Ecstasy, Pilze, Crystal: 13 Strafverfahren nach kreativem Drogen-Schmuggel per Post

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Von Cordula Dieckmann

Selb - Beim Verpacken von Briefen und Paketen mit Drogen kennt die Kreativität der Absender nach Angaben des Hauptzollamtes Regensburg "kaum Grenzen".

Geburtstagskarte mit besonderem Inhalt: illegale Betäubungsmittel.
Geburtstagskarte mit besonderem Inhalt: illegale Betäubungsmittel.  © Zoll

Bei einer aktuellen Kontrollaktion seien die Substanzen unter anderem in Geburtstagskarten, einem kleinen Bluetooth-Lautsprecher sowie verschiedenen Produktverpackungen entdeckt worden, teilte die Behörde mit.

Die Stoffe seien sichergestellt worden, zudem habe man insgesamt 13 Strafverfahren eingeleitet. 

Die Sendungen stammten der Zoll-Mitteilung zufolge aus den Niederlanden und sollten mit einem Postdienstleister über Deutschland nach Tschechien geschickt werden.

Über zwei Tonnen Kokain an Bord: Berliner soll Mega-Schmuggel über den Atlantik geplant haben
Drogen Über zwei Tonnen Kokain an Bord: Berliner soll Mega-Schmuggel über den Atlantik geplant haben

Bei einer Kontrolle mit moderner Röntgentechnik wurden die Zöllnerinnen und Zöllner aber misstrauisch. Sie öffneten die Briefe und Pakete und fanden dabei den Angaben zufolge die Drogen und neue psychoaktive Stoffe, darunter halluzinogene Pilze, Crystal, Kokain und Ecstasy-Tabletten.

Auch sogenannte Blotter seien dabei gewesen. Das seien kleine, saugfähige Papierstücke, die mit einer psychoaktiven Substanz getränkt sind, so die Behörde. 

In einem Bluetooth-Lautsprecher befanden sich Drogen.
In einem Bluetooth-Lautsprecher befanden sich Drogen.  © Zoll
502 sichergestellte Ecstasy-Tabletten.
502 sichergestellte Ecstasy-Tabletten.  © Zoll
Von Ecstasy bis Pilze – die Kontrolle mit Röntgentechnik deckt kuriose Verstecke auf.
Von Ecstasy bis Pilze – die Kontrolle mit Röntgentechnik deckt kuriose Verstecke auf.  © Zoll
Sichergestellte halluzinogene Pilze.
Sichergestellte halluzinogene Pilze.  © Zoll

Zoll geht gezielt gegen Drogen-Schmuggel auf dem Postweg vor

"Kriminelle versuchen immer wieder, Drogen in scheinbar unauffälligen Postsendungen zu verstecken", sagte Günter Schnabel, Leiter der Kontrolleinheit Verkehrswege Selb. Mit regelmäßigen Kontrollen überwache der Zoll deshalb auch diesen Schmuggelweg konsequent.

"Jede sichergestellte Sendung verhindert, dass die Drogen ihr Ziel erreichen, und schützt die Bevölkerung vor den Gefahren dieser Stoffe", so Schnabel.

Titelfoto: Zoll

Mehr zum Thema Drogen: