Corona in Baden-Württemberg: Sieben-Tages-Inzidenz steigt immer weiter an!

Baden-Württemberg - Die Lage rund um das Coronavirus bleibt in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland angespannt.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurde der Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Lockerungen wird es dennoch geben, wie auf der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen wurde.

So soll es eine schrittweise Öffnung des Einzelhandels geben, wenn die Zahl der Infektionen unter 50 je 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt.

An den Schulen soll es ab dem 15. März zunächst für die Klassen 5 und 6 wieder Präsenzunterricht geben.

Mittlerweile gibt es 323.445 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 300.632 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 8262 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 6. März)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 6. März, 18.06 Uhr: Sieben-Tages-Inzidenz steigt immer weiter an!

Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mitteilte, wurden am Samstag weitere 1209 Infektionen gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 323.445. Davon sind circa 300.632 genesen. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind bisher 8262 Menschen gestorben. Das waren 13 mehr als zum Vortag. Auch die Sieben-Tages-Inzidenz stieg weiter an. Der Wert lag im Vergleich zum Freitag (57,3) schon bei 59,3.

Update, 6. März, 10.22 Uhr: Appell an Unternehmen: Weiterhin Praktika für Studenten anbieten

Hochschulen, Wissenschaftsministerium, Arbeitsagentur und Südwestmetall appellieren an die Unternehmen im Land, weiterhin studienbegleitende Praktika und Themen für Abschlussarbeiten anzubieten. Die Angebote seien in in diesen herausfordernden Zeiten erkennbar unter Druck geraten und deutlich zurückgegangen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt. "Studienbegleitende Praktika und Abschlussarbeiten bieten eine wichtige Lern- und Orientierungsfunktion für beide Seiten."

Sie seien für Studierende wichtige Erfahrungen für eine spätere fachliche Orientierung und Berufswahl. Unternehmen lernten potenzielle Mitarbeitende kennen und könnten aktuelles Wissen aus Lehre und Forschung in die Praxis übertragen. Der Chef des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Wilfried Porth, sagte: "Eine Corona-Delle in der Praxisnähe eines Studiums können wir uns nicht leisten."

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) erklärte, nur mit qualifizierten, praxisorientierten Absolventen, den künftigen Fach- und Führungskräften, könnten sich Wirtschaft und Innovationskraft im Land weiterentwickeln.

Bastian Kaiser, Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, sagte, die Fachhochschulen seien auf ein breites Angebot an Praktika in Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und anderen Institutionen angewiesen. "Die Studierenden brauchen auch in der Corona-Zeit geeignete Möglichkeiten, ihre Praxissemester gewinnbringend zu nutzen und Abschlussarbeiten in Kooperation mit externen Partnern anzufertigen."

Update, 6. März, 7.30 Uhr: Heidelberger Chefvirologe: Teilimmunität könnte Mutationen fördern

Der Chefvirologe am Heidelberger Universitätsklinikum, Hans-Georg Kräusslich, hat Sorge, dass sich in der Phase zwischen Erst- und Zweitimpfung weitere Corona-Varianten bilden könnten. Mit Blick auf die von Bund und Ländern geplanten Lockerungen sagte er der Rhein-Neckar-Zeitung (Samstag):

"Besorgniserregend wäre insbesondere, wenn wir in den nächsten Wochen in eine Situation kämen, dass zahlreiche Menschen nach der Erstimpfung einen inkompletten Schutz haben und gleichzeitig sehr viele Infektionen stattfinden. Das wäre eine Brutstätte für die Selektion von Varianten, die möglicherweise dem Impfstoff entkommen könnten."

Wenn sich viele Menschen infizieren würden, die teilimmun, aber noch nicht richtig immun sind, dann sei die Warscheinlichkeit, dass sich das Virus dort festsetzen kann und resistente Varianten auftreten, höher, sagte der Virologe.

Ein Patient wird gegen das Coronavirus geimpft.
Ein Patient wird gegen das Coronavirus geimpft.  © Ted S. Warren/AP/dpa

Update, 5. März, 21.51 Uhr: Unternehmen in Grenzregion bekommen Hunderttausende Corona-Tests

Um weiter einen reibungslosen Grenzverkehr mit Frankreich und der Schweiz zu ermöglichen, will die Landesregierung Unternehmen mehrere Hunderttausend Schnelltests zur Verfügung stellen. Man habe eine Vereinbarung mit den zuständigen Wirtschaftskammern getroffen, Unternehmen in der Grenzregion kostenlos mit 300.000 Schnelltests aus dem Landesbestand zu versorgen, hieß es in einer Mitteilung der Landesregierung am Freitagabend. "Dieses zusätzliche Testangebot soll einen weiterhin reibungslosen Grenzverkehr in an der Grenze zu Frankreich und er Schweiz gewährleisten und einen freien Warenfluss ermöglichen", hieß es.

Angesichts des hohen Infektionsgeschehens in weiten Teilen Frankreichs sei es wahrscheinlich, dass auch die an Baden-Württemberg angrenzende französische Nachbarregion Grand Est als Virusvarianten- oder Hochinzidenzgebiet eingestuft werden könnte, hieß es. Das könne ebenso für die Schweiz gelten. Dann würde den Angaben zufolge eine Testpflicht bei der Einreise gelten.

"Das würde die sozial und wirtschaftlich eng verwobenen Grenzräume am Oberrhein, Hochrhein und Bodensee mit ihren rund 100.000 Grenzpendlern und Grenzgängern vor weitere große Herausforderungen stellen" hieß es weiter. 100.000 der PoC-Antigen-Schnelltest würden für den Einsatz in den Unternehmen sofort bereitgestellt, weitere 200.000 ab Mitte März.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte sich schon am Sonntag mit Blick auf die Entscheidung der Bundesregierung, die Einreise aus der französischen Region Moselle, die an Rheinland-Pfalz und das Saarland grenzt, zu erschweren, für eine umfassende Test-Strategie in den Grenzregionen ausgesprochen. Denkbar wäre aus seiner Sicht ein gemeinsam betriebenes deutsch-französisches und ein deutsch-schweizerischen Testzentrum, sagte er.

In einem Brief an Gesundheits- und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) erneuerte Strobl am Freitag seine Forderungen: "Wir müssen alles dafür tun, dass es gar nicht erst zur Feststellung eines Hochinzidenz- oder Virusvariantengebietes kommt", schrieb er darin. Er plädierte dafür, den Menschen in der Grenzregion grundsätzlich ein Testangebot zu machen. Dafür sei eine enge Abstimmung mit den Nachbarländern nötig. Strobl sprach sich zudem für die Einrichtung mobiler Test-Teams an verschiedenen Grenzübergängen aus. Der Brief lag der dpa vor.

Update, 5. März, 19.07 Uhr: Mannheimer OB: Inzidenz darf nicht einziger Maßstab sein

Der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) begrüßt zwar die neue Lockerungspolitik von Bund und Ländern, sieht die Grundlage dafür aber kritisch. "Wir haben einen monatelangen Lockdown hinter uns, der nicht wirklich konsequent und daher auch kein voller Erfolg war. Daher war ein Strategiewechsel richtig", sagte der Rathauschef der zweitgrößten Stadt in Baden-Württemberg dem Mannheimer Morgen (Samstag).

Dass es jetzt klare Wenn-Dann-Szenarien gibt, sei auf alle Fälle positiv. "Kritischer sehe ich, dass das sehr mechanisch angelegt ist und die Inzidenz der einzige Maßstab sein soll", sagte Kurz.

Wichtig sei die Situation in den Krankenhäusern und auch, inwieweit sich Infektionsketten nachverfolgen lassen. "Eine große Erleichterung könnte da die neue Luca-App sein", sagte der Oberbürgermeister der Zeitung weiter. "Wenn sie in breitem Umfang eingesetzt und angenommen wird, macht das die Nachverfolgung sehr viel einfacher."

Update, 5. März, 18.22 Uhr: Abstand halten im Präsenzunterricht: Opposition kritisiert Eisenmann

Wenn die Fünft- und Sechstklässler übernächsten Montag wieder alle auf einmal in die Schule zurückkehren, sollen sie im Unterricht die Corona-Abstandsregeln einhalten. Darüber hat Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Freitag die Schulen im Land informiert. Doch wie die Schulen das bewerkstelligen sollen - etwa durch die Teilung von Klassen -, darüber steht nichts in dem Brief.

Die Opposition aus SPD und FDP warf der Ministerin vor, die Schulen allein zu lassen. "Ob überall ausreichend große Räume zur Verfügung stehen, ist sehr zweifelhaft", sagte FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke der dpa in Stuttgart. Offensichtlich seien die Konsequenzen der vollständigen Rückkehr nicht bedacht worden. Ex-Kultusminister und SPD-Chef Andreas Stoch hielt Eisenmann und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vor, niemand wisse, wie das organisiert werden solle. Unklar sei etwa, wie die Aufsichtspflicht gewährleistet werden soll, wenn Lehrerinnen oder Lehrer in zwei Räumen gleichzeitig unterrichten.

Eine Ministeriumssprecherin teilte der dpa auf Anfrage mit: "Da die Schulgebäude in weiten Teilen derzeit noch leer stehen, bestehen vor Ort schulorganisatorische Spielräume, um den Abstands- und Hygieneregeln Rechnung zu tragen. Sind die nutzbaren Räume groß genug, müssen die Klassen dafür nicht zwingend geteilt werden. Die Teilung und Verteilung auf unterschiedliche Räume ist aber durchaus möglich." Das hänge von der Situation vor Ort ab. Wie Schülerinnen und Schüler gleichzeitig in mehreren Räumen betreut werden sollen, erläuterte sie nicht.

Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagte der dpa: "Wir haben vereinbart, dass die AHA-Regeln gelten. Das muss die Kultusministerin sicherstellen." So könnten etwa Musik- oder Festsäle genutzt werden. Wenn aber die Klassen wegen Platznot geteilt werden müssten, benötige man zusätzliches Personal.

"Eisenmann muss sicherstellen, dass auch die Kinder im zweiten Klassenzimmer betreut werden." Dafür müssten Referendare, Lehramtsstudenten oder andere pädagogische Fachkräfte eingesetzt werden.

Der Philologenverband hatte die Vorgabe des Ministeriums ebenfalls kritisiert. Verbandschef Ralf Scholl sagte der dpa, er frage sich, wie das gehen solle, dass die Lehrkräfte in mehreren Räumen gleichzeitig unterrichten sollen. "Die Aufsichtspflicht ist dann wohl aufgehoben."

Update, 5. März, 18.11 Uhr: 1070 neue Fälle, 35 Tote

Wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mitteilt haben sich in Baden-Württemberg weitere 1070 Menschen und damit insgesamt 322.236 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Insgesamt sind 299.763 Menschen von ihrer Erkrankung wieder genesen. Weitere 35 und damit insgesamt 8249 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt in Baden-Württemberg auf 57,3.

Das Coronavirus breitet sich im Südwesten weiter aus und lässt die Inzidenzwerte steigen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts liegen nur noch die Stadt Heilbronn, der Enzkreis, der Schwarzwald-Baar-Kreis sowie die Landkreise Tübingen und Böblingen unter einer Marke von 35 Infektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Die Kreise Rottweil und Schwäbisch Hall liegen mit 112,2 beziehungsweise 150,4 im dreistelligen Bereich. 13 Stadt- und Landkreise liegen zwischen 35 und 50, 24 Kreise zwischen 50 und 100. Das sind die Bereiche, für die stufenweise Lockerungen in den kommenden Wochen in Sicht sind.

Seit Ende Dezember wurden der Stuttgarter Behörde den Angaben nach 6664 Fälle mit Hinweisen auf Virusvarianten übermittelt. Dies betrifft mit 5380 Fällen vor allem den Typ B.1.1.7, der zuerst in Großbritannien entdeckt worden war. Der Anteil an Nachweisen sogenannter "besorgniserregender Varianten" lag in der vergangenen Woche bei mehr als 50 Prozent. Er steigt seit Wochen kontinuierlich.

614.722 Menschen in Baden-Württemberg sind den Daten zufolge inzwischen ein erstes Mal gegen das Virus geimpft worden. Das waren 23.113 mehr als am Vortag. Knapp die Hälfte davon (300.339, plus 7803) hat auch schon eine zweite Schutzimpfung bekommen.

Von 2436 betreibbaren Intensivbetten sind im Moment gut 85 Prozent belegt. Diese werden aber nicht nur für Corona-Patienten genutzt. Der Anteil freier Betten dient jedoch als wichtiger Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems und die freien Reserven.

In baden-Württemberg wurden über 1000 neue Infektionen bekannt.
In baden-Württemberg wurden über 1000 neue Infektionen bekannt.  © Oliver Berg/dpa

Update, 5. März, 11.25 Uhr: Kretschmann beklagt "ernste Versäumnisse" bei Selbsttests im Bund

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dem Bund "ernste Versäumnisse" wegen der späten Bestellung von Corona-Selbsttests vorgehalten.

Er verstehe nicht, warum der Bund hier nicht schneller und umfangreicher gehandelt habe, sagte der Grüne am Freitag bei der Sondersitzung des Landtags in Stuttgart zu den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern. "Da ist leider noch nichts passiert." Erst seit kurzem gebe es eine gemeinsame Plattform von Bund und Ländern, um Schnelltests in großem Stil zu bestellen. "Wir verlieren da leider wieder wertvolle Zeit", beklagte Kretschmann.

Der Regierungschef geht trotzdem davon aus, dass es möglich ist, von Montag an allen Bürgerinnen und Bürgern einen kostenlosen Schnelltest anzubieten. "Bei allen Tests soll das Ergebnis dokumentiert werden."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor in Berlin erklärt, es seien für alle Bürger ab kommender Woche ausreichend Tests vorhanden. Das werde nicht überall gleich an diesem Montag der Fall sein, aber viele Bundesländer hätten angekündigt, loslegen zu wollen. "Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da", betonte Spahn.

Auch Selbsttests für zu Hause kämen jetzt auf den Markt, Hersteller hätten signalisiert, 20 Millionen pro Woche herstellen zu können, erklärte der Minister.

Er bot sich den Ländern als "Kontaktbörse" an, um Kontakt zu Testherstellern zu vermitteln, damit Tests etwa für Schulen und Kitas bestellt werden könnten.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 5. März, 6 Uhr: Eisenmann steht zu Lockerungen auf Kreisebene

CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann hat die stärkere Lockerung des Corona-Lockdowns für Stadt- und Landkreise mit niedrigen Infektionszahlen verteidigt.

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. "Den Vorwurf, dass nun ein Flickenteppich entstehe, kann ich nachvollziehen", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Aber das Land sei nun mal von regionalen Besonderheiten und Erwartungen geprägt und die regionalen Inzidenzen gingen sehr weit auseinander.

"In einem Flächenland wie Baden-Württemberg wäre es deshalb ungerecht, wenn ein Einzelhändler auf der Ostalb, in Böblingen oder in Freudenstadt bei sehr niedriger Inzidenz nicht öffnen darf, weil der Wert zum Beispiel im Landkreis Schwäbisch Hall momentan noch weit über 100 liegt", so Eisenmann.

Eisenmann und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatten sich am Donnerstagabend nach langen Diskussionen darauf geeinigt, die Inzidenz der Kreise als Maßstab für Öffnungen zu nehmen.

Das heißt, in Kreisen, die stabil unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegen, kann der Einzelhandel schrittweise öffnen. Man hatte darüber diskutiert, die landesweite Inzidenz als Maßstab zu nehmen, um Einkaufstourismus zu vermeiden.

Doch das hätte bedeutet, dass es auf Sicht kaum eine größere Lockerung gegeben hätte. Denn die landesweite Inzidenz steigt seit etwa zwei Wochen stetig und liegt mittlerweile bei 56,3 (Stand: Donnerstag 16 Uhr).

Eisenmann sagte der dpa weiter: "Es geht um Perspektiven für die Menschen, insbesondere für die Einzelhändler." Sie mahnte zugleich: "Auch bei den vorsichtigen Öffnungsschritten, die wir jetzt unternehmen, müssen wir alle gemeinsam alles daran setzen, dass das Virus in seiner weiteren Ausbreitung gehindert wird."

Die CDU-Frau fügte hinzu: "Die nun entstehende Situation zeigt, wie wichtig es ist, endlich eine erweiterte Teststrategie umzusetzen, um von der reinen Inzidenz-Fokussierung wegzukommen."

Der Beschluss von Bund und Ländern, den Baden-Württemberg nun umsetzen will, sieht vor, dass vom kommenden Montag an bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 der Einzelhandel wieder öffnen kann - allerdings mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 10 Quadratmeter beziehungsweise 20 Quadratmeter je nach Verkaufsfläche.

Möglich sind dann auch die Öffnung von Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten sowie auch kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen mit bis zu maximal zehn Personen im Außenbereich, auch auf Außensportanlagen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU).
Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU).  © Marijan Murat/dpa

Update, 4. März, 18.35 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter

Wie das baden-württembergische Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden am Donnerstag 1276 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 321.166. Davon sind circa 298.839 inzwischen genesen. Im Zusammenhang mit Covid-19 starben bisher 8214, was 30 Todesfälle mehr als zum Vortag waren.

Zudem stieg die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner, weiter. Im Vergleich zum Mittwoch (54,4) lag der Wert inzwischen bei 56,3.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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