Feuerwalze rollt auf NRW-Dorf zu: Flammen drohen auf Häuser überzugreifen

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Hürtgenwald (Nordrhein-Westfalen) - In Nordrhein-Westfalen spielen sich seit Donnerstagnachmittag (13. August) dramatische Szenen ab. Eine Feuerwand bedroht mehrere Dörfer im Kreis Düren!

In der Gemeinde Hürtgenwald brennen seit Donnerstagnachmittag 300 Hektar Wald.
In der Gemeinde Hürtgenwald brennen seit Donnerstagnachmittag 300 Hektar Wald.  © Jan Ohmen/dpa

Einsatzkräfte kämpfen darum, einen großflächigen Waldbrand unter Kontrolle zu bekommen. Insgesamt stehen rund 300 Hektar Wald nahe der Grenze zu Belgien in Flammen.

Inzwischen hat sich das Feuer in der 9000-Einwohner-Gemeinde Hürtgenwald so weit entwickelt, dass ein erster Ort evakuiert werden muss. Es wird derzeit von einer "Großschadenslage" gesprochen.

"Aufgrund einer Brandausbreitung des Waldbrands in Hürtgenwald, welche sich auf den Ortsteil Gey zubewegt, ist der Ortsteil Gey sofort zu evakuieren", teilt die Gemeinde mit.

Warnung an die Bevölkerung: Mehrere Hektar Wald brennen im Harz
Feuerwehreinsätze Warnung an die Bevölkerung: Mehrere Hektar Wald brennen im Harz

Der Kreis Düren hat inzwischen auch das EU-Waldbrandmodul in Anspruch genommen, sodass bei dem Einsatz auch Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Königswinter und Leverkusen im Einsatz sind.

TAG24 hält Euch in einem Liveticker über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

14. August, 11.41 Uhr: Nur noch zehn Meter bis zum ersten Haus!

Jetzt wird es ganz eng! Die Feuerwalze rollt auf den Ortsteil Gey zu - und es sind nur noch zehn Meter bis zum ersten Haus.

Wie "Bild" berichtet, tun Feuerwehrleute alles, um das Übergreifen des Brandes am nördlichen Rand der Gemeinde zu verhindern. Die Uhr tickt!

14. August, 11.15 Uhr: Dringende Warnung! Dürener sollen geschlossene Räume aufsuchen

Die Bewohner mehrerer Stadtteile Dürens sollen sofort geschlossene Räume aufsuchen.

Aufgrund des verheerenden Waldbrandes in Hürtgenwald kommt es zu Rauchniederschlag, weshalb gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden können, wie der Kreis Düren mitgeteilt hat.

Betroffen sind die Stadtteile Gürzenich, Derichsweiler, Rölsdorf, Birgel, Lendersdorf, Konzendorf, Echtz, Mariaweiler, Merken und Berzbuir.

Wegen der starken Rauchentwicklung müssen zwei Anlaufstellen für Betroffene verlegt werden.
Wegen der starken Rauchentwicklung müssen zwei Anlaufstellen für Betroffene verlegt werden.  © Federico Gambarini/dpa

14. August, 11.09 Uhr: Betreuungsstellen für Anwohner müssen verlegt werden

Auch das noch! Aufgrund einer starken Rauchentwicklung müssen zwei Betreuungsstellen verlegt werden.

Dabei handelt es sich um die bisherigen Anlaufstellen in einer Grundschule und das Sport- und Schützenheim im Ortsteil Straß. Als neue Betreungussstelle dient jetzt eine Förderschule in Düren. Betroffen werden dorthin gebracht.

14. August, 10.58 Uhr: Polizei unterstützt bei Großfeuer in Düren

Die Feuerwehr erhält bei den Löscharbeiten des Waldbrandes im Kreis Düren Unterstützung der Polizei.

Seit den frühen Morgenstunden koordiniert ein Einsatzstab der Polizei Köln die erforderlichen Evakuierungen und die polizeilichen Maßnahmen.

14. August, 10.52 Uhr: NRW-Chef dankt Waldbrandbekämpfern

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) hat den Einsatzkräften seinen Dank ausgesprochen.

"Unser Land hält zusammen!", so der Regierungschef auf der Plattform "X". Viele der Kräfte seien ohne Pause im Einsatz. "Den Einsatzkräften aus ganz #NRW gilt mein großer Dank."

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51) hat den Einsatzkräften seinen Dank ausgesprochen.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51) hat den Einsatzkräften seinen Dank ausgesprochen.  © Thomas Banneyer/dpa

14. August, 10.20 Uhr: Ausfahrten der A4 gesperrt

Jetzt sorgt der Waldbrand auch für Einschränkungen auf der A4: Zwei Ausfahrten sind gesperrt worden.

Die Ausfahrten Düren und Langerwehe seien ab sofort gesperrt, teilte die Autobahn GmbH mit. Die Ausfahrten würden als Rettungszufahrten für die Einsatzkräfte benötigt. Wie lange die Sperrung dauert, ist nicht absehbar.

14. August, 10.01 Uhr: Nächsten Stunden entscheiden, Feuerwehr setzt auf größere Hubschrauber

Wie es im Kampf gegen den verheerenden Waldbrand weitergeht, entscheidet sich in den kommenden Stunden.

"Wenn wir in Gey gelöscht haben, kommt es auf die nächsten Stunden an, ob wir die Hauptglutnester erkennen und auch ablöschen können", so Ralf Nolten (CDU) gegenüber der "DPA". Zudem werden die Löscharbeiten durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert, wie der Landrat preisgibt.

Indes setzt die Feuerwehr bei der Bekämpfung aus der Luft auf größere Hubschrauber - auch aus anderen Bundesländern.

14. August, 9.23 Uhr: Flammen rasen auf Gey zu

Der Kampf gegen den Waldbrand wird immer dramatischer! Denn die Flammen rasen immer weiter auf den Ortsteil Gey zu.

Wie der "WDR" berichtet, habe eine Pressesprecherin des Kreises Düren bestätigt, dass das Feuer nur noch 200 Meter von der Ortschaft entfernt ist. Daher seien die Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung besonders auf Unterstützung aus der Luft angewiesen.

Ein Polizeihubschrauber mit einem Löschsack versucht, die Flammen aus der Luft unter Kontrolle zu bekommen.
Ein Polizeihubschrauber mit einem Löschsack versucht, die Flammen aus der Luft unter Kontrolle zu bekommen.  © Federico Gambarini/dpa

14. August, 9.10 Uhr: Bürgermeister hofft auf keine weitere Evakuierung

Stephan Cranen, Bürgermeister des Gemeindeteils Gey, hofft, dass die Menschen aus dem benachbarten Ortsteil Großhau nicht auch in Sicherheit gebracht werden müssen.

"Hoffen wir mal nicht", so der Parteilose gegenüber der "DPA".

Zuvor mussten in Gey etwa 1800 Menschen evakuiert werden. Unter anderem wurden aus einem Haus 15 Pflegebedürftige abgeholt.

Stephan Cranen, Bürgermeister des Gemeindeteils Gey.
Stephan Cranen, Bürgermeister des Gemeindeteils Gey.  © Christoph Driessen/dpa

14. August, 8.49 Uhr: Warn-App zeigt höchste Warnstufe an, Flammen kommen näher

Die Flammen kommen dem Ortsteil Gey immer Näher. Mittlerweile sei das Feuer nur noch weniger als 300 Meter entfernt, wie Bürgermeister Stephan Cranen mitgeteilt hat.

Inzwischen stünden sogar 300 Hektar Waldfläche in Flammen. Seit Ausbruch des Feuers seien rund 300 Kräfte im Einsatz. Die Bundeswehr sei mit zwei Panzern vor Ort, drei Löschhubschrauber sollen den Einsatz aus der Luft unterstützen.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

Mehr zum Thema Feuerwehreinsätze: