Erster Ort muss evakuiert werden: Feuerwand bedroht NRW-Dörfer
Hürtgenwald (Nordrhein-Westfalen) - In Nordrhein-Westfalen spielen sich seit dem Donnerstagnachmittag (13. August) dramatische Szenen ab. Eine Feuer-Wand bedroht mehrere Dörfer im Kreis Düren!
Inzwischen hat sich der Waldbrand in Hürtgenwald so weit entwickelt, dass ein erster Ort evakuiert werden muss.
"Aufgrund einer Brandausbreitung des Waldbrands in Hürtgenwald, welche sich auf den Ortsteil Gey zubewegt, ist der Ortsteil Gey sofort zu evakuieren", teilt die Gemeinde mit.
Eine Anlaufstelle für die betroffenen Anwohner werde in der Grundschule Straß eingerichtet. Zudem weise man darauf hin, dass man nur die nötigsten persönlichen Gegenstände mitnehmen und an Ausweisdokumente sowie gegebenenfalls benötigte Medikamente denken solle.
Die Warn-App Nina zeigt für die Gemeinde in der Eifel die höchste Warnstufe "Extreme Gefahr" an. Mittlerweile seien die Flammen nur noch 400 Meter von dem Dorf entfernt.
Bislang sei es bei der Evakuierung glücklicherweise zu keinen Zwischenfällen gekommen, wie eine Polizeisprecherin am frühen Morgen mitgeteilt hat. Wie eine Sprecherin des Kreises Düren gegenüber der "DPA" bestätigt hat, ist der Krisenstab des Kreises einberufen worden.
25 Hektar Wald in Nordrhein-Westfalen brennen
Nachdem das Feuer in der Nacht noch gut 500 Meter entfernt gewesen ist, habe sich die Feuerwehr gegen 4 Uhr in der Früh dazu entschieden, das 1800-Einwohner-Dorf zu evakuieren, nachdem sich der Wind gedreht habe und die Flammen vorgerückt seien.
Seit Donnerstagnachmittag kämpfen Einsatzkräfte darum, den großflächigen Waldbrand unter Kontrolle zu bekommen. Insgesamt stehen rund 25 Hektar Wald nahe der Grenze zu Belgien in Flammen.
Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. In der Eifel-Gemeinde leben knapp 9000 Menschen. Es wird derzeit von einer "Großschadenslage" gesprochen.
Der Kreis Düren hat inzwischen auch das EU-Waldbrandmodul in Anspruch genommen, sodass bei dem Einsatz auch Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Königswinter und Leverkusen im Einsatz sind.
Titelfoto: Jan Ohmen/dpa

