Anwohner findet mehrere Fässer: Explosive Säure in Heidelberg unschädlich gemacht
Von Markus Brachat
Heidelberg - Nach dem Fund von Pikrinsäure in der Heidelberger Innenstadt wurden mehrere Häuser und Teile der Fußgängerzone gesperrt. Feuerwehr und Polizei rückten mit einem größeren Aufgebot aus. Fachleute brachten die Substanz im Laufe des Donnerstagabends an einen sicheren Ort.
Dort wurde die Säure kontrolliert unschädlich gemacht, wie die Polizei mitteilte.
Mehrere Fässer des Stoffs, der hochexplosiv sein kann, waren zuvor in einem Mehrfamilienhaus entdeckt worden.
Zur Sicherheit waren das betroffene Mehrfamilienhaus und zwei angrenzende Wohnhäuser sowie Teile der Fußgängerzone vorübergehend gesperrt worden. Diese Maßnahmen wurden nach dem Abtransport der Substanz wieder aufgehoben.
Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, dass ein Anwohner mehrere alte Behälter mit einer explosiven Substanz in einem Lagerraum eines Mehrfamilienhauses gefunden habe. Spezialisten des Landeskriminalamts identifizierten die Substanz als Pikrinsäure, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamts sagte.
In flüssigem Zustand und unter richtiger Lagerung sei diese Säure ungefährlich. Werde sie zu alt und trockne ein, könne sie aber explosiv werden. In dem Fall ging man von einer langen Lagerung aus.
Pikrinsäure wird meistens in industriellem Rahmen eingesetzt, wurde früher aber auch in militärischem Kontext als Sprengstoff verwendet. Laut der Sprecherin kämen Einsätze wegen des Stoffes häufig in einem Apotheken-Kontext vor.
Erstmeldung vom 20. August 2026, 15.32 Uhr; letztes Update am 21. August, 6.17 Uhr.
Titelfoto: René Priebe / PR-Video
