Schwarzpulver geht in Wohnhaus hoch: "Böllerclub"-Mitglieder sollen Explosion ausgelöst haben
Von Miriam Schmidt
Kirchhundem (Nordrhein-Westfalen) - Eine Explosion in einem Wohnhaus im Sauerland mit acht Verletzten ist auf ein Hantieren einiger Personen im Keller des Gebäudes mit Schwarzpulver zurückzuführen.
Mitglieder eines "Böllerclubs" hatten am Sonntag nach bisherigen Erkenntnissen in dem Gebäude in Kirchhundem mit dem Explosivstoff gewerkelt, wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Feuerwehr berichteten.
"Derzeit gibt es keine Hinweise, dass die Explosion vorsätzlich herbeigeführt wurde." Inwieweit ein "unsachgemäßer Umgang mit Sprengstoff" eine Rolle gespielt habe, werde noch ermittelt.
Zwei Menschen waren schwer verletzt worden. Lebensgefahr bestehe nicht, hieß es am Montag.
Sechs weitere Personen erlitten leichte Verletzungen, einige von ihnen kamen ebenfalls ins Krankenhaus.
Rund 60 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz. Auch Entschärfungsexperten des Landeskriminalamts seien angefordert worden.
Das Wohnhaus im Kreis Olpe war nach einigen Stunden wieder freigegeben worden. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar.
Erstmeldung am 10. August um 9.24 Uhr, Update am um 13.28 Uhr
Titelfoto: Berthold Stamm/dpa
