"Merz muss weg": Rechte Demo trifft auf lautstarken Gegenprotest
München - Am Samstagnachmittag demonstrierten auf dem Münchner Königsplatz zahlreiche Teilnehmer eines rechten Bündnisses unter dem Motto "Merz muss weg" gegen hohe Mieten, steigende Preise und Aufrüstung. In unmittelbarer Nähe formierte sich breiter linker und antifaschistischer Gegenprotest.
Kritiker sagten, die Organisatoren würden soziale Probleme nutzen, um Stimmung für die AfD zu machen.
Das Gegenbündnis befürchtet außerdem, dass dabei gegen Migranten und queere Menschen Stimmung gemacht werde. Insgesamt nahmen 350 Menschen an der "Merz muss weg"-Demo teil, weniger, als zuvor angekündigt. Circa 100 Leute starteten den Gegenprost.
Da die Demonstrationen in der Münchner Innenstadt aufeinandertrafen, bestand die Gefahr von Konflikten. Die Polizei rückte deshalb mit einem großen Aufgebot an und hielt die beiden Lager möglichst getrennt. Mit einer weiträumigen Absperrung sollte verhindert werden, dass die Situation eskaliert.
Zur gleichen Zeit versammelten sich am Münchner Siegestor laut Polizei rund 12.000 Menschen zu einer sogenannten Prüf-Demo – deutlich mehr als die zunächst erwarteten 3000 Teilnehmer.
Die bundesweite Aktion setzt sich dafür ein, dass Parteien, die der Verfassungsschutz als rechtsextremen Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem einstuft, vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden.
Titelfoto: NEWS5 / Eric Deyerler
