Von Catharina Zelt & Martin Oversohl
Schramberg - Nach stundenlangem Einsatz in steilem Gelände hat die Feuerwehr den Großbrand in einem Waldgebiet bei Schramberg erfolgreich in den Griff bekommen. "Die beiden unzugänglichen Hotspots im Steilhang sind nun unter Kontrolle", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Das Feuer sei noch nicht aus.
Insgesamt wird die betroffene Fläche auf 15 bis 20 Hektar geschätzt. Nach eigenen Angaben ist die Feuerwehr noch bis in die Abendstunden im Einsatz. Das Feuer war am späten Sonntagnachmittag ausgebrochen und hatte sich in der Nacht deutlich ausgebreitet.
Zunächst sei nur ein kleiner Vegetationsbrand gemeldet worden. "Aber das Feuer hat sich relativ zügig entwickelt", sagte Patrick Wöhrle von der Feuerwehr Schramberg.
Die Flammen werden von mehreren Seiten bekämpft, um eine Ausbreitung in Richtung der angrenzenden Wohnbebauung zu verhindern.
Das unwegsame und steile Gelände erschwerte den Einsatz erheblich. Einsatzkräfte konnten sich den Brandherden nicht überall nähern, weil die Hänge zu steil und schwer zugänglich sind. Deshalb wurde das Feuer auch mit einem Polizeihubschrauber bekämpft.
Gelände erschwert Löscheinsatz
Die Feuerwehr Reutlingen setzte zudem einen speziellen, geländegängigen Unimog ein, der im schwierigen Waldgelände fahren und während der Fahrt löschen kann.
In der Nacht waren schon rund 330 Feuerwehrleute im Einsatz, inzwischen wurden sie abgelöst. Etwa 80 Fahrzeuge, darunter spezielle Tanklöschfahrzeuge, unterstützten die Löscharbeiten.
Auch Landwirte halfen mit Gülle- und Wasserfässern. Löschwasser wurde unter anderem auch aus einem Löschteich und dem Freibad im Stadtteil Tennenbronn bezogen.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr rief die Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben, Fenster zu schließen und Klimaanlagen auszuschalten, um nicht unnötig Ruß und Rauch abzubekommen. "Wir tun alles, um die Wohnbebauung vor der Ausbreitung des Brandes zu schützen", sagte sie am Montagmittag.
Erstmeldung um 9.59 Uhr, aktualisiert um 14.35 Uhr.