

In der Corona-Pandemie will das Land freischaffende Künstler mit insgesamt 15 Millionen Euro fördern. In einer ersten Bewerbungsrunde wurden den Angaben zufolge im vergangenen Juni 1930 Stipendien vergeben und künstlerische Vorhaben in Höhe von etwa sieben Millionen Euro im Südwesten auf dem Weg gebracht.

"Mit dem Stipendienprogramm setzen wir ein Signal für die Wertschätzung der Künstlerinnen und Künstler sowie ihrer Leistungen", wird Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) in einer Meldung zitiert.

Zugleich ermöglichten die Stipendien künstlerische Vorhaben im Land. Damit leiste man einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Vielfalt und der Qualität innerhalb der freien Kunstszene in Baden-Württemberg. Antragsberechtigt sind dem Ministerium zufolge nicht nur professionell in der Kunstszene tätige Frauen und Männern mit Erstwohnsitz in Baden-Württemberg.

Auch Absolventen künstlerischer Fächer an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen und Akademien können sich um ein Projektstipendium bewerben.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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