Coronavirus im Norden: European Open finden doch statt!

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land weiter fest im Griff - im Norden steigen die Infektionszahlen seit ein paar Tagen wieder deutlich an.

Polizisten kontrollieren das Alkoholverbot in der Schanze.
Polizisten kontrollieren das Alkoholverbot in der Schanze.  © Daniel Bockwoldt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 5820 Menschen an dem neuartigen Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 3744 Fälle bekannt, in Bremen 1803, in Mecklenburg-Vorpommern 959 und in Niedersachsen 14.954. (Stand 13. August, 21.30 Uhr) 

Am 23. März wurde zunächst ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.  

Inzwischen einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen. 

Es gilt jedoch weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem  +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 13. August, 21.32 Uhr: Fünf neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag fünf weitere Corona-Infektionen registriert worden. 

Damit ist die Zahl der landesweit nachgewiesenen Fälle auf 959 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die neuen Fälle traten in den Kreisen Nordwestmecklenburg (3) und jeweils einer im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und in Rostock auf. 

Die Zahl der Menschen, die im Nordosten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, blieb bei 20. Als genesen gelten schätzungsweise 855 der Infizierten. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 49 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 13. August, 21.10 Uhr: Hamburger Tennisturnier soll stattfinden

Die European Open fanden zuletzt im vergangenen Jahr in Hamburg statt.
Die European Open fanden zuletzt im vergangenen Jahr in Hamburg statt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Für die Hamburg European Open 2020 ist doch noch ein neuer Termin gefunden worden. 

Das traditionsreichste Tennisturnier Deutschlands soll in diesem Jahr vom 19. bis 27. September am Rothenbaum stattfinden. "Wir haben die ATP informiert, dass wir in der Woche vor den French Open unser Turnier veranstalten wollen. 

Und wir erwarten die Bestätigung im ATP-Turnierkalender, der an diesem Freitag verkündet wird", sagte Turnierdirektorin Sandra Reichel am Donnerstag. "Ich bin sehr happy für die Hamburger Tennisfans. Unser Ziel war es immer, dass unser modernisiertes Rothenbaum-Stadion in diesem Jahr noch in einem würdigen Rahmen eingeweiht werden kann."

Corona-bedingt hatte die Herren-Profiorganisation ATP-500er-Turnier Mitte Juli abgesagt. "Die Verhandlungen mit unseren Partnern, der ATP, der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Deutschen Tennis Bund waren zeitintensiv, da für die Covid-19-konforme Organisation einer Großveranstaltung natürlich viel Klärungsbedarf besteht und ein solches Event für uns als Veranstalter auch ein finanzielles Risiko birgt", sagte Sandra Reichel.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 13. August, 20.53 Uhr: 30 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages um 30 gestiegen. 

Wie die Landesregierung am Donnerstagabend mitteilte, wurden bisher - Stand Mittwochabend - insgesamt 3744 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben 158 Menschen, diese Zahl hat sich nicht erhöht. 

Im Krankenhaus werden 20 Corona-Patienten behandelt. Rund 3300 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 13. August, 16.39 Uhr: Tui Cruises verlangt negativen Corona-Test von Passagieren

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen.
Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hamburg – Passagiere der Kreuzfahrtreederei Tui Cruises dürfen ab September nur noch mit einem negativen Corona-Test an Bord. 

Die Regelung betreffe alle Abfahrten der Mein-Schiff-Flotte, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Kosten für den Test seien bereits im Reisepreis inbegriffen. "Über weitere Einzelheiten werden alle Gäste automatisch und rechtzeitig vor Reisebeginn informiert", hieß es weiter.

Nach monatelanger Zwangspause bietet Tui Cruises seit Juli wieder Kreuzfahrten von deutschen Häfen an. Der Neustart begann zunächst mit einem dreitägigen Rundtrip auf der Nordsee und ohne Landgang. 

Ab September will die Reederei nach eigenen Angaben ihr Angebot erweitern. Demnach sollen dann siebentägige Kreuzfahrten mit der "Mein Schiff 6" ab und bis zur griechischen Insel Kreta mit Landausflügen möglich sein.

"Damit die hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards auch hier eingehalten werden, erfolgen die Landgänge von Piräus, Kreta und Korfu aus bis auf weiteres ausschließlich durch, von TUI Cruises vermittelte, organisierte Landausflüge", heißt es aus dem Unternehmen. 

Update, 13. August, 14.30 Uhr: Corona-Infektionen in drei Kieler Schulen

Kiel - In drei Kieler Schulen sind nach einzelnen Corona-Fällen jeweils eine Jahrgangsstufe vorerst geschlossen worden. 

Die Kinder der Jahrgangsstufen seien in häuslicher Quarantäne, bis alle ihre Corona-Testergebnisse vorlägen, teilte eine Sprecherin des Bildungsministeriums am Donnerstag mit. 

In den drei Schulen sei jeweils ein Kind positiv auf Corona getestet worden, woraufhin als Schutzmaßnahme die Jahrgangsstufen nach Hause geschickt worden seien.

Am Donnerstag musste rund 130 Schüler des 9. Jahrgangs einer Gemeinschaftsschule in häusliche Quarantäne sowie die Lehrkräfte. 

Update, 13. August, 12.23 Uhr: Wieder deutlicher Anstieg der Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist am Donnerstag wieder deutlich um 47 gestiegen. Am Tag zuvor waren es noch 28, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5820 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach 21 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, zwei mehr als am Vortag. Unverändert liegen acht von ihnen auf Intensivstationen. 

Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Update, 13. August, 10.23 Uhr: Wesermarsch-Landrat positiv auf Corona-Virus getestet

Brake - Der Landrat des Wesermarsch-Kreises, Thomas Brückmann, hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Das teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Der parteilose Politiker befindet sich bereits seit einer Woche in häuslicher Quarantäne. 

Ein erstes Testergebnis sei am vorigen Samstag negativ ausgefallen. Dann habe Brückmann am Sonntag erste Symptome in Form hohen Fiebers gezeigt. Ein zweiter Test habe dann ein positives Ergebnis ergeben. Seit Mittwoch sei der Landrat fieberfrei.

"Gesundheitliche Einschränkungen liegen nicht vor. Landrat Thomas Brückmann befindet sich im Home-Office und leitet die Amtsgeschäfte von zuhause aus", hieß es in einer Mitteilung. 

Abhängig von einer weiteren Testung kommende Woche dauere die Quarantäneanordnung bis etwa Ende der nächsten Woche an.

Update, 13. August, 9 Uhr: Tui macht Milliardenverlust

Hannover - Wegen der Corona-Pandemie musste der weltgrößte Tourismuskonzern Tui fast alle Reisen stoppen und absagen. 

Daher verlor das Unternehmen rund 1,4 Milliarden Euro

Update, 13. August, 8.09 Uhr: Krankenhäuser müssen Tests für Mitarbeiter selbst zahlen

Eine Biologielaborantin bringt Proben auf das SARS-CoV-2-Virus zu einem Analysegerät.
Eine Biologielaborantin bringt Proben auf das SARS-CoV-2-Virus zu einem Analysegerät.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Die Hamburger Krankenhäuser müssen die regelmässigen Corona-Tests für ihre Beschäftigten bislang selbst bezahlen. Das sei unfair gegenüber den Krankenhäusern, sagte Claudia Brase, die Geschäftsführerin der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. 

Sowohl die Beschäftigten an Schulen als auch die Rückkehrer aus Risikogebieten müssten für die Tests nicht selbst aufkommen, auch hätten andere Bundesländer für die Krankenhäuser bereits Regelungen geschaffen. 

"Unsere Mitarbeiter fühlen sich dadurch nicht wertgeschätzt von der Politik", sagte Brase. Die Krankenhäuser würden finanziell zusätzlich belastet. Ein Test kostet 60 bis 90 Euro.

Hintergrund ist eine Verwaltungsregelung, die in Hamburg noch nicht umgesetzt wurde. Danach müssen die Krankenhäuser bei den Gesundheitsämtern einen Plan für die regelmäßigen und die anlassbezogenen Tests in ihren verschiedenen Abteilungen vorlegen und genehmigen lassen. 

Dann können die Krankenkassen die Kosten erstatten. Das haben die Hamburger Gesundheitsämter, die der Gesundheitsbehörde unterstehen, noch nicht getan. "Vermutlich liegt es an einem Bürokratie-Versagen", sagte Brase. Die Sozialbehörde hat sich dazu noch nicht geäußert.

Ein ähnliches Problem beklagen die niedergelassenen Ärzte für ihre Arzthelferinnen und Sprechstundenhilfen. Sie müssten in einigen Bundesländern Corona-Tests aus ihrer eigenen Tasche bezahlen, um ihren Beruf ausüben zu können. 

"Das ist zutiefst beschämend und widerspricht dem gesunden Gerechtigkeitsempfinden", sagte die Augenärztin Frauke Wulf-Homilius, Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen der Ärztevereinigung Virchowbund.

Update, 13. August, 7.49 Uhr: Nur rund 300 Hamburger Lehrer haben Attest aus Sorge vor Corona

Hamburg - In Hamburg haben sich lediglich 1,65 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer aus Sorge vor einer Corona-Infektion vom Präsenzunterricht befreien lassen. 

Nach Angaben der Schulbehörde vom Donnerstag legten 301 der 20.037 Lehrkräfte ein ärztliches Attest vor. 

Die Zahlen der Behörde basieren auf einer Abfrage von 370 Schulen.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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