Corona in Baden-Württemberg: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

Baden-Württemberg - Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Regierung auf Lockerungen für Geimpfte - trotz steigender Inzidenzzahlen.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

So sieht die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg beispielsweise vor, dass Kontaktbeschränkungen und Obergrenzen für Privatfeiern entfallen.

Personen, die nicht gegen den Erreger geimpft sind, müssen etwa für Restaurantbesuche oder den Gang zum Friseur negative Corona-Tests vorweisen.

Die bisher geltenden Inzidenzstufen entfallen, somit rückt die 7-Tage-Inzidenz in den Hintergrund. Obwohl sie zuletzt im Südwesten deutlich anstieg.

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Mittlerweile gibt es 558.541 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 519.933 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 10.562 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 20. September)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 21. September, 6 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist leicht gesunken. Sie beträgt nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Montag (Stand 16 Uhr) nun 88,8 (Vortag: 93,2). Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung stieg von 208 auf 209.

Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, stieg von 1,83 auf 1,94 leicht an. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte.

Im Vergleich zum Vortag verzeichnete die Behörde 503 neue Ansteckungen und 5 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Südwesten auf 558.541 und die der Todesfälle auf 10.562.

Eine erste Warnstufe soll laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes landesweit gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht worden sind. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für eine Teilnahme an den meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 20. September, 14.51 Uhr: Skisaison am Feldberg: Liftverbund plant eine "2G-Plus-Regel"

Im Skigebiet Feldberg im Schwarzwald planen die Liftbetreiber für die kommende Skisaison eine sogenannte 2G-Plus-Regel. Erwachsene, die auf die Piste wollen, müssen demnach geimpft oder genesen sein. Für schulpflichtige Kinder reicht ein negativer Test beziehungsweise auch der Schülerausweis, wie eine Sprecherin des Liftverbunds am Montag erläuterte. "Schüler werden an den Schulen ohnehin durchgetestet", sagte sie.

Die Liftkarten sollten online gebucht und gleichzeitig mit der Buchung auch die Nachweise für die Genesung oder die Impfung gegen das Virus online erbracht werden. An einem Gesamtkonzept werde aber derzeit noch gearbeitet. In den nächsten Wochen wolle man dies offiziell vorstellen, wie die Sprecherin weiter sagte. Je nach Schneelage beginnt die Wintersaison am Feldberg etwa Mitte Dezember.

Die vergangene Saison hatte Mitte März diesen Jahres wegen der Corona-Beschränkungen ohne einen einzigen Tag der Pistenöffnung geendet. Die Umsatzverluste hatte der Liftverbund dabei auf mindestens acht Millionen Euro beziffert.

Im Skigebiet Feldberg im Schwarzwald planen die Liftbetreiber für die kommende Skisaison eine sogenannte 2G-Plus-Regel.
Im Skigebiet Feldberg im Schwarzwald planen die Liftbetreiber für die kommende Skisaison eine sogenannte 2G-Plus-Regel.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 20. September, 11.59 Uhr: Leiter des Klinikums Stuttgart: Krankenhäuser sind in vierter Welle

Der Leiter des Stuttgarter Klinikums, Jan Steffen Jürgensen, sieht die Krankenhäuser in der Landeshauptstadt in einer vierten Corona-Welle. "Wir werden eine vierte Welle sehen, sind eigentlich schon drin", sagte Jürgensen in einem am Montag von der Stadt Stuttgart veröffentlichten Video. Die größte Aufgabe sei nun, "den Routine-Betrieb für alle anderen ohne Einschränkungen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den Covid-Kranken gerecht zu werden."

Im Stuttgarter Klinikum würden derzeit 32 an Covid-19 Erkrankte stationär behandelt, 14 davon auf der Intensivstation. Nun bleibe zu hoffen, "dass die vierte Welle flach ausfällt", sagte Jürgensen. "Da können alle ihren Beitrag dazu leisten."

Deutschland hinke im europaweiten Vergleich bei der Immunität bislang hinterher, weil sich weniger Menschen mit dem Coronavirus angesteckt hätten und die Impfquote niedriger als in anderen Ländern sei. "Wir haben eine erfolgreiche Impfkampagne, aber noch ganz viel Luft nach oben", sagte Jürgensen. "Ich drücke die Daumen, dass sich ganz viele noch entscheiden, die Impfung wahrzunehmen."

Jan Steffen Jürgensen, Vorstandsvorsitzender des Klinikum Stuttgart, sieht die Krankenhäuser in der Landeshauptstadt in einer vierten Corona-Welle.
Jan Steffen Jürgensen, Vorstandsvorsitzender des Klinikum Stuttgart, sieht die Krankenhäuser in der Landeshauptstadt in einer vierten Corona-Welle.  © Marijan Murat/dpa

Update, 19. September, 19.28 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten bleibt auf hohem Niveau

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bleibt mit 93,2 weiter auf hohem Niveau. Am Vortag hatte der Wert noch bei 94,0 gelegen. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung stieg am Sonntag (Stand: 16 Uhr) um 6 auf 208, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte.

Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, beträgt derzeit 1,83. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte.

Die Behörde verzeichnete im Vergleich zum Vortag 344 neue Ansteckungen und 3 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Südwesten auf 558.038 und die der Todesfälle auf 10.557.

Laut der derzeit geltenden Corona-Verordnung des Landes wird eine erste sogenannte Warnstufe erreicht, wenn mindestens 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Update, 19. September, 8.07 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten wieder etwas höher

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist wieder leicht gestiegen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug am Samstag (Stand: 16 Uhr) 94,0, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte der Wert noch bei 92,4 gelegen.

Die Behörde verzeichnete im Vergleich zum Vortag 1539 neue Ansteckungen und 5 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Südwesten auf 557.694 und die der Todesfälle auf 10.554.

202 Covid-Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt - das sind 2 weniger als am Tag zuvor. Die Zahl der Corona-Inifizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, beträgt 1,9. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte.

Laut der derzeit geltenden Corona-Verordnung des Landes wird eine erste sogenannte Warnstufe erreicht, wenn mindestens 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Update, 18. September, 8.02 Uhr: Mehr als 1500 gemeldete Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 1587 gestiegen. Das geht aus Daten des Landesgesundheitsamts von Freitag hervor. Zudem wurden 14 weitere Todesfälle gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 92,4 (Vortag: 94,4).

204 Covid-Patienten werden demnach auf Intensivstationen behandelt - das sind fünf mehr als am Donnerstag. 113 von ihnen werden beatmet. Die sogenannte 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz sank leicht auf 2,13 (Vortag: 2,3). Der Wert gibt die Zahl der Corona-Infizierten an, die innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht wurden.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-Patienten liegt in der Regel höher als von der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Wegen eines Meldeverzugs liegen die vollständigen Werte oft erst ein bis zwei Wochen später vor.

Diese Zahlen sind inzwischen entscheidend für Einschränkungen im Alltag in Baden-Württemberg. Statt der Sieben-Tage-Inzidenz zählt die Auslastung der Krankenhäuser.

Eine erste Warnstufe gilt, sobald landesweit 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann benötigen Ungeimpfte etwa einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen.

Update, 17. September, 14.27 Uhr: Land lockert Quarantänevorschriften für enge Kontaktpersonen

Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen künftig nicht mehr so lange in Quarantäne wie bisher. Die Absonderungsdauer für enge Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige verkürze sich von 14 auf 10 Tage, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit Verweis auf eine neue Verordnung mit, die bereits in Kraft getreten ist.

Ab Tag fünf können sich die Kontaktpersonen mit einem negativen PCR-Test vorzeitig aus der Quarantäne befreien, ab Tag sieben reicht ein Antigen-Schnelltest.

Schüler, die regelmäßig getestet werden, dürfen sich als Kontaktpersonen bereits ab Tag fünf mit einem Schnelltest freitesten. Tritt ein Corona-Fall an einer Schule auf, werden grundsätzlich alle Mitschülerinnen und Mitschüler an fünf folgenden Schultagen getestet – auch an Grundschulen.

Die Gesundheitsämter im Südwesten sollen künftig zudem auf die massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen verzichten. "Wir fokussieren uns jetzt gezielt auf Ausbruchsgeschehen, den Schutz gefährdeter Personengruppen und Orte mit hoher Übertragungswahrscheinlichkeit", sagte Amtschef Uwe Lahl. Zur Verfolgung von Kontaktpersonen will das Land den Gesundheitsämtern der Stadt- und Landkreise bis März 2022 weitere rund 27 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Update, 16. September, 20.43 Uhr: Fast 200 Covid-Patienten auf Intensivstationen

Laut Landesgesundheitsamt werden derzeit 199 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Das sind sechs mehr als am Vortag.

Update, 16. September, 19.35 Uhr: Knapp 2000 neue Infektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist binnen eines Tages um 1968 gestiegen. Das teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mit. Es wurden 37 weitere Todesfälle gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg etwas an auf 94,4 (Vortag 92,9).

Weitere Angaben wie etwa zur Anzahl der auf Intensivstationen behandelten Covid-Patienten wurden zunächst nicht gemacht. Am Mittwoch waren es 193. Auch die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb von einer Woche pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht wurden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Am Vortag hatte die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 2,25 gelegen.

Diese Zahlen sind inzwischen entscheidend für Einschränkungen im Alltag in Baden-Württemberg. Statt der Sieben-Tage-Inzidenz zählt die Auslastung der Krankenhäuser.

Eine erste Warnstufe soll landesweit gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht worden sind.

Angaben zu Covi-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, machte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag nicht. (Symbolbild)
Angaben zu Covi-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, machte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag nicht. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 16. September, 16.26 Uhr: Corona-Verordnung für Sport angepasst

Im Zuge der am Mittwoch beschlossenen neuen Corona-Verordnung sind in Baden-Württemberg auch die Regeln für den Sport angepasst worden.

Das System der Basisstufe, Warnstufe und Alarmstufe gilt demnach auch für die Sportausübung. Über die ab sofort geltenden Änderungen informierte das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in einer Mitteilung am Donnerstag in Stuttgart.

In der Basisstufe ist Sport im Freien demnach unbeschränkt möglich, in geschlossenen Räumen gilt für alle Beteiligten die 3G-Regelung. In der Warnstufe ist auch Sport im Freien nur für negativ Getestete, für Genesene oder für Geimpfte möglich.

Der Zutritt zu Sportanlagen in geschlossenen Räumen ist nicht-immunisierten Personen dann nur nach Vorlage eines PCR-Tests gestattet. In der Alarmstufe ist Sport sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen nur noch für geimpfte oder genesene Personen erlaubt. Kinder und Jugendliche sind von dieser 2G-Regelung ausgenommen.

Für die Zuschauer bei Wettkämpfen gelten die Regelungen in den jeweiligen Stufen ähnlich. Lediglich im Freien ist hier bereits in der Basisstufe ab 5000 Zuschauerinnen und Zuschauern oder bei der Nichteinhaltung des Mindestabstandes die 3G-Regelung vorgesehen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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