Trotz Impfpflicht: Tierseuche kostet 23.000 Tiere in Brandenburg das Leben

Von Benjamin Siebert

Potsdam - In einem Putenmastbestand im Landkreis Oder-Spree ist die für Vögel hoch ansteckende Newcastle-Krankheit ausgebrochen.

In den betroffenen Betrieb müssen rund 23.000 Puten gekeult werden. (Symbolfoto)  © Philip Dulian/dpa

Nach Angaben des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums wurden umgehend Bekämpfungsmaßnahmen durch das zuständige Veterinäramt des Landkreises eingeleitet und alle erforderlichen Maßnahmen mit einer Tierseuchenallgemeinverfügung angeordnet.

Dazu gehören unter anderem die tierschutzgerechte Tötung der etwa 23.000 Tiere und die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern um den Ausbruchsbestand.

In dem Betrieb waren erhöhte Tierverluste und klinische Auffälligkeiten aufgetreten. Nachdem Proben genommen worden waren, bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut schließlich den Ausbruch. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

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Die Newcastle-Krankheit ist eine für Vögel hoch ansteckende und für Geflügel oftmals tödlich verlaufende Viruserkrankung. Für Hühner und Puten gilt in Deutschland eine Impfpflicht. Auch der betroffene Ausbruchsbestand im Landkreis Oder-Spree sei ordnungsgemäß geimpft worden, teilte das Ministerium mit.

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Da die Grundimmunisierung der Jungtiere jedoch noch nicht abgeschlossen gewesen sei, hätten sich die Tiere mit dem Virus infizieren können. Laut Ministeriumsangaben war die Newcastle-Krankheit bei Hausgefügel in Brandenburg zuletzt 1996 ausgebrochen.

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