Kinder hatten großes Glück: Kita nach Knall teilweise zerstört
Wolfsburg - Ein lauter Knall hat am Sonntagvormittag Teile einer Kindertagesstätte in Wolfsburg (Niedersachsen) zum Einsturz gebracht.
Betroffen ist das Kinder- und Familienzentrum Martin-Luther am Schachtweg. Dort werden normalerweise rund 90 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren betreut.
Dass dabei niemand verletzt wurde, lag wohl auch am Zeitpunkt: Die Einrichtung war am Sonntag geschlossen.
Nach Angaben der Stadt rückten Polizei und Feuerwehr nach dem Knall an und sperrten den Bereich weiträumig ab. Ein Teil des Gebäudes war zu diesem Zeitpunkt bereits eingestürzt.
Die genaue Ursache ist noch unklar. Einsatzkräfte gehen derzeit von einem technischen Defekt aus. Medienberichten zufolge steht auch eine mögliche Gasexplosion im Raum.
Die Druckwelle soll dabei so heftig gewesen sein, dass sogar Fenster an benachbarten Wohnhäusern beschädigt wurden.
Für Kinder, Eltern und Mitarbeiter dürfte der Vorfall nun länger Folgen haben. In dem beschädigten Gebäude kann vorerst keine Betreuung stattfinden.
Auch die Küche der Einrichtung ist betroffen. Dort wurden bislang täglich rund 500 Essen für mehrere Einrichtungen zubereitet. Für Betreuung und Verpflegung müssen nun Ersatzlösungen gefunden werden.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann (51, CDU) machte sich noch am Sonntag vor Ort ein Bild von der Lage und sprach mit Einsatzkräften sowie der Kita-Leitung.
Titelfoto: Bildmontage: Stadt Wolfsburg