Berlin - Eigentlich wollten Polizisten in Berlin nur zwei Verkehrssünder kontrollieren. Doch aus den vermeintlich harmlosen Stopps wurden plötzlich Drogenfunde.
Wie die Ermittler bei Facebook berichten, fand die erste Kontrolle bereits Ende September in Reinickendorf statt. Damals fiel den Beamten ein E-Scooter-Fahrer auf, der beim Abbiegen nicht geblinkt hatte. Sie stoppten den Mann und baten ihn, seine Sporttasche zu öffnen, um sich auszuweisen.
Doch statt eines Ausweises entdeckten die Polizisten darin mehrere Tüten mit Cannabis. Bei einer anschließenden freiwilligen Durchsuchung fanden sie weitere Behälter mit Drogen.
Die Polizisten beschlagnahmten die Tasche samt Inhalt sowie mehr als 2000 Euro Bargeld.
Auch in Spandau machten Polizisten am 16. Oktober einen Drogenfund: Bei einer Verkehrskontrolle eines Motorradfahrers bemerkten sie starken Marihuanageruch. In seinem Rucksack entdeckten sie daraufhin mehrere Verpackungen mit Kokain und Cannabis.
Anschließend ging es für die Einsatzkräfte und die Kriminalpolizei weiter zur Wohnung des Mannes. Mit einem Durchsuchungsbeschluss in der Tasche machten sie dort eine überraschende Entdeckung: eine professionell eingerichtete Indoor-Cannabisplantage.
Neben der Plantage stießen die Polizisten auf weitere Drogen, Bargeld und mutmaßliche Utensilien für den Drogenhandel. Gegen den Motorradfahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.