Großbrand und Explosionen in Baumarkt: Mehrere Gebäude zerstört
Wedel - In Wedel (Kreis Pinneberg) ist am späten Mittwochabend ein Großbrand in einem Baumarkt ausgebrochen. Die Feuerwehr kämpfte die ganze Nacht gegen die Flammen.
Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden die Kräfte gegen 23.10 Uhr in die Rissener Straße alarmiert. Dort war ein Feuer in der Halle eines Baumarktes ausgebrochen.
Als die ersten Kräfte eintrafen, war bereits eine massive Rauchentwicklung aus dem zum Markt gehörenden Baustofflager zu sehen. Kurz darauf kam es zur Durchzündung in der rund 1400 Quadratmeter großen Halle.
Der Brand breitete sich schnell auf zwei benachbarte Tennishallen aus und drohte, wegen der engen Bebauung auch auf weitere umliegende Gebäude überzugreifen.
Bis zu 150 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, dabei kamen mehrere Drehleitern zum Einsatz. Aufgrund der Größe des Gebäudes waren die vier eingesetzten Feuerwehren in verschiedenen Straßen rund um den Komplex mit Löscharbeiten beschäftigt.
Laut Feuerwehrsprecher sei es im Inneren des Baustofflagers immer wieder zu kleineren Explosionen gekommen.
Über WarnApps wurde die Bevölkerung vor der starken Rauchentwicklung gewarnt und gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Betroffen war das gesamte Stadtgebiet.
Zahlreiche Anwohner evakuiert
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten der eigentliche Baumarkt und der Verwaltungstrakt zwar vor den Flammen geschützt werden, beide Gebäudeteile wurden aber durch Löschwasser und Rauch beschädigt.
Nach Angaben der Feuerwehr wurde bei dem Brand niemand verletzt. 21 Personen mussten zwischenzeitlich ihre Wohnhäuser verlassen. Die Feuerwehr war auch am Donnerstagmorgen noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Die betroffenen Gebäude wurden zerstört, bestätigte ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber TAG24. Das Technische Hilfswerk (THW) hat mit schwerem Gerät die Dachhaut geöffnet, um versteckte Glutnester aufzudecken.
Gegen 10 Uhr wurden die Maßnahmen schließlich beendet.
Erstmeldung um 7.17 Uhr, aktualisiert um 11.15 Uhr.
Titelfoto: NEWS5 / Fabian Höfig

