Von Ulf Zimmermann
Bonn/Düsseldorf - Deutsche Feuerwehrkräfte haben sich auf den Weg in die Waldbrandgebiete Serbiens gemacht. Die Entsendung der Kräfte der Feuerwehren Bonn und Düsseldorf sowie aus Niedersachsen erfolgt auf Ersuchen der serbischen Behörden.
Die Waldbrände wüten derzeit in der Region Vojvodina im Norden Serbiens. Der Einsatz ist einem Sprecher des Feuerwehr- und Rettungsdienstes Bonn zufolge auf zehn Tage angelegt. Er ist Teil des europäischen Katastrophenschutzverfahrens.
Die Einsätze der deutschen Kräfte sind den Angaben nach für die Bekämpfung der Brände am Boden vorgesehen. Am Vormittag machten sich 22 Fahrzeuge, darunter Tank- und Logistikfahrzeuge, in einem Konvoi auf die Tour über drei Etappen. Insgesamt 41 Einsatzkräfte, davon 32 aus Bonn und Düsseldorf, gehören zum deutschen Kontingent.
Im Tagesverlauf fährt der Konvoi bis Regensburg und setzt die Tour nach einer Nacht in der dortigen Landesfeuerwehrschule am Sonntag bis südlich der ungarischen Hauptstadt Budapest fort. Am Montag geht es dann in die Region Vojvodina, wo ein Camp mit rumänischen Brandbekämpfern bezogen wird.
Der Einsatz ist dem Sprecher der Feuerwehr Bonn zufolge mit einem erheblichen logistischen Aufwand verbunden: Neben dem Material und der Verpflegung sei die Personalplanung komplex, weil Kräfte der freiwilligen Feuerwehr kurzfristig von den jeweiligen Arbeitgebern freigestellt werden müssten. Vor Ort seien dann die körperlichen Belastungen trotz etwas leichterer Spezialbekleidung extrem. Man werde einen Zwei-Schicht-Betrieb fahren.
Für die Einheiten aus NRW und Niedersachsen, die einem von mehreren sogenannten Brandbekämpfungsmodulen der EU angehören, ist es bereits der vierte Einsatz in diesem Jahr. Das Kontingent unterstützte schon die Brandbekämpfung in den Niederlanden, in Spanien und zuletzt im Hürtgenwald.