Für mehr Paketautomaten: Deutsche Post kauft Unternehmen aus Österreich

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Von Wolf von Dewitz

Bonn/Salzburg - Die Paketbranche boomt weiterhin. Um dem immer weiter steigenden Bedarf decken zu können, plant die Deutsche Post den Ausbau der Paketautomat-Infrastruktur. Dafür wurde nun ein aufstrebendes Unternehmen gekauft.

In den Automaten von Myflexbox können Pakete verschiedener Anbieter angenommen und abgegeben werden.
In den Automaten von Myflexbox können Pakete verschiedener Anbieter angenommen und abgegeben werden.  © Wolf von Dewitz/dpa

Der Erwerb der Firma Myflexbox aus Salzburg (Österreich) sei vollzogen, teilte der Logistiker in Bonn mit.

Im Jahr 2030 soll Myflexbox 25.000 Paketautomaten in Deutschland haben und damit circa siebenmal mehr als aktuell. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht, Verkäufer sind die britischen Investoren von Star Capital. 

Myflexbox hat derzeit rund 2000 Automaten in Deutschland und 1000 in Österreich. Die Firma hat circa 100 Beschäftigte, sie ist der größte anbieterunabhängige Automatenbetreiber. An ihren Standorten sind Sendungen von GLS, DPD, UPS, Fedex und Amazon verfügbar. Nun ist die Firma Teil des DHL-Konzerns.

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Myflexbox war einst Tochter der Salzburger Stadtwerke, vor einigen Jahren wurde sie an Star Capital verkauft. 

Der jetzige Kauf erfolgt über die Post-Tochter AZL GmbH, die derzeit rund 1700 Automaten unter der Marke DeinFach in Deutschland betreibt. Bei DeinFach können Pakete von DHL und UPS abgeholt werden, andere größere Paketdienstleister sind bislang nicht an Bord. DeinFach und Myflexbox werden miteinander verschmolzen. Die DeinFach-Automaten werden schrittweise umetikettiert zu Myflexbox. 

Paketfirmen möchten Zeit sparen 

DHL hebt Ausbauziel für Paketautomaten deutlich an

Die DeinFach-Automaten sollen nun schrittweise umetikettiert werden.
Die DeinFach-Automaten sollen nun schrittweise umetikettiert werden.  © Wolf von Dewitz/dpa

Im Internetzeitalter wächst die Paketmenge, da die Menschen immer mehr Waren online bestellen. Die Zustellung an den Haustüren ist dabei besonders zeitintensiv für die Paketdienstleister, daher setzen sie stärker auf Automaten - dort können sie in einem Schwung Pakete ablegen oder mitnehmen und Zeit sparen. 

Bei Paketautomaten ist DHL seiner Konkurrenz meilenweit voraus, unter der Marke DHL betreibt der Logistiker rund 16.000 Packstationen für Pakete und 1400 Poststationen, in denen Pakete und Briefe abgegeben werden können. Diese Standorte sind nicht anbieteroffen, nur DHL-Sendungen werden dort gelagert.

Das Netzwerk aus reinen DHL-Automaten soll ebenfalls ausgebaut werden, 2030 sollen es circa 25.000 sein und damit einige Tausend mehr als derzeit. Inklusive Myflexbox sollen es Ende 2030 rund 50.000 Automaten des Bonner Logistikers sein. Das Ausbauziel wurde damit deutlich angehoben, vor dem Myflexbox-Zukauf waren nur mehr als 30.000 angepeilt worden.

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Die Wettbewerber backen kleinere Brötchen, GLS und DPD möchten aber auch vorankommen: Die beiden Firmen haben im März bekanntgegeben, bis Ende 2027 in Deutschland gemeinsam bis zu 6000 Automaten anbieten zu wollen. Hermes ist auf dem Automatenfeld wenig tätig, nur im Großraum Hamburg hat die Firma rund 30 Automaten.

Titelfoto: Wolf von Dewitz/dpa

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