Mega-Waldbrand in Naturschutzgebiet: Landrat gibt Entwarnung - Lage unter Kontrolle

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Hürtgenwald (Nordrhein-Westfalen) - In Nordrhein-Westfalen haben sich seit Donnerstagnachmittag (13. August) dramatische Szenen abgespielt. Während im Hürtgenwald inzwischen alle offenen Flammen gelöscht sind, kämpft die Feuerwehr in der Nähe gegen die nächste Feuer-Walze aus Belgien.

In der Gemeinde Hürtgenwald haben seit Donnerstagnachmittag 300 Hektar Wald gebrannt - seit Sonntagmittag sind alle offenen Flammen gelöscht.
In der Gemeinde Hürtgenwald haben seit Donnerstagnachmittag 300 Hektar Wald gebrannt - seit Sonntagmittag sind alle offenen Flammen gelöscht.  © Jan Ohmen/dpa

Insgesamt sollen beim größten Waldbrand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen rund 300 Hektar verbrannt worden sein - das entspricht der Größe von 420 Fußballfeldern.

Nach der Evakuierung von 1800 Bewohnern des Ortsteils Gey konnten diese am Samstag zurück in ihre Häuser und Wohnungen.

Allerdings: Nur rund 20 Kilometer entfernt bahnen sich die Flammen schon den nächsten Weg nahe der belgischen Grenze.

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Eine Evakuierung zahlreicher Bewohner der Stadt Monschau ist aktuell aber noch nicht geplant.

TAG24 hält Euch in einem Liveticker über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

16. August, 17.54 Uhr: Landrat gibt Entwarnung - Lage unter Kontrolle

Der Waldbrand im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald ist unter Kontrolle. Das sagte der Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten (62, CDU).

16. August, 13.07 Uhr: Stadt Monschau plant keine Evakuierung

Trotz der in der Nähe wütenden Flammen plant die Stadt Monschau noch keine offizielle Evakuierung ihrer Anwohnenden.

Dennoch sei den Bewohnenden der beiden Stadtteile ans Herz gelegt worden, ihre Häuser und Wohnungen aufgrund der extremen Rauch- und Geruchsbelastung zu verlassen.

16. August, 12.19 Uhr: Flammen im Hürtgenwald gelöscht

Alle offenen Flammen sind gelöscht!

Das teilte der Kreis Düren mit. Die Feuerwehr arbeitet derzeit nur noch gegen diverse Glutnester, um ein neues Aufkommen des Brandes zu verhindern. Zeitgleich scheint sich die Situation auch vor Monschau weiter zu entspannen - finale Entwarnung gibt es momentan aber noch nicht.

16. August, 10.37 Uhr: Lage vor Monschau entspannt sich

Wenige Meter vor der Feuerwalze soll sich die Lage mittlerweile entspannt haben.

Der Aussage des Einsatzleiters der Feuerwehr zufolge habe man in der Nacht zu Sonntag den Großteil der Feuerwehrleute zurückgefahren. "Aktuell sind wir noch mit 20 Personen auf Reserve vor Ort", stellte er klar.

Dennoch sei das Feuer nicht vollständig unter Kontrolle.

Auf belgischer Seite erleben die Einsatzkräfte der Feuerwehr derzeit den schwersten Waldbrand in der Geschichte des Landes.
Auf belgischer Seite erleben die Einsatzkräfte der Feuerwehr derzeit den schwersten Waldbrand in der Geschichte des Landes.  © Max Lametz/dpa

16. August, 10.14 Uhr: Feuer-Walze vor Monschau einen Kilometer breit

Der größte Brand Belgiens wird immer breiter und breiter!

Laut des Senders RTBF erstreckt sich die Feuerfront des Brandes auf einen Kilometer Breite. Einigen Bewohnern der Stadt Monschau wird weiterhin geraten ihre Häuser und Wohnungen so schnell wie möglich zu verlassen. Die Gefahr, dass das Feuer die Stadt erreicht, sei einfach zu groß.

16. August, 8.17 Uhr: Nächster Waldbrand 20 Kilometer entfernt

Für Hunderte Einsatzkräfte im Hürtgenwald könnte es in den nächsten Tagen noch schlimmer werden.

Grund dafür ist der auf belgischer Seite entstandene Mega-Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn, der sich beinahe unaufhaltsam Richtung Monschau in NRW bewegt.

Fast 3000 Hektar (!) sollen da bereits - drei Kilometer vor der deutschen Grenze - in Flammen stehen.

Nahe der deutschen Grenze wütet auf belgischer Seite ein katastrophaler Waldbrand - zahlreiche Menschen in Monschau sollen am Sonntagmorgen ihr Zuhause verlassen.
Nahe der deutschen Grenze wütet auf belgischer Seite ein katastrophaler Waldbrand - zahlreiche Menschen in Monschau sollen am Sonntagmorgen ihr Zuhause verlassen.  © Max Lametz/dpa

15. August, 21.17 Uhr: Evakuierte Anwohner dürfen zurück

Die knapp 1800 evakuierten Anwohner des Ortsteils Gey dürfen zurück in ihre Häuser und Wohnungen!

Das hat der Landrat des Kreises Düren am Samstag entschieden. Die Anwohner waren in der Nacht zu Freitag (14. August) evakuiert worden, da die Flammen bis auf 250 Meter an ihre Häuser herangerückt waren.

15. August, 20.23 Uhr: Hendrik Wüst mit Zuversicht

Neben einigen anderen NRW-Politikern hat auch Hendrik Wüst den Einsatzort rund um den Hürtgenwald besucht.

Umgeben von einigen Medienvertretenden erklärt der 51-Jährige, dass sich inzwischen erste Hoffnung breitmache, den Waldbrand bald unter Kontrolle zu bringen.

Hendrik Wüst hat im Rahmen eines Interviews von Hoffnung gesprochen, den Brand bald unter Kontrolle zu bekommen.
Hendrik Wüst hat im Rahmen eines Interviews von Hoffnung gesprochen, den Brand bald unter Kontrolle zu bekommen.  © Max Lametz/dpa

15. August, 17.40 Uhr: Kein Regen in Sicht

Bei der Bekämpfung des Feuers muss die Feuerwehr nicht auf Unterstützung von oben hoffen.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge sieht es in den kommenden Tagen nicht nach Regen aus. "Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus - auch für die folgenden Tage nicht", teilte ein Sprecher mit.

15. August, 16.05 Uhr: Herbert Reul äußert heftigen Verdacht

Für NRW-Innenminister Herbert Reul ist die Ursache des Waldbrands klar!

Am Ort des Geschehens redet sich der CDU-Politiker in Rage und nimmt potenzielle Brandstifter ins Visier. "Jeder weiß, das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten. Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht. Und darüber muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen, einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem."

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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