Corona in Baden-Württemberg: Starker Anstieg der Inzidenz, 4813 Neu-Infektionen!

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland ist angespannt, die Infektionszahlen steigen exponentiell.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurde die Notbremse gezogen und die Corona-Maßnahmen verschärft.

Am 13. April hat die Bundesregierung daher strengere Regelungen beschlossen.

Die Corona-Verordnung des Landes zwingt Kreise mit hohen Infektionszahlen, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung zu verhängen.

Sobald ein Stadt- oder Landkreis an 3 Tagen in Folge den Wert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet und zugleich ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt, muss der Kreis handeln.

An Schulen soll der Präsenzunterricht nur mit zwei Coronatests pro Woche gestattet werden. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden.

Mittlerweile gibt es 417.504 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 363.966 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 9146 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 21. April)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 21. April, 18.23 Uhr: Starker Anstieg der Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg!

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist deutlich gestiegen. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Mittwoch (16 Uhr) im Schnitt 182,9 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Dienstag lag der Wert noch bei 172,5.

Es liegen nur noch 3 der 44 Stadt- und Landkreise unter der 100er-Inzidenz und die sind in Südbaden: der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 67,1, die Stadt Freiburg mit 89,1 und der Kreis Emmendingen knapp mit 99,8. 25 Kreise liegen zwischen 100 und 200, 16 über der 200er-Marke. Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Heilbronn (314,4) auf, es folgen Schwäbisch Hall mit 273,9 und Rottweil mit 273,1.

Die Zahl der bestätigten Fälle seit Pandemiebeginn stieg um 4813 auf 417.504. 33 weitere Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit. Die Zahl der Toten stieg damit auf 9146. Als genesen gelten 363.966 Menschen (plus 2326).

Update, 21. April, 7.28 Uhr: Rätseln um Freiburgs niedrige Corona-Zahlen

Freiburg und seine Umgebung schneiden derzeit bei den Corona-Zahlen in Baden-Württemberg am besten ab - trotz der Nähe zum Hochinzidenzgebiet Frankreich. Über die Gründe dafür könne man nur mutmaßen, teilte die Stadt Freiburg auf dpa-Anfrage hin mit. Möglicherweise liege es an der Wirtschaftsstruktur.

"Freiburg hat wenig produzierendes Gewerbe, so dass die Menschen eher in Branchen arbeiten, in denen Homeoffice besser möglich ist", hieß es. Auch die hohe Akademisierung in Freiburg als Uni- und Forschungsstadt könne eine Rolle spielen. Die Verwaltung kommuniziere außerdem intensiv über die Maßnahmen, etwa mit Hilfe der sozialen Medien und digitaler Corona-Sprechstunden. Weniger getestet als anderswo werde nicht, hieß es.

Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Freiburg laut Landesgesundheitsamt bei 74,4. Im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, der Freiburg nahezu umschließt, lag der Wert noch niedriger: bei 69,8. Der Schnitt fürs gesamte Land beträgt dagegen 172,5. Der Virologe Hartmut Hengel von der Uniklinik Freiburg hatte zuletzt der "Badischen Zeitung" gesagt, eine abschließende wissenschaftliche Erklärung für die niedrigen Zahlen in der Region gebe es nicht - und ein größerer Ausbruch könne die Lage schnell verändern.

Update, 21. April, 6.05 Uhr: Nachhilfeschulen leiden unter Corona

Einkommenseinbußen bei den Eltern, null Bock auf weiteren Online-Unterricht bei den Kindern - die Nachhilfeschulen haben in der Corona-Krise einen schweren Stand. Bereits jetzt haben drei Prozent der vor der Corona-Krise noch 4000 Nachhilfeschulen aufgegeben, sagt Cornelia Sussieck, Vorsitzende des Bundesverbandes Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN/Solingen). Die Nachhilfeschulen seien in der Corona-Krise von der Politik übergangen worden.

"Der Schulunterricht auf Sparflamme in der Pandemie hinterlässt bei vielen Schülern Wissenslücken - doch wir als Profis im Umgang mit Defiziten werden von der Politik nicht einbezogen", klagt die Verbandschefin.

Nach ihrer Einschätzung braucht etwa die Hälfte der Schüler aller Klassenstufen Hilfe, um den während der Schulschließungen entgangenen Unterrichtsstoff aufzuholen. "Die Kinder und Jugendlichen befinden sich gerade in einer Blase - bei der Rückkehr in den Regelbetrieb wird es für viele ein böses Erwachen geben."

Statt Zusatzunterricht über die Nachhilfeschulen zu organisieren, so Sussieck, richte sich der Blick der Bildungspolitiker auf Lehramtsstudenten, Pensionäre und Volkshochschulen. "Wir brauchen ein solches Parallelsystem nicht - unsere Schulen werden von Schulämtern und Regierungspräsidien bereits überwacht." Der VNN geht von einer Milliarde Umsatz im Jahr aus, wobei 360 Millionen Euro auf institutionelle Nachhilfe und 640 Millionen Euro auf den Schwarzmarkt entfielen.

Der VNN habe seit Beginn der Corona-Krise 120 Briefe an Bildungspolitiker von Bund und Ländern geschrieben, um über Fördermaßnahmen mitdiskutieren zu können - mit schwacher Resonanz, wie Sussieck berichtet. Klar ist nur, dass eine Milliarde Euro für Nachhilfe fließen wird.

Das Bundesbildungsministerium betont, man sei sich mit den Ländern einig, dass sie als Verantwortliche für schulische Bildung die Hilfe in den bestehenden Strukturen verwirklichen. "Von daher ist es begrüßenswert, wenn die professionellen Nachhilfeeinrichtungen in erster Linie mit den Ländern über Konzepte der Soforthilfe sprechen", so das Ressort von Anja Karliczek (CDU).

Mathe geht nicht jedem leicht von der Hand.
Mathe geht nicht jedem leicht von der Hand.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. April, 18.18 Uhr: Inzidenz in Baden-Württemberg steigt wieder an

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist wieder leicht gestiegen. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Dienstag (16 Uhr) im Schnitt 172,5 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Montag hatte die Inzidenz 170,5 betragen, am Sonntag 173,4 und am Dienstag vergangener Woche 160,9.

Weiter liegen alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg über der 50er-Inzidenz. Nur unterhalb dieser Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß. 39 Kreise reißen die 100er-Schwelle, zwölf gar die 200er-Marke. Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Heilbronn (289,4) auf, die niedrigste der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (69,8).

Die Zahl der bestätigten Fälle seit Pandemiebeginn stieg um 3841 auf 412.691. 28 weitere Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit, die Zahl der Toten stieg damit auf 9113. Als genesen gelten 361.640 (plus 1771).

Update, 20. April, 13.40 Uhr: Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg hält Geschäft trotz Corona stabil

Der Elektromotoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg hat seine Geschäfte im Jahr 2020 trotz Corona-Pandemie stabil halten können. Beim Umsatz legte das Unternehmen aus Künzelsau sogar noch leicht um ein Prozent auf 639 Millionen Euro zu, wie es am Dienstag mitteilte.

Auch das Ergebnis fiel besser aus als im Jahr davor. Details dazu nennt Ziehl-Abegg grundsätzlich nicht. "Das Jahr 2020 glich einer Achterbahnfahrt: Grenzschließungen, Materialabriss, Umsatzeinbruch und Auftragsanstieg wechselten sich rasant ab", sagte Vorstandschef Peter Fenkl laut Mitteilung.

Im laufenden Jahr deute die bisherige Entwicklung auf einen weiteren Umsatzzuwachs hin. "Wir haben in der Krise weltweit mehrere große Bauvorhaben gestartet und in Maschinen investiert – so ist Ziehl-Abegg nun in der Lage, das Wachstum abzufangen", sagte Fenkl.

Allerdings werde die Produktion ebenso wie der Vertrieb durch die Corona-Regelungen deutlich behindert. Dazu kämen eine globale Verknappung von Bauteilen und die allgemeine Unsicherheit der Pandemie. "Keiner weiß, ob nächste Woche wieder eine Talfahrt beginnt", sagte Fenkl.

Update, 20. April, 11.55 Uhr: Landesbischof: Kirche muss Verantwortung für Allgemeinheit übernehmen

Die Kirche muss aus Sicht des evangelischen Landesbischofs von Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, Verantwortung für das öffentliche Gemeinwesen übernehmen. "Das bedeutet für mich heute Volkskirche sein und bleiben", sagte er am Dienstag zum Auftakt der Frühjahrstagung der Landessynode. "Glaube ist doch eher Privatsache." Aber die Menschen müssten erfahren, welche Kraft im Glauben steckt. "Kirche ist eine sorgende Gemeinschaft."

Gerade in Corona-Zeiten wüchsen Spannungen, die Pandemie verschärfe bestehende Ungleichheit, sagte Cornelius-Bundschuh in seinem "Bericht zur Lage". "Polarisierungen nehmen zu. Nicht nur in sozialen Netzwerken." Christen müssten hören, wer in welcher Situation nach Gott fragt. «Dafür brauchen wir kirchliche Präsenz vor Ort», sagte der Landesbischof.

"Aber wir werden nicht mehr an jedem Ort alles machen können." So viel wie möglich sollte nah an der Ebene entschieden werden, "die für die Menschen in ihrem Alltag relevant ist". Wichtig sei dabei auch die Kooperation mit anderen Gruppen.

Die Landessynode ist neben dem Landesbischof, dem Landeskirchenrat und dem evangelischen Oberkirchenrat eines der vier landeskirchlichen Leitungsorgane. In das sogenannte Kirchenparlament werden Vertreter aus den Regionen gewählt, aber auch Mitglieder gezielt berufen. Mit 73 Synodalen ist es etwas geschrumpft. Mehr als 60 Prozent sind neu dabei, darunter auch erstmals vier Jugendsynodalen unter 27 Jahren.

Die 13. Landessynode kommt - coronabedingt ein halbes Jahr verspätet - zum ersten Mal bei einer digitalen Tagung zusammen. Das Gremium wählt bis Donnerstag etwa das Präsidium und die Bischofswahlkommission, die den Nachfolger von Cornelius-Bundschuh bestimmen soll. Er geht zum April 2022 mit dann fast 65 Jahren in den Ruhestand.

Die evangelische Landeskirche in Baden mit Sitz in Karlsruhe hatte Ende 2019 rund 1,12 Millionen Mitglieder (2018: 1,14 Millionen). Zahlen für das vergangene Jahr sollen im Sommer vorgelegt werden.

Jochen Cornelius-Bundschuh, Landesbischof der evangelischen Landeskirche in Baden, aufgenommen in seinem Dienstzimmer.
Jochen Cornelius-Bundschuh, Landesbischof der evangelischen Landeskirche in Baden, aufgenommen in seinem Dienstzimmer.  © Uli Deck/dpa

Update, 19. April, 18.15 Uhr: Zahl der Infizierten steigt weiter an

Wie das Landesgesundheitsamt meldet, haben sich in Baden-Württemberg weitere 1198 Menschen und damit insgesamt 408.850 Menschen infiziert.

Die Zahl der Genesenen steigt auf 359.869. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind weitere 22 und damit insgesamt 9085 Menschen gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 170,5. Am Montag sind die Fallzahlen allerdings meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Im Vergleich zu Montag vor einer Woche lagen die Werte um knapp 27 Fälle höher.

Laut Landesgesundheitsamt (Stand: 16.00) lagen bei der Inzidenz 12 (minus 1) der 44 Stadt- und Landkreise über der 200er und nur 5 unter der 100er Marke. Baden-Württemberg rangiert hier unter den Bundesländern auf dem viertletzten Rang - nur Bayern, Sachsen und Thüringen haben noch höhere Werte.

Am höchsten ist der Inzidenzwert im Südwesten weiterhin in der Stadt Heilbronn mit 276,5, es folgen der Landkreis Schwäbisch-Hall mit 268,3 und der Landkreis Heilbronn mit 264,8. Am niedrigsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 73,6, gefolgt von der Stadt Freiburg mit 74,0. Erst unterhalb der 50er-Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß.

Den Angaben zufolge sind 2082 Intensivbetten von 2410 belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 65 797 Fälle mit Hinweisen auf "besorgniserregende Varianten" übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B1.351) entdeckt worden waren. Ihr Anteil liegt im Südwesten inzwischen bei 93 Prozent.

Die Zahl der Infektionen steigt weiter an.
Die Zahl der Infektionen steigt weiter an.  © Oliver Berg/dpa

Update, 19. April, 17.10 Uhr: Sozialministerium: Tests doch nicht bei allen Schulen angekommen

Das Sozialministerium hat eingeräumt, dass die versprochenen Schnelltests doch nicht rechtzeitig zur Wiedereröffnung bei allen Schulen im Land angekommen sind. Es habe Probleme mit den Lieferanten gegeben, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Zum einen seien die Tests teilweise erst am Freitagnachmittag an die Kommunen ausgeliefert worden, weshalb eine Weiterverteilung kaum mehr möglich war.

Zum anderen liege es daran, "dass entgegen der Zusicherung von zwei Lieferanten die vollständige Auslieferung an die Kommunen bis Freitag nicht erfolgt ist".

Ob betroffene Schulen wegen fehlender Tests nun nicht öffnen konnten, ist unklar. Das Kultusministerium hatte allerdings erklärt: "Ohne entsprechende Testungen ist keine Schulöffnung möglich." Entweder müssten dann die Schulträger oder Schulen in Vorleistung gehen oder es finde kein Präsenzunterricht statt. Das Sozialministerium erklärte am Montag, eine genaue Übersicht der betroffenen Schulen liege derzeit nicht vor, weil sich die Situation ständig ändere.

Die Sprecherin versicherte: "Die vollständige Auslieferung der ersten Tranche an die Kommunen wird diese Woche erfolgen." Eigentlich sollten bis Freitag 4,4 Millionen Tests ausgeliefert werden, um einen sicheren Schulstart möglich zu machen.

Die Sprecherin ergänzte: "Bereits heute wurden weitere Lieferungen in Auftrag gegeben, mit denen bis zu 5,4 Millionen Tests an die Kommunen in der nächsten und übernächsten Woche abgegeben werden sollen." Dort, wo die Lieferung stocke, werde das Ministerium kurzfristig für Abhilfe sorgen.

Update, 19. April, 16.04 Uhr: Nach Quarantäne: Sandhausen trainiert wieder - und zieht ins Hotel

Die Profis des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen sind nach einer zweiwöchigen Quarantäne am Montag wieder ins Training eingestiegen. Ab Mittwoch wird der komplette Profikader vorübergehend ein Hotel beziehen. Durch diese Maßnahme sollen weitere Corona-Infektionen verhindert werden.

"Unabhängig davon, welche Entscheidung die Deutsche Fußball-Liga bezüglich möglicher Quarantäne-Hotels treffen wird, haben wir für uns entschieden, dass wir uns von Mittwoch bis Sonntag ins Hotel begeben werden", sagte der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca der dpa.

In dieser Zeit finden die Heimspiele gegen den Hamburger SV (Donnerstag) und Hannover 96 (Sonntag) statt. Insgesamt muss der SVS diese Saison noch sieben Begegnungen in 31 Tagen absolvieren. "Ich spüre eine Jetzt-erst-recht-Mentalität", sagte Kabaca.

"Sportlich ist der Terminplan natürlich ein Nachteil. Es bringt aber nichts, wenn wir jammern. Wir müssen die Situation annehmen und die Ergebnisse der Konkurrenz, die Federn gelassen hat, geben mir Kraft und Hoffnung."

Beim Trainings-Neustart des Tabellen-17. waren auch die zuletzt positiv auf das Coronavirus getesteten Mittelfeldspieler Denis Linsmayer und Ivan Paurevic wieder dabei. Das Duo musste im Vorfeld einen medizinischen Check absolvieren, bei dem die Organe überprüft wurden.

Die Schnelltests aller Profis seien am Montag indes negativ ausgefallen, hieß es. Torhüter Stefanos Kapino und ein nicht namentlich genannter weiterer Spieler, die sich ebenfalls mit dem Virus infiziert hatten, gehören vorerst noch nicht zum Aufgebot. Ihnen gehe es aber ebenfalls besser, berichtete Kabaca.

Update, 19. April, 15.26 Uhr: Run auf Impftermine für über 60-Jährige

Manch ein über 60-jähriger Baden-Württemberger wählte sich am Montag die Finger wund, ohne einen Impftermin zu ergattern - andere hatten Glück. Zum ersten Mal war die Vergabe von Impfzeiten für diese Altersgruppe geöffnet.

Bisher musste man mindestens 70 Jahre alt sein oder Vorerkrankungen oder einen bestimmten Beruf haben. Das Sozialministerium war von einem großen Andrang ausgegangen und hatte vor allem die über 70-Jährigen vergangene Woche noch einmal aufgerufen, sich noch schnell einen Termin geben zu lassen.

Zuletzt hätten die Impfstofflieferungen deutlich zugenommen, gleichzeitig seien Termine für Impfungen mit Astrazeneca in einzelnen Zentren freigeblieben, hieß es. Laut Ministerium haben die Impfwilligen keinen Einfluss darauf, welchen Impfstoff sie bekommen. Dies entscheiden die Impfzentren. Wem der verwendete Impfstoff nicht passt, dem stehe der Weg über eine Hausarztpraxis offen, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) resümierte: "Die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sind abgeschlossen. Die große Mehrheit der über 80-Jährigen in Baden-Württemberg ist geimpft." Über die Warteliste der über 80-Jährigen konnte laut Lucha über 160.000 Menschen geholfen werden, sie sei abgearbeitet.

In der vergangenen Woche wurden etwa eine Million Termine in Baden-Württemberg vergeben, Lucha zufolge ein neuer Rekord.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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