Nach vermutetem Gefahrstoffaustritt auf Rostock-Fähre: Feuerwehr gibt Entwarnung
Rostock - Schock in Mecklenburg-Vorpommern: Auf einer Fähre im Rostocker Überseehafen ist am Mittwochnachmittag der Austritt von einer Substanz festgestellt worden. Allerdings stellte sich diese Stunden später als ungefährlich heraus.
Gegen 15.50 Uhr wurde die Feuerwehr über den Gefahrstoffaustritt im Rostocker Überseehafen informiert. Demnach sollte im Fährschiff eine Flüssigkeit aus einem Kesselwaggon ausgelaufen sein.
Bis auf wenige Crewmitglieder wurde das Fährschiff komplett geräumt. Vor Ort untersuchte der Rettungsdienst Passagiere und Crew - fünf Personen kamen vorsorglich für weitere Untersuchungen in umliegende Krankenhäuser.
Mit Chemikalienschutzanzügen untersuchten Einsatzkräfte der Feuerwehr den betroffenen Kesselwagen und fingen die austretende Flüssigkeit auf. Nach Auswertung der Messergebnisse konnte jedoch kein Austritt eines Gefahrstoffes bestätigt werden, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit.
Aktuell werde von abtropfendem Kondenswasser aus der Kesselwandung ausgegangen.
Gegen 2 Uhr in der Nacht zu Donnerstag konnte der Einsatz beendet werden. Etwa 10 Stunden dauerte die Aktion, gerade die Erkundung des Kesselwagens ergab sich als knifflig, da die Tropfstelle schwer zugänglich war.
Austritt von Gefahrstoff auf Fähre? Abfahrt abgesagt
Nach Angaben der Reederei Stena Line wurden vier Besatzungsmitglieder zur Untersuchung als Vorsichtsmaßnahme ins Krankenhaus gebracht. Der Austritt einer mutmaßlichen giftigen Flüssigkeit sei beim Beladen des Schiffs bemerkt worden.
Auf der Eisenbahnfähre "Mecklenburg-Vorpommern" befanden sich nach Polizeiangaben 164 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder.
Nach Angaben der Reederei seien allerdings 168 Menschen zurück zum Terminal gebracht worden. Von den 41 Crewmitgliedern seien der Kapitän und einige weitere Mitarbeiter an Bord geblieben. Eine Gefahr bestand jedoch nicht.
Die Fähre hätte gegen 15 Uhr ablegen sollen. Die Abfahrt nach Trelleborg (Schweden) wurde abgesagt.
Erstmeldung: 16. September, um 18.15 Uhr, zuletzt aktualisiert: 17. September, um 13.01 Uhr.
Titelfoto: Fotomontage: Stefan Tretropp
