Feuerwalze rollt auf Dorf zu: Mehrere Hubschrauber auch heute im Einsatz

Hürtgenwald (Nordrhein-Westfalen) - In Nordrhein-Westfalen spielen sich seit Donnerstagnachmittag (13. August) dramatische Szenen ab. Eine Feuerwand bedroht mehrere Dörfer im Kreis Düren - und das voraussichtlich noch mehrere Tage.

In der Gemeinde Hürtgenwald brennen seit Donnerstagnachmittag 300 Hektar Wald.  © Jan Ohmen/dpa

Einsatzkräfte kämpfen darum, einen großflächigen Waldbrand unter Kontrolle zu bekommen. Insgesamt stehen rund 300 Hektar Wald nahe der Grenze zu Belgien in Flammen.

Inzwischen hat sich das Feuer in der 9000-Einwohner-Gemeinde Hürtgenwald so weit entwickelt, dass ein erster Ort mit 1800 Bewohnenden evakuiert werden musste. Es wird derzeit vom größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens gesprochen.

Der Kreis Düren hat inzwischen auch das EU-Waldbrandmodul in Anspruch genommen, sodass bei dem Einsatz auch Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Königswinter und Leverkusen im Einsatz sind.

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TAG24 hält Euch in einem Liveticker über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

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15. August, 8.32 Uhr: Keine Rauchsäule mehr über Hürtgenwald

Nach ununterbrochenen Löscharbeiten steht keine riesige Rauchsäule mehr über dem Hürtgenwald.

"Die Nacht war gut", sagte Landrat Ralf Nolten (CDU) am Morgen der Deutschen Presse-Agentur. Es habe sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben. 

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15. August, 8.27 Uhr: Kein Regen in Sicht

Die Einsatzkräfte im Hürtgenwald können wohl nicht auf einen Wetterumschwung hoffen.

Denn der Deutsche Wetterdienst sagt für Nordrhein-Westfalen keinen flächendeckenden Regen voraus. Allerdings könnte die Situation am Nachmittag wieder bedrohlicher werden. Hintergrund: Gegen Nachmittag kann es im Bergland zu Gewittern kommen. Dabei könnte es dann auch zu Sturmböen kommen, die die Flammen weiter anfachen können.

15. August, 7.03 Uhr: Mehrere Löschhubschrauber erwartet

Die Einsatzkräfte rechnen heute wieder mit Unterstützung aus der Luft.

Mehrere Hubschrauber haben um sechs Uhr die Starterlaubnis bekommen und sollen die Einsatzkräfte aus der Luft unterstützen. Es werde damit gerechnet, dass wieder fünf bis sechs Hubschreiber helfen werden.

15. August, 6.47 Uhr: Bilanz der Nacht

Der Waldbrand hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet.

"Unsere Strategie für die Nacht ist aufgegangen", sagte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar am frühen Morgen. Grund dafür sei auch das Wetter gewesen, denn Zeitweise sei es windstill gewesen.

Der Waldbrand hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet.  © Georg Hilgemann/dpa

15. August, 6.23 Uhr: Einsatzzentrale verlegt

Wegen des Rauchs hat die Feuerwehr ihre Einsatzzentrale verlegt.

Der Wind habe sich gedreht und den ganzen Qualm des Waldbrandes zu den Einsatzkräften getragen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

14. August, 22.06 Uhr: Feuerwehr kämpft in der Nacht gegen Flammen

Die Sonne geht unter, die Arbeit bleibt ...

Die Feuerwehr wird laut eines Sprechers auch in der Nacht zum Samstag gegen die Flammen kämpfen.

14. August, 21.31 Uhr: Löscharbeiten dauern wohl bis Montag (17. August) an

Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Löscharbeiten noch mindestens bis zum kommenden Montag andauern werden.

In der "Aktuellen Stunde" teilte ein Feuerwehrsprecher mit, dass sich bis zu 600 Einsatzkräfte im Zwölf-Stunden-Rhythmus abwechseln, um die Flammen zu besiegen.

Rund 600 Einsatzkräfte der Feuerwehr - auch aus Leverkusen, Bergisch Gladbach und dem Kölner Umland - sind im Hürtgenwald im Kampf gegen die Flammen aktiv.  © Harald Tittel/dpa

14. August, 20.28 Uhr: Alexander Dobrindt geschockt

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56) ist angesichts der weiterhin wütenden Flammen im Hürtgenwald schockiert.

"Alle Einsatzkräfte leisten unter schwierigsten Bedingungen Herausragendes, um die Flammen zu bekämpfen, Menschen zu schützen, Schäden zu begrenzen. Zusätzlich zu Feuerwehren, Landespolizei und Bundeswehr ist die Bundespolizei mit ihrer Fliegerstaffel im Einsatz, das THW hilft bei Logistik und Einsatzkoordinierung", hat der CSU-Politiker auf einer Pressekonferenz erklärt.

14. August, 19.54 Uhr: Fünf Verletzte gemeldet

Vier verletzte Einsatzkräfte habe man laut Landrat Ralf Nolten bislang zu beklagen. Unter den Verletzungen seien Schnittverletzungen und Kreislaufproblemen.

Eine evakuierte Person erlitt bei der Evakuierung Herzprobleme und musste kurzzeitig behandelt werden.

Die Rauchschwaden aus dem Hürtgenwald sind auch aus der Entfernung deutlich zu erkennen.  © Volker Danisch/dpa

14. August, 17.45 Uhr: Polizei richtet Hinweisportal ein

Die Polizei Köln sucht nach potenziellen Brandstiftern!

Ein eingerichtetes Hinweisportal soll die Beamten im Hintergrund des Waldbrandes bei der Suche nach Hinweisen unterstützen. Zeugen werden gebeten sämtliche Fotos und Videos zum Zeitpunkt der Brandentstehung vom Donnerstagnachmittag hochzuladen.

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