Regionalexpress kracht in Baugerüst: Strecke zeitweise gesperrt
Husum - Was für ein Schreck für die Passagiere: Plötzlich krachte ein Zug der Marschbahn am Donnerstagabend mit einem Gerüst auf der Strecke nach Husum (Schleswig-Holstein) zusammen.
In Höhe der Eisenbahnbrücke in Husum war der Regionalexpress laut Bundespolizei gerade in Richtung Westerland unterwegs, als er mit dem Gerüstteil zusammenstieß.
Zwar leitete der Zugführer gegen 22.50 Uhr noch eine Schnellbremsung ein, doch konnte er den Zusammenprall mit einer Eisenstange des Gerüsts nicht mehr verhindern. Die Folgen: Durch die Kollision hatte sich die Gerüststange im Drehgestell verkeilt und dadurch die Luftfeder beschädigt.
Nach dem Unfall sperrte die Polizei die Strecke vorübergehend ab.
26 Passagiere waren an Bord des Regionalexpresses - verletzt wurde laut Polizei zum Glück niemand. Doch für die Passagiere hieß es Endstation: Der Zug fuhr zurück zum Bahnhof Husum, wo die Reisenden aussteigen mussten.
Nach dem Crash: Passagiere blieben unverletzt
Doch wieso war überhaupt ein Gerüst auf der Zugstrecke? Im Bereich der Eisenbahnbrücke sollte ein Baugerüst aufgestellt werden, wobei Teile davon offensichtlich auf die Gleise ragten, so die Polizei. Warum diese Gerüstteile im Gleisbereich waren, sei noch unklar. Nun soll ein Bahnunfallermittler der Bundespolizei die Ursache aufklären.
Gegen 0.30 Uhr konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden.
Titelfoto: Bildmontage: Frank Molter/dpa, Bundespolizeiinspektion Flensburg
