Reetdachhaus fällt Flammen zum Opfer: Polizei sucht nach Zeugen

Schenefeld - Reetdachhaus fiel Flammen zum Opfer: In der Nacht zu Montag rückte die Feuerwehr im Großaufgebot nach Schenefeld (Schleswig-Holstein) aus, um gegen das Feuer anzukämpfen. Nun sucht die Polizei nach Zeugen.

Noch acht Personen mussten aus dem brennenden Haus gerettet werden.  © NEWS5 / Fabian Höfig

Nach dem Feuer in einem historischen Reetdachhaus in Schenefeld geht die Polizei aktuell von einer Schadenshöhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro aus. Nun hat die Kriminalinspektion Pinneberg die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Bereits am Montag wurde das Grundstück beschlagnahmt und auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Itzehoe begutachtete ein Brandsachverständiger den Brandort.

Laut aktuellen Erkenntnissen geht die Polizei von einem Fremdverschulden aus, deshalb werden Zeugen gesucht. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, soll sich unter 04101 2020 melden.

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Ganz besonders eine Personengruppe, die sich zur Anfangsphase in der Nähe des brennenden Reetdachhauses aufhielt, wird gebeten sich bei der Polizei zu melden.

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Reetdach fängt Feuer: Bewohner schlafen noch

Die Flammen breiteten sich schnell über das Dach aus.  © Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

In der Nacht zu Montag wurden die Einsatzkräfte gegen 2.39 Uhr alarmiert, dass das Dach eines Reetdachhauses brennt, teilte die Feuerwehr mit. Zu dieser Zeit habe sich eine Person bereits aus dem Wohnhaus gerettet.

Da ein Feuerwehrmann in der Nähe des Hauses wohnte, eilte dieser direkt dorthin, um weitere Personen aus dem Gebäude zu retten. Denn zunächst hatten nicht alle Bewohner das Feuer bemerkt: Viele mussten erst noch geweckt werden.

Alle acht Personen, die sich in dem Reetdachhaus aufhielten, konnten so noch vor dem Eintreffen der restlichen Feuerwehrleute gerettet werden. Einige klagten über Atemwegsreizungen, sodass der Rettungsdienst alarmiert wurde.

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Schon nach kurzer Zeit habe sich das Feuer in dem L-förmigen Gebäude in rasanter Geschwindigkeit ausgebreitet und das gesamte Reetdach erreicht, so die Feuerwehr.

Die Flammen wurden von allen Seiten mit zwei Drehleitern sowie bis zu fünf C-Strahlrohren bekämpft. So konnte ein Übergreifen auf die nahestehenden Gebäude verhindert werden. Allerdings konnte das Reetdachhaus nicht gerettet werden.

Die Feuerwehr war bis in den Vormittag mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt.  © NEWS5 / René Schröder

Keine Rettung für Historisches Reetdachhaus: Warnung wegen Rauchentwicklung

Durch die starke Rauchentwicklung gab es eine Warnung für den Bereich Schenefeld.  © NEWS5 / Fabian Höfig

Wegen der starken Rauchentwicklung gab es eine Warnung für den gesamten Bereich Schenefeld. Um die Nachlöscharbeiten zu unterstützen, wurde ein Greifarmbagger angefordert. Dieser begann noch in den Morgenstunden das Dach aufzunehmen und Teile des Mauerwerks abzutragen.

Gegen 4.47 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings dauerten die Nachlöscharbeiten bis in den Vormittag hinein: erst um 11.53 Uhr war das Feuer vollständig gelöscht. Anschließend nahmen die Aufräumarbeiten noch längere Zeit in Anspruch.

Nach aktuellem Stand mussten zehn Personen vom Rettungsdienst begutachtet werden. Glücklicherweise wurde niemand schwer verletzt. Keiner musste ins Krankenhaus. Allerdings ist das Reetdachhaus wegen des Feuers nicht mehr bewohnbar.

Insgesamt bekämpften drei Feuerwehren mit über 60 Einsatzkräften und 21 Fahrzeugen die Flammen.

Erstmeldung: am 31. August, 7.19 Uhr, zuletzt aktualisiert: am 1. September, 15.54 Uhr.

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