Feuer-Wand vor NRW-Dorf: Evakuierte Anwohner dürfen zurück!

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Hürtgenwald (Nordrhein-Westfalen) - In Nordrhein-Westfalen spielen sich seit Donnerstagnachmittag (13. August) dramatische Szenen ab. Eine Feuerwand bedroht mehrere Dörfer im Kreis Düren - und das voraussichtlich noch mehrere Tage.

In der Gemeinde Hürtgenwald brennen seit Donnerstagnachmittag 300 Hektar Wald.
In der Gemeinde Hürtgenwald brennen seit Donnerstagnachmittag 300 Hektar Wald.  © Jan Ohmen/dpa

Einsatzkräfte kämpfen darum, einen großflächigen Waldbrand unter Kontrolle zu bekommen. Insgesamt stehen rund 300 Hektar Wald nahe der Grenze zu Belgien in Flammen.

Inzwischen hat sich das Feuer in der 9000-Einwohner-Gemeinde Hürtgenwald so weit entwickelt, dass ein erster Ort mit 1800 Bewohnenden evakuiert werden musste. Es wird derzeit vom größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens gesprochen.

Der Kreis Düren hat inzwischen auch das EU-Waldbrandmodul in Anspruch genommen, sodass bei dem Einsatz auch Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Königswinter und Leverkusen im Einsatz sind.

10.000 Quadratmeter in Flammen: Feuerwehr muss Waldbrand löschen
Feuerwehreinsätze 10.000 Quadratmeter in Flammen: Feuerwehr muss Waldbrand löschen

TAG24 hält Euch in einem Liveticker über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

15. August, 21.17 Uhr: Evakuierte Anwohner dürfen zurück

Die knapp 1800 evakuierten Anwohner des Ortsteils Gey dürfen zurück in ihre Häuser und Wohnungen!

Das hat der Landrat des Kreises Düren am Samstag entschieden. Die Anwohner waren in der Nacht zu Freitag (14. August) evakuiert worden, da die Flammen bis auf 250 Meter an ihre Häuser herangerückt waren.

15. August, 20.23 Uhr: Hendrik Wüst mit Zuversicht

Neben einigen anderen NRW-Politikern hat auch Hendrik Wüst den Einsatzort rund um den Hürtgenwald besucht.

Umgeben von einigen Medienvertretenden erklärt der 51-Jährige, dass sich inzwischen erste Hoffnung breitmache, den Waldbrand bald unter Kontrolle zu bringen.

Hendrik Wüst hat im Rahmen eines Interviews von Hoffnung gesprochen, den Brand bald unter Kontrolle zu bekommen.
Hendrik Wüst hat im Rahmen eines Interviews von Hoffnung gesprochen, den Brand bald unter Kontrolle zu bekommen.  © Max Lametz/dpa

15. August, 17.40 Uhr: Kein Regen in Sicht

Bei der Bekämpfung des Feuers muss die Feuerwehr nicht auf Unterstützung von oben hoffen.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge sieht es in den kommenden Tagen nicht nach Regen aus. "Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus - auch für die folgenden Tage nicht", teilte ein Sprecher mit.

15. August, 16.05 Uhr: Herbert Reul äußert heftigen Verdacht

Für NRW-Innenminister Herbert Reul ist die Ursache des Waldbrands klar!

Am Ort des Geschehens redet sich der CDU-Politiker in Rage und nimmt potenzielle Brandstifter ins Visier. "Jeder weiß, das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten. Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht. Und darüber muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen, einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem."

15. August, 14.57 Uhr: Feuerwehr macht Fortschritte

Bei der Bekämpfung des größten Waldbrandes in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen macht die Feuerwehr Fortschritte.

Ihrem Sprecher zufolge seien die Einsatzkräfte "sehr zufrieden" mit dem aktuellen Verlauf des Einsatzes. Endgültige Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden. "Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein."

Der Waldbrand bahnt sich seinen Weg durch den Hürtgenwald.
Der Waldbrand bahnt sich seinen Weg durch den Hürtgenwald.  © Sascha Thelen/dpa

15. August, 13.50 Uhr: Menschliches Versagen die Ursache?

Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hält menschliches Fehlverhalten als Auslöser des Großbrandes im Hürtgenwald für möglich.

"Es lässt sich jedenfalls nicht ausschließen", sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. "Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen, dass einiges dafür sprechen könnte."

15. August, 11.54 Uhr: Bürgermeister rechnet nicht mit weiterer Evakuierung

Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen geht nicht davon aus, dass wegen des großen Waldbrands weitere Ortsteile evakuiert werden müssen.

"Im Moment sagt man definitiv 'nein' und ich gehe davon aus, dass es so bleibt", so der parteilose, der nicht wisse, wann die Menschen im evakuierten Ortsteil Gey wieder in ihre Häuser können.

15. August, 10.23 Uhr: Vorsichtiges Aufatmen

Die Einsatzkräfte zeigen sich "sehr zufrieden" mit der bisherigen Brandbekämpfung, sodass es ein leichtes Aufatmen gibt.

Nun hänge aber viel von der Wetterentwicklung ab. "Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein", so Feuerwehrsprecher Peter Berndgen, der dennoch "sehr positiv in den Tag" starte.

Feuerwehrspecher Peter Berndgen zeigt sich mit der bisherigen Brandbekämpfung "sehr zufrieden".
Feuerwehrspecher Peter Berndgen zeigt sich mit der bisherigen Brandbekämpfung "sehr zufrieden".  © Vokler Danisch/dpa

15. August, 8.32 Uhr: Keine Rauchsäule mehr über Hürtgenwald

Nach ununterbrochenen Löscharbeiten steht keine riesige Rauchsäule mehr über dem Hürtgenwald.

"Die Nacht war gut", sagte Landrat Ralf Nolten (CDU) am Morgen der Deutschen Presse-Agentur. Es habe sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben. 

15. August, 8.27 Uhr: Kein Regen in Sicht

Die Einsatzkräfte im Hürtgenwald können wohl nicht auf einen Wetterumschwung hoffen.

Denn der Deutsche Wetterdienst sagt für Nordrhein-Westfalen keinen flächendeckenden Regen voraus. Allerdings könnte die Situation am Nachmittag wieder bedrohlicher werden. Hintergrund: Gegen Nachmittag kann es im Bergland zu Gewittern kommen. Dabei könnte es dann auch zu Sturmböen kommen, die die Flammen weiter anfachen können.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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