Schenefeld - Historisches Reetdachhaus steht in Flammen: In der Nacht zu Montag rückte die Feuerwehr im Großaufgebot nach Schenefeld (Schleswig-Holstein) aus, um gegen das Feuer anzukämpfen.
Gegen 2.39 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert, dass das Dach eines Reetdachhauses brennt, teilte die Feuerwehr mit. Zu dieser Zeit habe sich eine Person bereits aus dem Wohnhaus gerettet.
Da ein Feuerwehrmann in der Nähe des Hauses wohnte, eilte dieser direkt dorthin, um weitere Personen aus dem Gebäude zu retten. Denn zunächst hatten nicht alle Bewohner das Feuer bemerkt: Viele mussten erst noch geweckt werden.
Alle acht Personen, die sich in dem Reetdachhaus aufhielten, konnten so noch vor dem Eintreffen der restlichen Feuerwehrleute gerettet werden. Einige klagten über Atemwegsreizungen, sodass der Rettungsdienst alarmiert wurde.
Schon nach kurzer Zeit habe sich das Feuer in dem L-förmigen Gebäude in rasanter Geschwindigkeit ausgebreitet und das gesamte Reetdach erreicht, so die Feuerwehr.
Die Flammen wurden von allen Seiten mit zwei Drehleitern sowie bis zu fünf C-Strahlrohren bekämpft. So konnte ein Übergreifen auf die nahestehenden Gebäude verhindert werden. Allerdings konnte das Reetdachhaus nicht gerettet werden.
heine Rettung für Historisches Reetdachhaus: Warnung wegen Rauchentwicklung
Wegen der starken Rauchentwicklung gab es eine Warnung für den gesamten Bereich Schenefeld. Um die Nachlöscharbeiten zu unterstützen, wurde ein Greifarmbagger angefordert. Dieser begann noch in den Morgenstunden das Dach aufzunehmen und Teile des Mauerwerks abzutragen.
Gegen 4.47 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings dauerten die Nachlöscharbeiten bis in den Vormittag hinein: erst um 11.53 Uhr war das Feuer vollständig gelöscht. Anschließend nahmen die Aufräumarbeiten noch längere Zeit in Anspruch.
Nach aktuellem Stand mussten zehn Personen vom Rettungsdienst begutachtet werden. Glücklicherweise wurde niemand schwer verletzt. Keiner musste ins Krankenhaus.
Allerdings ist das Reetdachhaus wegen des Feuers nicht mehr bewohnbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zur Schadenshöhe oder Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden.
Insgesamt bekämpften drei Feuerwehren mit über 60 Einsatzkräften und 21 Fahrzeugen die Flammen.
Erstmeldung: 7.19 Uhr, zuletzt aktualisiert: 13.12 Uhr.