Von Angelika Resenhoeft, Christof Rührmair, Benedikt Zinsmeister
Regensburg - Einen Tag nach der gewaltigen Explosion in einem Regensburger Wohnhaus werden noch immer zwei Personen vermisst.
Bisher konnten die Einsatzkräfte das einsturzgefährdete Haus nicht betreten, bis zum Morgen sind die Sicherungsmaßnahmen durch das Technische Hilfswerk allerdings beendet worden, wie die Polizei mitteilte. Ob und bis wann im Gebäude gesucht wird, ist offen.
Zur Identität der Vermissten machte die Polizei bisher keine Angaben. Beide werden aber im Gebäude vermutet. Vieles ist im Moment noch unklar - auch weil der Ort der Explosion bisher nicht untersucht werden konnte. Als Ursache steht aber eine Gasexplosion im Raum.
Die Explosion in den frühen Morgenstunden des Mittwochs zerstörte einen großen Teil des Mehrfamilienhauses in der Von-Reiner-Straße. Vier Menschen kamen ins Krankenhaus, einer davon mit schwereren Verletzungen. Ein Polizist erlitt zudem eine Rauchvergiftung.
Ob es sich um einen Unfall handelte oder die Explosion absichtlich herbeigeführt wurde, ist noch nicht geklärt.
Die Bereitschaftspolizei sicherte zusammen mit Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes Spuren, die nun ausgewertet werden müssen. Zur Schadenshöhe machten die Behörden zunächst keine Angaben.
Regensburg: Gebäudekomplex für Bewohner gesperrt
Einige Bewohner des Gebäudekomplexes konnten am Mittwoch kurz in ihre Wohnungen, um das Notwendigste für die Nacht zu holen.
Bilder von der Einsatzstelle lassen erahnen, welche Wucht die Explosion gehabt haben muss. Das Gebäude wurde massiv beschädigt. Eine Lücke klafft in der Fassade. Einem Sprecher zufolge wurden zwei Wände aus dem Gebäude gedrückt.
Das Wohnhaus, in dem es zur Explosion kam, ist Teil eines vierstöckigen Reihengebäudes, der komplett gesperrt wurde. Die meisten Bewohner seien "bei Freunden, Hotels oder dergleichen untergekommen", sagte ein Polizeisprecher am Mittwochnachmittag. Für die anderen suchte die Stadt Regensburg über ihre Homepage nach Unterkunftsangeboten.
Die Feuerwehr Regensburg war den ganzen Mittwoch über mit bis zu 150 Einsatzkräften vor Ort. Der Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk unterstützten mit rund 170 weiteren Helfern aus ganz Bayern, hinzu kamen mehr als 60 Polizisten.
Erstmeldung: 6.43 Uhr; zuletzt aktualisiert: 8.18 Uhr