Henstedt-Ulzburg - Bei einem Feuer auf einem landwirtschaftlichen Gehöft in Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein) sind in der Nacht zu Freitag rund 30 Kälber gestorben.
Gegen 22.25 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu dem Feuer in der Kadener Chaussee gerufen, bestätigte ein Sprecher der Polizei gegenüber TAG24. Gleich mehrere Anwohner hatten die starke Rauchentwicklung bemerkt und Alarm geschlagen.
Beim Eintreffen der Feuerwehr standen der Stall und ein angrenzendes Reetdachhaus bereits in Vollbrand. Anwohner wiesen die Retter darauf hin, dass sich noch Menschen in dem historischen Gebäude befinden könnten.
Die Einsatzkräfte forderten daraufhin die komplette Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg an, teilte die Feuerwehr mit.
Bei der Durchsuchung des Gebäudes trafen die Kameraden auf zwei Personen, die aus dem brennenden Gebäude gerettet werden konnten. Zwei weitere Menschen hielten sich im Außenbereich auf und wurden ebenfalls rettungsdienstlich versorgt.
Alle vier wurden anschließend zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Laut Polizeisprecher würde es sich um leichte Verletzungen handeln. Weniger Glück hatten die Tiere im Stall - 30 Kälber starben in den Flammen.
Die Polizei sprach zunächst von 100 verendeten Tieren.
Rund 150 Kräfte im Einsatz
Da sich das Feuer schnell ausbreitete, wurden zusätzlich die Feuerwehren aus Alveslohe und Kaltenkirchen alarmiert. Im Verlauf des Einsatzes erlitten zwei Feuerwehrkräfte leichte Verletzungen. Sie konnten vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden.
Durch das Technische Hilfswerk (THW) und ein privates Unternehmen wurden Teile des Gebäudes eingerissen und abgetragen.
Insgesamt waren rund 150 Rettungskräfte im Einsatz. Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Schätzungen ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.
Die Kadener Chaussee war von 22.40 Uhr bis zum Vormittag zwischen der Hamburger Straße und der Straße Beckershof voll gesperrt.
Erstmeldung um 7.14 Uhr, aktualisiert um 11 Uhr.