Von Jenny Tobien, Carolin Eckenfels
Betzdorf-Gebhardshain - Erst mehrere bange Stunden, dann glücklicherweise Entwarnung: Bei einem Waldbrand bei Gebhardshain kamen die Flammen bis auf 20 Meter an Häuser heran! Auch am Montag geht der Einsatz weiter.
"Die Einsatzkräfte sind auch am heutigen Morgen weiter vor Ort", teilte die Gemeinde auf Instagram mit. "Im Laufe des Morgens wird der Kräfteeinsatz nochmals verstärkt, um die weiteren Arbeiten im betroffenen Waldgebiet durchzuführen", hieß es.
Bereits am Sonntagabend war der Brand unter Kontrolle gebracht worden, wie der Landkreis Altenkirchen entsprechend mitteilte. Für die Nacht waren Nachlöscharbeiten geplant. Am Montag sollten die Flächen nochmals kontrolliert werden.
Zuvor waren es einige bange Stunden in dem Westerwaldort: Die Flammen des Waldbrandes hatten sich am Sonntagabend bis auf etwa 20 Meter an erste Gebäude herangefressen, bis die Entwarnung kam. Die Lage war zwischenzeitlich so brenzlig, dass eine Straße mit insgesamt 20 Haushalten rasch evakuiert werden musste.
Später durften betroffene Anwohnerinnen und Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren.
Am Montag wurde gebeten, den Bereich zu meiden. "Bitte ermöglicht den Einsatzkräften, ihre Arbeit ungehindert und sicher durchzuführen." Eine Schule blieb zum Wochenanfang geschlossen, weil Gebäudeteile stark verraucht waren.
Waldbrand bei Gebhardshain in Rheinland-Pfalz: Hubschrauber löschten aus der Luft
Insgesamt hatten mehr als 300 Einsatzkräfte, auch aus anderen Kreisen, am Sonntag versucht, die Flammen einzudämmen, Hubschrauber löschten aus der Luft. Vier Einsatzkräfte erlitten dabei Verletzungen, einer musste ins Krankenhaus.
Besonders gefährdet war zwischenzeitlich eine Schule – der Unterricht musste am Montag ausfallen, weil Gebäudeteile stark verraucht waren.
Für Feuerwehrleute in Rheinland-Pfalz war es der zweite Großeinsatz binnen weniger Tage: Erst am Freitag waren in der Vordereifel, bei Langscheid, Wald und Wiese in Flammen aufgegangen, auf einer entsprechenden Fläche von rund 50 Hektar.
Die letzten Arbeiten – Glutnester aufspüren und löschen – dauerten am Sonntag noch an.
Die neue Woche könnte immerhin etwas Entspannung bringen: Das vorherrschende Risiko für Waldbrände in Rheinland-Pfalz schwächt sich den Erwartungen zufolge in den kommenden Tagen voraussichtlich ab. Laut dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird am Montag an den meisten Stationen "nur" eine mittlere bis geringe Gefahr erwartet.
Ab Mittwoch soll sogar überall lediglich noch Stufe 1 gelten, was bedeutet, dass die Gefahr sehr gering ist.