Von Christoph Driessen
Köln - Die Polizei hat damit begonnen, eine Blockade einer Bundeswehr-Kaserne durch etwa 100 Kriegsgegner aufzulösen.
Der Grund dafür sei, dass einige Teilnehmer ihre Vermummung nicht abgenommen hätten und kein Versammlungsleiter benannt worden sei, sagte ein Polizeisprecher.
Man werde die Personalien der Beteiligten aufnehmen. Widerstand gebe es bisher nicht. Auch Festnahmen oder Ingewahrsamnahmen habe es zunächst nicht gegeben.
Die Demonstranten hatten die Zufahrt zur Lüttich-Kaserne blockiert. Camille Dietrich, Sprecherin des Antikriegs-Bündnisses "Rheinmetall entwaffnen", sagte, die Aktion sei ein Signal gegen die Rolle der Bundeswehr im Prozess der immer stärkeren Aufrüstung.
Es gebe zu wenige Lehrer, zu wenige Kindergartenplätze, zu wenige Frauenhäuser, weil das ganze Geld in die Rüstung fließe. Dagegen richte sich der Protest.
"Rheinmetall entwaffnen" veranstaltet derzeit in Köln ein Protestcamp mit mehreren hundert Teilnehmern. Teil des Programms sind auch mehrere Demonstrationen.
Erstmeldung 11.39 Uhr, Update 11.51 Uhr.