Dramatische Szenen während Feuer in Wohnhaus: Bewohner springt von Balkon

Naumburg (Saale) - Feuerwehreinsatz im Burgenlandkreis: Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus im Naumburger Norden hat am Dienstagabend drei Verletzte gefordert. Eine Person soll vom Balkon gesprungen sein.

Mithilfe einer Drehleiter wurden zahlreiche Menschen aus ihren Wohnungen gerettet.  © Facebook/Feuerwehr Bad Kösen

Die Einsatzkräfte wurden laut einem Sprecher der Polizei gegen 20 Uhr in die Taborer Straße alarmiert, evakuierten sofort nach ihrem Eintreffen die Wohnungen des Hauseingangs, in dessen Keller das Feuer ausgebrochen war.

Den Kameraden habe sich ein "dramatisches Bild" geboten, so die Freiwillige Feuerwehr Naumburg auf Facebook.

"Aus einem Fenster im Treppenhaus im zweiten Obergeschoss drang dichter schwarzer Rauch. Zahlreiche Bewohner standen an ihren Fenstern und schrien um Hilfe. Bereits bei der Lageerkundung kam ein Bewohner aus dem stark verrauchten Treppenhaus herausgerannt. [...] Im Verlauf der Menschenrettung sprang ein Bewohner von seinem Balkon aus dem Wohnhaus", hieß es.

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Rund 40 Personen haben demnach aus dem Gebäude gerettet werden müssen. Auch in den benachbarten Eingängen mussten die Bewohner zeitweise ihre Wohnungen verlassen.

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Drei Verletzte nach Kellerbrand, mehrere Wohnungen nicht mehr bewohnbar

Viele Feuerwehrleute waren stundenlang vor Ort, um das Feuer zu löschen und die Bewohner zu versorgen.  © Facebook/Freiwillige Feuerwehr Naumburg

Zwei Personen seien den Angaben zufolge leicht verletzt worden. "Ein weiterer Bewohner im Alter von 70 Jahren verlor mutmaßlich infolge einer Rauchgasintoxikation das Bewusstsein und wurde schwer verletzt durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert", so der Sprecher weiter.

Die Wohneinheiten des betroffenen Eingangs seien bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Die Mieter kamen bei Verwandten und Freunden unter, die anderen konnten in ihre Unterkünfte zurückkehren.

Nachdem die Löschmaßnahmen beendet waren, wurde der Keller gründlich mit einer Wärmebildkamera überprüft, das Wohnhaus außerdem belüftet. Erst nach rund fünf Stunden konnten die Feuerwehrleute ihren Einsatz beenden.

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Zur Brandursache lagen auch am Mittwoch noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. "Brandstiftung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden", hieß es. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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